Supreme Commander

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Supreme Commander Quelle: THQ Alles andere als eine "supreme" Vorstellung lieferte die Testversion von Supreme Commander in der letzten Ausgabe ab: Manche Savegames ließen sich nicht mehr laden, kleine Mängel an der Wegfindung ärgerten den Kommandierer und die Performance sackte im Spielverlauf in unzumutbare Bereiche ab. Die wichtigste Frage daher: Sind die Probleme nun beseitigt? Größten­teils ja. Nur sehr selten, etwa nach manchen Skript-Ereignissen in der Kampagne, konnte man den Einzelbildern beim Aufbau zusehen und vernahm ein Stottern aus den Boxen. Alle im Testverlauf angelegten Speicherstände aufzurufen ging ohne Probleme.

Für all diejenigen, die etwa den inoffiziellen Vorgänger Total Annihilation mögen oder Supreme Commander in der Multiplayer-Beta lieben gelernt haben, geht daher der Daumen klar nach oben. Supreme Commander ist ihr Spiel! Allen anderen jedoch sei gesagt: Gas Powered Games hat die blech­intensiven Massenschlachten nicht auf dem Altar der Massentauglichkeit geopfert. Bei Atmosphäre, Missionsdesign und Geschichte zeigt sich der Supreme­ Commander bestenfalls als Durchschnittskommandant.

Und täglich grüßt ...
Supreme Commander Quelle: THQ Allzu schnell fällt dem verwöhnten Strategen auf, dass es in den Missionen zumeist nur darum geht, eine feindliche Gepanzerte Kommandoeinheit in ihre metallenen Einzelteile zu zerlegen, zwischendrin höchstens mal ein paar Gebäude zu erobern, zu einem bestimmten Punkt zu gelangen oder ein feindliches Geschwader vom Himmel zu holen.

Da hilft es wenig, dass sich die drei jeweils sechs Missionen langen Kampagnen untereinan­der ergänzen und teils sogar dieselben Ereignisse von unterschiedlicher Seite aus nachgespielt werden. Der Plot: In einem futuristischen Szenario bekriegen sich die Cybran-Rebellen, die esoterischen Aeon und die konventionellen Erdenball-Hüter UEF. Innerhalb jeder Fraktion gibt es Hardliner und einfühlsame Charaktere, die eine verzwickte Beziehung der drei Völker zueinander schaffen. Soweit alles schön und gut, doch insgesamt scheint der Feldzug eher als Trainingslager für den Mehrspielermodus gedacht zu sein. Man wird das Gefühl nicht los, dass Starcraft vieles ähnlich gemacht hat - das meiste war sogar besser.

Deutlich gelungener: die Steuerung. Zwar fehlen Selbstverständlichkeiten wie ein automatisches Abschalten des Baumodus oder eine Rückmeldung, wenn an einem bestimmten Ort doch nicht gebaut werden kann. Dafür glänzt Supreme Commander aber mit erhabenen Features wie Bauschleifen oder Wegpunktverschiebung per Drag & Drop. Und: In keinem anderen Echtzeit-Strategiespiel werden Sie Ihr Mausrad annähernd so oft wetzen. Grund für das Mittelfingertraining: Sie können bis auf die teilweise Tausende Quadratkilometer großen Karten hinauszoomen. In dieser Ansicht werden alle Einheiten als geometrische Objekte dargestellt. Spitzwinklige Dreiecke sind zum Beispiel schnelle Flieger mit Luft-Luft-Geschossen, Rauten symbolisieren Panzer, Trapeze stellen Bots dar. Klingt komisch und verlangt Eingewöhnung, funktioniert aber gut.

Die totale Übersicht
Supreme Commander Quelle: THQ Aus der Nahansicht hingegen macht Supreme Commander - wiewohl nicht absolute Optik-Referenz - einiges her: Das technikverliebte Design der Einheiten erzeugt insgesamt gut das gewollt sterile Hartmetall-Am­biente. Explosionen, Raketen und Raketenabwehrsysteme gibt es in Hülle und Fülle - problematisch ist aber, dass aufgrund der schieren Dimensionen der Einheiten im Regelfall in der optisch weit weniger anheimelnden Strategie-Ansicht gespielt wird. So versteckt sich das Effektfeuerwerk förmlich.

