Code Violet: Trotz harter Kritik ein Erfolg - doch jetzt wenden sich Spieler gegen das Studio
Trotz vernichtender Kritiken scheint sich Code Violet für das Entwicklerstudio zu einem finanziellen Erfolg zu entwickeln. Doch jetzt verspielt TeamKill Media das Wohlwollen der Spieler.
Das Jahr 2026 ist noch keinen Monat alt und schon wird in den Medien und auf Social Media heiß über ein kürzlich erschienenes Spiel diskutiert. Code Violet sollte ursprünglich bereits im November 2025 erscheinen und sollte, nach Aussagen der Entwickler, der geistige Nachfolger von Capcoms beliebtem Survival-Titel Dino Crisis sein. Zwei Verschiebungen später erschien das Spiel schließlich am 10. Januar 2026 exklusiv für PlayStation 5.
Nachdem es auch wenige Tage vor Release vonseiten der Medien noch verdächtig ruhig rund um den Horror-Survival-Titel war, wurden die ersten Rezensionen der Fachpresse kurz nach offiziellem Start laut und ließen kein gutes Haar an dem Dino-Horror. Auf Metacritic schafft es Code Violet gerade mal auf 30 von 100 Punkten und auch auf Opencritic kommt der Titel mit 40 Punkten nicht viel besser weg.
Wir haben uns ebenfalls ein Bild des Dino-Crisis-Klons gemacht und in unserem Test ausführlich darüber gesprochen, warum ihr davon besser die Finger lassen solltet. Dennoch scheint sich der Titel zu einem finanziellen Erfolg für TeamKill Media zu entwickeln. Wobei sich die Frage aufwirft: Ist wirklich jede Publicity gute Publicity?
Erfolg trotz harter Kritik
Trotz vieler Kritik sowohl von der Fachpresse als auch von den Spielern, gab TeamKill Media bekannt, dass sich Code Violet für sie zu einem finanziellen Erfolg entwickelt. Zudem hat es der Survival-Titel geschafft, in weniger als zwei Wochen nach Release auf Platz zwei der am meisten verkauften Horror-Spiele im PlayStation-Store zu landen. Damit liegt der Dino-Horror noch vor Resident Evil 4 Remake und Silent Hill f.
Doch warum wird das Spiel trotz der vielen negativen Wertungen so oft gekauft? Genau lässt sich diese Frage natürlich nicht beantworten, dafür müsste jeder Käufer einzeln dazu befragt werden. Allerdings könnten die vielen Diskussionen im Netz ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass sich viele Spieler selbst ein Bild des Titels machen wollen.
Immerhin handelt es sich bei TeamKill Media um ein kleines Studio mit lediglich vier Mitarbeitern. Dass hier nicht mit einem perfekten Spiel mit AAA-Qualität gerechnet werden kann, sollte allen klar sein. Sollte dies ein Grund für die vielen Verkäufe sein, scheint tatsächlich auch schlechte Publicity einen positiven Effekt zu haben.
Andere Theorien sagen, dass viele der Verkäufe aus Vorbestellungen stammen, die aufgrund eines irreführenden Trailers getätigt wurden, in dem zahlreiche Elemente gezeigt wurden, die es letztlich nicht ins fertige Spiel geschafft haben. Durch fehlende Reviews vor Release konnte der Zeitraum für etwaige Stornierungen nicht eingehalten werden.
Spieler wenden sich gegen das Studio
Sollten die guten Verkaufszahlen vom Wohlwollen der Spieler kommen, so ist TeamKill Media auf dem besten Weg, sich dieses zu verspielen. Unter anderem vergrault das Studio immer mehr Spieler durch seinen Umgang mit öffentlicher Kritik an Code Violet. Creator und Social-Media-Nutzer, die sich negativ über das Spiel äußern, werden auf X vom offiziellen Kanal des Studios blockiert. Zudem sorgt TeamKill Media dafür, dass negativer Content wegen Urheberrechtsverletzungen gelöscht wird. Wohingegen positiver Content online bleiben darf.
X-User Deez Games teilte auf seinem Profil Details in Form von Screenshots, die zeigen, wie Content von Creatorn durch angebliche Urheberrechtsverletzungen durch TeamKill Media gelöscht wurde, und teilt mit, dass auch er vom offiziellen Account des Studios gesperrt wurde.
Spieler erheben schwere Vorwürfe
Des Weiteren kritisieren Spieler die Exklusivität für PlayStation 5. Die Entwickler von TeamKill Media gaben dazu offiziell bekannt, dass sie bewusst auf einen PC-Port verzichten, um ihre Darsteller vor vermeintlich pornografischen Mods zu schützen. Durchaus nachvollziehbar, fast schon nobel, würden sie ihre Protagonisten nicht selbst in anzügliche, knappe Kleidchen pressen, die überhaupt nicht im Kontext zur Geschichte stehen.
Inzwischen wurde unter Spielern die Theorie laut, dass der Grund für die PlayStation-Exklusivität auf die verschiedenen Rückgaberichtlinien der Stores zurückzuführen sei. Spieler unterstellen dem Studio, auf einen PC-Port zu verzichten, da auf Steam mutmaßlich ein Großteil der Käufe zurückgegeben werden würde. Da sich die Rückgaberichtlinien im PS-Store deutlich komplizierter gestalten, sei die Plattformexklusivität der Weg des Studios, um Umsätze zu generieren.
Ob das tatsächlich ein Grund für den exklusiven Release war, wissen nur die Entwickler selbst. Sicher ist jedoch, dass das kleine Indie-Studio immer mehr das Wohlwollen der Spieler verliert. Für ein Team dieser Größe könnte das schwere Folgen für kommende Projekte haben. Wie steht ihr dazu? Haltet ihr die Vorwürfe der Spieler für übertrieben oder hat TeamKill Media u.a. mit seinem Umgang mit Kritik den Bogen überspannt? Schreibt es uns gern in die Kommentare!

Wie ungebildet sind diese Leute, man sieht doch von anfang an das es ein einfaches Indie Games ist mit ein paar Ideen und mehr nicht. Es macht Spass und wer hier AAA erwartet und dann noch die Entwicker attackiert No Go. Keine Ahnung von Gamedesign
Grausam anzusehende Trailer und vernichtende Tests. Man kann sich heute einen recht guten Überblick über ein Spiel machen, bevor man kauft. Oder man wartet ein paar Tage und schaut sich ein paar der zahlreichen Letsplay Videos an, falls man unschlüssig ist.
Aber einfach kaufen und hinterher zum Boykott geradezu aufzurufen, ist wie ein Restaurant-Gast, der den Teller komplett aufgegessen hat und sich erst danach beschwert, dass es fürchterlich geschmeckt hat. ;)