Crysis 2 im Test: Die positiven Aspekte
PC Games testet den Ego-Shooter Crysis 2. Eines vorweg: Der neue Crytek-Shooter ist nicht mehr ganz der alte. Wir erklären im Crysis 2-Test, warum der Nachfolger zwar nicht perfekt, aber doch großartig ist.
Vielseitiger Nanosuit
Quelle: PC Games
Crysis: Der Tarnmodus wird nun blitzschnell mit der E-Taste aktiviert. Die grünen Fußspuren sind ein Effekt des Fährtensucher-Upgrades, damit werden die letzten Schritte von Gegnern grün schimmernd am Boden dargestellt. So weiß der Spieler, welche Routen der Gegner abläuft.
Der Nanosuit ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels, denn die meisten Areale und Herausforderungen sind so gestaltet, dass man sie auf mehreren Wegen meistern kann. Zunächst sollte man die Umgebung durch eine Taktikbrille auskundschaften, mit der markiert man Feinde auf der Minikarte oder hebt Munitionslager hervor. Danach entscheidet man sich für eine Vorgehensweise. Per Knopfdruck macht sich Alcatraz beispielsweise kurzzeitig unsichtbar. So kann er Feinde unentdeckt im Nahkampf ausschalten und manchmal lassen sich Gefechte sogar ganz vermeiden. Hin und wieder finden sich nämlich praktische Alternativrouten, etwa über Baugerüste oder durch Unterführungen und Kanalgänge hindurch, dank denen man Feinde umgehen kann.
Neben Unsichtbarkeit bietet der Nanosuit andere Funktionen, etwa einen Panzerungsbonus, der auch frontales Losballern ohne viel Überlegung oder Taktik erlaubt - wer so spielen möchte, kann das in der Regel tun. Besonders hier macht sich die stark verbesserte Steuerung des Anzugs bemerkbar: Wer schneller rennen oder höher springen möchte, braucht dazu nur noch die entsprechenden Tasten gedrückt zu halten, das geht blitzschnell. Zudem lässt sich der Anzug diesmal auch aufrüsten und an die eigene Spielweise anpassen. Ebenfalls neu: In Crysis 2 darf sich der Held auch an Kanten und Plattformen heraufziehen, auf diese Weise lenkt man Alcatraz deutlich flotter durch die Levels und kann so schwer erreichbare Wege nutzen, die im Vorgängerspiel noch undenkbar gewesen wären. Klasse!
Stark inszenierte Kämpfe
Trotz aller Nanosuit-Taktik ist Crysis 2 natürlich in erster Linie ein Shooter, es wird also reichlich geballert. Die Waffen fallen mit gängigen Gewehren und Pistolen etwas konventionell aus, doch dafür fühlen sie sich gut an und lassen sich mit Upgrades wie Zielfernrohren und Schalldämpfern ausrüsten. Raffinierte Alienwaffen gibt's leider nicht, nur eine Knarre sticht aus der Masse heraus: Die Mikrowellenkanone kocht Aliens in ihrem Körperpanzer, was zu schön matschigen Resultaten führt. Außerdem reißt Alcatraz lässig schwere Geschütze aus ihren Verankerungen und schießt damit selbst schwere Helikopter vom Himmel.
Im Nahkampf kann Alcatraz nicht nur zuschlagen, sondern auch schwere Objekte wie Autowracks auf seine Feinde kicken - ein nettes Feature, das wir in der Praxis aber so gut wie nie benutzt haben. Vielmehr hätten wir uns noch etwas mehr Interaktion mit der Spielwelt gewünscht: Die Levelbauten sind nur eingeschränkt zerstörbar, hier bot das erste Crysis einfach mehr. Beispielsweise lassen sich Türme von Scharfschützen nicht mehr einreißen und viele Objekte reagieren nicht auf Beschuss. Das ist nicht tragisch, Crysis 2 funktioniert trotzdem gut so, wie es ist, doch es wäre einfach noch besser gegangen.
Fordernde Gegner-KI
Quelle: PC Games
Crysis 2: Die Aliens verhalten sich in der Regel ziemlich clever. Oft rennen, klettern und springen sie durch die Levels, das macht sie unberechenbar.
