Atomic Heart im ausführlichen Test mit Video: Ein roter Stern am Shooter-Himmel

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Test Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €
Atomic Heart im ausführlichen Test mit Video: Ein roter Stern am Shooter-Himmel
Quelle: PC Games

Der wohl interessanteste Shooter des Jahres ist endlich da! Wir haben Atomic Heart auf mehreren Plattformen ausführlich getestet und können ein für alle Mal klären, ob das Spiel seinen luftigen Ambitionen gerecht wird.

Atomic Heart ist eines dieser Spiele, bei dem man als halbwegs informierter Gamer eigentlich mit einem Desaster rechnet: Es gab abgefahrene Trailer mit einer optischen Qualität, die man einem neu gegründeten Studio nicht unbedingt zutraut. Es gab die Marketing-Versprechen von einem Hardcore-Shooter mit tiefem Gameplay, spannender Story und vielen Features. Und nicht zuletzt gab es Berichte über eine turbulente Entwicklung mit Feature-Creep, ständigen Neustarts und einer planlosen Führungsriege. Von der aktuellen Debatte über angebliche Russland-Verstrickungen ganz zu schweigen.

Nun, letzteres möchten wir später in einem eigenen Artikel beleuchten, für diesen Test zählen also nur die spielerischen Qualitäten und ob die vollmundigen Versprechen tatsächlich eingehalten wurden. Nur so viel: Bei Atomic Heart (jetzt kaufen 28,00 € / 53,99 € ) von Sowjet-Propaganda zu sprechen, ergibt ungefähr so viel Sinn, wie Bioshock die Verherrlichung des Kapitalismus und Fallout das Schönreden von nuklearer Aufrüstung vorzuwerfen. Die sowjetische Utopie, die das Spiel abbildet, hält nämlich kaum mehr als eine halbe Stunde, bevor sie vor euren Augen zum technologischen Albtraum mutiert.

Hinweis: In unserer PS5-Fassung trat ein Game-Breaking-Bug auf, der in der Mitte des Spiels den Fortschritt in der Story vollständig blockierte. Der Blick in die Trophäenstatistik verrät, dass es einige Kollegen an der Stelle vorbeigeschafft haben, die Entwickler sind bereits informiert. Wir raten potenziellen PS5-Spielern trotzdem, vor dem Kauf auf einen Patch zu warten, da wegen der nicht frei wählbaren Speicherslots euer Spielstand möglicherweise unbrauchbar werden kann. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, der PS5-Fassung noch keine Wertung zu geben. Abseits dieses Bugs ist sie aber genauso gelungen wie die anderen Versionen. Wir informieren euch natürlich auf PCGames.de und aktualisieren den Test, sobald ein Fix nachgeschoben wurde.

Atomic Heart Quelle: Mundfish Atomic Heart

Das Setting: Der nicht ganz so heimliche (rote) Star

Atomic Heart spielt im Jahr 1955 in der Sowjetunion. Dank der Robotik-Forschung der klügsten Köpfe sowie der Nutzung eines vielseitigen Nanomaterials namens Polymer hat es der Staat geschafft, als alleiniger Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorzugehen. Zu Beginn der Geschichte soll dann der nächste technologische und politische Quantensprung geschehen: Die mit Polymer geimpfte und mit speziellen Mikrocomputern ausgestattete Bevölkerung soll zu einem Netzwerk namens Kollektiv 2.0 zusammengeschlossen werden.

Auch interessant: Ihr wollt das nervige Intro mit den Logos überspringen? In der PC-Version geht das - wir zeigen euch, wie!

Dadurch soll einerseits der kommunistische Traum der Gleichheit aller Sowjetbürger in Erfüllung gehen, andererseits werden auch die unzähligen Roboter eingebunden und von der Schwarmintelligenz kontrolliert.

Atomic Heart Quelle: Mundfish Atomic Heart

Natürlich geht das aber alles gewaltig in die Hose. Jemand hat wohl im Code herumgepfuscht und den Robotern und Experimenten der Forschungsanlage 3826 die Lizenz zum Töten verpasst. In der Rolle des mental instabilen Majors Sergej Netschajew, Codename P-3, werdet ihr durch die verschiedenen Forschungseinrichtungen der Anlage geschickt, um den Übeltäter zu finden.

Aus der Prämisse entspinnt sich eine teils etwas verworrene, aber spannend erzählte, komplexe und toll inszenierte Geschichte, die stark an Bioshock erinnert und vor allem von ihrem faszinierenden Setting und dem überragenden Artdesign getragen wird. Dass eure Robo-Feinde ursprünglich für den Umgang mit Zivilisten gestaltet wurden, ist ihrem schrulligen Äußeren deutlich anzusehen, was ihr mörderisches Verhalten umso gespenstischer macht. Die abwechslungsreichen Umgebungen bieten einen extrem gelungenen Mix aus Retro-Sci-Fi- und Horror-Elementen, natürlich stets mit einer ordentlichen Portion Sowjet-Protz veredelt. Allein wegen seiner Welt ist Atomic Heart die Reise wert. So stilsicher sind die wenigsten Spiele.

