Zwischen Städtebau und Opferkult - Aztecs: The Last Sun im Early Access angespielt

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Special Matthias Hable - Autor Annika Menzel - Redakteurin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Zwischen Städtebau und Opferkult - Aztecs: The Last Sun im Early Access angespielt
Quelle: Toplitz Productions

Seit dem 23. September 2025 gibt es Aztecs: The Last Sun auf Steam im Early Access. Wir verraten euch in unserer Vorschau, was uns bereits jetzt schon gut gefällt und wo sich das Spiel noch unfertig anfühlt.

Für Fans von Aufbauspielen hat das Jahr 2025 einiges zu bieten. Vor allem im Indie-Bereich waren schon jetzt sehr interessante Spiele dabei - zum Beispiel Town to City, das euch in eine von Südfrankreich inspirierte Region entführt. Mit Aztecs: The Last Sun bekommt ihr zwar auch einen City Builder, aber ansonsten ein ganz anderes Spiel.

Hier erwartet euch ein harter Überlebenskampf, es handelt sich also um alles andere als ein Feelgood-Game. Und eins vorweg: Die Themen, die darin behandelt werden, sind harter Tobak und vermutlich nicht für jeden etwas. Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Worum geht es im Spiel eigentlich?

Willkommen in Tenochtitlán

In Aztecs schlüpft ihr in die Rolle des Aztekenkönigs und müsst eurem Volk eine neue Heimat aufbauen, nachdem ihr aus eurem alten Zuhause vertrieben wurdet. Eure Aufgabe ist es, die Hauptstadt eures zukünftigen Reiches zu errichten. Wie in anderen City Buildern müsst ihr für den Städtebau erst einmal Ressourcen sammeln.

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Das wichtigste Gebäude im Spiel ist der Haupttempel, in dem ihr euch mit euren Beratern trefft, Posten vergebt und Module errichtet. Letztere sind Erweiterungen, die ihr während der Story nacheinander freischaltet. Sollte der Haupttempel zerstört werden, war es auch das Ende für euer neues Imperium und das Spiel ist aus.

In Aztecs liegt nämlich wie in Frostpunk ein großer Schwerpunkt auf den Survival-Elementen. Die bekommt ihr vor allem nachts zu spüren, wenn eure Stadt von einem verfluchten Nebel umhüllt wird. Das habt ihr einem mysteriösen Mann namens Achitométl zu verdanken, mit dem ihr euch im Krieg befindet.

Dieser Kerl hat sich die Kräfte der Mondgöttin angeeignet und wird nichts unversucht lassen, um euer kleines Reich zu stürzen. Wir ihr bald merken werdet, spielt die Mythologie der Azteken eine wichtige Rolle. Diese ist auch eng mit einigen zentralen Gameplay-Mechaniken verbunden.

Als Tlatoani müsst ihr Entscheidungen treffen, die Konsequenzen für eure Bevölkerung haben. Am Anfang des Spiels könnt ihr außerdem entscheiden, wie viele Tipps ihr im Spiel erhalten wollt. Quelle: PC Games Als Tlatoani müsst ihr Entscheidungen treffen, die Konsequenzen für eure Bevölkerung haben. Am Anfang des Spiels könnt ihr außerdem entscheiden, wie viele Tipps ihr im Spiel erhalten wollt.

Wer soll geopfert werden?

Die wichtigste davon ist das Blutmodul. Das ermöglicht euch, durch ein Ritual eine schützende Barriere um eure Stadt herum zu erzeugen, die sogenannte Blutzone. Innerhalb der Zone seid ihr zwar vor dem Nebel sicher, aber dadurch ist euer Platz zum Bauen sehr eingeschränkt. Ihr müsst also die Bauarbeiten in eurer Stadt sehr gut planen.

Jetzt kommen wir auch schon zum eigentlichen Dilemma. Denn für das Aufrechterhalten der Barriere muss immer genügend Blut vorhanden sein. Um das zu bekommen, gibt es verschiedene Wege. Die sind aber nicht alle gleich gut, wie ihr bald merken werdet.

Wer sich schon mal ein bisschen mit der Kultur der Azteken befasst hat, weiß, dass diese auch vor Menschenopfern nicht zurückgeschreckt sind. Das waren aber vor allem Gefangene von anderen Stämmen, die im Krieg besiegt wurden.

