Destruction Derby im Retro-Special: Als Rennspiele noch ein gelungenes Schadensmodell hatten

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Special Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Destruction Derby im Retro-Special: Als Rennspiele noch ein gelungenes Schadensmodell hatten
Quelle: PC Games

28 Jahre nach Release schauen wir uns das Crash-Rennspiel Destruction Derby des Entwicklerstudios Reflections Interactive im Retro-Special noch einmal an.

Gran Turismo 7, Forza Horizon 5 und das F1-Spiel von Codemasters sind gute aktuelle Beispiele, wie eingeschränkt Schäden an Fahrzeugen in Rennspielen sein können. Nur in Spielen, die keine echten Automarken benutzen, etwa GTA, Wreckfest und BeamNG, können wir eine realistische Deformierung der Karosserien und wegfliegende Autoteile bestaunen.

Am Bildschirmrand in Destruction Derby sehen wir außerdem eine Schadensanzeige, die den Zustand unseres Fahrzeugs abbildet. Sollte das Heck zu stark beschädigt sein, beeinträchtigt das unsere Geschwindigkeit. Bei einer zerstörten Seite zieht unsere Karre in eine bestimmte Richtung. Am schlimmsten jedoch sind Treffer frontal von vorne, denn da sitzt unser Motor. Sobald der Schaden dort zu stark ist, fängt der das Rauchen an und beim nächsten stärkeren Aufprall heißt es: Race Over. Danach wird das Rennen zu Ende simuliert und wir müssen tatenlos zusehen, wie unsere Gegner an uns vorbeiziehen. In der Meisterschaft lassen sich zwischen den Runden die beschädigten Autos unserer Kontrahenten inklusive Teamtrucks bewundern - ein cooles, kleines Feature.

Ebenso wie die Replay-Funktion, die uns nach jedem Wettbewerb zur Verfügung steht. Wir können sogar die Kamera anpassen und die spektakulären Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln begutachten.

Replay in Destruction Derby Quelle: PC Games

Crash-Piloten mit Charakter

Zwar nicht allzu innovativ, aber dennoch etwas Besonderes, sind die 19 KI-Fahrer und -Fahrerinnen. Gar nicht mal aufgrund ihres Fahrverhaltens, denn das ist eine absolute Katastrophe. Ständig brettern die NPCs in die Bande oder andere Fahrzeuge. Vielleicht aus Fairness aufgrund der schwammigen Gamepad-Steuerung Destruction Derbys, die nicht gerade optimal ist.

Vielmehr haben die NPCs ihren eigenen Fahrstil, der sich teilweise stark unterscheidet. Da haben wir beispielsweise einen Fahrer namens L. Driver. Eine Anspielung auf den englischen Begriff "Learner Driver", was übersetzt "Fahrschüler" bedeutet.

Der Pilot fährt auf jeder Strecke so langsam, dass wir ihn normalerweise mehrmals überrunden. Doch durch seine Zick-Zack-Fahrweise räumt er häufig andere Piloten ab und punktet anstatt durch gute Platzierungen eben durch Kollisionen.

Ende eines Rennens Quelle: PC Games Suicide Squad dagegen ist eine äußerst respektlose Fahrerin. Sobald sie auch nur eine winzige Chance sieht, uns zu rammen oder unseren beschädigten Motorbereich zu zerstören, tut sie das auch - ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

Ein Großteil des Starterfeldes hat zwar keine Besonderheiten, aber bedenkt man, dass auch jetzt noch etliche Rennspiele erscheinen, in denen die KI wie an einem Faden gezogen durch die Gegend heizt, kommen wir bis heute ins Schwärmen. Auffallend ist außerdem, dass die NPCs beim Destruction Derby, also dem Ausscheidungsfahren im Bowl, rückwärtsfahren, sobald der Motor zu stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, um dadurch weitere Schäden zu vermeiden. Für die damaligen Verhältnisse definitiv erstaunlich.

Auslaufzonen? Fehlanzeige!

Auch die Strecken haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Okay, mehr als vier, fünf Kurven haben die meisten Kurse nicht, aber dennoch sind die Pisten perfekt auf das Crash-Festival ausgelegt.

Vor allem auf den Rundkursen, bei denen sich Streckenabschnitte kreuzen, geht's ordentlich zur Sache. Hier stehen wir im Handumdrehen entgegengesetzt zur Fahrtrichtung oder mitten im Getümmel. Glücklicherweise halten unsere Karossen einige Treffer aus, bevor sie den Geist aufgeben. Auslaufzonen oder Kiesbetten wie in anderen Rennspielen gibt's in Destruction Derby nicht. Das heißt: Auch die Mauern sind stets sehr nahe und gerade bei Beschädigungen im Frontbereich müssen wir äußerst vorsichtig über die Kurse cruisen.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Norisk699 Gelegenheitsspieler/in
        Danke für dieses und viele andere retro Videos. Ich schaue sie zuverlässig alle auf YT an .

        Gut gemacht, jedes Mal!
      • Von Norisk699 Gelegenheitsspieler/in
        Danke für dieses und viele andere retro Videos. Ich schaue sie zuverlässig alle auf YT an .

        Gut gemacht, jedes Mal!
      • Von CrusaderNoRegret NPC
        Ich hab DD1 und DD2 damals bis zum abwinken gezockt. DD2 ist mein persönlicher Favorit.. war damals bei der Matrox Mystique dabei und hatte die Matrox eigene 3D-Beschleunigung. Was zeitlich in etwa zwischen MMX und 3DFX angesiedelt war und ebenso von der Qualität.

        von DD2 gabs auch mehre Versionen die sich alle in kleinigkeiten wie Sounds, Texturen, KI Fahrverhalten, usw. unterschieden haben.. z.B. Playstation 1 version, PC version, Matrox Mystique Version.

        Anakin94 hat die im Vogons forum mal detailliert gegenübergestellt.. lohnt sich wirklich, für Die-Hard fans!
        https://www.vogons.org/vi...

        Ich hätte so bock mal den Chalk Canyon im LAN mit 4-8 Spielern zum zocken...
        es wurde ja mal ne DD2net.exe nachgeliefert die zocken über IPX ermöglichte.. ich habs mit nem IPXwrapper auch geschafft das sich die Clients finden.. man konnte in der Lobby chatten, aber das Spiel nicht starten.. zu schade. Das network-DD2 war aber auch nur ne Beta..
        wäre so genial wenn das nochmal funktionieren würde...

        DD1 war auch geil. aber die Strecken waren zu 2D, keine Berge oder Hügel. Der Soundtrack gefiel mir.. hatte was von den 90er Dance/techno/Rave zeiten. Aber DD2 übertraf spielerisch vom Fun das erste bei weitem. Der Metal-Soundtrack ist heute noch immer wieder in meiner Playlist...

        schade das es sowas heute nich mehr gibt...
        Ich hab Wreckfest auch geliebt und spielte es auch mit Wheel und cockpit view und manual shifts, wie als simracer. Aber das DD Flair war was anderes.

        Und TRAIL OUT ist quasi Wreckfest nur nochmal neu mit raytracing, aber in der zeit als ich es gespielt hatte, noch ohne multiplayer support..
      • Von M4GIC Spiele-Novize/Novizin
        Ohman habe ich das Spiel damals geliebt. War damals so glücklich, als sich Wreckfest als würdiger geistiger Nachfolger entpuppte. Bin auf den zweiten Teil gespannt.
      Direkt zum Diskussionsende
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