Caesar 4

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Nach acht Jahren kehrt der Imperator mit dem berüchtigten Riechkolben zurück. Kann er sich mit dem Lorbeerkranz des besten Aufbauspiels schmücken?

Caesar 4 Tiefe Sorgenfalten zieren die Stirn des mächtigsten Mannes der Welt, während er die von der Abendsonne beschienene Karte betrachtet. So vieles liegt derzeit im Argen... Die Steuereinnahmen sinken seit Jahren, von den Barbaren im Norden her droht Krieg. Schon munkelt man, dass sich bald Verschwörer mit blitzenden Messern vor der Casa des Imperators treffen.
Genug! Er stellt sich auf den Balkon, dem rauen Wind entgegen. Zeit, das Land in Ordnung zu bringen! Zeit, eine Stadt zu bauen, die an Wohlstand und Macht dem Ruhme Roms gerecht wird!

Veni: historische Kampagnen

Auch im vierten Teil der antiken Aufbauserie lenken Sie als Gouverneur die Geschicke einer römischen Stadt, wahlweise im freien Spiel oder in der Kampagne. Die drei Feldzüge bauen historisch wie spielerisch aufeinander auf. So lernen Sie die Grundzüge des Cäsaren-Daseins, während Rom vom Stadtstaat zur beherrschenden Kraft Italiens aufsteigt. Haben Sie von Padua bis Verona das römische Banner hochgehalten, sichern Sie die Vorherrschaft Roms im Mittelmeerraum und schlagen sich anschließend mit den Tücken eines ausgewachsenen Imperiums herum.

Dabei wählen Sie zwischen friedlichen und kriegerischen Missionen. Insbesondere bei den Erstgenannten meldet sich Rom oft an und fordert teilweise gewaltige Mengen Güter an - wer kurz nach dem Aufbau der ersten Handelsroute 100 Holzpäckchen verschiffen soll, gerät schon arg ins Schwitzen. Der kriegerische Weg ist auch nicht einfacher - oft ist das zur Waffenproduktion nötige Eisen erst zu importieren, was den Haushalt belastet. Die Römer kennen kein Erbarmen - selbst die Rohstoffknappheit in Kriegszeiten bringt ihre Forderungen nicht ins Wanken.

Um voranzukommen, muss Ihre Stadt neben einer bestimmten Bevölkerungszahl auch die geforderten Werte in den Bereichen Sicherheit, Wohlstand, Imperium (Gunst in Rom) und Kultur erreichen. Nach dem Tutorial-artigen Beginn steigt die Lernkurve selbst im mittleren Schwierigkeitsgrad steil an, sodass auch geübte Quästoren nicht um ein Neustarten und die umsichtige Stadtplanung herumkommen.

Vidi: Schaut auf diese Stadt

Haben Sie alle Bedürfnisse Ihrer Einwohner erfüllt, bauen diese Ihre Behausung weiter aus. Haben Sie alle Bedürfnisse Ihrer Einwohner erfüllt, bauen diese Ihre Behausung weiter aus. Dennoch motiviert Caesar 4 enorm, denn die Kerntugend des Spiels ist perfekt umgesetzt. Der Aufbau einer römischen Stadt ist nirgends komplexer, lebendiger und motivierender inszeniert. Nur das Gras auf noch unbesiedelten Karten ist wahrlich keine Augenweide - also flugs ein paar Häuser draufgesetzt, nebenan den Markt platziert, im Hintergrund ein paar Gärten, nach und nach die besonderen Extras wie eine Schule, damit sich aus unzivilisierten Bälgern gebildete Cicero-Rezitatoren entwickeln. Somit entfalten sich die Gebäude immer weiter, was Einwohnerzahl und Steueraufkommen ansteigen lässt.

Caesar 4 rüttelt nicht an den Grundmauern dieses Spielprinzips, sondern fügt eine feine Nuance hinzu. Statt eines Archetyps Haus, aus dem alle weiteren Gebäude entstehen, gibt es nun verschiedene Typen. Die Plebejer hausen in spartanischen Insulae, die Equites wohnen in geräumigen Domi und die Patrizier residieren in herrschaftlichen Villen.

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