Steuerung

Earth 2160 ie Steuerung von Earth 2160 ist an C&C Generäle angelehnt. Standardmäßig selektiert und bewegt man Einheiten per Linksklick, per Rechtsklick werden die Truppen abgewählt. Wenn Sie die Warcraft 3-Steuerung gewöhnt sind, können Sie die Funktionen auch im Steuerungsmenü entsprechend einstellen.
Dann stellt sich aber das Problem, dass Sie mit der rechten Maustaste auch den Blickwinkel horizontal verstellen. Bewegen Sie also beim Rechtsklick die Maus, wird nicht die Einheit zum gewünschten Zielort geschickt, sondern die Kameraperspektive leicht geändert.
Diese Drehfunktion lässt sich nicht abschalten. Standardmäßig können Sie leider auch keine Einheiten aus bestehenden Gruppierungen wie in anderen Spielen per "Umschalt"-Linksklick abwählen - das geht nur mit einem Linksklick auf "Alt". Diese Einstellungen können Sie jedoch im umfangreichen Einstellungsmenü an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Ein weiterer wichtiger Faktor: die Menüstruktur - findet man sich schnell zurecht? Auf den ersten Blick wirken das Konstruktions- und Forschungsmenü unübersichtlich. Icons gleichen sich, weshalb Verwechslungsgefahr besteht.
Wenn Sie aber mit der Maus über die einzelnen Schaltflächen fahren, erscheint ein Pop-up-Fenster, das die Funktion der Icons erklärt. Halten Sie den Mauszeiger noch etwas länger auf dem Symbol, wird die Beschreibung um weitere Informationen ergänzt. So behalten Sie in komplexen Menüs den Durchblick.

Das Head-up-Display ist funktional gestaltet und passt gut zum Spiel. Auf eine platzraubende Leiste am unteren Bildschirmrand wurde absichtlich verzichtet, damit das Sichtfeld größer ist. Die notwendigen Menüs können einzeln ausgeklappt und bei Bedarf minimiert werden.
Spezialbefehle von Einheiten und Gebäuden lassen sich per Rechtsklick auf das betreffende Objekt aufrufen. Knackpunkt Kameraperspektive:Horizontal kann der Blickwinkel bis zu 360 Grad gedreht werden, der Höhenwinkel lässt sich von 10 Grad (isometrische Sicht) auf 75 Grad (fast horizontal) verstellen. Herauszoomen lässt sich deutlich mehr als in vergleichbaren Spielen.

Balancing

Earth 2160 Ein derart komplexes Spiel wie Earth 2160 lässt sich in kurzer Zeit nicht überblicken oder gar ganz erfassen. Zunächst überfordern die umfangreichen Möglichkeiten den Spieler, obwohl Entwickler Reality Pump die Bedienung sehr gut durchdacht und nie unnötig umständlich gestaltet hat. Die grundlegenden Befehle sind allen Echtzeit-Strategen schon vorab vertraut, da Earth 2160 alle gängigen Steuerungsvarianten des Genres zur Auswahl anbietet.
Die Kontrolle der zusätzlichen Spielinhalte - die Forschung, das Baukastensystem für Einheiten, die Agenten und der erweiterte Basisbau - müssen Sie sich erst aneignen. Zudem wandelt sich die Spielweise abhängig von den Parteien, wodurch jede der vier Kampagnen erneut eine kurze Einspielzeit erfordert. Die investierte Zeit ist nicht verloren: Sie sammeln wertvolle Erfahrung für Einzelgefechte gegen den Computer sowie für den Mehrspieler-Modus.
Nur mit diesen Erkenntnissen können Sie zumindest die einfacheren Strategien nutzen, um mit einer schlagkräftigen Armee Ihre Widersacher auch taktisch vorzuführen. Dies sorgt für einen hohen Schwierigkeitsgrad: Selbst unter der leichtesten der drei Einstellungen kommen Fortgeschrittene ins Schwitzen. Die steile Lernkurve entschärft die Lage mit etwas Übung.
Trotz aller kniffliger Herausforderungen bleibt Earth 2160 immer fair. Sie haben die Chance, jede Mission auf Anhieb zu schaffen, ohne vorab zu wissen, wie der Computergegner agiert. Selbst vertrackte Situationen lassen sich meist noch retten. Unter anderem, weil Sie jederzeit das Spiel anhalten können, in Ruhe die Lage analysieren und anschließend die passenden Befehle erteilen dürfen, bevor Sie die Pause wieder aufheben.
Dieser Kunstgriff ist gelegentlich auch nötig, denn die KI handelt von wenigen Ausnahmen abgesehen erstaunlich clever, und das ganz ohne in irgendeiner Weise zu mogeln. Computergegner reagieren auf Ihre Truppenzusammenstellung und stationäre Verteidigung. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre befestigten Stellungen vom Gegner umgangen werden. Oder wenn Sie von Einheiten angegriffen werden, gegen die Sie sich nur schlecht wehren können. Die drei Stärkegrade der Computergegner fordern Anfänger, Fortgeschrittene und Profis optimal.

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