Indie Game Awards 2025: Nach KI-Eklat um Clair Obscur droht neuer Aufreger

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Indie Game Awards 2025: Nach KI-Eklat um Clair Obscur droht neuer Aufreger
Quelle: PCGH

Rund um die diesjährigen Indie Game Awards bahnt sich ein weiterer Aufreger an. Nach der Disqualifikation von Clair Obscur: Expedition 33 könnte es jetzt sogar den Ersatzpreisträger erwischen. Die Entwickler wehren sich jedoch.

Eigentlich sollte die jüngste Ausgabe von The Game Awards den großen Schlusspunkt des Spielejahres 2025 setzen. Trotz einer Vielzahl von Ankündigungen und Weltpremieren scheinen die diesjährigen Indie Game Awards noch die Show zu stehlen. Das ebenfalls alles andere als kleine Event sorgte erst kürzlich mit der Disqualifikation von Clair Obscur: Expedition 33 für Schlagzellen. Wer jedoch gedacht haben sollte, dass damit wieder Ruhe einkehrt, sieht sich getäuscht. Es droht der nächste Aufreger.

Warum wurde Clair Obscur: Expedition 33 disqualifiziert?

Bei der diesjährigen Ausgabe der Indie Game Awards wurde der RPG-Hit Clair Obscur: Expedition 33 unter anderem als "Spiel des Jahres" ausgezeichnet. Allerdings war die große Freude über die begehrte Auszeichnung nicht von langer Dauer: Aufgrund des Einsatzes von generativer KI bei der Entwicklung des Spiels wurde Clair Obscur letztendlich disqualifiziert.

Das Studio Sandfall Interactive hatte nämlich erst am Tag der eigentlichen Verleihung offiziell zugegeben, bei den Arbeiten an dem RPG auf KI zurückgegriffen zu haben. Als Ersatzpreisträger haben die Veranstalter kurzerhand das auch von uns gefeierte Puzzle-Adventure Blue Prince ausgezeichnet. Allerdings schied dies noch lange nicht das Ende der Geschichte sein.

Wird auch Blue Prince für den Indie Award disqualifiziert?

Kurz nachdem sich der Staub rund um die Disqualifizierung von Clair Obscur: Expedition 33 halbwegs gelegt hatte, tauchten überraschenderweise neue Vorwürfe auf. Einem Artikel des Magazins The Escapist kam bei der Entwicklung von Blue Prince (jetzt kaufen 26,99 € ) angeblich ebenfalls generative KI zum Einsatz. Hätte sich diese Anschuldigung bewahrheitet, wäre es wohl zwangsläufig zu einer weiteren Disqualifizierung gekommen. Doch stimmt das alles überhaupt?

Kaum war der erwähnte Artikel veröffentlicht, meldete sich Publisher Raw Fury zu Wort, unter dessen Banner Blue Prince auf den Markt kam. Dieser wehrte sich vehement gegen den KI-Vorwurf und machte eine sehr deutliche Ansage.

"Zur Aufklärung: Blue Prince verwendet keine KI. Das Spiel wurde von Tonda Ros @dogubomb und seinem Team mit viel menschlichem Gespür entwickelt und gestaltet. Es ist das Ergebnis von acht Jahren Entwicklungsarbeit, angetrieben von Fantasie und Kreativität, und wir sind unglaublich stolz auf Tondas Leistung."

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Wenig später folgte eine offizielle Stellungnahme des Magazins The Escapist. Dieses korrigierte nicht nur den ursprünglichen Artikel, sondern entschuldigte sich ganz öffentlich bei sowohl dem Publisher Raw Fury als auch dem Entwickler Dogubomb. Allem Anschein nach ist den zuständigen Redakteuren ein Fehler bei ihrer Recherche unterlaufen beziehungsweise die Quellen nicht genauer untersucht. Demnach droht Blue Prince keinesfalls ein ähnliches Schicksal wie Clair Obscur: Expedition 33.

Quelle: The Escapist

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sascha Lohmueller Redaktionsleiter Print
        Zitat von Vavier83
        Ah ja deswegen musste auch der Vorstand und andere Mitarbeiter gehen?? Und laut Sony blieb es "Unter den Erwartungen" alleine wegen Yotai verlangt Sony gerade "preview" Demos von Ihren Studios z.B Naughty Dog um solche Katastrophen wie "Yotai" zu verhindern. Und deine 3 Millionen sind gar nichts zudem was Tshushima im gleichen Zeitraum wie Yotai verkauft hat da liegen jetzt schon Millionen zwischen die Yotai als "Nachfolger" nicht einholen wird. Und Nein außer der Presse fand kaum einer das gut sah man ja zuletzt bei den Game Awards wo Yotai gar nicht erst nominiert wurde. Für einen "erfolgreichen Titel der bei Gamern gut weg kam" laut deinen Worten ist das sehr verwunderlich. Aber das Thema ging nicht um Yotai sondern um die Indie Awards wo Jurymitglieder Ihre eigenen Spiele pushen und die Konkurrenz disqualifizieren.
        Ghost of Yotei war in sieben Kategorien nominiert. Und Brian Fleming hat die Firma freiwillig verlassen, nachdem er vorher schon seine Nachfolger über die gesamte Produktion eingearbeitet hat.
        Bei den Verkaufszahlen liegt es nur knapp hinter Tsushima, aber ganz bestimmt nicht im Flop-Bereich, in den Gewinn-Bereich ist's schon nach ungefähr 2-3 Wochen gerutscht. Tsushima hatte nach vier Monaten fünf Millionen Verkäufe, Yotei liegt nach zwei Monaten bei 3,3 Millionen.

