Chroniken eine Kolonialisierung - 2.700 - 2.850
In ziemlich genau einem Monat erscheint mit Civlization: Beyond Earth der nächste Teil der berühmten, Schlafmangel verursachenden, Strategiereihe mit Suchtpotenzial. Wir konnten vorab schon einmal ausführlich eine Preview-Version anspielen und berichten euch in diesem Artikel von unseren Erlebnissen. Dabei nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die ersten 250 Jahre unserer Zivilisation.
2.705 n. Chr.
In diesem Artikel
Die Verluste im Kampf gegen die Aliens werden immer zahlreicher. Ich entscheide mich daher, meine Truppen aus dem Norden abzuziehen und an meiner Grenze in Stellung zu bringen. Ich hoffe, die Aliens wurde vorerst genug ausgedünnt, um meiner Kolonie einige Zeit der Ruhe zu gönnen.
2.711 n. Chr.
Der Außenposten Nhiet Tinh hat sich zur dritten vollwertigen Stadt meiner Kolonie entwickelt. Unterdessen treffen die letzten Truppen von der nördlichen Front in der Heimat ein. Die Armee bezieht ihre Stellungen entlang der nördlichen Grenze und konzentriert sich fortan auf die Verteidigung.
2.718 n. Chr.
Quelle: PC Games
2.718 n. Chr.: Belagerungswurm verwüstet Felder.
Ein Belagerungswurm dringt in das Koloniegebiet ein und verwüstet eine Farm. Modernisierungen lassen sich wieder beschädigen, so dass diese keine Vorteile mehr bringen. Wie schon die Barbaren machen auch die Aliens sehr gern Gebrauch davon. Ich muss nun meinen Bautrupp zum betroffenen Feld bewegen und eine Reparatur in die Wege leiten. Allerdings sollte ich warten, bis der Wurm dort verschwunden ist.
Mein Erkunder hat die Quelle des mysteriösen Radiosignals gefunden. Es handelt sich um eine Sonde der Fraktion Brasilia, die diesen Planeten jedoch nie erreicht hat. Ich sichere und berge die Aufzeichnungen der Sonde. Ein Geheimnis bleibt vorerst das Schicksal des Kolonieschiffes von Brasilia. Eine interessante Weise, wie das Spiel auch die nicht aktiv an der Partie teilnehmenden Fraktionen der alten Erde in das Spiel mit einbindet. So wird auch in Spielen mit wenigen Fraktionen deutlich, dass es sich um ein Herausforderung der gesamten Menschheit handelt, auf einem neuen Planeten Fuß zu fassen.
2.719 n. Chr.
Der Belagerungswurm greift meine Hauptstadt an. Glücklicherweise kann ich das Vieh mit den Raketenbatterien der Stadt abwehren, bevor größere Schäden entstehen. Meine Forscher haben inzwischen die Genetik erforscht. Vielleicht kann ich auf diese Weise ein Mittel gegen die nervigen Aliens finden.
2.728 n. Chr.
Nachdem ich meinen Kontinent so weit es mir möglich ist erkundet habe, schicke ich meinen Erkunder auf dem Ozean in Richtung Osten, um neue Landmassen zu entdecken. Die Spielwelt von Beyond Earth ist auch für die modernen Menschen des 27. Jahrhunderts zunächst von einem Nebel des Krieges bedeckt, der Schritt für Schritt aufgedeckt werden muss. Später gibt es sicherlich wieder eine Technologie wie die Satellitentechnik des Vorgängers, die eine vollständige Aufdeckung ermöglicht. So weit ist es in meiner Partie jedoch nicht gekommen.
2.744 n. Chr.
Die Aliens starteten eine neue Offensive gegen mein Hoheitsgebiet Gebiet. Die an der Grenze stationierten Truppen konnten den Angriff allerdings abwehren. In meiner Hauptstadt wurde ein Alien-Reservat errichtet, in dem die Forscher die Widerstandsfähigkeit des Feindes erforschen.
2.748 n. Chr.
Es herrschen Spannungen auf dem internationalen Parkett. Polystralien hat offenbar ein Problem mit meinem direkten Nachbarn, der Afrikanischen Union. Die Regierung von Polystralien wendet sich mit einem Gesuch an mich. Darin erbitten sie Unterstützung für einen Krieg gegen die Afrikanische Union. Ich habe allerdings mit den Aliens genug zu tun, behalte meine neutrale Stellung und lehne dankend ab. Natürlich gibt das negative Punkte bei Polystralien, aber die werden das schon verschmerzen. Schön ist, dass im Diplomatiebildschirm nun detailliert aufgeführt wird, welche positiven und negativen Effekte derzeit auf meinen Beziehungen zu den einzelnen Fraktionen lasten.
