Divinity 2-Test: Bedienung, Eigene Kreaturen und Kampfsystem

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Divinity 2: Ego Draconis - ein Rollenspiel-Überflieger oder fauler Zauber? Larian Studios liefert einen guten Titel ab; allerdings mit Mängeln. Wir klären, wo das Rollenspiel punktet und wo es der Konkurrenz unterlegen ist.

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In Sachen Bedienung und Benutzerführung patzt Divinity 2 vielerorts - vor allem an unnötigen Stellen. Es fängt bei wichtigen Punkten wie dem Questlog und der Karte an. Erstgenanntes verrät Ihnen zwar, dass Sie eine Aufgabe haben, was Sie genau dafür machen sollen und vor allem wer Ihnen den Job gegeben hat, das bleibt aber oftmals ein Geheimnis. Um solche Informationen zu erhalten, müssen Sie sich durch das Dialogprotokoll wühlen, das jedes gesprochene Wort jedes NPCs festhält.

Die verschiedenen Karten geben zu wenig Tipps, um sich gut zurechtzufinden. Quelle: PC Games Die verschiedenen Karten geben zu wenig Tipps, um sich gut zurechtzufinden. Gerade nach 15 oder mehr Spielstunden ein großer Spaß ... Wenn Sie das Menü also irgendwann genervt schließen und einen Blick auf die Karte werfen, gibt auch diese keine Hilfestellung, denn außer einem Marker für die Hauptquest finden Sie dort keinerlei Symbole. Die Möglichkeit, eigene Fahnen zu setzen, mag wie die Lösung aller Probleme klingen, doch da Sie diese nicht benennen dürfen, verlieren Sie auch da schnell den Überblick, welche Flagge nun für wen oder was stand. Es gibt auch eine Minimap, die links oben im Bildschirm prangt, wenn Sie durch die Spielwelt Rivellon laufen, doch auch diese ist mangelhaft. Sie zeigt Ihnen lediglich anhand von roten Punkten, dass Gegner in der Nähe lauern. Sonst bleibt sie schwarz und somit nutzlos. Ein Patch, der zum Verkaufsstart bereitstehen soll, verbessert die Map angeblich. Bewerten können wir dies allerdings zu Redaktionsschluss nicht.

Ähnlich umständlich ist das Handelsmenü zu handhaben. Dort liegen die Waren völlig unsortiert vor - nicht mal nach dem Verkaufswert reiht Divinity 2 sie auf. Um herauszufinden, welche Waffe oder Rüstung Sie kaufen sollten, müssen Sie alle Werte der Waren vergleichen, um sie dann auch noch mit den bereits ausgerüsteten Gegenständen abzugleichen. Fahren Sie im Inventar mit der Maus über Gegenstände, symbolisiert Ihnen Divinity 2 anhand von roten beziehungsweise grünen Zahlen, welche Auswirkung eine Veränderung der Ausrüstung hat. Das Handelsmenü dagegen lässt Sie im Zahlenregen stehen. In die gleiche Kerbe schlägt der Talentbildschirm, da der dort gezeigte Fähigkeitenhaufen wegen der Unübersichtlichkeit wenig Aufschluss darüber gibt, wie die Skills zusammenhängen.

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Action spielt in Divinity 2 eine große Rolle. Allerdings machen die Entwickler Ihnen mit dem Kampfsystem das Leben unnötig schwer: Ebenso problematisch wie nervig ist die Auto-Aim-Funktion. Wenn Sie mit der Maus die Kamera und somit den Helden drehen, visiert Ihr Recke einen Gegner in der Nähe an, den Sie per Mausklick entweder mit Nahkampf- oder Fernkampfwaffen attackieren. Im Nahkampf funktioniert das System problemlos - doch alles, was Sie in der Entfernung oder aus taktischen Gründen angreifen wollen, treibt Ihnen schnell die Zornesröte ins Gesicht.

Die Zaubereffekte haben die Larian Studios sehr hübsch hinbekommen. Quelle: PC Games Die Zaubereffekte haben die Larian Studios sehr hübsch hinbekommen. Sie können das Geschehen mit der Enter-Taste jederzeit pausieren, um dann Tränke einzuwerfen oder einen Zauber zu sprechen. Wenn Sie einen Spruch auswählen, verwandelt sich der Mauszeiger in ein Fadenkreuz, mit dessen Hilfe Sie bestimmen, welchen bösen Buben das magische Geschoss treffen soll. Das funktioniert wunderbar. Falls Sie Ihrem Helden aber einen Bogen in die Hand geben und das Ziel seiner Pfeile gleichsam herauspicken möchten, schaut der Kerl nur dumm aus der Wäsche.

