Daedalic Days 2017 in Hamburg: The Pillars of the Earth, State of Mind und The Long Journey Home

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Daedalic Days 2017 in Hamburg: The Pillars of the Earth, State of Mind und The Long Journey Home
Quelle: Daedalic Entertaintment

Wir waren dieses Jahr wieder auf den Daedalic Days in Hamburg und haben uns einen kleinen Überblick über die Projekte verschafft, die wir von Daedalic Entertainment im Jahr 2017 noch erwarten dürfen. Neben The Long Journey Home und State of Mind war die Spiel-Adaption von Ken Follets Bestseller The Pillars of the Earth ein großes Thema.

Daedalic Entertainment hat sich einen großen Namen bei Fans von Point-and-Click-Adventures gemacht und mit den drei neuen Spielen will man einerseits das Repertoire ein wenig erweitern und das Point-and-Click-Adventure selbst ein wenig aufmotzen. Deshalb hat das Team auch in diesem Jahr wieder zu den Daedalic Days geladen, diesmal in den eigenen heiligen Hallen in der schönen Hansestadt Hamburg.

Die drei Titel State of Mind, The Long Journey Home und Ken Folletts The Pillars of the Earth durften wir anspielen. Zunächst gab es jedoch erst einmal eine kleine Studiotour, auf der wir uns selbst davon überzeugen durften, dass das Team auch fleißig arbeitet. Außerdem haben wir Einblicke in Gestaltung der Spiele und vor allem in die Nachforschungen zu The Pillars of the Earth bekommen.

The Pillars of the Earth

Bereits vor drei Jahren hatte Daedalic Entertainment angekündigt, Ken Folletts Besteseller-Roman Die Säulen der Erde als Spiel zu adaptieren. Nun ist es bald soweit, schon im August 2017 soll die Interactive Novel für PC und Konsolen erscheinen. Matt Kempke, einer der kreativen Köpfe hinter The Pillars of the Earth, erzählte uns vor der Anspielsession noch ein paar Fakten über das Spiel. Obwohl es zwar natürlich noch im klassischen Point-and-Click-Genre verankert ist, sollet ihr The Pillars of the Earth als eine - wie schon erwähnt - Interactive Novel sehen, deren Handlung ihr beeinflusst.

Das Spiel soll Daedalics bislang größtes Projekt werden und in drei Teile aufgeteilt sein, die jeweils sieben Kapitel beinhalten. Den ersten Teil könnt ihr euch ungefähr so groß vorstellen wie Deadalics Spiel Deponia. Der erste Teil wird mit Season Pass erhältlich sein; über diesen könnt ihr die weiteren zwei Teile dann einfach herunterladen.

Manche Entscheidungsmöglichkeiten sind zeitlich begrenzt, also wählt weise und schnell! Quelle: Daedalic Entertaintment Manche Entscheidungsmöglichkeiten sind zeitlich begrenzt, also wählt weise und schnell! Im Spiel selbst nehmt ihr die Rolle von einem von fünf Charakteren ein. Bei den drei Hauptcharakteren handelt es sich um Jack, Philip und Aliena. Jack ist zu Anfang ein Junge, der mit seiner Mutter im Wald lebt, abgeschieden von den Dörfern und Städten. Ihr seht ihn zum Mann und zum Architekten heranwachsen. Philip ist ein Mönch der Abtei in ebendiesem Wald und der jüngste Prior, seit sein Vorgänger das Zeitliche gesegnet hat. Und Aliena ist eine junge Adlige, die auf eigenen Beinen stehen möchte. Außerdem soll es noch zwei Nebencharaktere geben, die auch spielbar sind. Unter anderem soll sogar Ken Follett selbst als spielbarer Charakter auftreten.

Viel Wert wurde in der Entwicklung auf die detailgetreue Umsetzung von Ken Follets Werk und vor allem der Darstellung des mittelalterlichen Englands gelegt. Dafür haben sich die Designer und Entwickler von Daedelic mit den gleichen Nachschlagewerken ausgestattet, die auch Follett für seine Nachforschungen bedient hat. Besonders die architektonischen Recherchen waren wichtig, da die Kathedrale des fiktiven Kingsbridge, in welchem sich die Geschichte von The Pillars of the Earth vornehmlich abspielt, im Zentrum des Geschehnisse steht.

Ihr seht die Hauptcharaktere heranwachsen und erlebt, wie sie sich zu richtigen Persönlichkeiten entwickeln. Quelle: Daedalic Entertaintment Ihr seht die Hauptcharaktere heranwachsen und erlebt, wie sie sich zu richtigen Persönlichkeiten entwickeln. The Pillars of the Earth ist eine ernste Interactive Novel, in der ihr Ken Folletts Bestseller-Geschichte selbst beeinflussen könnt. Quelle: Daedalic Entertaintment The Pillars of the Earth ist eine ernste Interactive Novel, in der ihr Ken Folletts Bestseller-Geschichte selbst beeinflussen könnt. Beim Anspielen fielen uns dann noch die sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch wunderbar vertonten Dialoge auf. Auch zeigte sich, dass schon kleine Entscheidungen - wie beispielsweise das Töten eines Hirschs zum Essen - Einfluss nehmen können. Oft mussten wir uns schnell für eine Dialogoption entscheiden, ihr solltet also immer genau zuhören und nicht zu langsam reagieren, wenn ihr im Spiel gerade mit jemandem redet. Außerdem bietet das Gameplay noch Quicktime-Events, bei denen ihr geschickt und schnell sein müsst.

