Civilization 7 gespielt: So radikal sind die Änderungen!
Wir haben über 150 Runden einer Partie in Civ 7 gespielt. In unserer XXL-Vorschau verraten wir euch, wie Entwickler Firaxis im neuen Rundenstrategiespiel beinahe alles auf den Kopf stellt und dennoch seinen Wurzeln treu bleibt.
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Wenn es mal mit der Diplomatie nicht hinhaut, müssen die Truppen sprechen. Grundsätzlich bleibt das Konzept von einer Kampfeinheit pro Feld im siebten Teil erhalten. Doch auch hier haben sich die Entwickler ein paar Neuerungen ausgedacht, die für mehr Würze in den Schlachten sorgen sollen.
Eine zentrale Rolle spielen die neuen Kommandanten, die unsere Armee in Civ 7 auf mehrere Arten beeinflussen. Zwar kämpfen sie nicht aktiv mit, doch mit Befehlen verleihen sie unseren Einheiten Boni bei bestimmten Aktionen - etwa konzentriertes Feuer unserer Bogenschützen auf ein Ziel. Außerdem sammeln nur noch die Kommandanten Erfahrungspunkte, die wir in einem Skill-Tree zu Upgrades verarbeiten. Am besten hat uns aber ihre Fähigkeit gefallen, Truppen zu einer Armee einzupacken und später wieder aufzustellen. So können wir eine komplette Streitmacht temporär zu einer Einheit verbinden und sie mit viel weniger Klicks an die Front schicken.
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Viel Aufmerksamkeit ist diesmal auch in die schicke Grafik samt Animationen geflossen. Das sieht man besonders gut bei Flankenangriffen. Greifen wir mit einer Einheit unseren Widersacher an, verkeilen sich die beiden Truppen miteinander in einer durchgehenden Animation. Dadurch sind sie gebunden. So ist sofort ersichtlich, von welchen Richtungen wir dem Gegner in die Flanke fallen können für einen Angriffsbonus.
Noch nicht alles ideal
Während die Spielgrafik von Civ 7 einen guten Schritt nach vorne macht, ist uns das Nutzerinterface beim Probespielen aber mehrfach negativ aufgefallen. Immer wieder waren Dinge entweder nicht intuitiv, wurden nicht vom Spiel erklärt oder sahen noch sehr rudimentär aus. Besonders verwirrend war etwa das Menü bei Friedensverhandlungen. Auf unsere Nachfrage hin beschwichtigten die Entwickler: Grundsätzlich entspricht das Interface zwar dem, was man als Ziel hat. Allerdings muss steht bis zum Release noch einiges an Feintuning auf dem Programm. Wir verbuchen das also noch unter work in progress.
Außerdem haben wir einen der langjährigen Hauptkritikpunkte an Civ angesprochen: die KI. Die hat bisher stets damit geglänzt, alles andere als clever zu agieren. Ausgeglichen wurde das dann auf hohen Schwierigkeitsstufen mit astronomischen Vorteilen, damit die KI überhaupt mit erfahrenen Spielern mithalten konnte. Laut den Entwicklern kommen die neuen Spielmechaniken der KI zugute, was beim Balancing hilft. Sachen wie die Kommandanten, die Armeen einpacken können oder die Forschungszäsur bei jedem Zeitalterwechsel.
Quelle: Firaxis Games / 2k Games
Teilweise haben wir das beim Anspielen bereits mitbekommen. So kam Ägypten recht früh in unserer Partie mit einer Armee an unsere Grenzen, hat sie ausgepackt und unsere Stadt mit einem Überraschungsangriff zügig erobert. Ob die PC-Spieler aber über eine komplette Partie hinweg ernsthaft cleveres oder wenigstens nachvollziehbares Verhalten an den Tag legen werden, wird sich erst zu Release zeigen. Wir haben da noch so unsere Zweifel.
Schon sehr gespannt sind wir dagegen auf die beiden Zeitalter, die wir noch nicht ausprobieren konnten. Und wie stark sich der Wechsel zwischen den Epochen auswirkt und auf die Dynamik einer Partie Einfluss nimmt. Auf dem Papier klingt das alles interessant und bietet reichlich Potenzial.
Werden wir außerdem ein Wiedersehen mit dem Weltkongress haben? Zum Beispiel in der Moderne? Und wie genau wird Religion in das neue Spielkonzept eingebunden? Was wir aber schon jetzt sagen können: Nach den etwa zweieinhalb Stunden mit Civ 7 kam sofort wieder das bekannte "nur noch eine Runde"-Gefühl auf. Wir hätten am liebsten noch unzählige Stunden weitergespielt und uns ausführlich mit den vielen Neuerungen beschäftigt. Zum Glück müssen wir uns bis Februar nicht mehr allzu lange gedulden.
Civilization 7 wird am 11. Februar 2025 für PC (Steam und Epic Games Store), PS5, PS4, Xbox Series, Xbox One, Linux, Mac und Nintendo Switch erscheinen. Wie bei 2K-Spielen inzwischen üblich, werden Käufer der teureren Deluxe Edition oder der Founders Edition sogar schon am 6. Februar loslegen können. Transparenzhinweis: Publisher 2k Games bezahlte Hotel und Reisekosten zum Anspiel-Event.

Und allgemein zum Thema Umfang haben die Entwickler gesagt, dass es das bisher umfangreichste Civ zum Release des Hauptspiels jemals sein soll. Wohl auch im Vergleich zu bisherigen Teilen inklusive Add-ons. Aber das ließ sich natürlich noch nicht final bestätigen. Ich hatte aber durchaus den Eindruck, dass wirklich viel drin steckt - schon in der Antike.
Das hat vermutlich mehrere Gründe die ich nur intuitiv fühle. Ich bin kein starker Spieler, aber seit Civ 1 dabei.
Versuchen wir mal ein paar Dinge zu benennen:
- es gibt inzwischen soviel schöne Spiele und so leere Zeitbeutel...
- auch nach dem berühmten drüber schlafen: ich finde es dreist - na gut, mutig - von Humankind und anderer Konkurrenz Dinge zu kopieren, anzupassen und besser zu machen. Ja Konkurrenz lebt von solchen Dingen, aber mir sind dann am Ende der 1. Vorstellung doch zu wenig eigene neue Inhalte, auch wenn manch Experte von Revolution spricht
- ich bin inzwiwschen zu alt um wieder, wie lange? 7 Jahre? auf das komplette Spiel zu warten, weil z.B. Religion im DLC nachgereicht wird
- die Anführer-Grafik finde ich immer noch nicht "erwachsen" genug, sie ist besser als im Sechser aber nicht perfekt
- ca. 35 Jahre nach dem ersten Teil sind immer noch nicht ausreichende Anführer und Völker spielbar, wissen wir noch nicht, korrekt, aber wir werden halt nicht alle relevanten Kulturen sehen.
- irgendwie habe ich mir den 11.02. trotzdem vorgemerkt weil ich dann mir Humankind 2.0 preiswerter zulegen kann Old World spiele ich schon seit EA immer wieder mal sehr gern und hoffe das die Folgetitel Middle World und dann Modern World darauf aufbaut. Mit Ara History Untold gibt es vielleicht auch ein weiteres Spiel wo ich dann mit den neuen Ideen lieber beim Original bleibe.
Ja, sehr emotional immer noch, aber zwischen den Zeilen der Experten habe ich auch beim Talk der Gamestar noch Fragezeichen wahrgenommen.
Übrigens, danke dass du genau diesen Weg gewählt hast auch wenn er "langweilig" dem ein oder anderen erschienen ist