Bill Gates: Vom Mega-Nerd zum Milliardär - die Geschichte seines Aufstiegs
Am 26. November 1976 registrierte Gates Microsoft als Firmenname und manifestierte damit die Gründung des Unternehmens. Einer seiner Professoren soll einmal gesagt haben: "[Gates] ist ein verdammt guter Programmierer, aber ein unausstehlicher Typ." In seiner frühen Rolle als Geschäftsführer bestätigte sich dieses Bild. Mitarbeiter beschrieben ihn als streng und unfreundlich, Provokationen wie zum Beispiel "Das ist das dümmste, was ich jemals gehört habe" und "Warum gibt's du nicht einfach auf und wirst Mitglied bei den Peace Corps (Anm. d. Red.: US-amerikanische Friedenstruppe)" seien keine Seltenheit gewesen. In den ersten fünf Jahren hat er außerdem jede einzelne Code-Zeile nachträglich überprüft.
1980 trat IBM an Microsoft heran und bat um die Programmierung eines Betriebssystems für den damals neuen IBM PC. Erst verwies sie Gates an die Firma Digital Research, danach schlug er 86-DOS (auch bekannt als QDOS, Quick and Dirty Operating System) der Firma Seattle Computer Products vor. IBM verhandelte mit beiden, kam aber zu keinem Ergebnis. Ein Betriebssystem aus dem Hut zu zaubern, erschien auch Gates als Ding der Unmöglichkeit.
Er lizenzierte 86-DOS für schlappe 25.000 US-Dollar. Danach verkaufte er das Programm als MS-DOS (mit geringfügigen Änderungen) für 80.000 US-Dollar an IBM und bestand zusätzlich darauf, das Copyright zu behalten. Eine gute Entscheidung, unzählige Hardware-Hersteller lizenzierten das Programm und machten Microsoft binnen kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Unternehmen der Industrie.
Mit Windows, dessen erste Version am 20. November 1985 erschien, verpasste Microsoft MS-DOS eine grafische Benutzeroberfläche. Richtig, Windows war zunächst kein eigenes Betriebssystem, sondern lediglich eine optisch ansprechendere "Schnittstelle" zwischen dem User und dem Grundgerüst namens MS-DOS. Im Laufe der Zeit entwickelte Microsoft dieses Grundgerüst (und natürlich auch die Benutzeroberfläche) immer weiter.
Am Neujahrstag des Jahres 1994 heiratet Bill Gates Melinda French aus Dallas, Texas. Kennengelernt haben sich beide auf einem Microsoft Presseevent, ein umgeschriebener Programmcode war diesmal nicht nötig, um in weibliche Gesellschaft zu kommen. Bill und Melinda Gates haben drei Kinder: Jennifer Katharine, Rory John und Phoebe Adele.
Der lebende Beweis von Murphys Gesetz: Wenn etwas schief gehen kann, geht es schief.
1998 war ein ulkiges Jahr für Bill Gates: Auf einer Präsentation stellte er Windows 98 vor, das sich prompt mit einem Bluescreen verabschiedete. Die Presse konnte genüsslich darüber lachen, ebenso Bill Gates, der versuchte mit einem unschuldigen Lächeln die Situation zu lockern: "Das ist wohl der Grund, warum wir Windows 98 noch nicht veröffentlicht haben." Kann jedem mal passieren, Bill!
Im selben Jahr reiste er außerdem nach Brüssel und erhielt ein süßes Geschenk von Noel Godin: eine Torte mitten in. Der Tortenwerfer war kein unbekannter, denn er "versüßte" bereits Bill Clinton und einem französischen Politiker den Alltag.
Zusammen mit seiner Frau gründete er 2000 die eingangs erwähnte Stiftung. Zuvor unterstützte er bereits die wohltätige Institution seines Vaters. Sechs Jahre später kündigt Gates an, in Zukunft weniger Energie in Microsoft, dafür mehr Energie in die Stiftung zu stecken. Er trat als ausführender Firmenchef zurück, fungierte aber weiterhin als Präsident und Leitender Software Architekt von Microsoft. Seit dem 27. Juni 2008 ist Gates der nicht-ausführende Präsident von Microsoft. Ein repräsentativer Job.
Sein letzter Arbeitstag...

Klasse Video! US-typisch herrlich selbstironisch inzeniert, und mit gewaltigem Promi-Aufkommen.
@ichmusssagen:
Nur zu deiner Information. Aplle würde es heute nicht mehr geben wenn Bill Gates es damals nicht finanziell untersützt hätte.
Laaaangweilig....
Gibts denn nicht lieber was neues von Diablo oder Crysis?
naja...
an gates gutmenschentum gibt es einige zweifel.
ein etwas anderes bild über die "stiftung", der vorgeworfen wird nur zu einem prozent wohltätig zu sein, wird in diesem artikel beleuchtet:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/548/97451/
gates errungenschaften in bezug auf softwareentwicklung werden im allgemeinen auch in erster linie auf wirtschaftlicher ebene gesehen. dos zB soll er einem programmierer abgekauft haben, für relativ wenig geld. windows soll er von apple geklaut haben...