Darksiders erschien bereits im letzten Herbst für die Konsolen Xbox 360 und Playstation 3. Was das Action-Adventure von THQ kann, warum es sich eher wie Zelda statt wie God of War spielt und was Geschichte und Look aus der Feder von Joe Madureira (Marvel Comics) hermachen, verraten wir Ihnen im Test.
Um alle Secrets in Darksiders zu entdecken, sollten Sie rund 20 Spielstunden einplanen. Obwohl die Story nicht so recht in Fahrt kommt und die Charaktere blass bleiben, schafft es der Titel dennoch, den Zocker über die gesamte Spieldauer zu motivieren. Das liegt am wunderbaren Mix aus Kampf-Sequenzen, die an God of War oder Devil May Cry erinnern, mitunter recht knackigen Rätseln und einem früh einsetzenden Sammel- und Entdeckertrieb. Aufgelockert wird das Ganze zusätzlich noch durch Third-Person- und Tunnel-Shooter-Passagen. Alles in allem also ein gelungenes Action-Adventure, aufgrund des hohen Gewaltgrads jedoch nichts für Kinder und Jugendliche.
Das gefiel uns an Darksiders:
Quelle: THQ
Drive-by-Shooting: Auf Ihrem rasanten Pferd mit der Pistole im Anschlag sind selbst große Gegnermassen kein Problem. Wie auch, Sie sind einfach viel zu schnell.
Die Kämpfe
Ob Bossfights, Gefechte hoch zu Ross, Shooter-Einlagen oder Scharmützel gegen große Gegnermassen – Kämpfe bestreiten Sie in Darksiders zuhauf. Bis auf die erste, stupide Spielstunde wird Abwechslung dabei auch großgeschrieben. Schließlich setzen Sie eine große Zahl an Kombos, Waffen, Gegenständen und Zaubern ein, um Ihre Gegner über den Jordan zu schicken. Und wenn alle Stricke reißen, verwandeln Sie sich bei entsprechend gefüllter Wutleiste einfach in einen feurigen Dämon.
Die Rätsel
Neben den zahlreichen Kämpfen lösen Sie diverse Rätsel. Die machen zwar grundlegend nichts neu, sind aber schick inszeniert und mitunter richtig knackig. Meist verschieben Sie Blöcke und andere Objekte, betätigen Schalter und / oder setzen Ihre zahlreichen Gegenstände sinnvoll und miteinander kombiniert ein.
Der Sammeltrieb
Nach jedem Dungeon erhalten Sie neue Gegenstände, einen größeren Lebensbalken oder andere Dinge. Zudem erschließen sich mit jedem neuen Gegenstand, wie etwa dem Enterhaken oder dem Bumerang, neue Wege. Eine große Faszination erschließt sich also daher, dass Sie bereits besuchte Gebiete nach versteckten Ecken oder Geheimgängen abgrasen.
Die Atmosphäre
Die spielerische Apokalypse wird gut herübergebracht. Das hat mehrere Gründe. Erstens zieht das Spielgeschehen den Spieler in den Bann und passt hervorragend zum Rätsel-Kampf-Erkunden-Mix. Auch der comichafte Grafikstil sorgt für ein stimmungsvolles Gesamtbild, auch wenn er anfangs sicher für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig wirken mag. Und schlussendlich wurde auch auf der soundtechnischen Seite gut gearbeitet. Die Sprecher verrichten einen tollen Job und der orchestrale Soundtrack untermalt das Spiel dezent, aber atmosphärisch.
Die Gegenstände
Nach und nach häufen sich immer mehr Gegenstände in Ihrem Inventar an. Die meisten davon mögen dreist geklaut sein, etwa der Enterhaken oder der Bumerang aus Zelda oder die Portalkanone aus Portal (hier stimmt sogar die Farbkodierung mit Valves Hit überein), fügen sich aber stimmig ins Spiel ein. Vor allem in die zahlreichen Rätsel sind die Gegenstände intelligent eingearbeitet und sorgen so für Abwechslung. Zudem motiviert es ungemein, sein Inventar immer weiter zu füllen und sich so neue Wege zu erschließen. Ein besonderer „Gegenstand“: Nach rund der Hälfte des Spiels erobern Sie Ihr Pferd Ruin zurück. Fortan dürfen Sie Ihren Gegnern in bestimmten Gebieten auch beritten den Garaus machen.
Das Upgrade-System
Quelle: THQ
Sensenmann: Gegen größere Gegneransammlungen empfiehlt es sich, die bei Händler Vulgrim erhältliche Sense zu nutzen. So sammeln Sie unter anderem mehr Seelen ein.
Beim Dämonenhändler Vulgrim erstehen Sie neue Angriffe, Zauber und Waffen. Als Währung dafür dienen gesammelte Seelen besiegter Gegner. Mit der Zeit häuft sich so ein wahres Arsenal an Kombo-Attacken an. Die Auswahl an Waffen und Zaubern ist da schon überschaubarer, aber dafür sind diese umso wirkungsvoller und unterscheiden sich stark voneinander. Ihre Waffen erhalten sogar Erfahrungspunkte, steigen im Level auf und werden somit stärker. Zudem besitzt jeder Prügel einen Ausrüstungsplatz für einen Zusatzeffekt. So sammeln Sie etwa mehr Seelen von Gegnern oder richten mehr Schaden mit Kombo-Attacken an.