Was The Pillars of the Earth nicht haben wird, sind die typischen lustigen Adventure-Rätsel, die oft auch die vierte Wand durchbrechen. Matt Kempke erklärte uns im Interview, dass es zwar ganz typisch für das Genre Dialog-, Umgebungs- und Inventarrätsel geben wird, aber sie die ernste Stimmung des Spiels aufrechterhalten möchten.

Die größte Frage, die wir uns stellten: Was bietet das Spiel gegenüber der Buchvorlage Neues? Denn The Pillars of the Earth erzählt die gleiche Geschichte wie das Buch. Matt Kempke sagte uns dazu im Interview, dass die Option da war, eine andere Storyline zu wählen und diese zu erzählen, Daedalic sich aber absichtlich dagegen entschied. Man wollte mit dem Spiel die Möglichkeit schaffen, die Geschichte neu zu erleben und aktiv zu beeinflussen. Denn sowohl die kleinen als auch die größeren Entscheidungen werden Konsequenzen haben, mit denen der Spieler sich folglich auseinandersetzen muss. Obwohl das Ende nämlich in den größten Teilen ähnlich sein wird, könnten auf dem Weg dahin einige Figuren verloren gehen - und am Ende müsst ihr als Spieler die Entscheidungen, die ihr getroffen habt, akzeptieren. Damit soll auch eine emotionale Beziehung zu den Charakteren aufgebaut und für Wiederspielwert gesorgt werden.

State of Mind

Über State of Mind hatten wir euch bereits einen kleinen Überblick gegeben, der schon den Großteil unserer Infos gedeckt hat. Das Spiel wird noch 2017 für alle Plattformen erscheinen und soll ein storygetriebenes Full-3D-Adventure werden. In den mehr als 20 Spielstunden bewegt ihr euch durch das dystopische Berlin von 2048 und die virtuelle Welt CITY5 mit Hilfe von sechs Charakteren.

Das State-of-Mind-Team recherchierte viel darüber, wie sich die digitale Welt tatsächlich weiterentwickeln, was Google bis dahin noch erreichen könnte. Daher basiert die Welt von State of Mind nicht nur auf bloßen Annahmen, sondern auf der Möglichkeit, dass unsere Welt wirklich einmal so aussehen wird.

Der Journalist Richard Nolan ist einer der Charaktere, den wir durch die Berlin 2048 steuern - entweder mit Maus und Tastatur oder Gamepad, wobei dir Gamepad-Steuerung derzeit noch ein bisschen schwammig ist. Bei dem Versuch, seinen Verstand in die virtuelle Utopie CITY5 hochzuladen geht etwas schief und er verliert teilweise sein Gedächtnis. Auf der Suche nach Antworten sind Entscheidungen der Schlüssel. Die Figuren im Low-Poly-Look in State of Mind sind zwar gewöhnungsbedürftig, passen aber sehr gut zur Thematik des Spielsl. Quelle: Daedalic Entertainment Die Figuren im Low-Poly-Look in State of Mind sind zwar gewöhnungsbedürftig, passen aber sehr gut zur Thematik des Spielsl. Ebendiese und auch eure Beziehungen in der Welt führen zu unterschiedlichen Enden der Geschichte.

Die ersten Eindrücke beim Anspielen in Daedalics heiligen Hallen waren positiv, auch wenn die Steuerung wie erwähnt noch ein wenig flüssiger laufen könnte. Auch der sehr spezielle Low-Poly-Look hat uns nicht abgeschreckt. Eher fanden wir, dass die Mischung aus den polygonalen Figuren und der Blade-Runner-ähnlichen Umgebungsgestaltung sehr gut zur Thematik von State of Mind passt.

The Long Journey Home

Auch zu The Long Journey Home könnt ihr bereits unsere Preview lesen. Im Spiel seid ihr in eurem Raumschiff mit der vierköpfigen Crew durchs All unterwegs und versucht nach Hause zu kommen, auf die Erde. Dabei entdeckt ihr viele verschiedene Planeten, die ihr auch alle betreten könnt. Wenn ihr jetzt meint, dass das aber bei einem zweiten Spieldurchgang langweilig werden könnte, der täuscht sich. Die Planeten werden im Spiel nach Zufallsprinzip gestreut und so könnt ihr immer wieder Neues entdecken. Auch wenn die Steuerung des Raumschiffs zu Anfang eher unhandlich ist, gewöhnt ihr euch nach einer gewissen Spielzeit daran. Wenn das sogar die Entwickler sagen, dann muss ja etwas dran sein!

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Versucht Daedalic jetzt einen auf Telltale zu machen?
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Versucht Daedalic jetzt einen auf Telltale zu machen?
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