Clair Obscur Expedition 33: Entwickler äußern sich zur KI-Disqualifikation
Aufgrund einer Disqualifikation und dem Vorwurf des KI-Einsatzes steht Clair Obscur: Expedition 33 derzeit besonders im Visier. Jetzt endlich meldet sich Entwickler Sandfall Interactive zu Wort, um Stellung zu beziehen.
Kurz vor dem Jahreswechsel gab es nochmals einen großen Aufreger in der Gaming-Branche. Das zuvor mehrfach preisgekrönte Clair Obscur: Expedition 33 sorgte zur Abwechslung für überraschend negative Schlagzeilen. Das RPG-Meisterwerk war nämlich bei den diesjährigen Indie Game Awards disqualifiziert worden, was logischerweise hohe Wellen schlug. Bisher haben die Entwickler zu dem Vorfall geschwiegen, jetzt endlich melden sie sich zu Wort.
Weshalb gab es die Disqualifikation für Clair Obscur: Expedition 33?
Im Rahmen der Indie Game Awards 2025 erhielt der RPG-Hit Clair Obscur: Expedition 33 (jetzt kaufen 48,90 € / 46,49 € ) die begehrte Auszeichnung für das "Spiel des Jahres", was logischerweise zunächst für große Freude sorgte. Doch kurz darauf folgte die faustdicke Überraschung: Die Jury sah sich gezwungen, das Rollenspiel von Entwickler Sandfall Interactive zu disqualifizieren. Es gab den konkreten Vorwurf, dass bei den Arbeiten generative KI zum Einsatz kam, was letztendlich zur Disqualifikation führte.
Wenig später kursierte zwar die Anschuldigung, dass beim Ersatzpreisträger Blue Prince ebenfalls KI am Werke war. Allerdings hatte sich dies nicht bewahrheitet, es folgte sogar eine öffentliche Entschuldigung an die Entwickler. Viele Fans von Clair Obscur wunderte sich jedoch, dass sich Sandfall Interactive zu den Vorwürfen sowie der Disqualifikation nicht geäußert haben - bis jetzt.
Was sagen die Entwickler zur Disqualifikation von Clair Obscur: Expedition 33?
Endlich meldete sich Sandfall Interactive mit einer Stellungnahme zu den Ereignissen und Vorwürfen der vergangenen Tage zu Wort. Darauf hatte wohl nahezu die gesamte Gaming-Welt gewartet. Immerhin wollten zahlreiche Fans wissen, welche Erklärung die Entwickler zu bieten haben. Diese lieferte Studiogründer Guillaume Broche im Rahmen einer aktuellen Frage-und-Antwort-Runde ab.
"Ja, wir wissen, was da vor sich geht, aber ich kann sagen, dass alles im Spiel von Menschenhand geschaffen wurde. Wir haben es ausprobiert und es hat uns überhaupt nicht gefallen. (...) Es hat sich einfach falsch angefühlt."
Den Ausführungen des Studiogründers zufolge habe das Team zwar während der Arbeiten an Clair Obscur: Expedition 33 mit einigen KI-Tools experimentiert. Allerdings seien alle finalen Assets in dem Rollenspiel von Menschen gemacht. Was sagt ihr zu diesen Aussagen? Schenkt ihr ihnen Glauben oder bleiben einige Zweifel? Steht ihr dem Einsatz von KI bei der Entwicklung von Spielen überhaupt kritisch gegenüber? Schreibt es in unsere Kommentare!

Aber das Aberkennen des Preises ist bullshit..
Solange diese Regelung gilt, dass kein AI benutz werden darf, ist das nun mal so.
Was sollen denn wirklich kleine Teams (wovon Sandfall definitiv keines ist), welche den jetzigen Regeln entsprechend entwickeln halten, wenn diese Regeln nicht umgesetzt, bzw berücksichtigt werden.
Welche Regeln für die Nominierung / Erhalt für dieses (!) Awards soll man sonst auch noch ignorieren?
Aber das Aberkennen des Preises ist bullshit..
Sandfall gab zu, damit zu experimentieren..
1000/1000 andere Indie Entwickler tun das nicht und werden auch in den kommenden Jahren immer in den Nominierungen oder Preisträgern sein.
Der Fakt, dass man die Assets auch ausgetauscht hat und zum Zeitpunkt der Nominierung KEIN einziges KI Asset mehr im Spiel war.. sollte den Awards ausreichen.
KI als Hilfe, ist und wird noch mehr Teil der Indie Szene.. Das kann man nicht verleugnen, außer man verschließt sich in einer Hütte im Wald ohne Internet um die Zukunft der Industrie auch ja auszusperren.
Der Punkt sollte nicht sein: Bloß keine KI verwenden!
Sondern: Nutze KI sinnvoll, für Hilfe in Coding und extrem repetitive Prozesse.. sowie für Placeholders, die später mit ausreichend Zeit und Mitteln durch echte, menschengemachte Kunst ersetzt wird.
Aktuell, sind die Indie Game Awards rückständig und nicht mehr zeitgemäß.
dieses interview, das jeder finden kann, stammt bspw aus dem juli und da steht es klipp und klar: “We use some AI, but not much,” François Meurisse, producer of Clair Obscur, tells EL PAÍS via videoconference. “The key is that we were very clear about what we wanted to do and what to invest in. And, of course, technology has allowed us to do things that were unthinkable a short time ago,” explains Meurisse. “Unreal Engine 5’s tools and assets have been very important in improving the graphics, gameplay, and cinematics.”
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insofern stellt sich mir eher die frage, weshalb clair obscur überhaupt nominiert war / werden durfte.
Lange rede kurzer Sinn: ja ich glaube, dass keine generative KI verwendet wurde
Mit dem letzten Satz widerspricht du dir aber selber, oder?
"Dass Sandfall Interactive auf KI zurückgegriffen hat, hat das Studio erst am Tag der Preisverleihung zugegeben. Die Awards waren zu diesem Zeitpunkt bereits aufgezeichnet und die Abstimmung abgeschlossen."
Finde das ganze bei Galaxus gut in einem Artikel zusammengefasst;
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Lange rede kurzer Sinn: ja ich glaube, dass keine generative KI verwendet wurde