Die Steuerung
Eins vorneweg: Bereits auf der Konsole war die Steuerung überfrachtet, daran hat sich auf dem PC nichts geändert. Nichtsdestotrotz sind einige Dinge sehr gut mit Maus und Tastatur zu steuern. Normale Kämpfe etwa gehen locker von der Hand, Quicktime-Events sind quasi „nebenbei“ auslösbar und fügen sich so flüssig in die Kämpfe ein und auch der Einsatz von Gegenständen, das Herbeirufen Ihres Pferdes und die Verwandlung in die Dämonenform sind sehr gut steuerbar.

Gestern Abend bzw heute Nacht zu Ende gezockt. Gigantisch. Ich bin einfach nur begeistert.
Musste mir daraufhin nochmals durchlesen, was ihr hier über das Spiel geschrieben hattet. Meiner Meinung nach wird hier auf einem hohen Niveau kritisiert.
Was mich störte, war wie auch hier erwähnt, die Steuerung. Speziell die Kombos oder Zauber waren etwas sehr umständlich programmiert.
Die Story zB, wie von Euch hier als negativ beschrieben, sagt mir sehr zu. Ist vllt auch eine subjektive Angelegenheit. Aber bei Sachen zwischen Himmel und Hölle - da strahlt mein Herz. Zwar bleiben wie gesagt einige Fragen offen - was zB passiert mit Samael? aber gerade diese Fragen lassen mich nur noch mehr auf Darksiders 2 freuen, wenngleich es auch noch eine gefühlte Ewigkeit dauern wird. :(
Abgesehen von den zwei genannten Kritikpunkten fällt mir nichts ein, das mir negativ aufgefallen ist. Ich hätte wahrscheinlich eine 9xer-Wertung vergeben.
Einfach nur geil. Habe mir heute die Collectors Edition für 30 € gekauft und muss sagen es ist jeden cent wert.
Ich werds mir wohl für die xbox360 holen angesichts von fast keinen Unterschieden im gegensatz zur pc-fassung... so lange für ne Portierung gebraucht und dann noch nicht mal die einfachsten Grafikeinstellungen vorhanden...
Aber erst mal Dantes Inferno durchzocken! Das hätte EA mal für PCs rausbringen sollen!
Eben. Man muss nicht jede Kleinigkeit kritisieren wenn die Gesamtpräsentation des Spiels stimmt. Ich habe beim Spielen nicht ein mal gedacht: Oh nur vier Quickslots, sowas blödes. Man sollte es wenn möglich sowieso mit Pad spielen, das geht um einiges besser als mit Tastatur und Maus und dann erübrigt sich dieser Punkt von alleine.
Man hat auch keine zig Grafikeeinstellungen zur Auswahl, aber das stört auch nicht, da Anti-Aliasing in ausreichender Form vorhanden ist, alles sehr schick und stimmig wirkt und die Performance auf jedem neueren Rechner 60 FPS garantiert. Was will man mehr? Ich erinnere gerne mal an SC2, welches ein reines PC Spiel ist aber mit relativ schwacher Optik im Vergleich zum Möglichen und sogar ohne Anti-Aliasing daher kam und das bei teilweise unzureichneder Performance (max 2 Kerne im RTS...). Hat sich da einer beschwert? Ne, es wurde gefeiert...
Und den Kritikpunkt mit der schwachen Story kann ich auch nicht nachvollziehen. Die Story passt sehr gut zu diesem unverbrauchten Setting. Klar, die Geschichte ist nicht auf dem Niveau eines Metal Gear Solid oder Heavy Rain und es gibt auch nicht die cineastischen Zwischensequenzen, aber dafür hat das Spiel etwas, was heutzutage immer mehr Titeln fehlt: Makellos gutes Gameplay. Mitlerweile wird so sehr auf technische Raffinesse, bombastische Präsentation und so ein Geschnörkel geachtet, dass man den Kern, also das Gameplay eines Spiels immer weiter aus den Augen verliert.
Darksiders besitzt das gleiche Gen wie ein Super Mario, Zelda und Co: Beim Zuschauen sieht esganz okay aus, aber sobald man einmal selber damit angefangen hat, kann man nichtmehr aufhören und man spielt und spielt und spielt und spielt und es hört nicht auf Spass zu machen. Für mich wäre daher auch eine 90+ Wertung Pflicht gewesen, denn das Spielen des Spiels macht einfach richtig Freude.
Ich glaub ich kann das Geheimnis lüften ... denke das liegt an der Konsolenumsetzung. Da hat man eben seine geliebten 4 Tasten (ABXY) rechts.
Schade ... lieblos portiert mal wieder.
Wobei man sich die Frage stellen muss:
Wenn es auf der 360 funktioniert hat, warum nicht auch auf dem PC? Ich hab damals in keinem Test gelesen, dass "lediglich vier Quickslots" vorhanden sind.
Ich kann jedem nur empfehlen sich das Spiel anzuschauen ... es lohnt sich, ist es doch ein gelungenes Spiel mit einem, und darauf kommt es mir an, unverbrauchten Setting / Charakter.