Battlefield: Hardline im Test - Der Multiplayer-Modus

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Test: Multiplayer-Review, Fazit und Wertung (Update) (1)
Quelle: Electronic Arts

Die Dead Space-Macher von Visceral Games bringen mit einem Polizisten-Setting viel frischen Wind in das angestaubte Ego-Shooter-Genre. Wir haben die Kampagne von Battlefield: Hardline durchgespielt und sagen euch im Test, wie glaubwürdig die Handlung ist und wie viel Spaß die Schießereien machen. Update: Jetzt mit Multiplayer-Review, Fazit und Wertung!

Multiplayer-Test

Riesige Schlachtfelder, unzählige unterschiedliche Fahrzeuge, gutes Balancing und ein großer taktischer Tiefgang - das sind nur einige der Stärken der Battlefield-Reihe, wenn es um die mehrfach ausgezeichneten Mehrspielergefechte geht. Für den grandiosen Multiplayer-Part der Serie waren bislang die schwedischen Entwickler von DICE verantwortlich, der jüngste Polizisten-Ableger der Reihe stammt jedoch von den Grusel-Sci-Fi-Experten Visceral Games, die sich durch die Dead Space-Serie einen Namen gemacht haben. Einen Grund zur Sorge sollte man wegen des Studiowechsels eigentlich nicht haben, denn DICE stand den Entwicklern von Visceral in beratender Funktion zur Seite. Wir haben uns nach der Veröffentlichung von Battlefield: Hardline ausgiebig mit den Multiplayer-Schlachten beschäftigt und liefern nun unsere endgültige Wertung nach.

Das kenne ich doch!

Während man sich noch über den mageren Umfang der Einzelspielerkampagne von Hardline beschweren kann, liefert Visceral mit insgesamt acht unterschiedlichen Modi auf neun mittelgroßen bis riesigen Karten einen mehr als üppigen Mehrspielerpart, der euch in der Theorie unzählige abwechslungsreiche Stunden beschert. Doch die Betonung liegt hierbei auf "in der Theorie", denn die meisten Mehrspielervarianten dürften Serienveteranen ziemlich bekannt vorkommen - nur mit dem leicht zu übersehenden Unterschied, dass in Hardline Verbrecher gegen Cops kämpfen.

In den meisten Modi von Battlefield Hardline herrscht heilloses Chaos, weil bis zu 32 Spieler pro Seite sich an einem Punkt auf der Karte treffen. Quelle: PC Games In den meisten Modi von Battlefield Hardline herrscht heilloses Chaos, weil bis zu 32 Spieler pro Seite sich an einem Punkt auf der Karte treffen. Der Conquest-Modus, in dem man bestimmte Punkte auf der Karte erobern und verteidigen muss, ist zum Beispiel seit Battlefield 1942 mit an Bord. Bei den Counter Strike-ähnlichen Rescue- und Crossfire-Varianten fühlt man sich hingegen aufgrund des taktischen 5-vs-5-Gameplays stark an Defuse aus Battlefield 4 erinnert. Auch der Heist-Modus spielt sich fast wie die Rush-Variante, die eingefleischte Battlefield-Zocker schon seit Bad Company 1 und 2 kennen und schätzen. So bleiben am Ende des Tages lediglich Blood Money und Hotwire als komplett neuartige Modi in Battlefield: Hardline, die zumindest wie die Faust aufs Auge zum Polizisten-Setting des Spiels passen.

Allerdings verdeutlicht vor allem Blood Money die vielleicht größte Schwäche der Mehrspielergefechte von Hardline. In diesem Modus müssen beide Teams (sprich bis zu 32 Spieler pro Seite) Geld aus einem Zentrallager zusammenklauben und es in ihr eigenes bringen. Außerdem ist es noch möglich, die Moneten direkt aus dem Tresor des Gegners zu entwenden, was dem Feind natürlich doppelt schadet. Durch die Spielregeln ergibt sich eine Konzentration der Gefechte auf lediglich drei Punkte (Zentrallager sowie die beiden Tresore), das dazu führt, dass die Kämpfe im heillosen und Nerv tötendem Chaos enden. Zum einen stirbt man - egal ob man Neuling oder geübter Spieler ist - aufgrund der unübersichtlichen Massengefechte fast im Sekundentakt und außerdem können auf beiden Seiten Sniper dafür sorgen, dass Gegner das Zentrallager beziehungsweise den Tresor eh nicht erreichen - taktischer Tiefgang geht anders, liebe Entwickler!