2.771 n. Chr.
Die Aliens haben sich die letzten Jahre zwar ruhiger verhalten, aber ich will meine Kolonie weiter ausbauen. Nach Süden und Westen wird der Platz knapp, im Osten grenzt mein Gebiet an die Afrikanische Union. Also bleibt nur noch der Norden. Beschützt von einem Großteil meiner Armee, errichte ich den Außenposten Ganzorig nordwestlich meiner Hauptstadt.
2.785 n. Chr.
Quelle: PC Games
2.785 n. Chr.: Außenposten Ganzorig wird zur Stadt.
Nachdem mehrere Alien-Angriffe auf den Außenposten Ganzorig abgewehrt wurden, entwickelt sich die Siedlung zur Stadt.
2.798 n. Chr.
Ich habe in den letzten Jahren meine Forschung vollständig auf die Aliens ausgerichtet. Mit Alien-Biologie vollendeten meine Wissenschaftler jetzt eine eminent wichtige Forschung. Diese ermöglicht es meinen Bautrupps, das schädliche Miasma von der Oberfläche zu entfernen. So kann ich die Alien-verseuchten Gebiete noch besser für meine Zivilisation nutzbar machen.
Vollständig gebannt ist die Gefahr damit jedoch nicht. Das Miasma breitet sich mit der Zeit auch auf saubere Gebiete aus. Besonders bei starker Alien-Aktivität scheint sich das Miasma besonders stark zu verbreiten. Während das Miasma den eigenen Einheiten schadet, heilt es im Gegenzug die Aliens. Spezielle Vorbereitungen vor einer Schlacht mit den Biestern sind also zu empfehlen.
2.803 n. Chr.
Jetzt wird es heiß an meinen Grenzen. Polystralien hat der Afrikanischen Union den Krieg erklärt. Ich will mich da weiterhin nicht einmischen, schicke aber zur Sicherheit ein paar Einheiten an die Grenze zur Afrikanischen Union.
2.805 n. Chr.
Die Aliens sind mir weiterhin ein Dorn im Auge. Ich beginne mit Vorbereitungen für eine neue Offensive. Dazu starte ich einen Miasmischen Repulsor, ein Satellit mit besonderen Fähigkeiten. In Beyond Earth gibt es neben der Bodenkarte auch eine orbitable Ebene. Dorthin werden Satelliten geschossen, die danach für eine bestimmte Zeit verschiedene Effekte auf das Gebiet unter ihnen wirken lassen. Der Misamische Repulsor entfernt zum Beispiel das toxische Miasma in einem Radius um seine Position.
Auf diese Weise ebne ich meinen Bodentruppen den Weg und nehme den Aliens die Heilmöglichkeiten. Es gibt verschiedene Satelliten mit offensiven, defensiven oder wirtschaftlichen Funktionen. Zu Beginn dieser Partie stellte ich bereits den Sonnenkollektor vor, der für einige Zeit meine Energieproduktion gesteigert hat. Wer viel auf Satelliten setzen will, sollte intelligent planen, da sich die Wirkungsbereiche der Trabanten nicht überschneiden dürfen.
2.806 n. Chr.
Noch bevor ich erneut zum Angriff auf die Aliens übergehen kann, zeigen sich die Biester wieder von ihrer aggressiven Seite. Sie zerstören das neutrale Handelslager Tempel der goldenen Glocke direkt vor meiner Grenze.
2.811 n. Chr.
Quelle: PC Games
2.811 n. Chr.: Agenten in den Einsatz schicken.
Polystralien und die Afrikanische Union schließen nach acht Jahren erbitterter Kämpfe Frieden ohne nennenswerte Gebietsgewinne auf beiden Seiten. Ich habe unterdessen meinen eigenen Geheimdienst aufgebaut und habe nun Zugang zum Spionagesystem. Wie in den Vorgängern stehen mir Agenten zur Verfügung, die ich entweder in eigene Städte zur Spionageabwehr, oder in fremde Städte für verschiedene Operationen schicke.
Das System wurde jedoch deutlich ausgebaut. So stehen meinem Agenten, den ich in die Hauptstadt der Afrikanischen Union entsandt habe, wesentlich mehr Aktionen zur Verfügung. Als erstes erteile ich ihm den Auftrag, vor Ort ein Netzwerk aufzubauen. Dadurch erhöht sich unter anderem das ebenfalls neue Intrigenlevel der Stadt. Je höher dieses Level ansteigt, um so mehr Operationen für meinen Agenten stehen mir zur Verfügung.
2.816 n. Chr.
