Demigod-Test: Dank Updates ein Mehrspieler-Tipp
Reifer, flotter und stabiler: Dank Updates mausert sich Demigod doch noch zum Mehrspieler-Tipp.
Quelle: PC Games
Die (leider übersetzten!) Demigods „Fackelträger“ und „Unsauberes Biest“ attackieren die Zitadelle des Gegners.
Fast wär's schiefgegangen: Die ersten Tage nach seinem Release kämpfte Chris Taylors (Supreme Commander) neues Werk mit so üblen Verbindungsproblemen, dass man schon von Unspielbarkeit sprechen musste. Hätten wir Demigod unmittelbar nach seiner Veröffentlichung im Mehrspielermodus bewerten müssen, das Ergebnis wäre nicht mal in die Nähe einer 70er-Wertung gekommen. Wollte man etwa ein Match mit anderen Spielern starten, brach die Verbindung in den meisten Fällen ab. Warum das so war, begründete Brad Wardell, der Chef von Publisher Stardock: Da Demigod auf einen Kopierschutz verzichte, sei das Spiel binnen weniger Tage regelrecht von Softwarepiraten überrannt worden. Der Effekt: ächzende Server aufgrund zu vieler Nutzeranfragen. Seit dem Release haben die Entwickler aber eine Menge Probleme beseitigt, daher spielt sich Demigod nun endlich ziemlich rund. Es ist kein Geheimnis, dass sich das Spiel deutlich an die Warcraft 3-Mod Defence of the Ancients anlehnt. Sein Schwerpunkt liegt daher auf dem Mehrspielerpart; Solospieler können aber auch eine Offline-Partie mit KI-gesteuerten Bots starten und so nach Herzenslust üben. Der Ablauf von Demigod ist grundsätzlich simpel: Zwei gegnerische Teams treten in einer riesigen Arena gegen einander an. Und obwohl das Spiel erst mal wie ein Strategietitel aussieht, ist es doch eher ein Mix aus Rollenspiel und Echtzeit-Taktik.
Quelle: PC Games
An solchen Kristallen tanken die Demigods blitzschnell neue Kraft.
Vor einem Match sucht sich jeder Spieler eine Figur aus, einen Demigod. Nur acht solcher Helden stehen zur Wahl - zwar ein ziemlich mageres Angebot, doch dafür haben die Entwickler bereits Nachschub in Form von herunterladbaren Inhalten angekündigt. Und immerhin spielen sich alle Figuren tatsächlich wunderbar unterschiedlich, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Je häufiger ein Demigod kämpft, desto mehr Erfahrungspunkte häuft er an, was angenehm flott zu neuen Level-Aufstiegen führt. So verbessern sich nicht nur die Statuswerte des Helden, sondern man darf auch Talentpunkte in einem Fähigkeitenbaum verteilen. Beispielsweise kann man dem Riesen The Rook beibringen, mit Gesteinsbrocken um sich zu werfen. Oder der Scharfschütze Regulus lernt, Tretminen auf dem Boden zu verteilen. Andere Helden meistern Heilzauber, Flächenangriffe, Kurzstreckenteleportation und zahllose weitere Fähigkeiten. Daher kann man alle Demigods auf mehrere Arten spielen, was die Partien spannend macht und der Langzeitmotivation gut tut.
Nur acht spielbare Karten sind derzeit in Demigod enthalten, das ist nicht viel. Doch die sehen dafür nicht nur irre gut aus, sondern sind auch fair und fordernd aufgebaut. Wie in vielen Strategietiteln sind die Karten grundsätzlich in der Mitte gespiegelt, sodass Chancengleichheit herrscht: Beide Seiten verfügen über eine Basis, während über den Rest der Arena Kontrollpunkte in Form von Fahnen verteilt sind. Letztere muss man so oft und so schnell wie möglich mit seinem Helden einnehmen, um wichtige Boni zu erhalten und Upgrades freizuschalten. Wer nun vielleicht doch ein Spiel der Marke Warcraft 3 erwartet, sei hiermit gewarnt: Es gibt keine Form von Gebäudebau und man darf auch nicht selbstständig neue Einheiten ausheben. Das ganze Spiel konzentriert sich voll auf die Demigods - mit einer wichtigen Ausnahme: Jede Seite wird von kleinen Gruppen aus Standardeinheiten unterstützt, die regelmäßig durch Portale auf die Karte strömen und auf festgeschriebenen Bahnen gen Feindbasis marschieren. Diese Einheiten kann man nicht selbst kontrollieren! Und doch sind sie unerlässlich für einen Sieg, weshalb man ihre Portale unbedingt einnehmen und verteidigen muss.
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die hauptprobleme sind imho das balancing und die übersicht im spiel... DotA is da doch angenehmer zu spielen.
Also mir macht Demigod echt sehr viel Spaß, Maps kommen schon bald neue und Helden wird es auch irgendwann neue geben. Außerdem kostet das Spiel nur 28€ wenn man es über Impulse runterläd und auf die Verpackung verzichten kann. Impulse ist eine Platform ähnlich Steam, wenn auch nicht ganz so gut.
Greetz
Irgendwie sind die ersten Screens bissl strange oder? Aber zum Titel, wie kann man das auf LAN zocken? MP ist doch nur im Internet möglich oder?
WC3 Dota Maps sind kostenlos wenn man WC3 besitzt. ;) Davon abgesehen ist es klar, dass ein HC WC3 Dota Zocker hier nicht auf seine freunden kommt. Fürn Ottonormalspieler wie mich ists aber genau das richtige. Macht echt Laune. Bissl wenig Maps, das stimmt, dafür sind die Karten echt cool gemacht.
Hab das Spiel jetzt 4 Stunden auf ner Lan gezockt und bin ziemlich enttäuscht.
Unbalanced, lahmes Gameplay, wenig Maps , wenig Helden mit wenigen Attacken. Die Grafik ist nett, aber kein Argument um Demigod zu spielen.
Jede offizielle WC3 Dota Map bietet mehr, ist meist perfekt gebalanced und auch noch kostenlos.