        Dass du Yotei nicht magst, ist dein gutes Recht, aber was du oben schreibst, stimmt halt hinten und vorne nicht.

        Aber wie gesagt: back to topic.
      • Von Sascha Lohmueller Redaktionsleiter Print
        Zitat von Vavier83
        Ah ja deswegen musste auch der Vorstand und andere Mitarbeiter gehen?? Und laut Sony blieb es "Unter den Erwartungen" alleine wegen Yotai verlangt Sony gerade "preview" Demos von Ihren Studios z.B Naughty Dog um solche Katastrophen wie "Yotai" zu verhindern. Und deine 3 Millionen sind gar nichts zudem was Tshushima im gleichen Zeitraum wie Yotai verkauft hat da liegen jetzt schon Millionen zwischen die Yotai als "Nachfolger" nicht einholen wird. Und Nein außer der Presse fand kaum einer das gut sah man ja zuletzt bei den Game Awards wo Yotai gar nicht erst nominiert wurde. Für einen "erfolgreichen Titel der bei Gamern gut weg kam" laut deinen Worten ist das sehr verwunderlich. Aber das Thema ging nicht um Yotai sondern um die Indie Awards wo Jurymitglieder Ihre eigenen Spiele pushen und die Konkurrenz disqualifizieren.
        Ghost of Yotei war in sieben Kategorien nominiert. Und Brian Fleming hat die Firma freiwillig verlassen, nachdem er vorher schon seine Nachfolger über die gesamte Produktion eingearbeitet hat.
        Bei den Verkaufszahlen liegt es nur knapp hinter Tsushima, aber ganz bestimmt nicht im Flop-Bereich, in den Gewinn-Bereich ist's schon nach ungefähr 2-3 Wochen gerutscht. Tsushima hatte nach vier Monaten fünf Millionen Verkäufe, Yotei liegt nach zwei Monaten bei 3,3 Millionen.

        Dass du Yotei nicht magst, ist dein gutes Recht, aber was du oben schreibst, stimmt halt hinten und vorne nicht.

        Aber wie gesagt: back to topic.
      • Von Vavier83 Anwärter/in
        Zitat von Dominik Pache
        Ich würde Ghost of Yotei mit 3,3Mio. verkauften Einheiten im ersten Monat und einem permanenten Platz in den Top-10-Verkaufscharts nicht gerade als Flop bezeichnen. Auch in der Presse und bei den Spielern kam der Titel sehr gut weg.
        Ah ja deswegen musste auch der Vorstand und andere Mitarbeiter gehen?? Und laut Sony blieb es "Unter den Erwartungen" alleine wegen Yotai verlangt Sony gerade "preview" Demos von Ihren Studios z.B Naughty Dog um solche Katastrophen wie "Yotai" zu verhindern. Und deine 3 Millionen sind gar nichts zudem was Tshushima im gleichen Zeitraum wie Yotai verkauft hat da liegen jetzt schon Millionen zwischen die Yotai als "Nachfolger" nicht einholen wird. Und Nein außer der Presse fand kaum einer das gut sah man ja zuletzt bei den Game Awards wo Yotai gar nicht erst nominiert wurde. Für einen "erfolgreichen Titel der bei Gamern gut weg kam" laut deinen Worten ist das sehr verwunderlich. Aber das Thema ging nicht um Yotai sondern um die Indie Awards wo Jurymitglieder Ihre eigenen Spiele pushen und die Konkurrenz disqualifizieren.
      • Von Dominik Pache Leitender Redakteur Video
        Zitat von Vavier83
        Und einer der Gewinner für Clair Obscure nachgerückt das Spiel "Sorry we're closed" von a la Mode Games gehört dem Jury Mitglied der Indie Awards C. Bedford der dirt CO Founder ist. Diese Witzwards übertreffen noch die Sony Awards wo Preise an eigene Studios die ein Flop waren vergeben wurden um ein Spiel doch noch genial erscheinen zu lassen. Ja du bist gemeint Ghost of Yotai. Komisch das hierüber niemand berichtet.
        Ich würde Ghost of Yotei mit 3,3Mio. verkauften Einheiten im ersten Monat und einem permanenten Platz in den Top-10-Verkaufscharts nicht gerade als Flop bezeichnen. Auch in der Presse und bei den Spielern kam der Titel sehr gut weg.
      • Von Espor NPC
        Es wäre doch schön die Awards nicht einfach nur so zu zitieren als wäre es die Wahrheit. Sandfall interactive hat sich schon sehr viel früher zum Thema KI bei sich geäußert und es nicht erst beim Tag der Verleihung "zugegeben". Die implizierte Betrugsabsicht existierte nicht.

        Und selbst die undifferenzierte Anti KI Regel, unabhängig davon wie unsinnig sie ist, wirkt eigentlich wie aus der Luft gegriffen.
        Der ganze Vorgang stinkt zum Himmel und niemand außer Sandfall hätte einen Preis als Indie Game of the Year verdient.
      • Von ShadowMonarch NPC
        Ich hab das Gefühl, dass diese Awardshow in 1-2 Jahren tot ist, wenn man diese kleingeistige strikt gegen KI Regelungen behalten will, weil warum sollten Indie entwickler nicht KI als Werkzeug nutzen, um Kosten und Zeit zu sparen an stellen wo es keinen interessiert wie bei Clair Obscur wo man z.B. Zeitungsschnipsel an Litfaßsäulen KI generiert hat (was man trotzdem im Nachhinein geändert hat)?
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