Die DLCs & die Mods

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Kolumne Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 47,49 €
Die DLCs & die Mods
Quelle: Paradox Interactive / pcgames

Cities: Skylines 2 hat es nicht leicht. Der Nachfolger des Überraschungserfolgs von 2015 muss einige Dinge besser machen, findet Carlo Siebenhüner.

Vor allem, sollten so essenzielle Probleme nicht mit einem kostenpflichtigen DLC gelöst werden. Für Cities: Skylines 1 gibt es ja den Mass-Transit-DLC, der das Problem ein wenig angegangen ist. Eine endgültige Lösung war das aber auch nicht. Was uns dann auch zum nächsten Punkt bringt:

Die DLCs

Es ist ein Paradox-Spiel und Paradox hat eben die Strategie: "Große Spiele halten wir so lange wie möglich am Leben, damit wir schön viele DLCs verkaufen können." Nach einer kurzen Recherche auf Steam konnte ich satte 50 Erweiterungen zählen. Der Großteil davon sind irgendwelche Skin- und Map-Packs oder neue Radiostationen für den InGame-Musikplayer. Es gibt aber auch Packs mit wesentlich mehr Substanz. Ich bin ja realistisch und weiß, dass sie nicht alle DLC-Features in Cities: Skylines 2 packen können. Schließlich müssen sie auch diesen Teil mit irgendetwas melken. Ein paar Features aus den Erweiterungen möchte ich aber doch gern im kommenden Hauptspiel sehen, wie den Tag/Nacht-Wechsel mit Verkehrsspitzen je nach Uhrzeit oder Sunset Harbour, damit man auch gleich von Tag 1 an vernünftige Hafenstädte bauen kann.

Verkehrsstau vor Einfahrt zum Zoo in Cities: Skylines 1 Quelle: Colossal Order Das ist auch nicht nur aus einem Content-Standpunkt wichtig, sondern auch aus einem spielerischen. Die DLCs von Cities hatten nämlich immer ein Problem. Sie sind nie richtig miteinander verzahnt. Das ist auch nur logisch, schließlich sind es einzelne Module, die man nach Wahl kaufen kann. Die dürfen nichts voraussetzen und müssen immer auch allein funktionieren. Cities 2 hat hier aber die Möglichkeit, von Grund auf etwas mehr Verzahnung zu bieten.

Apropos allein funktionieren: Das ist eine fantastische Überleitung zum letzten Punkt:

Die Mod-Unterstützung

Cities: Skylines 1 hat hier definitiv schon einen fantastischen Job geleistet. Dass Hobby-Entwickler überhaupt so tief reingehen und ganze Systeme umkrempeln oder neu erstellen können, ist einfach sensationell. Mit den Jahren ist das aber auch ganz schön aus dem Ruder gelaufen. Erst letztens habe ich mal wieder eine Partie gestartet und wollte mir dafür nur eine popelige Map aus dem Workshop runterladen.

Damit ich die nutzen kann, musste ich aber erst mal 25 verschiedene andere Mods aktivieren, weil die aufeinander aufbauen. Anstatt, dass sich einfach gleich alles automatisch installiert, musste man dann aber bei jeder Mod händisch auf den Abo-Knopf drücken.

Der Knaller kam aber, als ich die Nummer durch hatte. Da startet man das Spiel und bekommt direkt die Meldung, dass manche Mods seit einem bestimmten Update nicht mehr funktionieren. Daraufhin gibt einem das Spiel aber allen Ernstes nur einen Link zu einer Excel-Tabelle wo zig verschiedene Mods eingetragen sind. Ob da eine dabei ist, die du jetzt gerade benötigst? Tja, das musst du selbst herausfinden.

Panorama einer Stadt bei Nacht in Cities: Skylines 1 Quelle: PC Games Hardware

Das ist so benutzerunfreundlich, wie es nur geht, und das muss in Cities: Skylines 2 definitiv besser gelöst werden.

Das Ding verwandeln

Man muss aber auch sagen, dass die Entwickler jetzt acht Jahre Zeit hatten, sich vernünftig Gedanken zu machen, Cities: Skylines weiterzubringen und ihre Systeme ordentlich aufzupolieren. Eine solche Zeitspanne kann sich bei Weitem nicht jeder Entwickler leisten.

Gleichzeitig muss sich Colossal Order dennoch in Acht nehmen. 2015 konnte man noch in eine völlig ausgetrocknete Community starten, doch 2023 sieht die Lage schon wieder anders aus. Heutzutage liegen die Erwartungen nämlich sehr viel höher. Schließlich gibt es heute eine starke Konkurrenz, die ein Cities: Skylines 2 übertreffen muss. Und die heißt Cities: Skylines 1.