Meine Armee dringt nach Norden vor, um den Aliens ein für alle mal den Garaus zu machen. Das erste Aliennest ist schnell erobert und einige Einheiten freuen sich über eine Beförderung. Eure Truppen sammeln wie gewohnt Erfahrungspunkte und können nach einer Beförderung mit neuen Boni ausgestattet werden. Oder ihr wählt die Sofortheilung, wenn sich einen Einheit mitten in der Schlacht in schlechtem Zustand befindet.
2.823 n. Chr.
Quelle: PC Games
2.823 n. Chr.: Sieg über die Aliens.
Sieg! Der Feldzug gegen die Aliens im Norden wurde erfolgreich beendet. Nun befinden sich keine nennenswerten einheimischen Lebensformen mehr zwischen meiner Kolonie und dem Gebiet von Polystralien, das Nordöstlich von mir liegt. Alle Aliennester wurden zerstört. Ich hoffe, damit habe ich nun Ruhe vor diesen Biestern. Ich ziehe meine Einheiten hinter die Grenze zurück.
2.839 n. Chr.
Dem Agenten in Magan ist es gelungen, Wissenschaftler und Know-How für meine eigenen Forschungsprojekte zu gewinnen, und er wurde glücklicherweise nicht entdeckt. Das Intrigenlevel der Stadt ist inzwischen auf Stufe 2 und ich kann dazu übergehen, größere Aktionen durchzuführen. Der nächste Auftrag des Agenten lautet direkt, eine Technologie zu stehlen. Richtig erfolgreiche Spione können bei maximalem Intrigenlevel sogar einen Umsturz in der Stadt anzetteln, wodurch diese in eure Zivilisation wechselt. Einen weiteren Erfolg verzeichne ich noch mit meinem Erkunder, dem es erstmals gelingt, den Planeten vollständig zu umrunden.
2.845 n. Chr.
Quelle: PC Games
Alle Matrosen an Deck.
Ich habe begonnen eine Marine aufzubauen, um auch auf den Ozeanen den Ton angeben zu können. Aber in den Tiefen des Meeres lauern weitere Gefahren. Mein stolzer neuer Kreuzer gerät auf seiner Jungfernfahrt in die Fänge einer Alien-Krake und wird umgehend zerstört. Weitere Verbesserungen an den Schiffen und eine größere Flotte sind offenbar nötig.
2.850 n. Chr.
250 Jahre sind seit der Ankunft auf Yamada-Hanff-371g vergangen. Meine Kolonie hat sich zu einer großen Macht unter den menschlichen Fraktionen auf diesem Planeten entwickelt und stellt die führende Kraft der Anhänger der menschlichen Reinheit dar. Inzwischen hatte ich die Affinitätsstufe Reinheit 9 erreicht, was mir bereits einige deutliche Boni bescherte. Mein Herrschaftsgebiet erstreckt sich über weite Teile des westlichen Kontinents, und ich profitierte dort auch von den Spannungen zwischen Polystralien und der Afrikanischen Union, die mehr mit ihrem Konflikt zu tun hatten, als sich um mich zu kümmern.
In diesem Artikel
Die Gesellschaft blüht auf, die Gefahr der feindlichen Aliens wurde nach langen verlustreichen Kämpfen erfolgreich verbannt. Ich würde gerne weiter spielen und sehen wie sich meine Bemühungen weiter auswirken. Leider endet unsere Preview-Version nach 250 Zügen. Doch bereits während dieser Runden hat Civilization: Beyond Earth unter Beweis gestellt, dass es problemlos an den fantastischen Vorgänger anknüpfen kann. Bewährtes wurde übernommen, teilweise an die Gegebenheiten des Szenarios angepasst. Andere System wie die Forschung, der Spielstart und das Spionagesystem wurden gründlich überarbeitet und ausgebaut.
Das Szenario und die mit der Loslösung von der linearität der Erdgeschichte verbundenen Veränderungen werden vielleicht nicht jedem zusagen. Außerdem sollten Anhänger von Alpha Centauri hier keinen Alpha Centauri 2 erwarten, denn das ist Beyond Earth nicht, will es aber auch gar nicht sein. Die Diplomatie ist lange nicht so komplex wie damals, ein Baukasten für Einheiten gibt es nicht. Trotzdem macht Beyond Earth einen sehr guten Eindruck und setzt das etablierte Spielsystem aus Civilization 5 fort und würzt es mit zahlreichen Neuerungen im Großen und Kleinen.

http://www.twitch.tv/couga83
;)
Genau das ist CIV.
Da müssen dann wohl wieder ein paar Chips Tüten herhalten. :-D
Und dann der übliche Spruch, nur noch ein Zug, dann geh ich ins Bett. :-)