Dragon Quest 1 & 2 Remake im Test: Lokalisation, Sprache & Geschichte

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Test Marian Waworka - Autor Annika Menzel - Redakteurin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dragon Quest 1 & 2 Remake im Test: Lokalisation, Sprache & Geschichte
Quelle: PC Games/SquareEnix

Obwohl Dragon Quest 1 & 2 schon fast 40 Jahre alt sind, bekommen wir mit dem Remake nun erstmalig eine deutsche Sprachausgabe.

Fürwahr eine erquickende Lektüre für Mundart-Connaisseurs

Die englische Lokalisierung des ersten Dragon Quests ist bereits eine Besonderheit. Nun bekommen wir das erste Mal auch eine komplett deutsche Übersetzung. Diese kann sich absolut sehen lassen.

Da die Remakes vor allem bei Story und Dialogen nachgelegt haben, müssen wir beim Spielen häufiger mal lange Texte durchlesen. Bei Dragon Quest 1 & 2 fällt das allerdings überhaupt nicht störend auf.

Auch im Englischen unterhalten die Dialoge mit ihrer Finesse. Square Enix weiß, dass gute Sprache die Immersion eines Fantasy-Spieles trägt. Das viele Lesen hat uns hier überhaupt nicht gestört. Quelle: PC Games Auch im Englischen unterhalten die Dialoge mit ihrer Finesse. Square Enix weiß, dass gute Sprache die Immersion eines Fantasy-Spieles trägt. Das viele Lesen hat uns hier überhaupt nicht gestört. Durch den eigenen Sprachstil unterhielt es uns bereits, selbst die irrelevantesten NPCs anzusprechen. Dabei wirkt dieser dank mittelalterlicher Begriffe und Redensarten sehr einzigartig, spitzbübisch und humorvoll übertrieben.

Am witzigsten fanden wir die Dame, die uns auf Folgendes hinweist: Sie würde gerade ihr Unterkleid wechseln, und wenn wir Sittenstrolche uns nicht davonscheren, so rufe sie die Garde.

Die Mittelaltersprache ist ein absolutes Highlight. Da es nicht allzu viel in den Städten zu entdecken gibt, belohnt uns das Spiel für das Erkunden wenigstens mit diesen witzigen Textboxen. Quelle: PC Games Die Mittelaltersprache ist ein absolutes Highlight. Da es nicht allzu viel in den Städten zu entdecken gibt, belohnt uns das Spiel für das Erkunden wenigstens mit diesen witzigen Textboxen. Auch in der englischen Sprachausgabe dürfen wir regelmäßig die schon dichterischen Satzbauten und Wortschöpfungen bestaunen. Und in manchen Sequenzen können wir ihnen erstmalig sogar in einer Stimmvertonung lauschen.

Leider gibt es zwar nur eine japanische und eine englische Tonausgabe, jedoch sind beide sehr gut eingesprochen und vermitteln dem Spieler die vielen Emotionen, welche die Geschichte von Dragon Quest zu bieten hat.

Die Klischeegeschichte schlechthin

Wer schon das eine oder andere Pixel-JRPG gespielt hat, dem kommt die Story wahrscheinlich bekannt vor. Dabei ist die Geschichte der Remakes den Originalen sehr ähnlich.

Der erste Teil beginnt damit, dass wir als Protagonist eine Vision sehen, die uns erklärt, dass wir der Nachfahre eines großen Helden und demnach auserkoren sind, den bösen Drachenfürsten zu besiegen und die Welt zu retten.

Wir bekommen erstmalig auch Sequenzen zu sehen, die uns die Vergangenheit zeigen. So zum Beispiel, wie der böse Drachenfürst die Prinzessin entführt. Quelle: PC Games Wir bekommen erstmalig auch Sequenzen zu sehen, die uns die Vergangenheit zeigen. So zum Beispiel, wie der böse Drachenfürst die Prinzessin entführt. Der zweite Teil unterscheidet sich im Kern kaum davon. Dieses Mal sind wir einer der vier Nachfahren des Helden des ersten Teils und müssen zusammen mit unserem Cousin und unseren Cousinen den bösen Hohepriester besiegen.

Unterwegs lernen wir Menschen kennen, die ihre Schicksale im Umgang mit dem Ende der Welt mit uns teilen. Wir müssen Schlüssel schmieden, Krankheiten heilen oder Vermisste finden. Vieles davon fühlt sich an wie alte Kost.

