Electronic Arts-Portrait: Die Akte Westwood und miese Arbeitsbedingungen
Als Trip Hawkins Electronic Arts im Jahr 1982 gründete, war ihm nicht bewusst, dass er damit den Grundstein für den schlechtesten Konzern Amerikas im Jahr 2012 legte. Ob das 30-jährige Jubiläum mit dieser Auszeichnung an Glanz verliert, muss sich erst zeigen. PC Games blickt zurück auf 30 Jahre Electronic Arts.
Vielen ist beispielsweise der Kauf und damit der Beginn der Zerschlagung der Westwood Studios im Gedächtnis geblieben. Für 122,5 Millionen US-Dollar wurde Westwood im Jahr 1998 gekauft. Bis dahin war das Studio für Klassiker wie Dune oder die Command & Conquer-Reihe bekannt. Zahlreiche hochrangige Mitarbeiter verließen das Studio.
Quelle: Electronic Arts
Command & Conquer: Operation Tiberian Sun war das erste C&C unter EA-Regie. So gut wie auf diesem Screenshot sah das fertige Spiel übrigens nicht aus. Die Explosionseffekte oder die Spuren hinter den Fahrzeugen gab es nicht, obwohl EA es mit diesem Screenshots quasi versprach.
Ausschlaggebend für den Image-Wandel war unter anderem Command & Conquer: Operation Tiberian Sun, das erste Command & Conquer unter der Regie von Electronic Arts. Zahlreiche Features fehlten, waren in Ansätzen allerdings im Spiel enthalten. Die Entwickler wurden von den Zuständigen bei Electronic Arts unter Druck gesetzt, C&C Tiberian Sun möglichst schnell auf den Markt zu bringen – scheinbar ohne Rücksicht auf mögliche Qualitätseinbußen. Später wurde bekannt, dass Westwood keine Zeit mehr hatte, um beispielsweise das Balancing zu perfektionieren. Manche Features wurden später mit dem Feuersturm-Addon nachgeliefert. Spieler sollte dieses Ereignis prägen. Seither wurde Electronic Arts nicht länger als Heilsbringer für die Industrie, sondern als wirtschaftlich agierendes Unternehmen mit dem Ziel möglichst großen Profits angesehen. Die darauf folgenden Jahre stützten das. Jahr für Jahr kamen Sequels bekannter Spiele auf den Markt. Command & Conquer wurde zu einem Inbegriff dieses Vorgehens.
Im August 1999 erschien Command & Conquer: Operation Tiberian Sun, im März 2000 bereits das Addon Feuersturm. Im Oktober desselben Jahres kam Alarmstufe Rot 2 auf den Markt, dass Addon Yuris Rache folgte nur ein Jahr später. Der Sprint hielt an. 2002 erschien Command & Conquer: Renegade, im Februar 2003 Command & Conquer: Generäle und im September 2003 bereits die Erweiterung Die Stunde Null. Dann erst wurde eine Pause eingelegt. Ähnlich flott ging es bei der FIFA-, Madden- oder NHL-Reihe zur Sache. Die Quantität stieg, die Qualität der Produkte nahm weiter ab, was sich auch in den Durchschnittswertungen für EA-Spiele niederschlug.
Im Jahr 2005 erreichte der Image-Schaden seinen Höhepunkt. Ein Entwickler prangerte auf seinem Blog die Arbeitszeit sowie den Umgang mit Arbeitnehmern an. 80 Stunden pro Woche, auch außerhalb der Crunch-Time und keinerlei Ausgleich in Form von Boni oder Urlaub. Zwar reagierte Electronic Arts zügig und respektiert die Arbeitnehmerrechte seit diesem Zeitpunkt, dennoch bildeten sich viele Spieler auf Grundlage dessen ihre Meinung.
Nur ein Jahr später hagelte es Kritik von allen Seiten, Analysten und Spieler zogen an einem Strang. Was sich bereits über Jahre hinweg zog, mündete in einer Art Anklageschrift: Electronic Arts ist verantwortlich für die schlechte Qualität der Spiele. Diese werde von Jahr zu Jahr schlechter, wie die Analyse der jährlichen Wertungen gezeigt hätte. Ein Vorwurf, der bis heute im Gedächtnis der Spieler geblieben ist.
In diesem Artikel
- Seite 1 Electronic Arts-Portrait: Die Anfänge und der erste Image-Schaden
- Seite 2 Electronic Arts-Portrait: Die Akte Westwood und miese Arbeitsbedingungen
- Seite 3 Electronic Arts-Portrait: Die Ära des John Riccitiello Verluste trotz Mut
- Seite 4 Electronic Arts-Portrait: Der Origin-Skandal und die fragwürdige Auszeichnung
- Seite 5 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Electronic Arts-Portrait: Die Anfänge und der erste Image-Schaden
- Seite 2 Electronic Arts-Portrait: Die Akte Westwood und miese Arbeitsbedingungen
- Seite 3 Electronic Arts-Portrait: Die Ära des John Riccitiello Verluste trotz Mut
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also langsam nervt das und wird auch langweilig, läßt eucht gefälligst mal was neue und intelligenteres einfallen als dieses Ding das noch mehr Logiclücken als die Mondlandungslüge-Lüge hat
Und nein, das muss man inzwischen nicht mehr zerlegen warum das Blödsinn ist, die 5 Male davor reichen jetzt auch mal als verweiß
Während z.B. die PC-Gemes -Redaktion bei den ersten Berichten über Origin völlig gefailt hat (...ist später dann aber besser geworden), finde ich diesen Beitrag gut gegelungen:
Viele Hitergrundinformationen, Zusammenhänge werden aufgezeigt, eine Selbstzensur oder Stimmungsmache ist nicht zu erkennen. Gute Arbeit, Herr Thöing!
