Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2 Einsteigern bleiben damit zwar Frustmomente erspart, erfahrene Mittelerde-Strategen starten die Kampagnen aber besser im schwierigen Modus, um gefordert zu bleiben. Seltsamerweise verhält sich die KI bei Sofortgefechten oder im Ringkriegmodus völlig anders. Bei den für den Test gespielten Partien zeigte der Computergegner auf mittlerem Schwierigkeitsgrad sofort seine scharfen Wargzähne. Frühe Rush-Angriffe und permanenter Druck auf die Basis gehören dort zum Tagesgeschäft.

Zu Lande und zur See

In Vorabberichten und Trailern zu Die Schlacht um Mittelerde 2 tauchten Bilder von großen Seeschlachten auf. Tatsächlich dürfen Sie nun wahlweise Elben- oder umbarische Korsarenschiffe befehligen. Allerdings spielen nur wenige Karten am Wasser, das übrigens hübsche Shader-Effekte aufweist. Die Schiffskämpfe sind nicht so spektakulär wie beim Historien-Kollegen Age of Empires 3, außerdem zerbröseln die Wasserfahrzeuge schneller, als sie gebaut sind.

Besser sind da die taktischen Neuerungen bei der Einheitensteuerung. Jeder Truppentyp verfügt über drei Verhaltensmodi. Neben dem Standardverhalten (Angriffs- und Defensivwerte sind dabei gleichmäßig verteilt) gibt es einen Defensiv- (weniger Angriffskraft, mehr Rüstung) und Aggressivmodus (mehr Angriffskraft, weniger Rüstung). Dadurch sind Sie im Spiel wesentlich flexibler.

Wenn zum Beispiel ein Angriff bevorsteht, postieren Sie Defensiveinheiten wie Pikeniere im entsprechenden Modus und stellen Fernkämpfer im aggressiven Modus dahinter auf, um viel Schaden bei den Angreifern anzurichten. Die Truppenaufstellung geht fluffig von der Hand, dafür sorgt der neue Formationsbefehl: Markieren Sie die gewünschten Einheiten und drücken Sie beide Maustasten gleichzeitig. Anhand des nun erscheinenden Truppensymbols legen Sie die Blickrichtung und die räumliche Tiefe der Aufstellung fest. So können Sie beispielsweise Fernkämpfer in einer langgezogenen dünnen Linie aufstellen.

Heldengeburt

Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2 Jede Fraktion besitzt Heldenfiguren, die über Spezialkräfte verfügen. Magier wie Saruman werfen mit Feuerbällen und Zwergenkönig Dain bringt mit seinem Hammerschlag Gebäude zu Fall. Sie treffen abseits der Kampagnen auf alle Figuren des Vorgängers, dazu gesellen sich neue Gesichter wie Grima Schlangenzunge, Glorfindel, Galadriel und viele mehr.

Der Clou: Aus sechs Klassen (Held des Westens, Elb, Zwerg, Zauberer, Diener Saurons, korrupter Mensch) und je zwei bis maximal drei Typen pro Klasse suchen Sie sich eine eigene Figur heraus. Zusätzlich bestimmen Sie Namen und äußeres Erscheinungsbild. Im nächsten Schritt verteilen Sie die fünf Attributpunkte: Stärke, Rüstung, Gesundheit, Regeneration und Sichtweite bestimmen Ihren Charakter. Im letzten Teil der Heldenerschaffung legen Sie die Spezialkräfte fest.

Jede Klasse kann fünf von 13 Kräften auswählen. Im Auswahlbildschirm bestimmen Sie gleich mit, welche Superkräfte beim Levelaufstieg gesteigert werden sollen. Wie im Vorgänger auch, kann jeder Held maximal zehn Levelstufen erklimmen. Die Helden speichert das Spiel in einer eigenen Datenbank ab. Die Figuren rufen Sie jeweils in Ihrem Hauptgebäude herbei, wo Sie sie auch wiederbeleben können. Als Spieler dürfen Sie die Recken zwar nicht in der Kampagne, aber im Ringkrieg-, Sofortgefechts- und Mehrspielermodus einsetzen. Ein wahrlich gelungenes Feature.

Wertung zu Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Hervorragende SoundkulisseNoch größere Armeen als beim VorgängerGenialer RingkriegmodusAbwechslungsreiche KampagnenHerausfordernder Skirmish-Modus

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