Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit im Test - Ein Point&Click-Adventure im Stil von Baphomets Fluch
Point&Click-Adventures kommen heutzutage immer seltener auf den Markt. Mit Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit steht seit dem 6. Mai jedoch ein solcher Genre-Vertreter in den Startlöchern. Wir haben den von Baphomets Fluch inspirierten Titel durchgespielt und verraten euch, warum wir viel Spaß hatten.
Die Liste bekannter Point&Click-Abenteuer ist lang: Monkey Island, Baphomets Fluch, Deponia oder Grim Fandango sind nur einige der erfolgreichsten Titel. Doch in den letzten Jahren wurde es immer stiller um das Genre. Neben einigen Indies hielten sich die Veröffentlichungen in Grenzen. Erst vor wenigen Wochen kündigte der Spieleentwickler Ron Gilbert mit Return to Monkey Island nun aber eine Fortsetzung der Reihe an und löste damit beinahe einen kleinen Hype aus. Vielleicht flammt durch das neue Abenteuer auch wieder die Liebe vieler Spielerinnen und Spieler zu den Point&Click-Adventures auf.
Mit Crowns and Pawns: Kingdom of Deceit steht seit dem 6. Mai bereits ein anderes Abenteuer dieses Genres bereit. Das Entwicklerstudio Tag of Joy hat sich bei der Entwicklung von der Baphomets-Fluch-Reihe inspirieren lassen und eine spannende Geschichte rund um die Hauptcharakterin Milda kreiert. Wir haben das Point&Click-Rätsel-Adventure durchgespielt und erklären, warum uns das Spiel größtenteils faszinieren konnte, es aber dennoch nicht an das grandiose Baphomets-Fluch-Franchise herankommt.
In diesem Artikel
Auf nach Europa
Quelle: PC Games
Sympathisch, neugierig und ein ganz schöner Sturkopf: Die Hauptcharakterin Milda kann absolut überzeugen.
Wir schlüpfen in dem Abenteuer in die Haut der gebürtigen Amerikanerin Milda. Die junge Dame mit litauischen Wurzeln führt ein normales Leben als freiberufliche Fotografin in Chicago. Nach einer kurzen Charaktererstellung, bei der wir Frisur, Anziehsachen und Schmuck verändern können, klingelt der Postmann an der Tür und überbringt Milda eine Nachricht, die ihr Leben in den nächsten Tagen verändert.
In einem Brief erfahren wir, dass ihr Großvater gestorben ist und ihr ein Grundstück inklusive Haus in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, hinterlassen hat. Aufgrund akuten Geldmangels schmiedet sie gemeinsam mit ihrer Freundin Dana einen Plan, um sich die Flug-Tickets leisten zu können.
In Litauen angekommen, finden wir ein verwüstetes Haus vor, in dem bei unserer Ankunft auch noch ein Einbrecher schnurstracks aus dem Fenster flüchtet. Nachdem wir das Gebäude genauestens untersucht haben, stellen wir fest, dass Mildas Großvater eine geheime Botschaft für seine Enkelin zurückgelassen hat.
Im Anschluss entwickelt sich eine interessante Story mit charmanten und witzigen Charakteren, vielen Rätseln und hübschen handgemalten Schauplätzen in Europa. Vieles erinnert tatsächlich an die Baphomets-Fluch-Reihe, doch auch eigene Einflüsse bringen die Entwickler mit ins Spiel.
Rätseln, Entscheiden, Klicken
Das Gameplay läuft in typischer Point&Click-Manier ab. Mit der Maus hovern wir über den Bildschirm und entdecken so interessante Punkte an unserem gegenwärtigen Standort. Per Druck auf das Mausrad lassen sich sogar alle wichtigen Stellen im aktuellen Schauplatz anzeigen. Das ist auf alle Fälle praktisch.
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Noch bin ich nicht ganz durch, aber mir fällt auf, dass es tatsächlich mal wieder Spaß macht ein Adventure zu spielen.
Generell fand ich die Rätsel super. Viel Abwechslung, ein bisschen um die Ecke denken. Ein paar mal vielleicht etwas weit hergeholt, aber trotzdem irgendwie logisch. Adventure-Game-Logik halt :)
Etwas genervt hat mich nur, dass man bestimmte, für Puzzles notwendige, Gegenstände verbrauchen und neu holen musste (eine ganze Handvoll Münzen, die man mehrmals verwenden kann, wäre nett gewesen) und bei einigen Rätseln das Zeitfenster sehr klein war. Und warum kann die Frau das Buch so schnell wegbringen, wenn sie doch so "lange" braucht, um es zu holen? :-D
Aber das ist alles Meckern auf hohem Niveau. Ich fand das Spiel super (auch technisch, mir sind keine Bugs aufgefallen) und hoffe sehr, dass es nen Nachfolger geben wird. Die Charaktere haben definitiv Potential für weitere Geschichten.
*edit*
Und was mir noch aufgefallen ist: "My name is Galbrush Threepwood, mighty pirate!" Mit dem Outfit und der Frisur erinnert sie mich schon sehr an an eine weibliche Version von Guybrush :)
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Ich hab vor ner Weile die Demo gespielt. Macht nen sehr guten Eindruck.
Ist schon ein nettes Feature, auch wenn man's sicher umfangreicher zur Lösung von Rätseln oder dem Verlauf von Dialogen hätte nutzen können.
So als Trivia: Vom Adventure Daughter of Serpents gab es zwei Versionen. Die Floppy Version bot Charakterklassen und ein rollenspielhaftes System, welches aus der CD-Rom Version (The Scroll) entfernt wurde.