Das heillose Chaos im Blood-Money-Modus dürfte unserer Meinung nach den wenigsten Battlefield-Fans schmecken, zumal Visceral obendrein die Geschwindigkeit aller Gefechte im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig erhöht hat und zudem Fahrzeuge bis auf die Helikopter eine eher untergeordnete Rolle in den Schlachten spielen. Dadurch hat man auch in den anderen Spielmodi oft das Gefühl, dass Hardline im Multiplayer eher ein Call of Duty- als ein Battlefield-Ableger ist.

Balancing-Probleme

Im spaßigen Hotwire-Modus geht es darum, möglichst lang mit gekaperten Fahrzeugen durch die Karten zu brettern. Quelle: PC Games Im spaßigen Hotwire-Modus geht es darum, möglichst lang mit gekaperten Fahrzeugen durch die Karten zu brettern. Hotwire fanden hingegen als eine willkommene und ebenso passende Abwechslung im großen Repertoire der Battlefield-Modi. Hier geht es darum, dass beide Teams Fahrzeuge übernehmen und mit ihnen durch die Karten brettern müssen, um die Schlacht zu gewinnen. Durch die flinken Autos verlagern sich die Kämpfe auf viele unterschiedliche Stellen auf den Karten. Ein Faktor, der die unnötige Hektik aus den Gefechten nimmt und mehr die Stärken der Battlefield-Serie hervorhebt -sprich mehr Team-Taktik als Skill erfordert. Doch auch hier müssen wir eine wichtige Sache bemängeln: nicht zu Ende gedachtes Balancing. Im Gegensatz zu Battlefield 4 stehen der Mechaniker-Klasse in Hardline nämlich keine schlagkräftigen Raketenwerfer zur Verfügung. Stattdessen sind auf den Karten wenige Anti-Panzer und -Helikopter-Waffen verteilt, die jeder Spieler aufheben kann.

Die Idee an sich ist lobenswert und doch zugleich ziemlich unüberlegt. Wenn man es zum Beispiel mit hochstufigen Gegnern zu tun bekommt, haben diese bereits die Anti-Raketen-Maßnahmen bei den Helikoptern freigeschaltet und sind somit gegen einzelne Stinger-Raketen fast immun. Man kann die Hubschrauber zwar auch mit einem Maschinen- oder gar Sturmgewehr abschießen, doch im Kampfgetümmel zieht der Fußsoldat eigentlich immer den Kürzeren und somit sind Helikopter fast schon die Überwaffe in Hardline.

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  1. Seite 1 Battlefield: Hardline im Test - Die Singleplayer-Kampagne
  2. Seite 2 Battlefield: Hardline im Test - Der Multiplayer-Modus
  3. Seite 3 Battlefield: Hardline im Test - Fazit und Wertung
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sonny1606 Mitglied
        BF war schon immer ein reines Multiplayer Game - Action Game und darin super. Hardline ist dies ebenso, nur halt auf Infantrie - Gebäudekampf. Mir als Fan aller BF Teile macht dies super viel Spaß.
        Stimme daher der Wertung nicht zu, da der Singleplayer-Part überbewertet wird.
      • Von sonny1606 Mitglied
        BF war schon immer ein reines Multiplayer Game - Action Game und darin super. Hardline ist dies ebenso, nur halt auf Infantrie - Gebäudekampf. Mir als Fan aller BF Teile macht dies super viel Spaß.
        Stimme daher der Wertung nicht zu, da der Singleplayer-Part überbewertet wird.
      • Von Kwengie Mitglied
        Zitat von SmokeOnFire
        Das was man gerade spielen kann kostet 60. Die ganzen DLCs, die du mit Premium mit bezahlst sind noch gar nicht da. Den Preis jetzt ansetzen ist einfach Blödsinn. Ich glaube es sind 4 DLCs geplant, wenn die da sind, dann kannst du Premium bewerten, plus die Zusatzinhalte wie irgendwelche Waffen, Bonus XP Events oder was immer die noch abziehen mögen.