Mit der Strategie-Ansicht alleine erschöpft sich Supreme Commander noch lange nicht: Verschiedene Technologie-Stufen sorgen für zusätzliche Komplexität. Auch die Kampagne macht eifrig von Momenten Gebrauch, in welchen Sie Einheiten der nächsthöheren Technologiestufe erbauen können, bis hin zu den aberwitzigen Experimentellen Einheiten. Schade, dass dieses Tempo insgesamt zu wenig beibehalten wird und das gesamte Spiel trotz furioser Momente unter einigen unnötig zähen Bauphasen leidet. Und unter Einheiten, die sich, statt einem Bewegungsbefehl zu folgen, viel lieber an Felsenwänden einquartieren. Die Idee des Spiels, statt haariger Kleinarbeit langfristige Planung zu belohnen, wird so ad absurdum geführt.

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Wertung zu Supreme Commander (PC)

Wertung:

9.0 /10

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von dagopert NPC
        Zitat von RamboIV am 17.02.2007 17:49
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Nur PC-Spiele ???

        Was würden denn die Medien und die Wirtschaft machen OHNE PC-Spiele?! Geschweige denn, können PC Spiele den IQ eines Menschen steigern. Man darf nicht immer nur das negative sehen sonst verliert man wie du den Gesamtüberblick.

        Außerdem, Fehler machen ist menschlich!

        Ich finde es einfach nur kindisch sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen, wenn es eh schon die 2. Reform der Reform gibt.
        -> Wetzen gefällt mir auch sehr gut, nur weil es ein paar ****** einfach nicht verstehen wollen, braucht man keinen Aufstand machen.
        Ich bin mir tausendprozentig sicher dass du auch weißt was gemeint ist, Rambo.

        Zum Game selber:

        Ich spiele es liebend gerne.
        Bei mir lagt es zwar wenn ich zu viele Einheiten auf dem Bildschirm habe, aber deswegen sehe ich keinen Grund die Wertung des Games herunter zu setzen. Denn: Hätte ich einen besseren PC, dann glaube ich würde es nicht mehr laggen. (Wobei man dann schreiben könnte: Spiel läuft nur einwandfrei auf Power PCs , und für das die Wertung senken)

        Aber Bugs oder ähnliches sind mir noch nie widerfahren.
        Ein echt gutes Strategen Game das auf Dauer nicht langweilig wird.

        M.f.G.:
        dagopert
      • Von dagopert NPC
        Zitat von RamboIV am 17.02.2007 17:49
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Nur PC-Spiele ???

        Was würden denn die Medien und die Wirtschaft machen OHNE PC-Spiele?! Geschweige denn, können PC Spiele den IQ eines Menschen steigern. Man darf nicht immer nur das negative sehen sonst verliert man wie du den Gesamtüberblick.

        Außerdem, Fehler machen ist menschlich!

        Ich finde es einfach nur kindisch sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen, wenn es eh schon die 2. Reform der Reform gibt.
        -> Wetzen gefällt mir auch sehr gut, nur weil es ein paar ****** einfach nicht verstehen wollen, braucht man keinen Aufstand machen.
        Ich bin mir tausendprozentig sicher dass du auch weißt was gemeint ist, Rambo.

        Zum Game selber:

        Ich spiele es liebend gerne.
        Bei mir lagt es zwar wenn ich zu viele Einheiten auf dem Bildschirm habe, aber deswegen sehe ich keinen Grund die Wertung des Games herunter zu setzen. Denn: Hätte ich einen besseren PC, dann glaube ich würde es nicht mehr laggen. (Wobei man dann schreiben könnte: Spiel läuft nur einwandfrei auf Power PCs , und für das die Wertung senken)

        Aber Bugs oder ähnliches sind mir noch nie widerfahren.
        Ein echt gutes Strategen Game das auf Dauer nicht langweilig wird.

