Sockel 2011-3: Anschaffungskosten - ein teurer Spaß
Seit Ende August gibt es den Intel Sockel 2011-3 mit drei neuen Haswell-CPUs sowie neuen Mainboards. Doch lohnt es sich als Gamer, auf diesen Sockel zu setzen? Gibt es nennenswerte Vorteile zum beliebten und preislich erschwinglichen Sockel 1150?
Anschaffungskosten - ein teurer Spaß
Auch ohne die Leistung zu kennen, ist schon auf den ersten Blick klar: der Sockel 2011-3 ist ein teurer Spaß. Denn eine Spitzenleistung für Gaming derzeit und auch auf absehbare Zeit bietet schon ein Intel Xeon E3-1231v3 oder Core i7-4770 (210 beziehungsweise 260 Euro) in Verbindung mit einem Mainboard für 70 Euro und acht Gigabyte DDR3-1600-RAM (65 bis 75 Euro).
Quelle: Gigabyte
Gigabyte GA-X99-UD3
Zusammen sind dies etwa 350 beziehungsweise 400 Euro. Beide CPUs, der Xeon und der Core i7, haben vier Kerne und pro Kern je zwei Threads - mit ihren acht Threads arbeiten die Prozessoren also ähnlich wie ein Octa-Core. Wer unbedingt übertakten will, benötigt eine K-CPU und bekommt mit dem Core i7-4790K den stärksten übertaktbaren Sockel 1150-Prozessor für 300 Euro - inklusive gutem Übertaktermainboard und Arbeitsspeicher kommt ihr in diesem Falle eher auf 500 Euro. Allerdings ist es fraglich, ob der Aufpreis sich später wirklich auszahlt, da die aktuellen Standard-Taktraten auf absehbare Zeit noch völlig ausreichen. Die Übertakter-Variante möchten wir hier trotzdem erwähnen, da der neue Sockel 2011-3 sich klar an Übertakter richtet. Denn alle drei neuen CPUs sind ebenfalls übertaktbar, haben also einen frei wählbaren Multiplikator. Erhöht ihr diesen um zum Beispiel 20 Prozent, dann erhöht sich auch der Gesamttakt um ebenfalls 20 Prozent.
In diesem Artikel
- Seite 1 Sockel 2011-3: Einleitung und die drei neuen CPUs in der Übersicht
- Seite 2 Sockel 2011-3: Anschaffungskosten - ein teurer Spaß
- Seite 3 Sockel 2011-3: Spiele-Leistung anhand von Benchmark-Auswertungen
- Seite 4 Sockel 2011-3: Ausreißer bei den Einzelergebnissen; Fazit: High End und High Cost
- Seite 5 Bildergalerie
Wie sieht es nun preislich beim neuen Sockel 2011-3 aus? Die günstigste CPU kostet 350 Euro - so viel wie der starke Intel Xeon inklusive Mainboard und acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Das derzeit günstigste Mainboard für den Sockel 2011-3 kostet ab etwa 180 Euro und entspricht dem Preis eines absoluten Top-Modells für den Sockel 1150. Als kleines i-Tüpfelchen oben drauf: ihr benötigt das für den Einsatz auf den Sockel 2011-3-Mainboards das brandneue DDR4-RAM, welches daher derzeit mehr kostet als DDR3-RAM. Allerdings hält sich der Aufpreis - obwohl es (Stand 19.9.2014) nur ein einziges Lieferbares 8GB-Kit gibt - in Grenzen: ab 90 Euro ist ein Crucial Kit mit zwei Riegel zu je vier Gigabyte DDR4-2133-RAM zu haben. Gesamtkosten für ein Sockel 2011-3-System derzeit: mindestens 620 Euro. Dies sind etwa 25 Prozent mehr als für ohnehin schon eher zweifelhafte Übertakter-Variante beim Sockel 1150 mit dem Core i7-4790K. Im Vergleich zur nicht-übertaktbaren stärksten Variante beim Sockel 1150 sind es sogar über 50 Prozent mehr, die ihr investieren müsst. Ob sich diese Investition lohnt, hängt natürlich von der Leistung ab, zu der wir auf der nächsten Seite kommen.
