Caesar 4

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Je nach Lage und historischer Situation können Sie mit unterschiedlichen Städten lukrative Geschäfte eingehen. Je nach Lage und historischer Situation können Sie mit unterschiedlichen Städten lukrative Geschäfte eingehen. Die Equites, der neue Mittelstand im Caesar-Universum, bereichern das Spiel enorm. Während Plebejer die einfachen Arbeiten erledigen - Erze, Ton und Grünzeug aus der Erde buddeln, in Fabriken töpfern und zimmern, zerfallende Gebäude kitten -, sind Equites der Inbegriff der Dienstleistungsgesellschaft. Das Eintreiben von Steuern, das Aufführen von Theaterstücken oder das Gerichtswesen sind ohne sie nicht denkbar.

Die anspruchsvollen Arbeiten der Equites benötigen Sie besonders für die noch viel anspruchsvolleren Patrizier. Während sich nämlich die Arbeiterklasse mit Essen, fließend Wasser und einfachen Gütern wie Geschirr zufrieden gibt, sind die Equites schon weniger genügsam und möchten sich gern Luxusartikel wie Möbel in die Hütte stellen. Die Patrizier dagegen fordern nicht nur von allem mehr, sondern obendrauf exotische Waren, etwa Parfüm. Alle Güter werden an vier separaten Märkten verkauft, was die Komplexität der Planung erhöht, gleichzeitig aber glaubwürdigere Stadtstrukturen schafft.

Neben Konsumgütern wollen alle Bewohner auch ein möglichst attraktives Domizil nebst passendem Umfeld. Handwerksbetriebe und Militärbauten mindern den Landwert, Gärten und Tempel erhöhen ihn und sind auch eine Pracht im Auge des Spielers.

Vici: Kampf den Barbaren!

Das Militärwesen in Caesar 4 besteht zum größten Teil aus dem Aufbau von Kasernen für verschiedene Truppen. Das Militärwesen in Caesar 4 besteht zum größten Teil aus dem Aufbau von Kasernen für verschiedene Truppen. Neben den Steuern, erhoben sowohl auf den Besitz der Patrizier als auch auf sämtliche Konsumgüter, ist der Handel Ihre wichtigste Einnahmequelle - schließlich kosten die ganzen Gebäude und Arbeitsplätze viele Denare.

Die umliegenden Gemeinden dienen aber nicht nur dem Kassenstand - mitunter gibt es tatsächlich Völker, die von der Glorie Roms noch nicht überzeugt sind. Und wenn Sie dann nicht gewillt sind, die Meute gegen einen horrenden Obolus zu befrieden, kommt es zum Kampf. Zur Rekrutierung von Soldaten benötigen Sie naheliegenderweise Waffen, Nahrungsmittel stärken die Moral der Truppe und im Trainingslager bilden Sie Ihre Legionäre weiter.

Lassen Sie sich von der Auswahl an Militärgebäuden und Armee-Einheiten aber nicht täuschen: Caesar 4 bleibt ein traditionelles Aufbauspiel, das eigentliche Kämpfen beschränkt sich darauf, dem Trupp per Rechtsklick den Befehl zum Angriff zu erteilen. Ebenfalls traditionell: die hakelige Steuerung der Armee. So blieben die Sandalenträger im Test längere Zeit an einer Brücke stehen, während am anderen Ende der Stadt Barbaren wüteten.

Deus Ex Machina

Sie haben nicht nur mit Kolosseum und Zirkus die Möglichkeit, das Unterhaltungsbedürfnis Ihrer Einwohner zu stillen. Sie haben nicht nur mit Kolosseum und Zirkus die Möglichkeit, das Unterhaltungsbedürfnis Ihrer Einwohner zu stillen. Ihre Einwohner und Rom sind nicht die Einzigen, denen Sie es in Caesar 4 recht machen sollen. Auch Göttinnen und Götter verlangen Tribut in Form von Schreinen, Tempeln, Festen. Vernachlässigen Sie Jupiter, zerstört er schon mal mit einem Blitzschlag ein Gebäude. Im Gegenzug gewähren besonders geehrte Götter Boni für Ihr Ressort. Gerade für kriegstreibende Statthalter empfiehlt es sich daher, einen guten Draht zu Mars zu haben.

Wenn Caesar 4 beim Aufbaupart wenig falsch macht, so leistet es sich doch einen großen Lapsus: Alle Interface-Innovationen dieser Welt nach Caesar 3 wurden komplett ignoriert. Während Zeus etwa über ein cleveres System an Reitern verfügt, übersichtliche Statistiken zur Gesundheit und die entsprechenden Bauoptionen parallel zeigt, wechseln Sie bei Caesar 4 umständlich in den noch dazu äußerst unansehnlichen Beraterbildschirm. Auch ist das Raster, nach welchem Gebäude errichtet werden, zu filigran, sodass Sie Gebäude häufig deplatzieren. Tröstlich: Wenigstens gibt es eine "Rückgängig"-Funktion.

Die Animationen sind gerade im Vergleich zur Siedler-Serie ungelenk, die Frameraten indiskutabel - aber Caesar 4 bleibt dennoch jederzeit spielbar und erfreut Auge und Herz nicht nur des Römers. Arbeiter, Soldaten, Schauspieler, alle haben einen Spruch auf den Lippen. Meist erfahren Sie von Ihren Einwohnern auch, ob etwas in der Stadt im Argen liegt. Etwa, dass der Priester zetert: Er sei zwar in göttlichem Auftrag hier, aber würde trotzdem gern weltlichen Lohn erhalten ...

Wertung zu Caesar 4 (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Lebendige Stadt mit FeedbackWenige, dafür sinnvolle NeuerungenAufbauprinzip mit Sucht-Garantie
Schlechter Militärpart mit Frust-GarantieUmständliches Interface

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