Auch im Spiel sollten Gefangene eure erste Wahl für Opfer sein. Denn sie sind euren Untertanen ziemlich egal und füllen euren Vorrat schnell auf, was sie zur besten Blutquelle im Spiel macht. Das Problem ist nur, dass sie sehr begrenzt sind.

Die Blutzone schützt euch nachts vor dem Zorn der Mondgöttin. Im Haupttempel findet ihr eine Anzeige, wie viel Blut ihr zum Überleben der Nacht benötigt. Quelle: PC Games Die Blutzone schützt euch nachts vor dem Zorn der Mondgöttin. Im Haupttempel findet ihr eine Anzeige, wie viel Blut ihr zum Überleben der Nacht benötigt.

Alternative Blutquellen

Ihr müsst euch also schnell nach Alternativen umsehen. Das Spiel gibt euch zwar auch die Möglichkeit, Bürgerliche oder Adlige zu opfern, doch damit solltet ihr vorsichtig sein. Denn dann sinkt das Vertrauen in eure Regentschaft sehr schnell, was irgendwann zum Kollaps eures Reiches führen kann.

Daneben gibt es noch einige Quellen, die euren Vorrat langsamer auffüllen. Zum einen habt ihr die Möglichkeit, Gnade zu opfern und im Austausch Blut zu bekommen. Gnade ist eine Ressource, die ihr erhaltet, wenn die Götter gut auf euch zu sprechen sind.

Zum anderen werden neben den Stadtgebäuden ab und zu Gefäße mit Blut auftauchen, welche die Stadtbewohner für euch bereitstellen. Allerdings auch nur dann, wenn ihr Vertrauen in euch hoch genug ist.

Damit werdet ihr aber langfristig die Nächte nicht überleben können. Eure einzige Chance besteht darin, Expeditionen zusammenzustellen und diese ins Tal von Mexiko zu schicken, um neue Ressourcen zu finden.

Das ist eure strategische Karte, auf der ihr neue Regionen freischalten könnt. Wir können euch also schon jetzt sagen, dass ihr es bei Aztecs mit keinem leichten Spiel zu tun habt. Der Überlebenskampf im Aztekenland ist eine große Herausforderung, macht aber schon jetzt sehr viel Spaß. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr zur Beschaffung von Ressourcen und den Herausforderungen beim Städtebau.

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  1. Seite 1 Story, Setting & Spielprinzip
  2. Seite 2 Städtebau, Ressourcen & Meinung
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Crickethill
        Grundsätzlich finde ich es aber bei so spannenden Settings immer etwas schade, dass man nicht mehr daraus macht, die "reale" Geschichte nicht als Inspiration für Gameplaymechaniken verwendet. Dort läge noch so viel Potenzial vergraben, abseits von sensationalistischen Elementen wie Menschenopfern, die letztlich auch wieder eine stark vom kolonialen Blick geprägte Sichtweise reproduzieren. Warum also keine Mechanik einführen, die das komplexe diplomatische Geflecht bei der Ankunft der Spanier in Mittelamerika widerspiegelt und die Spielerinnen und Spieler in die Position bringt, verschiedene Nahua-Städte unter einem Banner zu versammeln, um den Konquistadoren die Stirn zu bieten. Krankheiten tun ihr Übriges zur Survival-Erfahrung. Das ist auch einer der zentralen Punkte, die Townsend in ihrem Buch macht: natürlich waren die Konquistadoren gierige und blutrünstige Eroberer, aber der Untergang der Nahua wurde auch dadurch besiedelt, dass sich diverse Fürstentümer opportunistischerweise auf die Seite der Spanier schlugen, um die Oberhand über ihre Konkurrenten zu bekommen - nur um am Ende selbst kolonisiert zu werden.
        Sehr geil zusammengefaßt! Die Sicht auf die geschichtlichen Dinge scheint doch offensichtlich etwas wirr.

        Das ist das alte römische Überlegenheitsgefühl der Zivilisation gegen die Barbaren. In der Antike, dann im Mittelalter und heute als Amerikanismus, wer nicht "gut" ist wie wir wollen, der wird totgebombt. Wir sehen, ein sehr altes System, was mit "Gutsein" (eher zwanghaft gut sein wollen, aber nicht sein) und Schuld (Schuld ist ein tragender Faktor unsere aktuellen Systems) arbeitet.

