Dreadnought: Sneak Peek - Story-Eindruck und Multiplayergefechte
Ein Nachmittag mit Raumschiffschlachten, Feedbackrunde und Entwicklerplausch! Im Rahmen der PC Games Sneak Peek lud das Berliner Studio Yager Development fünf Leser ein, um das aktuelle Free2Play-Projekt Dreadnought zusammen mit den Entwicklern ausgiebig zu spielen. Wir waren natürlich mit dabei und fassen die Eindrücke der Test-Spieler zusammen.
Story mit Luft nach oben
Auch Feedback zum ersten Storyeindruck ist Entwickler Yager wichtig. Hier waren sich die Leser grundlegend darüber einig, dass die angedeutete Geschichte vom Krieg zwischen Menschen und künstlichen Wesen zwar Potenzial, aber auch noch deutlich Luft nach oben aufweist. "Ich finde die Geschichte noch zu austauschbar", meint beispielsweise Ole. "Nach dem kurzen Eindruck kann man sich auch noch nicht so richtig mit den Fraktionen identifizieren", fährt er fort. "Es wäre gut, wenn die Entwickler hier noch einen richtig fiesen Antagonisten einbauen. Trotzdem geht das Tutorial aber schon sauber von der Hand und führt mich in die gespielte Schiffsklasse ein - so muss das sein", sagt Jörg. Yager nimmt auch diese Kritik dankbar auf, schließlich ist der Einzelspielermodus gerade erst in der Entstehungsphase.
In diesem Artikel
Fünf gegen fünf
Nachdem alle Teilnehmer das Tutorial erfolgreich abgeschlossen haben und dabei sogar weiter gekommen sind als von den Entwicklern gedacht, wechseln wir ins Kern-Gameplay von Dreadnought - den Mehrspielermodus. Dazu gesellen sich zu unseren fünf Lesern noch fünf Entwickler. In gemischten Teams starten sie zunächst mit dem klassischen Team-Deathmatch. "Ich hab so ein, zwei Matches gebraucht, um mich zurechtzufinden", teilt Bodo später mit und fährt fort: " Die Klassen finde ich soweit ziemlich ausgewogen und man muss stets aufpassen, keinen Fehler zu machen. Selbst ein großer Dreadnought lässt sich innerhalb weniger Sekunden von der gegnerischen Flotte zerpflücken. Mein Favorit war der Sniper, da ich mit ihm die meisten Kills bekommen habe (grinst)!"
Jörg Rößler, 25 Jahre, Industriemechaniker -
Sein Fazit über Dreadnought: "Dreadnought hat mir gut gefallen und meine Erwartungen sehr gut erfüllt. Bei weiterem Feinschliff freue ich mich schon auf die Beta, um dort mitzumachen."
Auch die übrigen Teilnehmer nutzten die ersten Matches, um sich mit den verschiedenen Klassen vertraut zu machen. Ole beispielsweise favorisiert für sich recht schnell die Scout- und Support-Klasse: "Mir macht es Spaß, mich auf einzelne Klassen einzuschießen, um in Ruhe herauszubekommen, wie man seine Klasse effektiv spielt." Besonders angetan ist Ole von den Schlachtfeld-Karten: "Genau die richtige Größe! Man hat keine Leerlaufzeiten, aber muss auch keine Angst vor Spawn-Kills haben. Das Design finde ich gut, vielleicht könnte es noch etwas zerstörter wirken, es ist ja ein schließlich ein Schlachtfeld."
Je mehr Partien Leser und Entwickler absolvieren, umso lebendiger werden auch die Reaktionen, da die Spieler verschiedene Taktiken ausprobieren. "Wer in meinem Team ist - könnt ihr bitte mal alle mit mir auf die beiden Dreadnoughts gehen, die einfach nicht kaputtgehen wollen" tönt es da im Spaß verzweifelt von Entwicklerseite her. Leser Simon, der eines der besagten Dreadnought-Schiffe befehligt, grinst in sich rein. Der Grund: In seinem Team sind noch drei Support-Schiffe am Start. Mit dieser Kombination lässt sich ein Dreadnought-Schiff sehr lange am Leben halten, wenn die Supporter es geschickt verstehen, in Deckung und nahe beim Dreadnought bleiben, um ihn dauerhaft per Reparatur-Beam zu schützen.
Später in der Abschlussrunde berichten uns die Entwickler, dass sie anfangs fürchteten, die Leser vielleicht zu frustrieren, wenn die Yager-Jungs zu ernst spielen. Doch das Gegenteil ist eingetreten. "Ihr habt uns aber schnell ganz ordentlich zugesetzt und coole Abschüsse produziert", resümiert etwa QA-Techniker Thomas Schmidt. Leser Wolfgang Wismeth will alle Klassen näher kennenlernen und wechselt daher in den Partien auch gerne mal munter seinen fliegenden Untersatz. Wie er sich dabei fühlt, gibt sein folgendes Statement wieder: "Den Dreadnought finde ich sehr gut, mein Spitzname für ihn lautet Flying Rock. Er ist zwar langsam wie 'ne blinde Schnecke, hält aber viel aus und schlägt zu wie Thors Hammer. Außerdem hat er die meiner Meinung nach coolsten Fähigkeiten überhaupt und man fühlt sich wie ein Kommandant eines mächtigen Sternenzerstörers." Sich wie ein Captain zu fühlen, das bestätigen auch die anderen Teilnehmer in der Feedbackrunde. Ole lobt auch die Atmosphäre: "Man wird in das Spielgeschehen gezogen und fühlt sich schnell wie ein Schiffskapitän."
Dreadnought: Sneak Peek mit PC-Games-Lesern bei Entwickler Yager in Berlin.
Yager strebt an, dass man sich in den unterschiedlichen Klassen in die Rolle seines Wunsch-Science-Fiction-Captains hineinversetzen kann. So versteht sich die Korvette beispielsweise als Pendant für Han Solos Rasenden Falken. Das beurteilt unser Star Wars-Experte Wolfgang mit einem Augenzwinkern: "Mir gefällt die Korvette gut, sie weist sehr gute Fähigkeiten auf und teilt auch sehr gut Schaden aus. Sie ist meiner Meinung nach nur leider etwas zu träge. An den Rasenden Falken kommt Sie daher nicht ran. Ich kann das so sagen, da ich in diversen Star Wars-Spielen den Falken oft genug gesteuert habe. Und auch in dem neuen Trailer zu Episode 7 sowie in den Filmen kann man die Beweglichkeit des Falken sehr gut erkennen."
Schöner Ausklang
Am frühen Abend beenden unsere Leser ihr letztes Match. In seinem Feedback bringt Ole Schweim das Erlebte für die Teilnehmer auf den Punkt: "Die Version hat meine Erwartungen voll erfüllt, es hat richtig Spaß gemacht. Ich denke, da kommt ein sehr gutes Spiel mit sehr viel Potenzial auf uns zu."
