Battlefield: Hardline im Test - Fazit und Wertung
Die Dead Space-Macher von Visceral Games bringen mit einem Polizisten-Setting viel frischen Wind in das angestaubte Ego-Shooter-Genre. Wir haben die Kampagne von Battlefield: Hardline durchgespielt und sagen euch im Test, wie glaubwürdig die Handlung ist und wie viel Spaß die Schießereien machen. Update: Jetzt mit Multiplayer-Review, Fazit und Wertung!
Kein kompletter Reinfall
Bei all der Kritik müssen wir jedoch auch einige gelungene Neuerungen in Hardline hervorheben. So erspart das neue Freischaltsystem für die Waffen und die Ausrüstung das unnötige Spielen mit Schießeisen, die man eh nicht mag. Stattdessen sammelt ihr nun in allen Gefechten Geld, womit ihr Waffen aller Klassen direkt kaufen könnt. Nur für die Visiere und Aufsätze müsst ihr wie in Battlefield 3 und 4 eine bestimmte Anzahl an Feinden mit der jeweiligen Waffe ausschalten.
Etwas schwächer fanden wir dagegen das Waffenarsenal und insbesondere die neuen Ausrüstungsgegenstände im Vergleich zum Vorgänger. Es ist zwar nett, dass man nun auch zum Beispiel Kletterhaken verwenden kann, bei den chaotischen Kämpfen kommen diese aber eher selten zum Einsatz. Ebenso vermissen wir - wie bereits gesagt - die Möglichkeit, auch Anti-Fahrzeug-Waffen für die Mechanikerklasse freischalten zu können.
Quelle: PC Games
Die Helikopter sind so etwas wie die Überwaffe in Battlefield: Hardline.
Die neun Karten von Hardline haben uns dagegen optisch durch die Bank gut gefallen. Sie mögen im Vergleich zum Vorgänger nicht deutlich besser aussehen, bieten aber jeweils eine ganz eigene Atmosphäre und obendrein auch interessante Levolution-Effekte. So bekommen wir es zum Beispiel auf der Map Dustbowl mit einem Sandsturm zu tun, der uns jegliche Sicht nimmt und auf der Karte Downtown kracht ein riesiger Baukran zusammen, über den wir in ein anderes Gebäude gelangen.
Von der Klangkulisse sind wir ebenfalls begeistert. Neben den wuchtigen Waffensounds bringen 90er-Jahre Hits wie KRS-Ones "Sound of da Police" einen dicken Atmosphärebonus in die chaotischen Kämpfe.
In diesem Artikel
Wenn man aber den Mehrspielermodus von Battlefield: Hardline in seiner Gänze betrachtet, müssen wir sagen, dass wir ziemlich enttäuscht sind. So liefert Visceral zwar mit Blood Money und Hotwire zwei interessante neue Modi, die jedoch aufgrund der Spielregeln beziehungsweise des Balancings nur bedingt Spaß machen. Ebenso passt die allgemeine Hektik in den Gefechten unserer Meinung nach nicht in die Battlefield-Serie, viel mehr vermissen wir den taktischen Tiefgang in den Schlachten. Insgesamt würden wir zurzeit eher den Mehrspielermodus von Battlefield 4 bevorzugen, da er mit allen DLCs und den bitternötigen Updates deutlich mehr bietet und in Sachen Balancing besser funktioniert als Hardline. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass der neue Ableger kleinere Schwierigkeiten mit dem Netcode hat. So kam es uns einige Male so vor, als ob wir ganz klar einen Gegner tödlich verwundet hätten, aber am Ende hatte der Feind gar keinen Schaden erlitten. Ebenso kam es vor, dass ein Gegner uns mehrere Male getroffen hatte, wir aber nur einen - und zwar den letzten - Treffer mitbekamen.

Stimme daher der Wertung nicht zu, da der Singleplayer-Part überbewertet wird.
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-Smoke
Mitunter darfst Du Dich in Warteschlangen vordrängeln...
Vorr kurzem wurde wieder ein Cheater-Event angekündigt, so daß Du als Premium Deine Punkte pushen kannst.
... und EA tut Dich psychologisch so unter Druck setzen, so daß Du schon Premium kaufen mußt, um letztendlich nicht diskriminiert zu werden.
Der Räuber hat etwas anderes zu absolvieren, wieviele Straftaten er begangen hat und die Polizei muß ihn stoppen.
Meiner Meinung wird Battlefield: Hardline seinem gesetzten Thema nicht gerecht und gestern habe ich amerikanische Polizeiserien gesehen. In diesen geht die Polizei mit Schußwesten vor und nicht mit solchen komischen Mänteln, auf denen der Aufdruck Police angebracht ist.
Das wäre für mich ein frischer Wind in dem von Dir genannten angestaubten Setting.
Für mich ist die Glaubwürdigkeit auch ein wichtiger Aspekt und hier fällt Battlefield: Hardline für mich schon durch.
Billige Skins...
Die Prozentzahlen der PC Games sind für mich immer wieder Magie, besonders, wenn man Artikel vergleicht. Da wird ein Titel intensiv kritisiert, der andere liest sich ganz ok, nacher ein paar Prozent Unterschied. Und da sich die meisten Bewertungen zwischen 60% und 90% bewegen, ist die Bandbreite auch begrenzt. Gut das hat so seine Logik, mit unter 50% Titeln sollten sie gar nicht Testzeit und Heftseiten vergeuden, es sei denn es geht um große, bekannte Titel mit viel Interesse dahinter. Und ein >95% Spiel müsste schon Titel des Jahrhunderts sein.
Insgesamt finde ich den Test nachvollziehbar, angemessen, soweit ich das sagen kann ohne das Spiel zu besitzen, und hilfreich. Habe einen Tag die Open Beta gespielt und jetzt einige Video Reviews geguckt, und mein Einschätzung lag ähnlich, eher eine Enttäuschung mit diversen Problemen im Game Design des Multiplayers.
Unterm Strich ist ein schlechtes BF immer noch ein moderat gutes Spiel. Und z.B. in der Bug und Stabilitätskategorie sieht es wohl aktuell noch ganz gut aus. Ein bicchen Balancing und Verbesserung im Spawn System und so, schon wirds besser. Und es gibt vielleicht weniger Waffen, aber so sehr brauchts das eh nicht, dafür sind die dann doch sehr ähnlich und es gibt letztendlich für jeden Bedarf einen Favoriten. In BF4 gibts in jeder Waffengattung letztendlich auch nur so 3-4 Stück, die ich meistens antreffe. Und Unterschiede sind teilweise minimal.
-Smoke