Diablo 4: Vessel of Hatred im Test: Blizzard auf Kurskorrektur - so gut ist das Add-on wirklich!

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Diablo 4: Vessel of Hatred im Test: Blizzard auf Kurskorrektur - so gut ist das Add-on wirklich!
Quelle: Blizzard Entertainment

Manche Add-ons reißen dich einfach vom Hocker. Und dann gibt es solche wie Vessel of Hatred. Für Fans ist es trotzdem ein Pflichtkauf, denn Blizzard bessert in vielen Punkten nach. Eingeschworene Kritiker wird es aber nicht mehr umstimmen.

Lasst euch quälen!

Schon im Hauptmenü werdet ihr's merken: Die vier alten Schwierigkeitsstufen sind Geschichte. Stattdessen gibt es nun acht wählbare Schwierigkeitsgrade, was deutlich an Diablo 3 erinnert. Die ersten vier Stufen dürft ihr frei wählen, wobei jede höhere Einstellung etwas mehr Erfahrungspunkte und Gold abwirft. Mein Tipp: Übertreibt es hier nicht, sondern spielt erst mal in Ruhe die Story durch, da tut's auch der normale Schwierigkeitsgrad. Zum Leveln bleibt danach noch mehr als genug Zeit.

Acht neue Schwierigkeitsstufen ersetzen die alten vier. Quelle: PC Games Ab Qual 1 droppen dann auch vermachte, mystische Items und einzigartige Items mit großen Affixen. Sämtliche Qual-Stufen müsst ihr allerdings erst mal über die Grube des Werkmeisters freischalten, die Capstone-Dungeons haben nämlich ausgedient. Für Qual 3 sollt ihr die Grube zum Beispiel auf Level 50 meistern - das dürfte absolute Profis, die einfach möglichst schnell zu Qual 4 durchballern wollen, wohl nicht lange fordern. Für Menschen wie mich, die Diablo 4 einfach nur entspannt spielen wollen, hat das schon ein paar Tage gebraucht, bis meine Geistgeborene fit genug war.

Denn höhere Qualstufen verpassen Gegnern nicht nur mehr Lebenspunkte, Schutzauren und Kampfkraft, sie schwächen auch euren Build: Jede höhere Qualstufe zieht euch 250 Rüstungspunkte ab, außerdem gibt's einen dicken Malus auf eure Widerstände. Da das effektive Rüstungsmaximum bei 1.000 liegt (mehr bringt nix!) und ihr auf Qual 4 genauso viele Punkte wieder einbüßt, bedeutet das also, dass euer Endgame-Build insgesamt 2.000 Rüstung erreichen muss, um den vollen Schutz zu genießen. Leichter gesagt als getan!

Edelsteine wurden überarbeitet. Quelle: PC Games

Edelsteine und Beute: Das ändert sich

Auch bei den Edelsteinen müsst ihr umplanen. Die Ränge wurden angepasst, es gibt nun "große" Steine, die noch mehr Statusboni liefern als vorher und euch damit effektiv mehr Macht verleihen. Allerdings wurden auch ihre Funktionen geändert, es gibt zum Beispiel keine Steine mehr, die euch prozentual mehr Lebenspunkte verpassen - autsch! Rubine in Rüstungen liefern dafür nun Stärke, Amethysten erzeugen Barriere, Diamanten bringen Boni auf alle vier Basisattribute. Da bleibt buchstäblich kein Stein auf dem anderen.

Das sind nur einige von vielen Maßnahmen, die Blizzard ergriffen hat, um die ausufernden Zahlen etwas in den Griff zu bekommen und das Wertewirrwarr lesbarer zu machen. Und nachdem schon in den letzten Seasons kräftig an Drop-Raten und Unique Items geschraubt wurde, hat Blizzard auch hier noch einmal nachgelegt. Einen Vorgeschmack gab's bereits auf dem letzten PTR, doch wie gut das neue Balancing wirklich bei den Fans ankommt, muss sich erst im Live-Betrieb inklusive Day-one-Patch zeigen.

