Sockel 2011-3: Ausreißer bei den Einzelergebnissen; Fazit: High End und High Cost
Seit Ende August gibt es den Intel Sockel 2011-3 mit drei neuen Haswell-CPUs sowie neuen Mainboards. Doch lohnt es sich als Gamer, auf diesen Sockel zu setzen? Gibt es nennenswerte Vorteile zum beliebten und preislich erschwinglichen Sockel 1150?
Ausreißer
Quelle: Asrock
ASRock X99 WS
Die Durchschnittswerte der von uns ausgewerteten Benchmarks habt ihr auf der vorigen Seite gesehen. Doch es gibt das ein oder andere Spiel, in dem es auch Abweichungen vom Durchschnitt gibt. Bei einem Spiel war dies - zumindest in einem der analysierten Tests, der Fall. In Crysis 3 legte der Core i7-5820K etwa 25 Prozent zu im Vergleich zum Core i7-4770k.
Allerdings war in diesem Test auch schon der i7-4790K, der Sockel 1150-Nachfolger des Core i7-4770, etwa 15 Prozent schneller. Eventuell war also nur der Testwert des Core i7-4770 unterdurchschnittlich gering. In einer anderen Test lagen die Werte bei Crysis 3 nämlich nicht mehr weit auseinander, sondern entsprachen eher dem Durchschnitt: der Core i7-4790K ist dort nur noch drei Prozent vor dem Core i7-4770K, der Core i7-5820K etwa fünf Prozent. Weitere ungewöhnliche Benchmarkabweichungen von den Durchschnittswerten haben wir aber in den Tests ansonsten nicht gefunden.
Fazit: High End UND high Cost
In diesem Artikel
- Seite 1 Sockel 2011-3: Einleitung und die drei neuen CPUs in der Übersicht
- Seite 2 Sockel 2011-3: Anschaffungskosten - ein teurer Spaß
- Seite 3 Sockel 2011-3: Spiele-Leistung anhand von Benchmark-Auswertungen
- Seite 4 Sockel 2011-3: Ausreißer bei den Einzelergebnissen; Fazit: High End und High Cost
- Seite 5 Bildergalerie
Unser Fazit vor allem mit einem Auge für Preis-Leistung ist eindeutig. Eine Sockel 2011-3-CPU lohnt sich Spieler nicht, zumindest noch nicht. Bisher können die Top-CPUs ihre mögliche Leistungsfähigkeit ganz einfach noch nicht ausspielen, und sich heute so eine solche CPU inklusive dem nötigen teureren Mainboard zu kaufen, nur um eventuell in vielleicht drei Jahren einen Vorteil zu haben, halten wir für nicht sinnvoll. Vor allem wenn ihr nicht unbedingt übertakten wollt, könnt ihr mit einem Intel Core i7-4770 oder i7-4790 oder auch einem Xeon E3-1231v3 (technisch für Gaming effektiv identisch zu einem Core i7-4770) und einem Mainboard unter 80 Euro viel günstiger eine fast gleichstarke Leistung erreichen. Ihr spart so viel, dass ihr in zwei bis drei Jahren - falls nötig - von dem eingesparten Geld ein neues CPU-Mainboard-Set kaufen könnt, das sicher stärker sein wird als ein Sockel 2011-3-Prozessor. Und auch wer übertakten will, spart mit einem Core i7-4790K für den Sockel 1150 eine Menge Geld.
Quelle: PC Games Hardware
Der Sockel 2011-3
Wer sich aber selber als Hardware-Freak bezeichnet und die Ausgabe nicht scheut, bekommt mit einem Sockel 2011-3-System die Basis für einen echten Enthusiasten-PC, da der gesamte Sockel inklusive der Mainboards sich klar auch an Übertakter-Fans richten. Auch was die Ausstattung des neuen X99-Chipsatzes angeht, sind hier klar echte Hardware-Fans die Zielgruppe: es gibt deutlich mehr USB- und SATA-Ports als beim Sockel 1150 üblich. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob es wirklich nennenswert viele Nutzer gibt, die mehr als sechs Sata- und mehr als acht USB-Ports benötigen. Wer neben Gaming aber noch sehr viele Rechenintensive Anwendungen betreibt, für den könnte sich der Einsteiger-2011-3-Prozessor gegebenenfalls doch lohnen. Denn dort kann eine Leistungssteigerung von um die 30 Prozent erreicht werden im Vergleich zu einem Core i7-4770 oder Xeon E3-1231v3. Trotzdem ist dieser Leistungsgewinn kein Schnäppchen - selbst mit dem Core i7-5820K sind es, wie oben schon erwähnt, über 50 Prozent Aufpreis.
