Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit im Test - Ein modernes Point&Click-Adventure

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Test Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit im Test - Ein Point&Click-Adventure im Stile von Baphomets Fluch (1)
Quelle: Tag of Joy

Mit Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit steht seit dem 6. Mai ein Point&Click-Adventure in den Startlöchern. Wir haben das Rätsel-Abenteuer getestet.

Durch Rechtsklicken beschreibt Milda das Objekt, durch Klicken auf die linke Maustaste agiert sie damit. Außerdem können wir gesammelte Dinge kombinieren oder aus unserem Inventar auf einen bestimmten Punkt ziehen, um ihn dort zu benutzen. So weit, so bekannt. Im Gegensatz zur Baphomets-Fluch-Reihe treffen wir in Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit aber auch Entscheidungen, auf die andere Charaktere unterschiedlich reagieren. Große Auswirkungen haben diese verschiedenen Dialogantworten jedoch nicht gerade.

Zumindest am Anfang des Abenteuers bekommen wir manchmal zumindest einen positiven oder negativen Kommentar auf unsere Antworten, doch ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel geht diesem Feature die Luft aus. Egal, welchen Dialogzweig wir wählen, es führt dann doch immer irgendwie zum gleichen Ergebnis. Das ist sehr schade, denn die guten Ansätze wären vorhanden. Die Rätsel sind dagegen abwechslungsreich: Wir müssen Gegenstände miteinander kombinieren, Mechanismen in der richtigen Reihenfolge betätigen oder das richtige Timing abwarten, um eine bestimmte Gelegenheit zu nutzen.

Willkommen im 21. Jahrhundert

Die handgezeichneten Hintergründe erinnern ebenfalls sehr stark an die Baphomets-Fluch-Reihe.  Quelle: PC Games Die handgezeichneten Hintergründe erinnern ebenfalls sehr stark an die Baphomets-Fluch-Reihe.  Zudem gibt es zwischendurch immer wieder kurze Abschnitte, an denen wir nur weiterkommen, wenn wir gesammelte Notizen in unserem Mobiltelefon verknüpfen. Wir können mit unserem Handy auch telefonieren und Nachrichten schreiben. Doch das funktioniert nur an den dafür vorgesehenen Stellen.

Eine schöne Möglichkeit wäre es gewesen, wenn wir unsere Freunde kontaktieren könnten, solange wir an einer bestimmten Stelle des Spiels feststecken. Diese geben uns dann einen Tipp, der uns der Lösung näherbringt. Vielleicht würde dadurch aber auch der Reiz des Knobelns verloren gehen. Häufigere Interaktionsmöglichkeiten hätten Crowns and Pawns jedoch definitiv gutgetan, schließlich hebt sich das Spiel in diesem Bereich von vielen anderen Point&Click-Adventures ab.

Trotz der Abwechslung kommt der Titel nicht an den großartigen Rätselspaß eines Baphomets Fluch heran. Zwar sind die Aufgaben nie unlogisch, aber häufig wirken sie doch ein wenig zu sehr erzwungen. Einfachere Lösungen wären möglich, doch es muss immer genau die Eine sein, um weiterzukommen.

Hübscher Look, starke Sprecher

Zusammen mit ihrem guten Freund Joris klärt Milda nach und nach das Geheimnis ihres Großvaters auf. Quelle: PC Games Zusammen mit ihrem guten Freund Joris klärt Milda nach und nach das Geheimnis ihres Großvaters auf. Technisch macht das Abenteuer einen erstklassigen Eindruck. Die handgezeichneten Hintergründe und die Charaktere sehen spitze aus. Die englische Sprachausgabe glänzt mit einigen tollen Sprechern.

Diese hauchen den skurrilen Figuren auch eine ordentliche Portion Leben ein. Da hätten wir unter anderem einen arroganten Sportler, der sich nebenbei für Kunst interessiert, eine genervte Bibliothekarin und natürlich Milda, die nichtsahnend in ein Geflecht von Geheimnissen geworfen wird.

Deutsche Untertitel sind ebenfalls einstellbar und bis auf ein paar Rechtschreibfehler wurden die Originaltexte sehr gut übersetzt. Insgesamt merken wir dem Spiel auch hier an, dass die Leitung von Crowns and Pawns der Art Director des Fan-Projekts Baphomets Fluch 2.5 übernommen hat.