Opale sind sehr nützliche Verbrauchsgegenstände. Quelle: PC Games Ein paar Eckdaten sind aber in Stein gemeißelt: Die maximale Gegenstandsmacht liegt nun bei 750 für legendäre Items. Ab Qual 1 droppen auch vermachte legendäre Gegenstände, die immer auf Gegenstandsmacht 800 droppen und immer ein großes Affix mitbringen. Heilige Items fliegen raus, was aber auch kein großer Verlust ist, dafür gibt es ja die mythischen einzigartigen Gegenstände. Zumal es immer noch keine grünen Set-Gegenstände im Spiel gibt - vielleicht hat sich Blizzard hier einfach nur den nötigen Freiraum für künftige Updates geschaffen. Normale, magische und seltene Items spielen ab Qual 1 übrigens keine Rolle mehr, sie dienen nur noch als Rohstoffquelle.

Mehr Level, mehr Paragon - und auch mehr Spaß?

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft das Levelsystem, denn Blizzard hat Charakter- und Paragonstufen deutlich voneinander getrennt: Von nun an levelt ihr eure Helden nicht mehr bis Stufe 100, sondern nur noch bis Level 60. (Eure alten Charaktere auf dem ewigen Realm werden automatisch auf Level 50 gesetzt.) Das klingt nach Rückschritt, bedeutet aber das Gegenteil, denn nun könnt ihr zehn zusätzliche Fertigkeitspunkte verdienen, um eure Talentbäume weiter auszubauen. Das ist auch gut so, schließlich haben auch alle alten Klassen eine neue aktive Fähigkeit und fünf passive Skills erhalten.

300 Paragonstufen und neue Paragonbretter - das Levelsystem hat sich verändert. Quelle: PC Games Ab Level 60 steigt ihr nun Paragonstufen auf, die Realm-übergreifend für alle eure Charaktere gelten. So könnt ihr weitere Charaktere künftig schneller ins Endgame bringen. Ihr startet auf Paragonstufe 1 und levelt so bis zum Maximum von 300. Das heißt also, dass ihr nun 100 zusätzliche Paragonpunkte verteilen dürft. Außerdem gibt's für jede Klasse ein neues Paragonbrett, was mehr Vielfalt in die bekannten Builds bringen dürfte. Allerdings gibt es hier auch eine Einschränkung, denn pro Klasse dürft ihr nur noch fünf Paragonbretter nutzen, und das schließt das Startbrett mit ein. Ihr bekommt also vier zusätzliche Bretter, vier zusätzliche legendäre Talente, vier zusätzliche Plätze für Glyphen - da will die Entscheidung wohlüberlegt sein.

Glyphen, Gruben, Gruselkeller

Apropos Glyphen: Die sind noch mächtiger geworden, das Stufenmaximum wurde von 21 auf 100 angehoben. Ab Stufe 45 erhält jede Glyphe außerdem das Attribut "legendär", erhöht ihren Radius und bekommt noch einen weiteren Bonuseffekt. Und das ist nicht die einzige Änderung: Bislang musste man Albtraumdungeons spielen, um Glyphen aufzuwerten, doch diese Mechanik hat Blizzard einfach in die Grube des Werkmeisters verschoben. Aus meiner Sicht eine fragwürdige Entscheidung, denn die ständigen Gruben-Runs fühlen sich dadurch schnell wie langweiliger Grind an.

Zumindest haben Glyphen aber keine Erfahrungsbalken mehr, stattdessen gibt's pro Gruben-Run einfach mehrere Versuche, eine Glyphe aufzuwerten. Je kniffliger die Grube, desto höher die Chance auf ein Glyphenupgrade.

Glyphen wertet ihr nun in der Grube auf. Quelle: PC Games Da Glyphen nun mit der Grube verknüpft sind, hat man einen Grund weniger, die Albtraumdungeons zu spielen. Darum führt Blizzard auch hier eine Änderung ein: In Albtraumdungeons könnt ihr nun besonders viel Obduzit abstauben - und das ist wichtig, denn für das Crafting von hochwertigen Items braucht ihr Unmengen davon! Niedereisen und Ingolith fliegen dafür raus, sie werden in Obduzit umgewandelt - die Suche nach Crafting-Material wird also insgesamt unkomplizierter.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Zitat von Felix Schuetz
        Wie passt denn das zusammen?
        Ganz gut für mich. Man erlebt es ja trotzdem und macht sich seine Gedanken.
        Hab ja auch nicht gesagt, dass ich sie komplett ignoriere, sondern dass ich sie nicht unbedingt brauche.

