Earth 2160
Ein Lob an die Missionsdesigner - die Earth 2160-Kampagnen gestalten sich erfreulich abwechslungsreich. Da gibt es unter anderem zeitintensive Strategiemissionen, bei denen Sie sich verbissen bis an die gegnerische Festung herankämpfen müssen. Doch keine Angst, kleinere Fehler verzeiht das Programm großzügig - die Gefechte sind fordernd, bleiben aber fair.
Damit es bei den langen Einsätzen spannend bleibt, haben die Entwickler viele verschiedene Nebenmissionen eingebaut, die meist anhand von Skripten aktiviert und mit hübschen Zwischensequenzen in Szene gesetzt werden. Der schöne Nebeneffekt dabei: Sie haben viel mehr Zeit, um Ihre Basis überlegt auszubauen. Ihre Einheiten gewinnen durch Gefechte an Erfahrung und werden so deutlich effektiver. Fahrzeuge betrifft das allerdings nicht, denn sie profitieren von einer kampferprobten Besatzung.
Ein vom Spiel bestimmtes Kontingent Ihrer Einheiten wird in die Folgemissionen übernommen. Die Einsatzziele sind insgesamt sehr unterschiedlich: Da gibt es Scout-Aufträge, bei denen Einheiten und Gebäude aufgestöbert werden müssen, Bombenlegerkommandos, Befreiung von Gefangenen, Artefakt- und Rohstoffquellensuche sowie Suchen-und-zerstören-Szenarien.
Außerdem spielen Sie knackig-kurze Taktikmissionen ohne Basisbau mit verschiedenen Lösungswegen, was zwischendurch für Auflockerung sorgt. Beispielsweise befinden sich auf vielen Karten "lockere" Felsbrocken, die sich durch Beschuss lösen und realistisch in die gegnerische Basis rumpeln.
Immer was Neues
Durch die diversen Rassen ergibt sich ein abwechslungsreicher Spielverlauf - jede Partei erfordert ganz individuelle Taktiken. So benötigt beispielsweise jede Fraktion jeweils zwei von drei Ressourcen - bis auf die Aliens, die auf alle drei der Rohstoffe (Wasser, Eisenerz und Kristalle) angewiesen sind. Beim wichtigen Basisbau sind sogar noch mehr Eigenheiten der einzelnen Rassen zu beachten - eine fehlerhafte Planung im Aufbau kann sich im späteren Missionsverlauf schnell rächen.
Die Einheiten der vier Fraktionen haben auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Gelände zu kämpfen. Während die schwebenden Damen der LC mit Wasserflächen keinerlei Schwierigkeiten haben, müssen ED-Panzer den Land- oder Luftweg bestreiten.
Wer hat die meisten?
Die Alienrasse verfügt über 23 Einheiten. ED, LC und UCS hingegen sind deutlich flexibler, da sie ihre Einheiten aus einzelnen Komponenten zusammenschrauben und sich so enorm viele Kombinationen ergeben. Satt ist auch die Anzahl der Gebäude. Die Eurasian Dynasty fügt etwa 20 zu einem großen Komplex zusammen, die Luna Corporation hingegen stapelt 16 verschiedene Module zu Türmen auf. Wer sich auf die Seite der UCS schlägt, muss sich mit sechs Grundtypen begnügen, die jedoch mit zwölf Anbauten erweitert werden können.
Die ganze Vielfalt steht allerdings nicht von Anfang an zur Verfügung. In den Forschungszentren entwickeln Sie mehrere hundert Technologien, Einheitenkomponenten und Gebäude-Upgrades. Die Aliens errichten lediglich Verteidigungstürme und verzichten auf Forschung, dafür klonen sie in Windeseile riesige Armeen.