        ...
        -Smoke
        aber als Premium-Käufer, der gleich über 120,00 Euro auf den Tisch blättert, hast Du diverse Vorzüge im Spiel zu erwarten.
        Mitunter darfst Du Dich in Warteschlangen vordrängeln...
        Vorr kurzem wurde wieder ein Cheater-Event angekündigt, so daß Du als Premium Deine Punkte pushen kannst.
        ... und EA tut Dich psychologisch so unter Druck setzen, so daß Du schon Premium kaufen mußt, um letztendlich nicht diskriminiert zu werden.
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von MattiSandqvist
        Damit hast du natürlich recht. Wie ich im Test ja auch geschrieben habe, bin ich persönlich auch ziemlich enttäuscht von BF:HL. Nur können wir ja schlecht die Spielspaßwertung nur an die BF-Veteranen richten.
        Vielleicht und hoffentlich gibts mehr Nachschub durch die DLC.
      • Von Kwengie Mitglied
        Zitat
        Nur für die Visiere und Aufsätze müsst ihr wie in Battlefield 3 und 4 eine bestimmte Anzahl an Feinden mit der jeweiligen Waffe ausschalten.
        besser wäre es gewesen, wenn Du die Feinde diesmal nicht mit der Waffe wie in den militärischen Battlefields ausschalten mußt, sondern wieviele Verhaftungen Du als Polizist vorgenommen hast, damit diesem Setting Rechnung getragen wird.
        Der Räuber hat etwas anderes zu absolvieren, wieviele Straftaten er begangen hat und die Polizei muß ihn stoppen.
        Meiner Meinung wird Battlefield: Hardline seinem gesetzten Thema nicht gerecht und gestern habe ich amerikanische Polizeiserien gesehen. In diesen geht die Polizei mit Schußwesten vor und nicht mit solchen komischen Mänteln, auf denen der Aufdruck Police angebracht ist.

        Das wäre für mich ein frischer Wind in dem von Dir genannten angestaubten Setting.
        Für mich ist die Glaubwürdigkeit auch ein wichtiger Aspekt und hier fällt Battlefield: Hardline für mich schon durch.
        Billige Skins...
      • Von SmokeOnFire Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Kingwidder
        120€ BFHL+Prem. = Abzocke hoch 10 !!!
        Das was man gerade spielen kann kostet 60. Die ganzen DLCs, die du mit Premium mit bezahlst sind noch gar nicht da. Den Preis jetzt ansetzen ist einfach Blödsinn. Ich glaube es sind 4 DLCs geplant, wenn die da sind, dann kannst du Premium bewerten, plus die Zusatzinhalte wie irgendwelche Waffen, Bonus XP Events oder was immer die noch abziehen mögen.

        Die Prozentzahlen der PC Games sind für mich immer wieder Magie, besonders, wenn man Artikel vergleicht. Da wird ein Titel intensiv kritisiert, der andere liest sich ganz ok, nacher ein paar Prozent Unterschied. Und da sich die meisten Bewertungen zwischen 60% und 90% bewegen, ist die Bandbreite auch begrenzt. Gut das hat so seine Logik, mit unter 50% Titeln sollten sie gar nicht Testzeit und Heftseiten vergeuden, es sei denn es geht um große, bekannte Titel mit viel Interesse dahinter. Und ein >95% Spiel müsste schon Titel des Jahrhunderts sein.

        Insgesamt finde ich den Test nachvollziehbar, angemessen, soweit ich das sagen kann ohne das Spiel zu besitzen, und hilfreich. Habe einen Tag die Open Beta gespielt und jetzt einige Video Reviews geguckt, und mein Einschätzung lag ähnlich, eher eine Enttäuschung mit diversen Problemen im Game Design des Multiplayers.

        Unterm Strich ist ein schlechtes BF immer noch ein moderat gutes Spiel. Und z.B. in der Bug und Stabilitätskategorie sieht es wohl aktuell noch ganz gut aus. Ein bicchen Balancing und Verbesserung im Spawn System und so, schon wirds besser. Und es gibt vielleicht weniger Waffen, aber so sehr brauchts das eh nicht, dafür sind die dann doch sehr ähnlich und es gibt letztendlich für jeden Bedarf einen Favoriten. In BF4 gibts in jeder Waffengattung letztendlich auch nur so 3-4 Stück, die ich meistens antreffe. Und Unterschiede sind teilweise minimal.

        -Smoke
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