Breed
Inkonsequentes Design
Bis zu drei Grunts begleiten Sie durch die Missionen. Sie können jederzeit die Kontrolle über einen dieser Teamkameraden übernehmen.
Die Auswahl an Missionen ist begrenzt: Angreifen, Verteidigen, Informationen sammeln. Nach einem kurzen Briefing werden Sie meist von einem Landungsschiff irgendwo im Level abgesetzt und kämpfen sich von einem Wegpunkt zum nächsten, bis Sie Ihren Auftrag erledigt haben. Leider zeigt sich im Missionsdesign die Einfallslosigkeit und Inkonsequenz der Entwickler von Brat Designs in vollem Umfang: Die Levels bieten zwar wegen ihrer Größe und des offenen Designs fast immer mehr als einen Anlaufweg, um ein Missionsziel zu erreichen. Allerdings ist das Abklappern der Wegpunkte scheinbar wichtiger als kluges, taktisches Vorgehen. So können Sie sich zwar auf Alternativrouten anstelle des vorgeschriebenen Pfades an Ihren Bestimmungsort heranpirschen. Dadurch lösen Sie allerdings keine Script-Ereignisse aus, die für den Fortgang der Mission wichtig sind. Und das Schärfste: Wenn ein Level beispielsweise als Schauplatz für mehrere Aufträge dient und Sie im ersten Durchgang Gebäude mit darin postierten Scharfschützen oder fest installierte Geschütze zerstören, sind exakt diese Installationen zu Beginn einer neuen Mission wieder völlig intakt - als wäre nie etwas gewesen. Wozu also weitläufige Levels und somit Entscheidungsfreiheit bezüglich des Vorgehens, wenn im folgenden Auftrag auf exakt der gleichen Karte ALLE zerstörten Gebäude und Feinde auf wundersame Weise wieder da sind? Gratulation - so zerstört man Atmosphäre.
Wenigstens bei den Waffen stimmt alles: Im Sortiment der USC befinden sich acht brauchbare Standard-Feuerspucker, die man bereits aus anderen Shootern kennt. Vom kleinen Maschinengewehr über eine Scharfschützen-Flinte und das Standard-Automatikgewehr mit Granatwerfer bis hin zum Flammen- oder Raketenwerfer ist alles dabei. Ihre Grunts besitzen beim Start einer Mission Ihrem Aufgabengebiet entsprechend unterschiedliche Waffen. Allerdings kann man jederzeit seine aktuelle Wumme wegwerfen und einen anderen Schießprügel einsetzen. Die Breed verlassen sich eher auf Plasmawaffen und haben bis auf den Flammenwerfer entsprechende Pendants zu den USC-Schießeisen umgeschnallt.
Ich will Panzer fahren ...
Massengefechte wie in Serious Sam stehen öfter auf dem Tagesplan.
... und genau das dürfen Sie in Breed auch! Die Fahrzeuge sind das heimliche Highlight des Sci-Fi-Shooters, stehen aber leider nicht in jeder Mission zur Verfügung. So ist es kein Wunder, dass genau die Missionen am meisten Spaß machen, in denen man mit einem waffenstarrenden Panzer über die Karte rumpelt oder im pfeilschnellen Flieger sitzt. Es gibt es alles, was man als moderner Soldat in einem Krieg gegen Außerirdische eben so braucht. Gesteuert werden die Vehikel genau wie Ihre Spielfigur mit Maus und Tastatur und lassen sich in der Regel ganz ordentlich bedienen. Bei Fluggeräten muss man allerdings aufpassen: Vor allem der Jäger verlangt nach geschickter Bedienung, denn bei zu geringem Schub schmiert die Kiste aufgrund des Strömungsabrisses schneller ab, als Ihnen lieb ist. Schönes, aber spielerisch unwichtiges Detail: Die Fluggeräte können jederzeit zwischen Jet- und Schwebemodus wechseln. Genau das hätte man sicher auch mal für eine nette Schleichmission im Flieger à la Yager einsetzen können - Fehlanzeige! Leider hat Brat Designs auch die Kamerasteuerung vermurkst. Sie können zwar in die Verfolgerperspektive schalten, allerdings ist der Sichtwinkel bei Panzern und Jeeps zu steil. So sieht man lediglich das, was virtuelle zehn Meter vor und neben einem geschieht. Infolgedessen ist die Verfolgerkamera bei Bodenfahrzeugen natürlich genauso überflüssig wie der Schwebe-Modus für Flugzeuge. Wirklich übel ist die verhunzte Maussteuerung. Hier wurde scheinbar eine Art künstlicher "Maus-Lag" eingebaut, zumindest reagiert die Bildschirmdarstellung leicht verzögert auf Mausbewegungen. Daran muss man sich wohl zwangsläufig gewöhnen, denn einen Schalter zum Deaktivieren haben wir nirgends gefunden.
Wer hat den Breed zum "Halo Killer" gemacht? Das war sicherlich nicht Brat sondern die Presse. Egal ob PC Games, GameStar oder wie sie alle heissen. Alle haben schon nach den ersten Screenshots die frohe Nachricht des "Halo Killers" verbreitet. Das es nun doch nicht dazu gekommen ist, ist sicherlich die Schuld der Entwickler. Kein Zweifel. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden ist aber die Schuld der Presse, welche diese Erwartungen erst definierte.
Bei Half-Life 2 ist das zum Beispiel anders. Da entstehen die Erwartungen aufgrund des Vorgängers und der Technologie, nicht aufgrund eines Vergleichtitels wie bei Breed.
Wobei ich selber bei Spellforce meinen Grundsätzen untreu geworden bin und prompt bestraft wurde ;)
Dass dabei aber nicht wenige Spieler auf der eigenen Sabberspur ins Trudeln kommen, ist aber nicht die Schuld der Presse. Oder glaubst Du alles, was dort geschrieben steht? Ich informiere mich sehr gerne über Previews, um zu wissen, was denn in den nächsten Monaten so alles erscheinen wird. Mehr nicht, ich informiere mich. Ich treffe keine Kaufentscheidung, ich mach mir nicht in Höschen, nur weil das Spiel "bestimmt totaaaaaal geil wird" und bleibe auch bei Release gelassen und ruhig. Es gibt Demos, es gibt dutzendweise Reviews, es gibt Forenbeiträge, die man in Ruhe studieren kann. Leute, die voll blinder Vorfreude teuer Geld für überhypte und verbuggte Scheisse ausgeben und sich hinterher beschweren, haben mein Mitleid nicht mehr.
Wobei ich selber bei Spellforce meinen Grundsätzen untreu geworden bin und prompt bestraft wurde ;)
Wer hat den Breed zum "Halo Killer" gemacht? Das war sicherlich nicht Brat sondern die Presse. Egal ob PC Games, GameStar oder wie sie alle heissen. Alle haben schon nach den ersten Screenshots die frohe Nachricht des "Halo Killers" verbreitet. Das es nun doch nicht dazu gekommen ist, ist sicherlich die Schuld der Entwickler. Kein Zweifel. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden ist aber die Schuld der Presse, welche diese Erwartungen erst definierte.
Bei Half-Life 2 ist das zum Beispiel anders. Da entstehen die Erwartungen aufgrund des Vorgängers und der Technologie, nicht aufgrund eines Vergleichtitels wie bei Breed.