Civilization 7 gespielt: So radikal sind die Änderungen!
Wir haben über 150 Runden einer Partie in Civ 7 gespielt. In unserer XXL-Vorschau verraten wir euch, wie Entwickler Firaxis im neuen Rundenstrategiespiel beinahe alles auf den Kopf stellt und dennoch seinen Wurzeln treu bleibt.
Auf dieser Seite
Dieses Konzept räumt ein Problem aus vergangenen Teilen endlich aus: Denn bisher konnten wir die Stärken unserer Zivilisation meist nur während eines vergleichsweise kleinen Zeitfensters im Spiel wirklich ausschöpfen. Rom war in der Antike gut, Ungarn im Mittelalter und so weiter. Doch auf der anderen Seite verwässert das die Identität unseres Volkes. Es hatte schließlich immer seinen Reiz, mit Rom bis in die Zukunft zu überdauern oder Kanada schon in der Antike zu führen. Bereits Humankind setze bei den Völkern auf so ein dynamisches System wie Civ 7 nun und viele Spieler störten sich daran. Das wird also nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen.
Etwas Abhilfe schafft hier, dass man seinen Anführer losgelöst von der Zivilisation zu Spielstart auswählt und über die komplette Partie hinweg beibehält. Auch hier gibt es historisch naheliegende Optionen, doch wer will, kann völlig frei mischen. Eine interessante Idee ist dabei, dass unser Anführer im Verlauf des Spiels sogar mit Fähigkeiten verbessert werden kann, abhängig davon, welche Schwerpunkte wir setzen. Wer viel forscht, bildet mit der Zeit einen Akademiker aus, während Kriegstreiber einen potenten Strategen erhalten.
Quelle: Firaxis Games / 2k Games
Laut den Entwicklern sollen die Zeitalterwechsel wichtige Schlüsselpunkte in Civ 7 sein, die von spannenden Entscheidungen flankiert werden. Selbst beurteilen können wir den Impact bisher nicht, da unsere Anspielsession zwar mehrere Stunden ging, wir uns aber nur in der Antike austoben durften.
Zeitlose Angelegenheit
Einen Vorgeschmack auf die langfristigen Auswirkungen haben wir aber in der Stadtplanung bekommen. Denn manche Gebäude sind in der Bauliste als "zeitlos" markiert. Solche Gebäude wie der Kornspeicher oder Weltwunder behalten ihre Funktion und Nachbarschaftsboni nämlich über alle Zeiten hinweg bei.
Andere Gebäude wie Amphitheater oder Schreine sind nur in der Antike wichtig und verlieren später an Bedeutung. Entsprechend baut man seine Städte dieses Mal fortlaufend um, um sich an die neuen Bedürfnisse der Einwohner anzupassen. Dadurch ergibt sich in Civ 7 ein viel organischeres Stadtbild - sowohl spielerisch als auch grafisch.
Die gerade erwähnten Bedürfnisse wurden übrigens wieder vereinfacht und kehren in Form der globalen Zufriedenheit aus Teil 5 zurück. Die erhöhen wir durch Ranschaffen von Luxusgütern, den Aufbau von Gebäuden oder den Einsatz bestimmter Politik-Karten. Mit denen basteln wir erneut unsere Regierung zusammen, um uns ideal den Gegebenheiten anzupassen.
Spannend fanden wir beim Anspielen und dem anschließenden Austausch mit anderen Teilnehmern auf dem Event, wie unterschiedlich man bei der Strategie vorgehen kann. Wir entschieden uns bei Spielstart für den Anführer Ashoka und das historisch dazu passende Volk der Maurya, die im heutigen Indien vorherrschend waren. Mit dieser Kombination hatten wir starke Vorteile auf Zufriedenheit und Nahrung .
Quelle: Firaxis Games / 2k Games
Bis Ende der Anspielsession hatten wir einen Überschuss von über 200 Zufriedenheit, wodurch wir regelmäßig Feierlichkeiten hatten. Die geben uns nicht nur einen wählbaren zeitbegrenzten Bonus, wir erhalten dadurch auch dauerhaft zusätzliche Plätze für Politikkarten. Und mit denen haben wir wiederrum Aspekte unseres Reiches auf Vordermann gebracht, die uns besonders wichtig waren.
Andere Spieler setzten beim Probespielen dagegen mit Augustus und Rom auf eine robuste Produktion oder ein starkes Handelsnetzwerk mit Kriegerkönigin Amina und dem Volk der Aksum. Durch die Kombination aus Anführern und Völkern, sowie den Wechseln im Verlauf der Partie erahnen wir schon jetzt ein sehr hohes Potenzial in Civ 7 für Dynamik und Wiederspielwert.

Und allgemein zum Thema Umfang haben die Entwickler gesagt, dass es das bisher umfangreichste Civ zum Release des Hauptspiels jemals sein soll. Wohl auch im Vergleich zu bisherigen Teilen inklusive Add-ons. Aber das ließ sich natürlich noch nicht final bestätigen. Ich hatte aber durchaus den Eindruck, dass wirklich viel drin steckt - schon in der Antike.
Das hat vermutlich mehrere Gründe die ich nur intuitiv fühle. Ich bin kein starker Spieler, aber seit Civ 1 dabei.
Versuchen wir mal ein paar Dinge zu benennen:
- es gibt inzwischen soviel schöne Spiele und so leere Zeitbeutel...
- auch nach dem berühmten drüber schlafen: ich finde es dreist - na gut, mutig - von Humankind und anderer Konkurrenz Dinge zu kopieren, anzupassen und besser zu machen. Ja Konkurrenz lebt von solchen Dingen, aber mir sind dann am Ende der 1. Vorstellung doch zu wenig eigene neue Inhalte, auch wenn manch Experte von Revolution spricht
- ich bin inzwiwschen zu alt um wieder, wie lange? 7 Jahre? auf das komplette Spiel zu warten, weil z.B. Religion im DLC nachgereicht wird
- die Anführer-Grafik finde ich immer noch nicht "erwachsen" genug, sie ist besser als im Sechser aber nicht perfekt
- ca. 35 Jahre nach dem ersten Teil sind immer noch nicht ausreichende Anführer und Völker spielbar, wissen wir noch nicht, korrekt, aber wir werden halt nicht alle relevanten Kulturen sehen.
- irgendwie habe ich mir den 11.02. trotzdem vorgemerkt weil ich dann mir Humankind 2.0 preiswerter zulegen kann Old World spiele ich schon seit EA immer wieder mal sehr gern und hoffe das die Folgetitel Middle World und dann Modern World darauf aufbaut. Mit Ara History Untold gibt es vielleicht auch ein weiteres Spiel wo ich dann mit den neuen Ideen lieber beim Original bleibe.
Ja, sehr emotional immer noch, aber zwischen den Zeilen der Experten habe ich auch beim Talk der Gamestar noch Fragezeichen wahrgenommen.
Übrigens, danke dass du genau diesen Weg gewählt hast auch wenn er "langweilig" dem ein oder anderen erschienen ist