Stattdessen müssen Sie sich bei den Fernkampfwaffen auf das angesprochene Auto-Aim verlassen und sind so leider aufgeschmissen. Denn nicht immer ist es sinnvoll, den nächsten Gegner zu attackieren. Um das Ziel zu wechseln, hilft es nur, so lange hin und her zu laufen, bis sich das Wunsch-Monster im Fokus befindet. Da zudem das Balancing in unserer Testversion nicht optimal war, sorgte das bei uns für so manches graues Haar. Anfangs stieg der Schwierigkeitsgrad plötzlich enorm an, was ständiges Speichern und Laden nötig machte, wogegen er gegen Ende so stark absank, dass wir uns ohne Probleme durch Horden von Gegnern metzelten. Der Patch soll es richten.

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Rollenspiele hetzen traditionell fiese Monster auf Sie, jedoch bringen Sie die meisten um die Ecke, freundlich gesinnte gibt es selten. In Divinity 2 haben Sie die Möglichkeit, sich bei Nekromanten ein eigenes "Haustier" aus Leichenteilen basteln zu lassen. Je nachdem, welche Extremitäten, Leiber und Köpfe Sie dafür anliefern, ändern sich die Werte Lebensenergie, Resistenzen und so weiter sowie die Fähigkeiten, die Ihr Ungetüm nutzt.

Per Zauberspruch rufen Sie das Tierchen jederzeit zu Hilfe - vorausgesetzt, Sie haben genug Manavorrat -, dann unterstützt es Sie im Kampf. Die Idee ist grandios und wunderbar umgesetzt. Allerdings leidet das Balancing ein wenig darunter. Grund: Ihr Monster teilt mächtig aus und erledigt im späteren Spielverlauf so manchen harten Gegner alleine, sodass Sie nur noch gelangweilt danebenstehen.

Bildergalerie zu Divinity 2: Ego Draconis im Test

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Einleitung, Inhaltsverzeichnis und Bildergalerie
  2. Seite 2 Divinity 2-Test: Quests, Story und Bugs
  3. Seite 3 Divinity 2-Test: Bedienung, Eigene Kreaturen und Kampfsystem
  4. Seite 4 Divinity 2-Test: Grafik und Soundkulisse
  5. Seite 5 Divinity 2-Test: Drachenturm und Drachensequenzen
  6. Seite 6 Divinity 2-Test: Meinung, Pro- und Contra und Wertung
    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von jaguarxyz321 NPC
        Habs grad mal angespielt, ist nur geeignet für Profis. Ganz schwaches Spiel, kein Rollenspiel sondern ActionAdventure! Rätsel sind kaum zu knacken!
      • Von jaguarxyz321 NPC
        Habs grad mal angespielt, ist nur geeignet für Profis. Ganz schwaches Spiel, kein Rollenspiel sondern ActionAdventure! Rätsel sind kaum zu knacken!
      • Von McManiac Mitglied
        Zitat von McManiac
        Echt ein tolles Spiel - meines Erachtens viel zu wenig von der Presse und den Spielern beachtet. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

        PS: Díe Soundtracks des Spiels sind mal echt phänomenal! Mitunter die Besten welche ich jemals in einem Spiel gehört habe.
      • Von McManiac Mitglied
        Echt ein tolles Spiel - meines Erachtens viel zu wenig von der Presse und den Spielern beachtet. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
      • Von ares1953 NPC
        AW: Spieletest - Divinity 2-Test: Kein lahmer Drachenritt. Aber auch kein Höhenflug!

        ich kann trummental nicht verlassen obwoll ich aller aufgabe gemacht haben der nächte level startet nicht kann mir ein helfen ?
      • Von Oldwitch NPC
        Zitat
        Das Spiel wurde nach dem verpatzten "Beyond Divinity" von mir ziemlich sehnsüchtig erwartet.Ich bin aber enttäuscht: Fehlende Rollenspiel-Attribute,wie Tag-Nacht-Rhythmus,keine hörbare Stimme des Helden.Dazu eine schlechte Karte, bei der man zwischen echten Barrieren und reinen Höhenlinien nicht unterscheidet und es auch kaum Markierungen gibt
        Und vor allem ist das Balancing so unausgereift, dass man ohne cheat kaum genug Punkte zusammenbringt(zu wenig leichtere Gegner am Anfang),um Stufen zu gewinnen.Schön, vielleicht etwas zu grotesk,ist die Grafik, sie erinnert manchmal an Mangas.
        Ich gehe zurück zum oft geschmähten aber jetzt durch patches praktisch bugfreien "Gothic 3"
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