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  1. Seite 1 Diese Dinge braucht der Nachfolger
  2. Seite 2 Vorhang auf für Cities: Skylines
  3. Seite 3 Die DLCs & die Mods
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Eine Kampange oder Szenarios wäre auch das letzte was ich bei solchen Spielen brauche. Die habe ich z.b. auch bei Anno immer komplett ignoriert.
        Einfach nur ein Endlosspiel und dann ist der Weg das Ziel.
        Ich hoffe dass der Modsupport wieder so gut ist wie beim ersten Teil. Vielleicht werden beliebte Modideen ja auch direkt ins Spiel aufgenommen. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil.
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Eine Kampange oder Szenarios wäre auch das letzte was ich bei solchen Spielen brauche. Die habe ich z.b. auch bei Anno immer komplett ignoriert.
        Einfach nur ein Endlosspiel und dann ist der Weg das Ziel.
        Ich hoffe dass der Modsupport wieder so gut ist wie beim ersten Teil. Vielleicht werden beliebte Modideen ja auch direkt ins Spiel aufgenommen. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil.
      • Von Cortex79 Gelegenheitsspieler/in
        Ich glaube letztendlich, dass selbst Paradox nicht mit so einem Erfolg gerechnet hat. Die DLC Politik ging mir in seiner Zerstückelung etwas zu weit. Hier wünsche ich mir größere Happen, auch wenn die dann vllt. zu Release 30 statt 15€ kosten. Was die Modder-Szene betrifft, hoffe ich inständig, dass diese Möglichkeiten beibehalten werden, fürchte aber leider Einschränkungen, schlichtweg weil es den Gewinn schmälert, wenn Content auch frei integrierbar ist.

        Schlussendlich gehe ich aber mit dem Autor mit, die Messlatte liegt ziemlich weit oben. Klar, es gibt eine Menge am Mikro-Management zu verbessern - allen voran am Verkehr. Aber ein Skylines 2 in einfach nur hübscher wird nicht reichen. Ein Spielziel oder Kampagne & Szenarien brauche ich nach wie vor nicht. Ich will Städte bauen, möglichst ganze Regionen gestalten und Stimmungen in diesen Städten erzeugen - vom industriellen Vorstadt-Moloch bis hin zu europäischen Altstädten und Sci-Fi Zukunftsvisionen. Ich bin jedenfalls gespannt.
      • Von Haehnchen81 Hobby-Spieler/in
        Bin nie letzten Endes ein Fan von dem Spiel geworden. Ich habs immer wieder rausgekramt, in der Hoffnung "jetzt kann ich mal ne gute große Stadt bauen" aber jedes mal die Ernüchterung... nö ab ca 100k Einwohner oder gar mehr wars das. Grund? Der Verkehr, immer wieder... Und das liegt nie an mangelnder Planung oder dergleichen, sondern einfach das die KI immer zu die falsche Fahrspur oder gleich falsche Straße wählt. Und zwar offensichtlich falsch. Mods helfen ein wenig, aber kaschieren auch nur... da man hier letzten Endes mit unfassbar aufwendingem Micro-management die KI ZWINGT bestimmte Straßen und Spuren zu nutzen... man verbietet zb LKWs die nutzung einer bestimmten Spur/Strecke und macht sie für andere frei... das hilft, bis zu einem gewissen Punkt. Aber so funktioniert eine Städte sim nicht. Und macht vor allem auch keinen Spaß. Irgendwann nervt es einfach nur noch zig tausend "sims" an ein und dem selben Staupunkt zu sehen, egal wie viele ideale (meist viel schnellere) Alternativen man baut.
      • Von Cap1701D Gelegenheitsspieler/in
        Aus meiner Sicht braucht der Nachfolger lediglich ein Spielziel. Dieses sinnfreie umherbauen im Sandbox ist nicht meine Welt. Eine Kampagne wäre schön. Szenarios. Von mir aus auch nur erreichbare Achievements. Aber halt irgendeinen Grund eine Stadt zu bauen - das wäre schon schön.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Bei dem Umfang des ersten Teils, wenn man denn die DLCs mit einrechnet, dürfte es schwer werden seinen eigenen Vorgänger den Rang abzulaufen. Mir selbst hat das Spiel auch nur so lange Spaß gemacht, bis durch die hohe Anzahl an DLCs meine gespeicherten Spielstände irgendwann alle Macken hatten, aber klar, ein zweiter Teil könnte einen Blick wert sein.
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