Intel Sockel 1150 CPUs: die Kürzel S, T und K; Was ist die TDP?
In unserem Special findet ihr Kauftipps und ein große Marktübersicht zu Prozessoren für Intels Sockel 1150 inklusive der neuen Haswell-Refresh-CPUs - wir verraten Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle.
Intel-CPUs: die Kürzel S, T und K
Quelle: MSI
MSI Z97 Gaming 9
Einige der Prozessoren von Intel haben hinter der Modellnummer noch einen Buchstaben als Zusatz. Dies war schon bei früheren Sockeln wie dem Sockel 1155 der Fall. Beim Sockel 1150 gibt es drei mögliche Buchstaben, die sozusagen ein Sondermodell einer CPU kennzeichnen: so gibt es beispielsweise nicht nur einen Core i5-4570, sondern auch einen i5-4570S und i5-4570T. Die letzteren beiden benötigen weniger Strom als der Standard-4570er, allerdings auf Kosten der Leistung. Denn der Core i5-4570S hat zwar den gleichen Grundtakt und Turbotakt wie der Core i5-4570, schaltet aber deutlich seltener den Takt hoch, so dass er in der Praxis etwas langsamer ist, aber dafür etwas weniger Strom benötigt. Beim Core i5-4570T sieht es ähnlich aus, nur dass er zusätzlich aus Stromspargründen weniger Kerne besitzt: er arbeitet mit nur zwei statt vier Kernen. Ein weiteres Kürzel ist das K, welches es beispielsweise beim Core i5-4670K gibt. Das K bescheinigt der CPU einen frei wählbaren Multiplikator. Der Multiplikator ist maßgebend für den Takt - wenn ihr diesen erhöht, erhöht sich auch der Takt der CPU. K-CPUs sind also zum Übertakten gedacht. Um so eine CPU später auch wirklich lohnenswert zu übertakten, solltet ihr beim Mainboard ein Modell mit einem Z-Chipsatz (Z87 oder Z97) nehmen. Es gibt zwar auch einige Mainboards mit anderen Chipsätzen, die eine gute Übertaktung zulassen, aber die Z-Chipsätze sind für eine Übertaktung konzipiert.
Was ist die TDP?
Die TPD (Thermal Design Power) wird von vielen als der Strombedarf interpretiert. In Wahrheit handelt es sich aber nur um eine Angabe des CPU-Herstellers, welche maximale Wärme die CPU in Watt gemessen abgeben könnte inklusive eines kleinen Sicherheitspuffers. Wichtig ist dies, um abschätzen zu können, welche Kühlleistung man bereit halten sollte. Denn auch die Kühlfähigkeit von CPU-Kühlern kann anhand der Watt, die sie als Wärme abführen können, eingeordnet werden. Allerdings kann man die TPD trotzdem durchaus als Indiz für den ungefähren Strombedarf der CPU bei Last nehmen, was Praxistests der CPUs belegen. Dass die TPD aber auf keinen Fall den genauen Stromverbrauch angibt, beweisen ebenfalls Praxistests: hier gibt es immer wieder Unterschiede von bis zu 10 Watt bei CPU-Modellen mit identischer TDP. Somit kann die TDP also nicht für den ganz exakten Strombedarf stehen.