        Edit: Oder anders gesagt hatte ich gehofft, dass mit dem DLC die dünne Story des Hauptspieles aufgewertet wird und es hatte auch den Anschein…bis eben zum Ende.
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Zitat von Felix Schuetz
        Wie passt denn das zusammen?
        Ganz gut für mich. Man erlebt es ja trotzdem und macht sich seine Gedanken.
        Hab ja auch nicht gesagt, dass ich sie komplett ignoriere, sondern dass ich sie nicht unbedingt brauche.

        Edit: Oder anders gesagt hatte ich gehofft, dass mit dem DLC die dünne Story des Hauptspieles aufgewertet wird und es hatte auch den Anschein…bis eben zum Ende.
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von ChaosCreator
        Nun ist aber auch bei D4 die Story allerhöchstens schmückendes Beiwerk, wirklich wichtig finde ich sie nicht. Ehrlich gesagt brauche ich die auch nicht.
        Zitat von ChaosCreator
        Gestern den DLC durchgespielt…das Ende ist eine Frechheit. Leider haben sie damit alles verkackt, was den DLC bis dahin ausgezeichnet hat. Echt schade.
        Wie passt denn das zusammen?
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Zitat von Limerick
        Bei Path of Exile fehlt mir einfach komplett die Story und das ganze Blockbuster Feeling. Man merkt einfach, dass Diablo mit einem wesentlich größeren Entwicklungsbudget entstanden ist, es wirkt einfach viel wertiger. Das fängt schon bei den Cutscenes an, über das Storytelling, bis hin zur Technik ingesamt. Wobei ich PoE 2 keinesfalls hässlich finde, versteh mich nicht falsch. Jetzt wo aber auch die Lootmechaniken in Diablo wieder passen, sehe ich für mich persönlich kein Argument mehr, dass für PoE spricht. Es ist ein guter Diablo Klon, aber letztlich nur ein Klon, der nicht an das Original heran kommt.
        Bei PoE habe ich keine Lust, mich in das sehr komplexe System zu arbeiten.
        Bei einem Hack‘n Slay kann ich auf eine Story auch weitestgehend verzichten. Nun ist aber auch bei D4 die Story allerhöchstens schmückendes Beiwerk, wirklich wichtig finde ich sie nicht. Ehrlich gesagt brauche ich die auch nicht.
        Hab mit verschiedenen Charakteren das Spiel durchgespielt, aktuell auch den DLC, aber ich glaube, ich habe bisher jeden Dialog weggeclickt, weil mich das auch gar nicht interessiert, aber vor allem ist es völlig Banane, was das spielen an sich betrifft.
        Die Nebenquests sind generisch ohne Ende und die Hauptquest absolut vorhersehbar, daher clicke ich auch alles weg, weil ich sowieso schon weiß, wie es endet. ;)
        Das Kampfsystem macht mir wirklich viel Spaß, hat aber noch große Probleme. Die Charaktere sind untereinander immer noch sehr unbalanced. Der Barabar ist völlig OP, dafür andere vor allem im Endgame ziemlich nutzlos. Hier sollte mal nachgebessert werden.
        Die Vergabe legendärer und einzigartiger Items ist komplett übertrieben, das Spiel scheißt einen förmlich damit zu, was solche Items sehr beliebig wirken lässt.
        Ich finde, Diablo 4 ist ein grundsolides Spiel, was aber noch etliche Baustellen hat. Es erinnert mich etwas an Diablo 3, was auch erst nach mehreren Jahren das Spiel war, was es von Anfang an sein wollte.
        Mit Sicherheit wird man noch daran feilen und verbessern, doch nach so langer Entwicklungszeit und dem Abstand zwischen Teil 3 und Teil 4 hätte ich „mehr“ erwartet.
        Wie gesagt, grundsolide, überhaupt nicht schlecht, aber richtig gut eben auch noch nicht.

