Brothers in Arms

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Kein Durchgang

Brothers in Arms Dass Brothers in Arms in erster Linie für das Xbox-System entwickelt wurde, merkt man nicht nur der fehlenden Speicherfunktion, sondern auch dem linearen Leveldesign deutlich an. Hecken und unsichtbare Mauern sorgen dafür, dass Sie im Sinne des Entwicklers vorgehen und nicht wie ein echter Soldat denken. So stellt sich Ihnen an einer Stelle beispielsweise ein Panzer in den Weg. Normalerweise würden Sie um das Stahlmonster herumrennen und eine Granate hineinwerfen. Das funktioniert in dieser Situation aber nicht, da sich ein kniehoher Zaun als unüberwindbares Hindernis entpuppt. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als hinter einem Felsen an dem Ungetüm vorbeizuschleichen.

Ferner bedeutet eine offen stehende Haustür längst nicht, dass Sie die Bude betreten dürfen. Selbst dann nicht, wenn kurz zuvor deutsche Soldaten dort herausgekommen sind. Als zweischneidiges Schwert entpuppt sich die Optik. Auf den ersten Blick sieht Brothers in Arms überwältigend aus. Grashalme wiegen im Wind, Telegrafenmasten säumen die Straße, Flak-Feuer zuckt durch die Luft und im Hintergrund erkennt man sogar die Stadt mitsamt Kirche, die Sie in einer früheren Mission befreiten. Aber wehe Sie nähern sich einem Objekt mehr als drei Meter! Dann verschwimmen die Texturen zu einem hässlichen Brei. Einige Levelbegrenzungen bestehen gar aus schlichten 2D-Tapeten, wie man Sie aus fünf Jahre alten Titeln kennt. Gut gelungen sind hingegen auf jeden Fall die -detaillierten Charaktere, die beinahe mit den Figuren aus Medal of Honor: Pacific Assault konkurrieren können.

Unausgegorener Multiplayer

Brothers in Arms Auch wenn Brothers in Arms nicht ganz so spektakulär und abwechslungsreich geworden ist wie Call of Duty, gibt es derzeit keinen anderen Shooter, der die Ereignisse in der Normandie ausführlicher behandelt und dabei so viel Wert auf historische Korrektheit legt. Dank der genialen Team-Steuerung begeistern die authentisch wirkenden Feuergefechte selbst beim erneuten Durchspielen - was Sie übrigens unbedingt tun sollten, wenn Sie nicht bereits nach acht Stunden zum Online-Part greifen wollen. Sehr viel länger dauert die Erstürmung der Normandie nämlich nicht. Apropos Multiplayer: Hier kommandieren bis zu vier Hobbygeneräle ihr eigenes KI-Team in einem Assault-Modus. Während die eine Partei Dokumente abliefern oder einen LKW sprengen muss, versucht die andere Mannschaft, dies mit allen Mitteln zu verhindern. Klingt interessant, ist es aber höchstens für eine halbe Stunde. Dann wird klar, dass die computergesteuerten Soldaten völlig überflüssig sind und keinerlei taktischen Sinn machen. Im Gegensatz zur Kampagne lassen sich die Gegner nicht durch feindliches Sperrfeuer beeindrucken. Ganz zu schweigen von Ihren Mitspielern. Außerdem sorgt die Waffenphysik für Frust. Treffer sind in erster Linie Glückssache und haben mit Können wenig zu tun.

Wertung zu Brothers in Arms: Road to Hill 30 (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Ungewöhnlich realistisches SzenarioEinfache SteuerungPackend inszenierte Feuergefechte
Wiederbelebte TeamkameradenDünne Story, lineares Leveldesign

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