        Wer jetzt meint er sei "modern" und "aufgeklärt" und kann über sowas nur lachen, der kann mal die aktuellen Strukturen ansehen und wird schnell eines besseren belehrt.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Crickethill
        Grundsätzlich finde ich es aber bei so spannenden Settings immer etwas schade, dass man nicht mehr daraus macht, die "reale" Geschichte nicht als Inspiration für Gameplaymechaniken verwendet. Dort läge noch so viel Potenzial vergraben, abseits von sensationalistischen Elementen wie Menschenopfern, die letztlich auch wieder eine stark vom kolonialen Blick geprägte Sichtweise reproduzieren. Warum also keine Mechanik einführen, die das komplexe diplomatische Geflecht bei der Ankunft der Spanier in Mittelamerika widerspiegelt und die Spielerinnen und Spieler in die Position bringt, verschiedene Nahua-Städte unter einem Banner zu versammeln, um den Konquistadoren die Stirn zu bieten. Krankheiten tun ihr Übriges zur Survival-Erfahrung. Das ist auch einer der zentralen Punkte, die Townsend in ihrem Buch macht: natürlich waren die Konquistadoren gierige und blutrünstige Eroberer, aber der Untergang der Nahua wurde auch dadurch besiedelt, dass sich diverse Fürstentümer opportunistischerweise auf die Seite der Spanier schlugen, um die Oberhand über ihre Konkurrenten zu bekommen - nur um am Ende selbst kolonisiert zu werden.
        Sehr geil zusammengefaßt! Die Sicht auf die geschichtlichen Dinge scheint doch offensichtlich etwas wirr.

        Das ist das alte römische Überlegenheitsgefühl der Zivilisation gegen die Barbaren. In der Antike, dann im Mittelalter und heute als Amerikanismus, wer nicht "gut" ist wie wir wollen, der wird totgebombt. Wir sehen, ein sehr altes System, was mit "Gutsein" (eher zwanghaft gut sein wollen, aber nicht sein) und Schuld (Schuld ist ein tragender Faktor unsere aktuellen Systems) arbeitet.

        Wer jetzt meint er sei "modern" und "aufgeklärt" und kann über sowas nur lachen, der kann mal die aktuellen Strukturen ansehen und wird schnell eines besseren belehrt.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Das Setting ist schon mal sehr geil. "Apocalyptico" als Film ist ja auch so ein Brecher.

        Da hab ich mal son Spiel gezockt was ne echte Perle war, hat mich voll reingesogen damals. Irgendwie ne Mischung aus Spielbuch und Rundentaktik-Gruppen-RPG. Genau: "Expeditions:Conquistatores" hieß das.

        Lustigerweise gerade auch gerade Gerhart Hauptmann gelesen, mit der "Weiße Heiland", was da den Untergang der Azteken (wohl dann auch schon etwas degeneriert und hinüber) und das Mordbubentum der europäischen Heilsbringer schildert.
      • Von Tobi_Gamer Anfänger/in
        Azteken? Ja gerne. Survival? Nein danke, ich will entspannt bauen.
      • Von Chronik Mitglied
        Zitat von Matthias Dammes
        Was genau meinst du?
        Einen Kasten mit Videos auf der Startseite haben wir nicht mehr, nachdem wir unseren eigenen Player eingestellt haben.
        Du findest Videos immer in den zugehörigen Artikeln embedded oder gesammelt auf unserem Youtube-Kanal.
        Ist oben in der Navi-Leiste auch prominent verlinkt.
        Nun wenn ich auf der Hauptseite runter Scrolle, kommt nach 13 Scrolls (einzeln abgezählt!) der Bereich "Videos" der leer ist also bei mir wird der Kasten Videos noch angezeigt bzw. ist er leer ( bis auf die rechte seiten Seite liegenden Video-Ticker und unterhalb dieses Video-Tickers noch eine Werbung:
        Kostenlose App und Leseprobe,
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        Naja und ich dachte das irgendwas Blockiert aber nun da ihr umgestellt habt (Sry habe eure/diese News, nicht gelesen, daher dachte ich das da irgendwas blockieren muss!?
        Naja gut ist geklärt!!! Das ist doch somit auf PCGH genau so oder, mit den Videos?
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Okay, beim Frostpunk-Vergleich und der anschließenden Nebel-Blut-Mechanik war ich raus. Kein Spiel für mich.
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