        P.S. Gestern den DLC durchgespielt…das Ende ist eine Frechheit. Leider haben sie damit alles verkackt, was den DLC bis dahin ausgezeichnet hat. Echt schade.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von Limerick
        Bei Path of Exile fehlt mir einfach komplett die Story und das ganze Blockbuster Feeling. Man merkt einfach, dass Diablo mit einem wesentlich größeren Entwicklungsbudget entstanden ist, es wirkt einfach viel wertiger. Das fängt schon bei den Cutscenes an, über das Storytelling, bis hin zur Technik ingesamt. Wobei ich PoE 2 keinesfalls hässlich finde, versteh mich nicht falsch. Jetzt wo aber auch die Lootmechaniken in Diablo wieder passen, sehe ich für mich persönlich kein Argument mehr, dass für PoE spricht. Es ist ein guter Diablo Klon, aber letztlich nur ein Klon, der nicht an das Original heran kommt.
        Mir fehlt die Story bei Path of Exile genauso und ist auch mein größter Kritikpunkt aber dafür passt halt alles andere. bei Diablo habe ich zwar die Story aber dafür gewaltige Probleme darin. Der Anfang ist dabei wie gesagt durchaus sehr stark von Diablo IV aber dann fällt es ab, wird recht belanglos und generisch. Es gibt einfach keinen Zwei-Parteienkonflikt bei dem man als Spieler eine Wahlmöglichkeit hätte, sondern die Story ist eher wie in Diablo 2 ein schnödes hinterhergerenne ohne einen besonderen Twist. Da fühle ich auch keinen Blockbuster

        gerade wenn ich Inarius 1 Mal begegne und dann war es das im Grunde mit ihm.
        , gerade eben weil die Präsentation die meiste Zeit über einfach in InGame Grafik von oben ist (wenn auch nicht alles). Und die Technik ist halt wirklich nicht dolle. ich meine, das Wetter außerhalb eines Gebäudes macht sich auch innerhalb des Gebäudes bemerkbar. Polygone sind etwas höher aber insgesamt hat es immer noch einen Look wie in Diablo 3 und das war damals schon nicht nur von Path of Exile geschlagen worden, sondern selbst dem da schon uralten Titan Quest wenn ich an die Texturqualität denke.

        Diablo 4 ist schon okay als Spiel aber letztendlich hat es auch einige Defizite, die es auch eher konstant behält. Ich habe aufjedenfall nicht dieses Budget im Spiel sich wiederspiegeln gesehen.
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von SethWinterstein
        Brilliant? Also es war gut aber danach kam ja nichts mehr. Das war genau am Anfang noch gut, die Kamera war auf Augenhöhe mit anderen Winkeln und danach wieder klassisch von oben. Die Kampagne hatte dann auch keine Turns. Das ganze Set-Up ist für ein Lilith Vs. Inarius, zwei unterschiedliche Ideologien aber geht ziemlich linear auf Lilith, aus der man aber eigentlich nichts macht weil ihre Muterrolle eigentlich gar nicht richtig ausgespielt wird. Ich hatte das im Vorfeld befürchtet und war doch erstaunt, dass niemand bei Blizzard da frühzeitig eingeschritten ist um das hier lore akkurater zu machen.

        Ich seh auch keine Vormachtsstellung, die Maps sind Schläuche und gerade mit dem Mount ist das die meiste Zeit eher nervig und offensichtlich. Auch technisch nicht das gelbe vom Ei, wenn dann Monster aufploppen oder Fernkampf-Elemente wie Pfeile einfach verschwinden. Vom reinen Gameplay her ist das auch eher solala. Es ist halt wie Teil 3, quasi jeder Klick löst eine Fähigkeit aus, eine normale Attacke gibt es nicht. Kann man mögen aber als Nekro fand ich es schon eher nervig, wenn überall was aufgeploppt it. Ganz schlimm auch, wie man diese grässlichen floaty glow-Tränke übernommen hat aus Teil 3. Im Grunde ist das ganze Spiel wie Teil 3, nur halt mit dunklerer Optik. Kann einem gefallen, klar aber Vormachtsstellung? Die sehe ich eher bei Path of Exile.
        Bei Path of Exile fehlt mir einfach komplett die Story und das ganze Blockbuster Feeling. Man merkt einfach, dass Diablo mit einem wesentlich größeren Entwicklungsbudget entstanden ist, es wirkt einfach viel wertiger. Das fängt schon bei den Cutscenes an, über das Storytelling, bis hin zur Technik ingesamt. Wobei ich PoE 2 keinesfalls hässlich finde, versteh mich nicht falsch. Jetzt wo aber auch die Lootmechaniken in Diablo wieder passen, sehe ich für mich persönlich kein Argument mehr, dass für PoE spricht. Es ist ein guter Diablo Klon, aber letztlich nur ein Klon, der nicht an das Original heran kommt.
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