Echoes of Aincrad im Test: Ein weiteres, schlechtes Sword-Art-Online-Spiel

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Test Yannik Cunha - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Echoes of Aincrad im Test: Ein weiteres, schlechtes Sword-Art-Online-Spiel

Es gab schon einige Versuche, ein Sword-Art-Online-Spiel auf den Markt zu bringen, aber keins davon konnte Fans überzeugen. Jetzt kommt ein neues Spiel zum Anime auf den Markt und wir haben herausgefunden: Es geht immer schlimmer.

Mit Echoes of Aincrad bekommen wir (mal wieder) eine Videospiel-Umsetzung eines der beliebtesten Anime jemals: Sword Art Online. Dabei spielen wir aber nicht einfach die Handlung der Serie nach, sondern befinden uns nur in der gleichen Spielwelt - spannenderweise aber auch zur gleichen Zeit. Unsere Story läuft also parallel zu der von Anime-Protagonist Kirito. Nur ist unsere Hauptfigur im direkten Vergleich deutlich blasser und bleibt auch optisch nicht besonders hängen.

Die Prämisse ist aber auf jeden Fall interessant. Immerhin haben sich wohl die meisten Fans beim Schauen der Vorlage gefragt, wie sie in der Situation des Animes handeln würden. Was wir in Echoes of Aincrad so getrieben haben, und vor allem wie das funktioniert, klären wir im Test.

Der oder die Beta?

Echoes of Aincrad (jetzt kaufen 69,99 € ) erklärt direkt zu Beginn erst einmal die Rahmenhandlung von Sword Art Online. Das Anime-MMO wird über den NerveGear gespielt, einer Art Headset, das alle Impulse des menschlichen Gehirns abfängt und in das Spiel überträgt. So können Körper und Geist des Spielcharakters völlig eigenständig gesteuert werden.

Klingt schon gruselig, wer die Anime-Vorlage kennt, weiß aber schon, dass es gleich noch unbequemer wird.

Kurz nach "Release" des Spiels versammelt der Admin nämlich alle Spieler auf dem Hauptplatz der Stadt und berichtet ihnen, dass sie sich nicht mehr ausloggen können. Wer im Game stirbt, wird auch im echten Leben sterben.

Wer das Headset von Familie oder Freunden abgenommen bekommt, kassiert Strahlung, die das Gehirn zerstört. Der einzige Weg aus dem Spiel ist es, Ebene 100 zu erreichen. Genau das ist fortan unser Ziel, ebenso wie das von Kirito, dem wir im Verlauf der Geschichte immer wieder begegnen.

Gemeinsam mit den Freunden unserer Hauptfigur aus der echten Welt, die ebenfalls im Spiel festsitzen, und neuen Bekanntschaften, die erst in Sword Art Online entstanden, machen wir uns also auf den Weg Richtung Ebene 100.

Aber langsam!

Dafür nehmen wir im Hauptterminal verschiedener Städte immer Quests an, hauen ein paar schwache Gegner um, rennen zum Boss, bereiten uns auf die nächste Quest vor und wiederholen das immer wieder. So funktionieren sowohl die Hauptquest, als auch Nebenquests, die wir von unterschiedlichen NPCs in den Städten bekommen. Darunter sind auch ein paar recht witzige Storylines verbaut.

Das wäre eigentlich ein spaßiger Gameplay-Loop, der stark an Monster Hunter erinnert. Wir können sogar unseren Item-Beutel wie bei der Capcom-Vorlage per Tastendruck auffüllen. Aber es gibt eine Sache, die den kompletten Loop zerstört.

Aus diesem Bildschirm werden wir dann in die offenen Gebiete teleportiert. Quelle: PC Games Aus diesem Bildschirm werden wir dann in die offenen Gebiete teleportiert. Und zwar das einzige Mittel der Fortbewegung: Beine. Wir laufen, gehen, marschieren, latschen und rennen von Gegner zu Gegner und letztendlich zu den Bossen. Und das alles gar nicht einmal so schnell. Jedenfalls nicht in Relation zu der Größe der Welt.

Auf den Quests finden wir uns immer wieder auf abgegrenzten Gebieten der offenen Spielwelt. Dort gibt es aber nicht nur Opfer für unseren Stahl, sondern auch Schätze. Wo die sich befinden, sehen wir auf der Karte, nachdem wir Kontrollpunkte aktivieren, die nicht nur als Rastplatz zur Regeneration dienen, sondern auch als Ubisoft-Tower.

Wenn wir die abgrasen wollen, gibt es natürlich nur einen Weg: dorthin gehen. Wo bei Open-World-Spielen oft der Weg das Ziel ist, ist hier meistens das Ziel das Ziel. Auf dem Weg zu den verschiedenen Schätzen befindet sich nämlich meistens nichts Interessantes. Nur eine gähnend leere Welt, die uns nichts gibt, außer den Wunsch, einen Chocobo reiten zu wollen. Und Gegner, die sich immer wiederholen.

Die meiste Zeit im Spiel sehen wir exakt das: unseren Charakter, der duch eine leere Welt rennt. Quelle: PC Games Die meiste Zeit im Spiel sehen wir exakt das: unseren Charakter, der duch eine leere Welt rennt. Bei den Fundorten angekommen, gibt es dann meistens einen Mini-Boss. Die sind aber auch nicht sonderlich interessant oder schwierig. Außerdem wiederholen sich die Bosse auch schon in den ersten Spielstunden.

Wenn wir Glück haben, finden wir in der Schatzkiste immerhin den Bauplan für eine coole, neue Ausrüstung oder eine gute Waffe. Manchmal sind es aber auch nur lahme Materialien.

Da wir hier im Anime-Kosmos sind: Die Abstecher fühlen sich allerdings meistens an wie Filler-Folgen, nach denen niemand gefragt hat. Der Weg zu zusätzlichem Loot ist langweilig, die Gegner auf dem Weg eintönig und rar gesät, die Bosskämpfe sind fast nie aufregend und die Belohnungen selbst sind höchstens "ganz nett". Wir sind nach einigen Stunden dazu übergegangen, nur noch Kisten auf dem direkten Weg einzusammeln. Alles andere hat sich wie pure Zeitverschwendung angefühlt, weil die Belohnung nie die öde Reise wert ist.

Dieser Talisman aus der Schatztruhe ist beim Händler sogar ziemlich billig. Quelle: PC Games Dieser Talisman aus der Schatztruhe ist beim Händler sogar ziemlich billig. Um das ganze Gelaufe abzukürzen, haben wir uns irgendwann sogar dazu entschieden, nur noch das schmale Messer zu spielen. Damit bekommen wir nach einem Skill einen fetten Bonus auf den Sprint und es fühlt sich fast so an, als hätten wir damit immerhin so etwas Ähnliches wie ein Reittier. Und trotzdem dauert es ewig, durch die leere Welt zu sprinten. Auf der nächsten Seite erklären wir, wie leer die offene Welt ist und dass der erste, epische Boss von Aufbau bis zum Kampf eine reine Katastrophe ist.

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  1. Seite 1 Echoes of Aincrad im Test: Ein weiteres, schlechtes Sword-Art-Online-Spiel
  2. Seite 2 Schlechte Kämpfe, eine leere Welt, und der dämlichste Bossfight jemals
  3. Seite 3 Charmante Charaktere, Schlechte Technik, Fazit und Wertung
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