        M.f.G.:
        dagopert
      • Von RamboIV Anfänger/in
        Zitat von MiffiMoppelchen am 17.02.2007 10:37
        In dem Satz fehl(t)en zwei Kommas. ;)
        Schön daß wenigstens einer die Anspielung verstanden hat... %-)

        Was Sprachgefühl angeht: Ich erwarte überhaupt keine außergewöhnliche Qualität hier. Wozu auch, es geht doch nur um PC-Spiele. Nur wenn man sich stilistisch aus dem Fenster lehnt, anstatt den eigenen Fähigkeiten entsprechende einfache Formulierungen zu benutzen, sollte man auch nicht aus selbigem fallen... %-)

        Zum Wetzen: Ich weiß nicht, was Ihr für Mäuse habt, aber mein Mausrad schleift nirgends. Und selbst wenn - die Form einer Klinge würde seine Oberfläche doch hoffentlich nicht annehmen. Oder gibt es etwa derlei beängstigende Erfahrungsberichte? :-D
      • Von tooFgiB Spiele-Novize/Novizin
        "problematisch ist aber, dass aufgrund der schieren Dimensionen der Einheiten im Regelfall in der optisch weit weniger anheimelnden Strategie-Ansicht gespielt wird. So versteckt sich das Effektfeuerwerk förmlich."

        genau dieses gefühl hatte ich auch bei der demo! das ist für mich mit der hauptgrund, warum dieses strategiespiel nicht bei mir landet. es macht zwar spass riesige massenschalchten auszutragen, aber sobald man ein bisschen näher geht um sich das spektakel anzuschauen, hat man kaum noch kontrolle über das ganze.

        ich bin mal gespannt ob sie eine dx10 version nachreichen :D!

        mfg
      • Von Kandinata Spiele-Kenner/in
        Zitat von Burtchen am 16.02.2007 20:34
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]da stellt sich mir aber die frage wie man dann auf so eine vergleichsweise niedrige wertung kommt ?

        aus dem text lese ich heraus das die abwechslungslose kampagne, die 2-3 bugs, die performance und das eigentliche system der grund ist, wobei ich mir zumindest bei letzterem die frage stelle, ist diese meinung nicht ein bisschen ZU subjektiv ?

        die bugs, wie gesagt, könnte man nachvollziehen, auch wenn mir diese bisher noch nicht im ansatz aufgefallen sind, die abwechslunglose kampagne ist schon ein strittiger punkt, da dieses spiel erst im skirmish sein volles potenzial entfaltet, die performance ist wieder halbwegs nachvollziehbar (schatten ausstellen hat bei mir jegliches ruckeln beendet, das frisst unheimlich), aber das das system nicht "mainstream" genug und für jedermann ist und DESHALB abgewertet wird, geht über das normale verständnis hinaus

        eine wertung im 90er bereich wie die meisten zeitschriften, nein, dazu fehlt es im detail (teils ziemlich schlechte wegfindung, fehlende formationseinstellung etc)... aber einer 80er (pers. wertung liegt bei 84 in etwa) hat es allemal verdient wenn man es objektiv im ganzen betrachten würde
      • Von KONNAITN Spiele-Kenner/in
        Zitat von RamboIV am 16.02.2007 21:56

        Beispielsweise:

        "Manche Savegames ließen sich nicht mehr laden, kleine Mängel an der Wegfindung ärgerten den Kommandierer und die Performance sackte im Spielverlauf in unzumutbare Bereiche ab.

        Alle im Testverlauf angelegten Speicherstände aufzurufen... ging ohne Probleme.

        auf dem Altar der Massentauglichkeit geopfert

        Dafür glänzt Supreme Commander aber mit erhabenen Features

        In keinem anderen Echtzeit-Strategiespiel werden Sie Ihr Mausrad annähernd so oft wetzen.

        wiewohl nicht absolute Optik-Referenz

        ...problematisch ist aber, das aufgrund der schieren Dimensionen der Einheiten im Regelfall in der optisch weit weniger anheimelnden Strategie-Ansicht gespielt wird.

        So versteckt sich das Effektfeuerwerk förmlich.
        Sorry, aber diese Formulierungen als Beispiele für Schludrigkeit oder schlechten Stil anzuführen finde ich wirklich lächerlich. Der Text liest sich flüssig und geht für mich deshalb stilistisch voll in Ordnung.
        Die von dir beanstandete Formulierung "Mausrad wetzen" fand ich z.B. äußerst passend und griffig.
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