Vessel of Hatred im Test: Ist Diablo 4 jetzt ein besseres Spiel?
Manche Add-ons reißen dich einfach vom Hocker. Und dann gibt es solche wie Vessel of Hatred. Für Fans ist es trotzdem ein Pflichtkauf, denn Blizzard bessert in vielen Punkten nach. Eingeschworene Kritiker wird es aber nicht mehr umstimmen.
Hin und wieder gibt es sie: Add-ons, die so gut sind, so unverzichtbar, dass sie das Hauptspiel für immer verändern. Diablo-Fans können davon ein Liedchen singen. Denn wer würde Diablo 2 noch ohne Lord of Destruction anrühren? Oder Diablo 3 ohne Reaper of Souls? Nein, danke!
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Vessel of Hatred: Kommt hier endlich eine Erweiterung, die Diablo 4 auf die nächste, große Stufe hebt? Ich habe es eine Woche lang intensiv gespielt, inklusive Season 6 und 2.0-Update - und die Antwort ist kompliziert. Update: Unseren Test gibt's jetzt auch als großes Video-Review!
An Inhalten mangelt es nicht, und das darf man auch erwarten - schließlich ist Vessel of Hatred eine kostenpflichtige Erweiterung, übrigens die erste für Diablo 4. Knapp 40 Euro werden dafür fällig. Neue Klasse, neues Gebiet, dazu mehr Story, mehr Endgame, mehr Beute - ein Rundumschlag, der den Fans schmecken dürfte. Die Neuerungen greifen aber noch tiefer. Schon in den letzten Seasons hatte Blizzard wichtige Weichen dafür gestellt, das Loot-System überarbeitet und das Endgame ausgebaut.
Und nun folgt der nächste große Schritt.
Manche der neuen Inhalte und Änderungen sind ab dem Start von Season 6 ("Saison des aufsteigenden Hasses") für alle Spieler verfügbar, kostenlos. Für andere Features und Inhalte müsst ihr euch aber Vessel of Hatred kaufen. Und damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst, gibt's erst mal die harten Fakten im Überblick.
Wann erscheinen Season 6 und Vessel of Hatred?
Der Launch von Season 6 erfolgt zeitgleich mit dem Release von Vessel of Hatred: Startschuss ist der 8. Oktober um 1:00 Uhr nachts. Vessel of Hatred kostet rund 40 Euro und erscheint ausschließlich digital. Eine aufwendige Sammleredition wie bei vielen früheren Blizzard-Releases gibt es diesmal nicht.
Bildergalerie
Auf einen Blick: Was ist neu in Diablo 4?
Fassen wir zusammen, was sich mit Vessel of Hatred und dem Start von Season 6 verändert. Den Anfang machen die kostenlosen Inhalte.
Neue Inhalte für das Grundspiel (kostenlos für alle Diablo 4-Besitzer)
- Neue Saisoninhalte "Saison des aufsteigenden Hasses": Reichwandler, Brodelnde Reiche, Brodelnde Opale, Relikte der Zakarum
- Änderungen am Levelsystem (Levelcap bei Stufe 60, danach 300 Paragon-Level)
- Die alten Schwierigkeitsgrade werden durch acht neue ersetzt
- Neue Skills und passive Fähigkeiten für alle Klassen
- Änderungen an Gegenstandsqualität und Werten
- Neuer Gruppenfinder
- Überarbeitung der Edelsteine
- Zwei neue Charakterplätze
- Quality-of-Life-Verbesserungen (z.B. Schnellreise-Favoriten)
Neue Inhalte nur für Käufer von Vessel of Hatred
- Geistgeborene als sechste spielbare Klasse
- Fortsetzung der Story, diesmal mit Fokus auf Neyrelle und Mephisto
- Nahantu als neue Region, mit frischen Nebenquests, Stützpunkten, Dungeons, Ansehen und Gegnertypen
- Runenworte
- Söldner
- Neues Endgame-Feature: Dunkle Zitadelle
- Neues Endgame-Feature: Unterstadt von Kurast
Quelle: PC Games
Wie ihr seht, tut sich also einiges in Diablo 4. Aber wird das Spiel dadurch wirklich besser? Was macht Vessel of Hatred richtig gut - und wo gibt's noch Probleme? Hat Blizzard genug Content in das Add-on gepackt? Und was bringt der große Patch 2.0.2? Das alles klären wir im Test ab der nächsten Seite.