Zur Sache:
Die Moral und Ethik, die in einem Konzern herrscht (so auch bei EA), ist genau die Moral, die die Kunden des Konzerns haben, die die Produkte kaufen. Die Aktionäre spielen dabei gar keine Rolle, die interessiert nur die Netto-Rendite, vollkommen egal wo die herkommt. Sei es aus dem Verkauf von Anti-Personen-Minen in afrikanische Krisengebiete oder durch den Bau von Schulen und Krankenhäusern in genau den gleichen Gebieten.
Oder eben durch den Verkauf von innovativen und kreativen Games einerseits oder schnell hingeklatschte Stangenware (FIFA Version 1283) andererseits, weil man damit rechnen kann, dass ein paar Vollverblödete immer noch Papis Taschengeld dafür hinblättern.
Hauptsache, die Kasse stimmt und irgendjemand bezahlt dafür.
Sobald keiner mehr bezahlt, gibt es auch ganz schnell Veränderungen.
Nachdem die neuen Handhelds sich auch eher schleppend verkaufen wird es noch deutlicher: Causal-Games für Smartphones sind günstig für die Kunden,bei dem Preis werden fast alle Fehler verziehen,die Entwicklung ist meistens sogar günstiger als bei einem SNES-Spiel und durch die Masse der verkauften Geräte haben sie eine Hardwarebasis von der andere Bereiche träumen können.Mag sein das es verfliegt wie der Jamba-Klingelton-Trend,aber bis dahin müssen sich die "Großen" etwas einfallen lassen um nicht nur die Produktionskosten zu decken sondern auch Gewinn zu erwirtschaften - dies ist meistens nur noch mit DLC möglich,
Das es für uns "echte Zocker" nicht gerade positiv ist liegt auf der Hand,aber je besser die Optik,je ausgereifter die Entwicklung desto weniger Konkurrenz gibt es auf den Spielemarkt weil sich kleinere Spielefirmen den Aufwand nicht leisten können.Egal für welche Plattform.Solange es keinen richtigen Konkurrenzkampf mehr gibt bekommt der Spieler weniger umsonst weil es sich die Firmen leisten können.
Ich denke EA hat da eigentlich ein ganz cleveres System entwickelt: Man hat die Option sich Vorteile gegenüber der Normalsituation gegen Echtgeld/MS Points zu erkaufen wenn man selbst nicht lange spielen möchte.Keiner wird dazu gezwungen.Das Problem daran sind spiele wie Fight Night Champions bei dem ich auch Online mit einer Investition von ca 8€ meinen Mitsteitern zum Start deutlich überlegen bin.Je mehr Spieler es nutzen desto mehr wird es solche Optionen geben - also liegt es zum Teil auch in unserer Hand,das darf man nicht vergessen.
Das alles unter einen Hut zu bringen und dann eine schlüssige Begründung für den verliehenen Preis zu formulieren ist schier unmöglich für alle hier, denke ich.
Ich als ganz kleiner Mann ganz unten möchte nur, dass meine "lieblings-Entwicklerstudios" weiterhin so arbeiten können wie zu dem Zeitpunkt als Sie noch eigenständig waren und durch Ihre tollen Spiele bekannt wurden. EA macht das Arbeiten so leider nur noch teilweise möglich und was hinten dabei raus kommt gefällt mir als Endverbrauchen nicht! Ganz einfach. Und deswegen geht aus meiner Sicht solch ein Preis in Ordnung um denen da oben einfach mal klar zu machen, dass viele Spieler sehr verärgert sind und dass wenn die so weiter machen es nur noch schlimmer werden kann.
Ich als Spieler möchte "nur" Spaß beim zocken haben und mir nicht über die Geld-Politik oder Moralvorstellungen oder sonst was eines Milliarden schweren Unternehmens Gedanken machen müssen. Klar mache ich es mir damit sehr einfach, aber was sollen wir denn noch alles machen als sich täglich über Job, Freundin, Miete(Geld) etc. Gedanken zu machen!? Ich sehe leider nur; EA kauft Entwicklerstudios und als nächstes sinkt die Qualität des Spiels des gekauften Studios. Was will man jetzt als kleiner "Zocker" machen? Schreibe ich einen Brief an den Riccitiello, der Millionen auf dem Konto hat, jedes WE in seine Villa am Strand fährt, meinen Brief unter Ablage 'P' legt und sich ins Fäustchen lacht oder gebe ich meine Stimme AE für die schlechteste Firma? Liegt doch auf der Hand, oder?
Aber wenn ich mir jetzt mal Gedanken machen würde, würde ich zu dem Schluss kommen, dass das Verhältnis der Gehälter zur Position einfach nicht mehr stimmt. Wenn ein Herr Riccitiello (z.B.) gerade mal so viel verdienen würde um über die Runden zu kommen, lege Ihm bestimmt auch mehr Wert an der Zufriedenheit der Kunden und das ist leider auf der ganzen Welt so. Geld verdirbt in den meisten Fällen schwerwiegend den Charakter. Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken.
Ich bin kein Mensch der auf kommerzielle Sachen steht (bin auch nicht bei "Facepalm-Book"), aber irgendwas muss man ja machen und mit dem Preis kommen die Herrschaften da oben evtl mal auf andere Gedanken. Ich möchte natürlich auch nicht dass EA pleitegeht. Wenn ich mir überlege wie viele Schicksale das betreffen würde wird mir schlecht.
Ergo; Ich finds gut, dass die den Preis bekommen haben, aber auch nur hinsichtlich der Spiele, die ich dann evtl. in Händen halte. Manch anderer Konzern hätte den viel mehr verdient! Viel mehr sogar!