Dark Age of Camelot: Darkness Rising
Die neuen Dungeons gehören zu den grafisch schönsten.
So umfangreich die letzten Add-ons auch waren, Trials of Atlantis und Catacombs haben das Gleichgewicht von Dark Age of Camelot dermaßen durcheinander geschüttelt, dass das Online-Rollenspiel heute noch unter den Folgen ächzt. Bei Darkness Rising war Entwickler Mythic vorsichtig bis zur Ängstlichkeit - und es hat sich ausgezahlt: Anstelle revolutionärer Änderungen sind Details ins Spiel gekommen, die das Leben für Einsteiger einfacher und für Profis interessanter machen.
Der Stallmeister verkauft nun Pferde, die das Bewegungstempo auf ein angenehmes Maß steigern. Wer eine Quest-Reihe zu lösen bereit ist und im Geld schwimmt, darf sich ein Schlachtross erarbeiten, das zwar gut aussieht, aber gegenüber normalen Pferden keine Geschwindigkeitsvorteile bietet. Alte Dark Age of Camelot-Hasen freuen sich, dass sie ihre langjährigen Charaktere mit Darkness Rising dezent aufmotzen können: Gewonnene Monster- und Spielerkämpfe bringen Prestige-Erfahrungspunkte, anhand derer Helden fünf Champion-Stufen durchlaufen.
Pro Stufe ist eine von vielen berufsfremden Fähigkeiten zugänglich: Krieger dürfen etwa Heilung erlernen, Kleriker den Nahkampf. Die Fertigkeiten sind nur schwach in ihrer Natur, die Balance der Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe bleibt im Ganzen unangetastet. Gut so! Darkness Rising enthält viele Verbesserungen, doch eine Sache ist am Hersteller vorbeigegangen: Der Dialog mit Quest-Gebern hat die gleiche Wirkung wie Schlaftabletten, zuviel Text erstreckt sich über zu langweilige Dialogfelder, und die Aufträge sind gewöhnlich wie immer. World of Warcraft und Everquest 2 demonstrieren, wie geskriptete Ereignisse in Instanzen auszusehen haben. Mythic, klau doch mal.