Der Schloss-Zauberer und Zwergenhandwerker arbeiten zusammen, um den Ultimativen Schlüssel zu schmieden. Neben dem Werkzeug bekommen wir noch eine witzige Anspielung an die Originale. Quelle: PC Games Der Schloss-Zauberer und Zwergenhandwerker arbeiten zusammen, um den Ultimativen Schlüssel zu schmieden. Neben dem Werkzeug bekommen wir noch eine witzige Anspielung an die Originale. Jedoch waren die allermeisten dieser Events in einer gewissen Form schon in den Originalen so vorhanden. Die Entwickler haben allerdings die Dialoge erweitert und mehr Tiefe in das Geschehen gebracht.

Dabei haben sie alles Neue so raffiniert in die Geschichte eingearbeitet, dass wir uns selbst nicht mehr sicher waren, was genau sie nun ergänzt haben. Oft haben wir die Originale zum Vergleich herangezogen, um bewerten zu können, was neu und was nur neu aufgelegt ist. Da zu unterscheiden, ist ebenfalls für die Grafik und Musik sehr wichtig. Darüber reden wir auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Das Erbe von Dragon Quest: Warum das Original so wichtig ist
  2. Seite 2 Lokalisation, Sprache & Geschichte
  3. Seite 3 Soundtrack, Ton & Grafik
  4. Seite 4 Änderungen im Gameplay & Quality of Life
  5. Seite 5 Kämpfe, Schwierigkeit & Grind
  6. Seite 6 Unterschiede zwischen den beiden Teilen & Fazit
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Naja, diese kindlichen Figuren und dazu die asiatischen Geschichtchen (welche sich zwischen Infantilität und Irrenanstalt aufreiben, typischer Asiakitsch halt), dazu halt noch immer die vereinfachte Spielstruktur, welche aus jeder Pore nach durchschnittlich und "konsolantisch" stank, die ganze Aufmachung mit den oft überdimensionierten Waffen, all das und mehr, waren mir schon immer ein Dorn im Auge.

        Klar, ist halt so, wenn aus dem DSA Bereich kommst und als Kind Sachen wie die Nordlandtriologie gezockt hast, da kannst mit so Pöbelzeug aus Hottentotten nicht mehr aufgeigen. Das ist dann eher für die seichteren Geister.

        Mittlerweile schließ ich da meine Spiellücke. Auf dem PC hol ich a Teile der Yakuza Serie nach. Auf der Switch 2 die Metal Gear Reihe (seit dem NES nicht mehr gezockt, bis auf Sons of Liberty) und jetzt eben auch so JRPGs. Das liegt denke ich aber auch an den Medien, welche man konsumiert. Ich schau auf Youtube viel den "RPG Heaven".

        Danke für den Test. Bei Dragon Quest hol ich mir alle drei Teile, das wird lustig.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Naja, diese kindlichen Figuren und dazu die asiatischen Geschichtchen (welche sich zwischen Infantilität und Irrenanstalt aufreiben, typischer Asiakitsch halt), dazu halt noch immer die vereinfachte Spielstruktur, welche aus jeder Pore nach durchschnittlich und "konsolantisch" stank, die ganze Aufmachung mit den oft überdimensionierten Waffen, all das und mehr, waren mir schon immer ein Dorn im Auge.

        Klar, ist halt so, wenn aus dem DSA Bereich kommst und als Kind Sachen wie die Nordlandtriologie gezockt hast, da kannst mit so Pöbelzeug aus Hottentotten nicht mehr aufgeigen. Das ist dann eher für die seichteren Geister.

        Mittlerweile schließ ich da meine Spiellücke. Auf dem PC hol ich a Teile der Yakuza Serie nach. Auf der Switch 2 die Metal Gear Reihe (seit dem NES nicht mehr gezockt, bis auf Sons of Liberty) und jetzt eben auch so JRPGs. Das liegt denke ich aber auch an den Medien, welche man konsumiert. Ich schau auf Youtube viel den "RPG Heaven".

        Danke für den Test. Bei Dragon Quest hol ich mir alle drei Teile, das wird lustig.
      • Von stl1988 Gelegenheitsspieler/in
        Was die Musik angeht, es gibt keinerlei neue Stücke. Man darf nicht vergessen, dass Koichi Sugiyama, der bis Teil 11 komponiert hat (möglicherweise auch noch teilweise für Teil 12, wann immer der kommt), bereits 2021 verstorben ist. Die Musik wurde aus der Symphonic Suite übernommen und so geschnitten, dass es einen nahtlosen Loop gibt.
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Kommt auf meine Wunschliste.
        Aber 60€? Ne, das ist mir zu viel für ein Remake. Aber ich kann warten.
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