Brothers in Arms

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Einfacher geht's kaum

In einigen Missionen leistet Ihrem Team ein Panzer Feuerunterstützung. In einigen Missionen leistet Ihrem Team ein Panzer Feuerunterstützung. Erinnern Sie sich noch an Hidden & Dangerous 2? An sich ein gelungener Taktik-Shooter, wäre nicht das Team-Management dermaßen kompliziert gewesen. Brothers in Arms macht's deutlich besser und tritt in die Fußstapfen von Republic Commando. Kurz: Um Ihre Männer effektiv im Kampf einzusetzen, ist weder ein Handbuchstudium vonnöten noch brauchen Sie sich zig Tastaturkürzel einzuprägen. In den meisten Situationen reicht die Maus völlig aus. Zum Beispiel bei Feindkontakt. Sobald Ihr Zug deutsche Soldaten erspäht, erscheint ein Kreissymbol über den Gegnern. Es informiert über den Gemütszustand Ihrer Kontrahenten. Ist es komplett rot gefärbt, sollten Sie schleunigst in Deckung gehen, denn die Jungs da drüben sind extrem aggressiv. Dafür halten Sie einfach die rechte Maustaste gedrückt und ziehen den Cursor hinter eine Mauer oder eine Kiste. Anschließend markieren Sie die Gegenspieler und lassen Ihre Schäfchen das so genannte Unterdrückungsfeuer starten.

Mit jeder Kugel, die den Rivalen um die Ohren fliegt, färbt sich der Kreis langsam grau. Die Chancen, dabei einen Bösewicht zu erwischen, sind übrigens äußerst gering. Sämtliche Waffen verziehen auf größere Distanzen dermaßen, dass es beinahe an ein Wunder grenzt, ein Scheunentor zu erwischen. Das mag realistisch sein; warum Sie aber selbst im Nahkampf manchmal ein komplettes Magazin auf den Feind leeren, ohne ihm auch nur einen Kratzer zu verpassen, bleibt ein Rätsel. Ist das Rot aus dem Icon komplett verschwunden, ist die Gefahr für den Moment gebannt. Jetzt schnappen Sie sich das zweite Team und rücken über die Flanke vor. Dieses Manöver klappt zwar hervorragend, leider ist es aber auch die einzige taktische Möglichkeit, die sich Ihnen in 95 Prozent aller Kämpfe bietet. Wird Brothers in Arms deswegen langweilig? Nein! Es macht immer wieder aufs Neue Spaß, die Deutschen in packende Feuergefechte zu verstricken und dabei von der Seite zu überraschen. Was allerdings nicht immer gelingt, manche Krauts sind nämlich ganz schön unberechenbar. Erscheint die Lage aussichtslos, ziehen sich die Soldaten einfach zur nächsten Deckung zurück. Außerdem kann es passieren, dass eine Ihrer geworfenen Granaten postwendend zurückkommt.

Wundersame Heilung

Brothers in Arms Und wie ist es um die Intelligenz der GIs bestellt? In der Regel machen sie ihren Job recht ordentlich. Manchmal stellen sich Ihre Jungs allerdings auch ziemlich trottelig an und rennen wie Lemminge blind ins Verderben. Und das, obwohl genügend Deckungsmöglichkeiten vorhanden gewesen wären. Fällt ein Kamerad, hat dies keine allzu dramatischen Auswirkungen: In der nächsten Mission steht der Fallschirmjäger auf wundersame Weise von den Toten auf und folgt Ihnen gerne erneut ins Verderben. Überhaupt gewinnen Sie Ihre Gefolgsleute während der Kampagne kein bisschen lieb. Brothers in Arms beleuchtet die einzelnen Charaktere nicht näher. Bewegende Einzelschicksale, wie man sie aus Band of Brothers kennt, fehlen komplett. Außerdem will die Story nicht sonderlich mitreißen. Etwas mehr als langweilige Dialoge zwischen den Missionen hätte Brothers in Arms gut getan. So hingegen werden Sie bei den 17 Einsätzen etwas den Zusammenhang vermissen.

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