Auch wenn Spielablauf und Gegnerauswahl nur wenig Abwechslung bieten, bleiben die Kämpfe bis zum Schluss unterhaltsam. Meist reagieren die Feinde nämlich ziemlich clever: sie gehen in Deckung, schwärmen in Suchtrupps aus und setzen Alcatraz auch auf Distanz kräftig zu. Aliens können zusätzlich enorm hoch und weit springen oder Wände hinaufklettern, das macht sie unberechenbar und gefährlich. Crysis 2 kommt hier meist ohne vorgeskriptete Momente aus, die Gegner agieren in der Regel eigenständig. Hin und wieder zeigte die KI im Test zwar durchaus spürbare Aussetzer, etwa als ein Ceph-Koloss vergeblich versuchte, uns durch eine für ihn viel zu kleine Tür zu verfolgen. Doch selbst solche Momente sind zu verschmerzen, denn im Gegensatz zu viele anderen aktuellen Shootern hat Crysis 2 wenigstens eine KI! Wer sich über die dämlichen Moorhuhn-Gegner vieler aktueller Shooter ärgert, dürfte die Feinde in Crysis 2 daher trotzdem als Wohltat empfinden.
Upgrade-System
Quelle: PC Games
Crysis 2: Das jederzeit einblendbare Upgrade-Menü. Besiegte Gegner hinterlassen Nano-Katalysatoren, mit denen man bis zu 12 Upgrades freischalten kann - allerdings stehen nur vier Slots zur Verfügung.
Viele Crysis-Fans hatten sich ein Upgrade-System gewünscht, die Entwickler kommen der Bitte nach: Alle Alien-Gegner hinterlassen nach ihrem Ableben eine schimmernde Wolke aus Nano-Katalysatoren, die man durch Berührung aufsammelt. Je härter der Gegner, desto mehr dieser Teilchen erhält man. In einem eigenen Menü darf man die Katalysatoren dann in bis zu 12 Upgrade-Module investieren, die sich auf vier Slots verteilen - pro Slot ist immer nur ein Modul aktiv. Im Grunde ist keine der Verbesserungen dabei spielentscheidend, man erhält keine stärkeren Waffen oder dergleichen; eine rollenspielartige Charakterentwicklung sollte man hier nicht erwarten. Allerdings - und das ist schön - helfen die Verbesserungen dabei, den jeweiligen Stil des Spielers zu unterstreichen: Wer beispielsweise gerne schleichend vorgeht, findet dazu passende Upgrades, etwa ein nützliches Geschwindigkeitsmodul. Spieler, die jedoch lieber ungehindert drauflosballern möchten, sollten stattdessen zu einem Rüstungsbonus greifen.
Fantastische Skript-Sequenzen
Sensationell geskriptete Sequenzen lockern das Spielgeschehen auf: Wenn Wolkenkratzer und Brücken einstürzen oder man von einem Soldaten aus einem Hochhausfenster gekickt wird, dann ist das eindrucksvolles Action-Kino. Vor allem hier zeigt die CryEngine 3, was in ihr steckt: Glaubhafte Lichteffekte, wilde Kamerafahrten, tolle Animationen und aufwendig berechnete Partikel ergeben ein fantastisches Gesamtbild.
Passende Klänge
Der Sound trägt zur dichten Stimmung bei. Die orchestrale Musik ist oft zurückhaltend, aber stets spannend und atmosphärisch - mit einer Ausnahme: Das Titelthema, komponiert von Hollywoods Liebling Hans Zimmer, empfanden wir mehr anstrengend als stimmungsvoll. Zum Glück ist es nur im Hauptmenü und bei Spielbeginn zu hören, danach setzen weit angenehmere Klänge ein.
Die deutschen Sprecher sind grundsätzlich gut gewählt, allerdings wurden sie gleich für mehrere Rollen besetzt - gerade bei den menschlichen Soldaten ist eine Stimme auffällig oft zu hören, das kratz ein wenig an der Atmosphäre. Auch gewöhnungsbedürftig: Der Nanosuit liest nun alle Einsatzziele mit tiefer, elektronisch verzerrter Stimme vor - das ist zwar grundsätzlich nicht schlimm, lässt sich aber leider auch nicht abschalten, falls man das möchte. Eine weibliche Nanosuit-Stimme wie im Vorgängerspiel gibt es nicht mehr.

Crysis 2 ist von vorne bis hinten unlogisch. Warum Crytek? Ich versteh es nicht.
Der Witz ist aber an Crysis 2, warum sieht es schlechter grafisch aus wie Crysis 1? Daran ändert auch nix der DirectX 11 und die HD Texturen Patches.
Voll die Enttäuschung das Spiel nach dem für mich persönlichen meisterhaften Crysis 1 auf dem PC.
Ansich ein solides Spiel. Aber eine mehr als schlechte Fortsetzung.
In dem ersten Teil hatte man viel mehr und bessere Fähigkeiten .Man konnte zb Gegner 5-10m weit schleudern, Gegner als Schutzschild nutzen, rennen ohne den Speedmodus. Ich glaub auch mit 2 Waffen rumballern. Und meiner Meinung nach war die Story in teil 2 schlechter als 1.