Code Violet zeigt sich im Test als unfertiges Bugfest mit veralteter Grafik und schlechtem Sound

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Code Violet zeigt sich im Test als unfertiges Bugfest mit veralteter Grafik und schlechtem Sound
Quelle: PC Games

Code Violet will in die großen Fußstapfen des Capcom-Hits Dino Crisis treten und erneut Survival-Horror- und Dino-Fans begeistern. Wir verraten, warum der Titel auf ganzer Linie versagt hat.

2025 ist beendet und ein neues Jahr hat begonnen. Nach einem grandiosen Spielejahr mit jeder Menge Ausnahmetiteln wird der Pile of Shame auch 2026 nicht kleiner. Denn auch in diesem Jahr warten zahlreiche Neuerscheinungen, unter denen sich, wie jedes Jahr, Tops und Flops befinden werden. Zudem können sich Spieler auf einige Titel freuen, auf die sie schon sehr lange gewartet haben.

Den Start macht dabei Code Violet. Der Dino-Survival-Titel, der sich selbst als geistigen Nachfolger der beliebten Dino-Crisis-Reihe von Capcom präsentiert, sollte ursprünglich schon im November 2025 erscheinen. Durch die zeitliche Nähe zum Release von Call of Duty wurde der Termin zunächst auf Dezember 2025 verschoben. Doch aufgrund technischer Probleme mit den verschiedenen Editionen, die das Team zum damaligen Zeitpunkt anbieten wollte, wurden die Spieler ein weiteres Mal vertröstet.

Inzwischen hat das lange Warten aber ein Ende, denn der Titel ist am 10. Januar 2026 exklusiv auf PlayStation 5 erschienen. Wir haben uns auf eigene Kosten in den Dino-Horror gestürzt und verraten euch, welche Schrecken euch in diesem Titel erwarten (im doppelten Sinn).

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Verloren auf einem fremden Planeten

Nachdem die Erde durch eine Katastrophe nicht mehr bewohnbar war, kämpft die Menschheit in der Aion-Kolonie auf Trappist 1-E gegen das Aussterben der gesamten Zivilisation. Da die Strahlung des fremden Planeten zu Unfruchtbarkeit geführt hat, werden zur Rettung der Menschheit Frauen via Zeitreisetechnik aus der Vergangenheit entführt, mit neuen Erinnerungen ausgestattet und als Leihmütter eingesetzt.

Wir übernehmen die Rolle der namensgebenden Violet Sinclair. Eine junge Frau, die plötzlich orientierungslos in einem Labor der Aion-Kolonie zu sich kommt. Damit nicht genug: In dem gesamten Komplex der Kolonie scheint Chaos ausgebrochen zu sein. Alle Einrichtungen werden evakuiert. Also heißt es für uns: Ausrüstung suchen und uns einen Weg durch die verwüsteten Einrichtungen der Kolonie bahnen, die von gefährlichen Dinosauriern überrannt wurde.

Eine schwarzhaarige Frau mit einem Waffe in der Hand steht vor schwebenden Felsen. Quelle: PC Games Die Welt von Trappist 1-E steckt voller Gefahren. Während wir uns also einen Weg durch Aion bahnen und um unser Überleben kämpfen, erfahren wir schnell, dass sich hinter dieser Kolonie mehr verbirgt als die Suche nach einem Weg zur Rettung der Menschheit. Nun liegt es an uns, die Geheimnisse von Trappist 1-E aufzudecken und uns selbst sowie die Personen, die uns nahe stehen, zu retten.

Absurdität ohne Gleichen

Code Violet konfrontiert uns mit einer absurden Geschichte. Allein die Prämisse, dass die Technik zwar fortschrittlich genug ist, um Zeitreisen zu ermöglichen, aber es für Reproduktion keine anderen Alternativen gibt, als Frauen zu entführen und diese zum Austragen von Kindern zu zwingen, ist kurios und wirft einige Fragen zu den kreativen Entscheidungen auf. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs an Merkwürdigkeiten.

In den verschiedenen Laboren auf Trappist 1-E werden außerdem diverse Experimente an Dinosauriern durchgeführt, die scheinbar auf dem Planeten leben. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir die "schreckliche Wahrheit" und den kuriosen Zusammenhang zwischen den erzwungenen Leihmutterschaften, bei denen die Babys merkwürdigerweise über 54 Monate lang ausgetragen werden, und den Experimenten mit den Urzeitkreaturen. Aus Spoilergründen gehen wir an dieser Stelle nicht näher darauf ein. Wer allerdings schon einige B- und C-Movies mit einem ähnlichen Setting gesehen hat, kann sich denken, worauf das hinausläuft.

Dementsprechend sind einige Szenen sowie Gegner unfreiwillig witzig. Alles, was in dieser Kolonie passiert, ist so absurd, dass wir nur darüber lachen können. Und würde sich der Titel selbst als Horror-Komödie sehen, wäre das sogar richtig gut. Leider nimmt sich das Spiel dafür viel zu ernst, sodass ein riesiger Kontrast zwischen der eigentlich gedachten Horror-Atmosphäre und der ungewollten Komik entsteht.

Violet steht vor Leuchttafeln mit Röntgenbildern. In roter Schrift steht "keine Babys". Quelle: PC Games Durch die Strahlung auf Trappist 1-E wurden die Frauen der Aion-Kolonie unfruchtbar. In den Laboren wird an Embryonen geforscht, allerdings sehen sie nicht ganz menschlich aus. Auch die emotionale Komponente ist denkbar schlecht umgesetzt. Gleich zu Beginn haben wir Kontakt mit einem Mann, der Violet am Herzen zu liegen scheint und ihr hilft, einen Weg durch die Kolonie zu finden. Allerdings erfahren wir zunächst nichts Weiteres über ihn als Person oder die Beziehung der beiden, sodass wir keine Verbindung zu ihm aufbauen können. Die hochemotionalen Szenen zwischen ihm und Violet verfehlen dadurch völlig ihre angedachte Wirkung. Erst durch einige Flashbacks in ihren Erinnerungen erfahren wir mehr über die gemeinsame Vergangenheit der beiden. Doch auch hier bleibt das Storytelling sehr oberflächlich.

Prinzipiell kommt ein gutes Survival-Horror-Spiel auch ohne eine tiefgreifende Geschichte aus. Code Violet setzt dafür aber zu oft auf die emotionalen Komponenten, die durch die narrativen Entscheidungen einfach nicht vorhanden sind. Zumal der Titel auch wenig andere Aspekte ausweisen kann, um die Spieler von sich zu überzeugen.

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  1. Seite 1 Code Violet im Test: Absurde Story
  2. Seite 2 Code Violet im Test: Spielwelt & Gegnerdesign, Gameplay
  3. Seite 3 Code Violet im Test: Grafik, Sound, Fazit
    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Ich denke, ich kann diesen Test uneingeschränkt zustimmen. Gerade die mangelnde Zielhilfe macht das Spiel bockschwer. Allein schon dass ich nicht in der Lage war aus der ersten Stunde Gameplay heraus zu erkennen worum es eigentlich geht, spricht schon für sich. Mit Humor lässt sich das Spiel zwar ertragen, aber es rechtfertigt kaum den Preis.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Ich denke, ich kann diesen Test uneingeschränkt zustimmen. Gerade die mangelnde Zielhilfe macht das Spiel bockschwer. Allein schon dass ich nicht in der Lage war aus der ersten Stunde Gameplay heraus zu erkennen worum es eigentlich geht, spricht schon für sich. Mit Humor lässt sich das Spiel zwar ertragen, aber es rechtfertigt kaum den Preis.
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