Destruction Derby im Retro-Special: Als Rennspiele noch ein gelungenes Schadensmodell hatten
Im Jahr 1995 brachte Entwickler Reflections Interactive das bis heute populäre Rennspiel Destruction Derby auf den Markt. 28 Jahre später schauen wir uns den Playstation-1-Titel in unserem Retro-Special noch einmal an.
Die Formel 1 zeigt es regelmäßig: Unfälle gehören zum Motorsport wie die Blutgrätsche zum Fußball. Passenderweise geht's in der Videospielwelt und hier in Racing-Games immer wieder um das Schadensmodell. Während Titel mit echten Automarken wie Gran Turismo 7 oder Forza Horizon 5 eher schwach aufgestellt sind, was Schäden an Autos angeht, rummst es mit fiktiven Fahrzeugen in Wreckfest oder BeamNG schon gewaltig.
Im Jahr 1995 revolutionierte ein Spiel die Verformung der Karossen im Gaming-Bereich: Die Rede ist von Destruction Derby (jetzt kaufen ). Der Titel von Entwicklerstudio Reflections Interactive erschien vor beinahe 28 Jahren für die PlayStation 1. Doch nicht nur das Schadensmodell des Crash-Racers schaffte es, zu überzeugen, sondern - für die damalige Zeit - auch die KI. Die NPC-Piloten unterscheiden sich in ihrem Fahrstil ordentlich voneinander und hauchen den Charakteren einen tollen Wiedererkennungswert auf der Strecke ein.
Crashen bis der Motor brennt
In einer Art Stock Car, das den Fahrzeugen der amerikanischen Rennserie NASCAR gleicht, brettern wir gegen 19 andere Piloten über Fantasy-Strecken. Unser Ziel in den meisten Spielmodi ist es, nicht nur auf den ersten Platz auf der Piste zu gelangen, sondern durch Crashs und das Drehen unserer Konkurrenten zusätzliche Punkte zu ergattern.
Neben dem gerade beschriebenen Hauptmodus, dem Wreckin' Racing, stehen noch drei weitere Renntypen zur Auswahl: Stock Car Racing, bei dem es einzig um die Platzierung auf den Kursen geht, Zeitfahren und das Destruction Derby. In Letztgenanntem gewinnt am Ende der Fahrer, der die meisten Punkte holt und dessen Auto für Bonuszähler am Ende noch fährt.
Eine richtige Story gibt's zwar nicht, aber in allen Spielmodi, außer dem Zeitfahren, können wir an einer Meisterschaft inklusive Auf- und Abstieg teilnehmen.
From Zero to Hero
In fünf Divisionen treten wir gegen drei direkte KI-Kontrahenten an. In sechs Rennen gilt es, Punkte zu sammeln und vor den anderen Fahrern unserer Liga zu landen. Durch Rammen und Zerstören erspielen wir uns genauso Punkte, wie durch das Erreichen der ersten drei Positionen.
Der Erstplatzierte bekommt zehn Zähler gutgeschrieben, der zweite Platz sechs und der Drittplatzierte noch vier. Wer andere Fahrzeuge auf der Strecke dreht, erhält ebenfalls Punkte. Für eine 360-Grad-Drehung unserer Konkurrenten gibt's beispielsweise nochmal zehn Pünktchen obendrauf. Erwischen wir den Führenden des Rennens, werden die Punkte sogar verdoppelt.
Nach fünf Straßenkursen geht es zum finalen Destruction Derby. Dort kann im Bowl, einer mit Mauern abgegrenzten Asphaltfläche, ordentlich aufgeholt oder verloren werden. Wer sein Auto frühzeitig zerstört, scheidet aus und kann keine Zähler mehr einfahren.
Wer am Ende der Saison in seiner Division die meisten Punkte gesammelt hat, steigt in die nächsthöhere auf. Das Schlusslicht muss die bittere Fahrt in eine niedrigere Liga antreten.
Während der Rennen lässt sich anhand des Lacks am Dach einfach erkennen, welche anderen Fahrer unsere Hauptkonkurrenten der derzeitigen Division sind. Ähnlich den Gürtelfarben beim Judo fängt die Reihung mit einem weißen Dach an und wandert über gelb, blau und rot schließlich zu einem schwarzen Stück Karosserie in Liga eins.
Feuer unter der Haube
Wenn wir schon über die Verkleidung unseres Fahrzeugs sprechen, dann kommen wir doch zu dem Part, der Destruction Derby für lange Zeit zu einem Aushängeschild machte: dem Schadensmodell. 1995 gab es zwar bereits seit mehr als 20 Jahren Rennspiele, doch solche Verformungen der Karosserie, wie wir sie in dem Racer von Reflections sehen, waren damals neu.
Selbst heutzutage, 28 Jahre später, kann sich das Schadensmodell noch sehen lassen. Die Messlatte liegt aber nicht sonderlich hoch, schließlich hatten und haben Rennspiele immer mit dem Veto der Hersteller realer Autos zu kämpfen, die ihre Marken nicht zerbeult oder gar zerstört in Videospielen sehen möchten.

Gut gemacht, jedes Mal!
von DD2 gabs auch mehre Versionen die sich alle in kleinigkeiten wie Sounds, Texturen, KI Fahrverhalten, usw. unterschieden haben.. z.B. Playstation 1 version, PC version, Matrox Mystique Version.
Anakin94 hat die im Vogons forum mal detailliert gegenübergestellt.. lohnt sich wirklich, für Die-Hard fans!
https://www.vogons.org/vi...
Ich hätte so bock mal den Chalk Canyon im LAN mit 4-8 Spielern zum zocken...
es wurde ja mal ne DD2net.exe nachgeliefert die zocken über IPX ermöglichte.. ich habs mit nem IPXwrapper auch geschafft das sich die Clients finden.. man konnte in der Lobby chatten, aber das Spiel nicht starten.. zu schade. Das network-DD2 war aber auch nur ne Beta..
wäre so genial wenn das nochmal funktionieren würde...
DD1 war auch geil. aber die Strecken waren zu 2D, keine Berge oder Hügel. Der Soundtrack gefiel mir.. hatte was von den 90er Dance/techno/Rave zeiten. Aber DD2 übertraf spielerisch vom Fun das erste bei weitem. Der Metal-Soundtrack ist heute noch immer wieder in meiner Playlist...
schade das es sowas heute nich mehr gibt...
Ich hab Wreckfest auch geliebt und spielte es auch mit Wheel und cockpit view und manual shifts, wie als simracer. Aber das DD Flair war was anderes.
Und TRAIL OUT ist quasi Wreckfest nur nochmal neu mit raytracing, aber in der zeit als ich es gespielt hatte, noch ohne multiplayer support..