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Alles in allem würde ich das Spiel im 75er Wertungsbereich einordnen. Es hat definitiv Spaß gemacht. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich nicht als zu schwierig. Im Gegenteil, man kann das Respawnsystem so leicht exploiten und in kürzester Zeit so viele Neuropolymere einsammeln und aufleveln, dass man lächerlich stark ist. War ja bei Bioshock auch nicht anders mit den immer wieder neu auftauchenden Big Daddys.

        Richtig enttäuschend war das Waffendesign. Ich verstehe nicht, wieso man so uninspiriert sein kann? Da können Anlagen fliegen, aber die Waffenvielfalt ist Standardkost. Verschenktes Potential. Dasselbe gilt für die Fertigkeiten. Massentelekinese und der Polymerschilld sind so op. Bei Bosskämpfen konnte man teilweise die Animationen unterbrechen und hatte leichtes Spiel.

        Highlights waren definitiv die ganzen Testanlagen und der eingestreute Lore dazu sowie das Gespann P-3 und Charles. Das Spiel ist edgy af, das Ende kann man lieben oder hassen, aber ich finde es gut wie es ist. Ich hätte mir noch ein drittes Ende gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Für ein Erstlingswerk war das schon in Ordnung. Wenn man jetzt auf die Stärken aufbaut, kann das nächste Spiel durchaus etwas Gutes werden.
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Alles in allem würde ich das Spiel im 75er Wertungsbereich einordnen. Es hat definitiv Spaß gemacht. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich nicht als zu schwierig. Im Gegenteil, man kann das Respawnsystem so leicht exploiten und in kürzester Zeit so viele Neuropolymere einsammeln und aufleveln, dass man lächerlich stark ist. War ja bei Bioshock auch nicht anders mit den immer wieder neu auftauchenden Big Daddys.

        Richtig enttäuschend war das Waffendesign. Ich verstehe nicht, wieso man so uninspiriert sein kann? Da können Anlagen fliegen, aber die Waffenvielfalt ist Standardkost. Verschenktes Potential. Dasselbe gilt für die Fertigkeiten. Massentelekinese und der Polymerschilld sind so op. Bei Bosskämpfen konnte man teilweise die Animationen unterbrechen und hatte leichtes Spiel.

        Highlights waren definitiv die ganzen Testanlagen und der eingestreute Lore dazu sowie das Gespann P-3 und Charles. Das Spiel ist edgy af, das Ende kann man lieben oder hassen, aber ich finde es gut wie es ist. Ich hätte mir noch ein drittes Ende gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Für ein Erstlingswerk war das schon in Ordnung. Wenn man jetzt auf die Stärken aufbaut, kann das nächste Spiel durchaus etwas Gutes werden.
      • Von Athrun Gelegenheitsspieler/in
        Ich bin noch nicht so weit im Spiel aber ganz ehrlich beim "roten Kühlschrank" mußt ich laut lachen. Und ich hab den Eindruck, das manche Sprecher bei der Vertonung viel Spaß hatten (hier mal ein Vergleich zwischen den einzelnen verfügbaren Sprachen, ist nur etwas lang geworden)
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      • Von Klauzzi Spiele-Novize/Novizin
        Ich kann keinem raten in dieses Spiel auch nur eine Minute zu investieren. Auch nicht im Game Pass. Tut euch das nicht an. Eigentlich hätte das Spiel richtig gut werden können. Leider haben die Entwickler zu maximal Spielspaß zerstörenden Maßnahmen gegriffen und ihr eigenes Werk zerstört. Das die Roboter in der Open World die ganze Zeit von Reparatur Drohnen repariert werden hört sich auf dem Papier nach einer gelungenen Gameplay Mechanik an. In der Realität ist das dass nervigste was ich je in einem Videospiel erlebt habe. Du kannst quasi an einer Stelle stehen bleiben und 10 Stunden am Stück ankommende Drohnen zerstören. Häuser kannst du nicht in Ruhe erkunden weil die von dir zerstörten Roboter nach kurzer Zeit alle wieder da sind. Das nimmt mir jeglichen Erkundungswillen. Gebiete lassen sich dadurch nicht dauerhaft säubern und selbst die zahlreichen Kameras werden repariert. Es schwirrt die ganze Zeit um die rum, und ruck zuck bis du in Stufe 2 und es kommen noch extra Roboter die dann auch wieder repariert werden. Eigentlich kannst du dann aufhören und es noch mal versuchen. Die beschissenste Gameplay Entscheidung aller Zeiten. Das kotzt mich sowas von an das ich die Viecher nicht zerstören kann, das glaubt kein Schwein. Was ein FRUST !!! Ansonsten Grafik gut, Story, Waffen okay, aber das ein No go.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ja, es fällt da zumindest auf den ersten blick schon schwer da nichts reinzuinterpretieren. zufall oder auch "nur" gedankenlosigkeit kann das ja fast nicht sein. auch dass der release just auf den jahrestag der (quasi-) kriegserklärung fällt...puh. aber mal weitere berichte abwarten.
      • Von Rabowke Klugscheißer
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        Hmhmhmmmm ... what?! :-S
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