Hab ja auch nicht gesagt, dass ich sie komplett ignoriere, sondern dass ich sie nicht unbedingt brauche.
Edit: Oder anders gesagt hatte ich gehofft, dass mit dem DLC die dünne Story des Hauptspieles aufgewertet wird und es hatte auch den Anschein…bis eben zum Ende.
Bei einem Hack‘n Slay kann ich auf eine Story auch weitestgehend verzichten. Nun ist aber auch bei D4 die Story allerhöchstens schmückendes Beiwerk, wirklich wichtig finde ich sie nicht. Ehrlich gesagt brauche ich die auch nicht.
Hab mit verschiedenen Charakteren das Spiel durchgespielt, aktuell auch den DLC, aber ich glaube, ich habe bisher jeden Dialog weggeclickt, weil mich das auch gar nicht interessiert, aber vor allem ist es völlig Banane, was das spielen an sich betrifft.
Die Nebenquests sind generisch ohne Ende und die Hauptquest absolut vorhersehbar, daher clicke ich auch alles weg, weil ich sowieso schon weiß, wie es endet. ;)
Das Kampfsystem macht mir wirklich viel Spaß, hat aber noch große Probleme. Die Charaktere sind untereinander immer noch sehr unbalanced. Der Barabar ist völlig OP, dafür andere vor allem im Endgame ziemlich nutzlos. Hier sollte mal nachgebessert werden.
Die Vergabe legendärer und einzigartiger Items ist komplett übertrieben, das Spiel scheißt einen förmlich damit zu, was solche Items sehr beliebig wirken lässt.
Ich finde, Diablo 4 ist ein grundsolides Spiel, was aber noch etliche Baustellen hat. Es erinnert mich etwas an Diablo 3, was auch erst nach mehreren Jahren das Spiel war, was es von Anfang an sein wollte.
Mit Sicherheit wird man noch daran feilen und verbessern, doch nach so langer Entwicklungszeit und dem Abstand zwischen Teil 3 und Teil 4 hätte ich „mehr“ erwartet.
Wie gesagt, grundsolide, überhaupt nicht schlecht, aber richtig gut eben auch noch nicht.
P.S. Gestern den DLC durchgespielt…das Ende ist eine Frechheit. Leider haben sie damit alles verkackt, was den DLC bis dahin ausgezeichnet hat. Echt schade.
gerade wenn ich Inarius 1 Mal begegne und dann war es das im Grunde mit ihm., gerade eben weil die Präsentation die meiste Zeit über einfach in InGame Grafik von oben ist (wenn auch nicht alles). Und die Technik ist halt wirklich nicht dolle. ich meine, das Wetter außerhalb eines Gebäudes macht sich auch innerhalb des Gebäudes bemerkbar. Polygone sind etwas höher aber insgesamt hat es immer noch einen Look wie in Diablo 3 und das war damals schon nicht nur von Path of Exile geschlagen worden, sondern selbst dem da schon uralten Titan Quest wenn ich an die Texturqualität denke.
Diablo 4 ist schon okay als Spiel aber letztendlich hat es auch einige Defizite, die es auch eher konstant behält. Ich habe aufjedenfall nicht dieses Budget im Spiel sich wiederspiegeln gesehen.
Ich seh auch keine Vormachtsstellung, die Maps sind Schläuche und gerade mit dem Mount ist das die meiste Zeit eher nervig und offensichtlich. Auch technisch nicht das gelbe vom Ei, wenn dann Monster aufploppen oder Fernkampf-Elemente wie Pfeile einfach verschwinden. Vom reinen Gameplay her ist das auch eher solala. Es ist halt wie Teil 3, quasi jeder Klick löst eine Fähigkeit aus, eine normale Attacke gibt es nicht. Kann man mögen aber als Nekro fand ich es schon eher nervig, wenn überall was aufgeploppt it. Ganz schlimm auch, wie man diese grässlichen floaty glow-Tränke übernommen hat aus Teil 3. Im Grunde ist das ganze Spiel wie Teil 3, nur halt mit dunklerer Optik. Kann einem gefallen, klar aber Vormachtsstellung? Die sehe ich eher bei Path of Exile.