Meinung

Wertung zu Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Spannende StoryLiebenswerte CharaktereEntscheidungsfreiheit ...Abwechslungsreiche RätselHübsche HintergründeTolle englische Sprachausgabe
Lösungen teilweise zu sehr erzwungenKeine deutsche Sprachausgabe... die aber sehr schnell keine Rolle mehr spielt

Bildergalerie

Die Spielzeit ist mit ca. 10-15 Stunden genretypisch eher kurzgehalten. Aufgrund etlicher Rätsel lässt sich das aber natürlich schwer einschätzen. Mit Bugs oder Rucklern hatten wir in unserem Durchlauf ebenfalls nicht zu kämpfen. Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit ist seit dem 6. Mai auf dem PC erhältlich.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Butchnass Spiele-Novize/Novizin
        Habe es mir aufgrund des Testes hier auch gekauft.
        Noch bin ich nicht ganz durch, aber mir fällt auf, dass es tatsächlich mal wieder Spaß macht ein Adventure zu spielen.
      • Von Butchnass Spiele-Novize/Novizin
        Habe es mir aufgrund des Testes hier auch gekauft.
        Noch bin ich nicht ganz durch, aber mir fällt auf, dass es tatsächlich mal wieder Spaß macht ein Adventure zu spielen.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Zitat von Terracresta
        Bei "drei Charakterklassen" muss ich zwangsläufig an Quest for Glory denken.
        Ich dachte an Indy 4, aber ich war auch nie so wirklich Fan von Sierra Adventures.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Zitat von MrFob
        Also ich war jetzt in ca. 8 Stunden durch, was schon nicht gerade das laengste Spiel ist. Aber trotzdem ich fand's voll ok und die Story (gerade mit dem echt guten voice acting) ist wirklich nett und charmant. Und die Raetsel sind wirklich fair. Man muss schon manchmal ein bisschen drueber nachdenken aber ich bin nie komplett ins planlose durchprobieren abgerutscht, wie es ja bei den absurderen Adventures manchmal ist, hier war alles schoen logisch und man konnte immer die wichtigen Hinweise finden. Fuer absolute Adventure Veteranen vielleicht sogar etwas zu leicht aber ich fand's schoen, dass man so immer gut im Flow geblieben ist.
        Ja, bei mir waren's auch 8,4 Stunden. War aber okay, auch wenn das Ende ein wenig spektakulärer hätte sein können.

        Generell fand ich die Rätsel super. Viel Abwechslung, ein bisschen um die Ecke denken. Ein paar mal vielleicht etwas weit hergeholt, aber trotzdem irgendwie logisch. Adventure-Game-Logik halt :)

        Etwas genervt hat mich nur, dass man bestimmte, für Puzzles notwendige, Gegenstände verbrauchen und neu holen musste (eine ganze Handvoll Münzen, die man mehrmals verwenden kann, wäre nett gewesen) und bei einigen Rätseln das Zeitfenster sehr klein war. Und warum kann die Frau das Buch so schnell wegbringen, wenn sie doch so "lange" braucht, um es zu holen? :-D

        Aber das ist alles Meckern auf hohem Niveau. Ich fand das Spiel super (auch technisch, mir sind keine Bugs aufgefallen) und hoffe sehr, dass es nen Nachfolger geben wird. Die Charaktere haben definitiv Potential für weitere Geschichten.

        *edit*

        Und was mir noch aufgefallen ist: "My name is Galbrush Threepwood, mighty pirate!" Mit dem Outfit und der Frisur erinnert sie mich schon sehr an an eine weibliche Version von Guybrush :)

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von MrFob Nerd
        Zitat von Neawoulf
        10 bis 15 Stunden finde ich völlig okay. Wäre es (viel) länger, würde ich es vermutlich nicht spielen, weil Zeit und so.

        Ich hab vor ner Weile die Demo gespielt. Macht nen sehr guten Eindruck.
        Also ich war jetzt in ca. 8 Stunden durch, was schon nicht gerade das laengste Spiel ist. Aber trotzdem ich fand's voll ok und die Story (gerade mit dem echt guten voice acting) ist wirklich nett und charmant. Und die Raetsel sind wirklich fair. Man muss schon manchmal ein bisschen drueber nachdenken aber ich bin nie komplett ins planlose durchprobieren abgerutscht, wie es ja bei den absurderen Adventures manchmal ist, hier war alles schoen logisch und man konnte immer die wichtigen Hinweise finden. Fuer absolute Adventure Veteranen vielleicht sogar etwas zu leicht aber ich fand's schoen, dass man so immer gut im Flow geblieben ist.
      • Von Terracresta Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Neawoulf
        Das Konzept mit den drei "Charakterklassen" finde ich auch interessant. Bisher, nach knapp 4 1/2 Stunden Spielzeit, hat sich das erst einmal wirklich auf die Lösung eines Rätsels ausgewirkt, aber man kann die "Klassenitems" auch abseits von Rätseln benutzen und z. B. Leute fotografieren oder per Buch ne kleine Psychoanalyse durchführen.

        Ist schon ein nettes Feature, auch wenn man's sicher umfangreicher zur Lösung von Rätseln oder dem Verlauf von Dialogen hätte nutzen können.
        Bei "drei Charakterklassen" muss ich zwangsläufig an Quest for Glory denken.

        So als Trivia: Vom Adventure Daughter of Serpents gab es zwei Versionen. Die Floppy Version bot Charakterklassen und ein rollenspielhaftes System, welches aus der CD-Rom Version (The Scroll) entfernt wurde.
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