"Spieler, die Assassin's Creed Shadows ausprobieren, werden unsere beiden Charaktere zu schätzen wissen"

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"Spieler, die Assassin's Creed Shadows ausprobieren, werden unsere beiden Charaktere zu schätzen wissen"
Quelle: PC Games / Ubisoft

Matthias hat beim Studiobesuch zu Assassin's Creed Shadows auch mit Game Director Charles Benoit über verschiedene Aspekte des Spiels gesprochen.

Matthias Dammes: Ein weiteres interessantes Feature ist das dynamische Wettersystem. Was kannst du mir darüber erzählen? Wie genau entscheidet das Spiel, wann und wo sich die Wetterbedingungen ändern? Als ich während eines Dialogs sah, dass es zu regnen begann, fragte ich mich, ob das gescriptet ist oder nicht. Was kannst du mir darüber sagen?

Charles Benoit: Wir können es scripten, also gibt es auch Momente, die gescriptet sind, aber der Großteil des Spiels ist nicht festgelegt. Die Art und Weise, wie wir über das Wetter entscheiden, ist eher eine Wahrscheinlichkeit, dass es passieren könnte, und es ist Provinz-basiert. Es gibt Provinzen, die regnerischer sind als andere, einige sind nebliger als andere, sodass es in den verschiedenen Provinzen eine gewisse Stimmung erzeugen kann. Denn irgendwann sehen Bäume, Landwirtschaft und Burgen alle gleich aus, aber um wirklich eine Atmosphäre zu schaffen, nutzen wir das Wetter dafür. Aber es ist alles prozedural generiert, es wird basierend auf dem Wind, den Wolken und ihrer Bewegung erzeugt, sodass man einen Sturm auf sich zukommen sehen kann und so weiter.

Matthias Dammes: Und die Provinz, in der wir gestern gespielt haben, ist die für Regen und Wind bekannt? Weil es gestern viel davon gab.

Charles Benoit: Ja, Harima ist eine solche Provinz. Es ist eine unserer Kriegsprovinzen, wo es viele zerstörte Orte und Leichen gibt. Deshalb wollen wir dort eine eher düstere Atmosphäre schaffen und der Regen trägt immer ein wenig dazu bei.

Matthias Dammes: Das Wetter umfasst auch die Jahreszeiten, die sich ständig ändern. Wie groß ist ihr Einfluss auf das, was ich zum Beispiel in der offenen Spielwelt erleben kann?

Charles Benoit: Ja, die [Jahreszeiten] ändern sich, während du spielst. Manchmal ändern wir auch die Jahreszeit für euch, um verstrichene Zeit deutlich zu machen. Ich denke, das ist einer der wichtigsten Punkte, wenn du die offene Welt spielst. So ein Wechsel ändert das Tempo und das, was man tut, weil sich der Vorrat der Späher [mit jedem Jahreszeitenwechsel] wieder auffüllt und solche Sachen. Wenn du mitbekommst, dass die Jahreszeit wechselt, hast du wieder viele Kundschafter zur Verfügung und fragst dich: Okay, was soll ich tun? Soll ich Dinge für meine Aufgabe enthüllen? Soll ich versuchen, zu plündern und zu schmuggeln? Und manchmal ist es umgekehrt, du bist kurz vor dem Ende der Jahreszeit: Oh, ich habe noch einen Späher, was soll ich tun? So entsteht eine Art Pacing für deine Aktionen.

Naoe zusammen mit einem Jungen, die mit Kaligraphie-Pinseln auf Papier malen. Quelle: Ubisoft Matthias Dammes: Aber gibt es auch einige Nebenaktivitäten, Quests oder ähnliche Dinge, die nur zu bestimmten Jahreszeiten funktionieren?

Charles Benoit: Es gibt einiges davon. Wir haben Ziele, die sich je nach Jahreszeit anders durch die Welt bewegen. Wir haben, wie ihr gesehen habt, die Sumi-e, das Malen von Tiere, bei denen es einige Verhaltensweisen gibt, die man nur im Winter sehen kann und so weiter.

Matthias Dammes: Wir haben gestern nur einen kurzen Blick auf das Versteck geworfen, ohne jeglichen Kontext zum Gesamtspiel. Welche Rolle spielt diese Heimatbasis für Naoe und Yasuke und wie können wir uns ihre Funktion für den Spieler vorstellen? Können wir sie mit Eivors Dorf in Valhalla vergleichen?

Charles Benoit: Ja, man kann es damit vergleichen. Das Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Du weißt, dass Naoe unter dem Krieg gelitten hat, es ist für sie also ein Weg, auf eine Art wieder eine Familie aufzubauen. Du kannst sehen, wie deine Verbündeten zum Versteck zurückkehren, einige der Quests können hier beginnen, und es gibt ganze Gebäude mit spezifischen Funktionen, die dir später bei deinem Abenteuer helfen. Zum Beispiel, um mehr Späher zu bekommen, oder die Schmiede, die dir hilft, Waffen herzustellen und so weiter.

Matthias Dammes: Okay, zum Schluss habe ich noch eine allgemeinere Frage zur Spieleindustrie, wenn das für dich in Ordnung ist. Wie siehst du den immer stärker werdenden Kampf bestimmter Teile der Öffentlichkeit gegen alles, was als "woke" gilt, insbesondere im letzten Jahr? Ich habe immer mehr das Gefühl, dass alles, was auch nur den geringsten Anschein von Vielfalt hat, bekämpft wird. Beunruhigt dich das?

Charles Benoit: Ich kann nicht über die Zukunft sprechen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Spieler, die Shadows ausprobieren, unsere beiden Charaktere zu schätzen wissen werden. Sie werden verstehen, warum wir diese Charaktere ausgewählt haben. Sie werden sich wirklich in dieses Spiel hineinversetzen können, und zwar auf eine stimmige Art und Weise. Also ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Leuten gefallen wird.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Svenc
        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
        Ich habe auch nicht gemeint, dass Maurice Weber bei der PCG anfangen soll. Sondern dass eine so kritische Haltung und offene Kritik in den Videeos gegenüber den Publishern/Entwicklern hier auch wünschenswert wäre.
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Svenc
        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
        Ich habe auch nicht gemeint, dass Maurice Weber bei der PCG anfangen soll. Sondern dass eine so kritische Haltung und offene Kritik in den Videeos gegenüber den Publishern/Entwicklern hier auch wünschenswert wäre.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von No_Mans_Brei
        Maurice Weber hat bei der Gamestar mal eine zeit lang kritische Videos gemacht, bis man dann getrennte Wege gegangen ist ... Videos wie diese hier würde ich auch mal von der PC-Games erwarten:

        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Bast3l
        Du gestehst nicht nur ein, dass Transferdenken für dich zu anspruchsvoll ist sondern redest dir ernsthaft ein, dass ich dich bestätige? Da muss man trauriger Weise feststellen, dass die Diskussion mit dir keinen Sinn hat.
        Ich habe jetzt noch mal bei Bratmaxe, Rügenwalder und dem Europäschen Gerichtshof für Menschrenrechte nachgefragt und Du hast natürlich vollkommen Recht: Menschenrechte und Wurstverkauf sind ein und dasselbe. Wie kann man das nicht sehen? Mein Fehler.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Gibt es noch eine Antwort auf meine Frage das Rassismus-Thema betreffend oder ist das nicht so wichtig?
      • Von denksde Anwärter/in
        Zitat von LaserFocus
        Aktuell zum Thema ganz allgemein:
        Entlassungen und Neuverteilung von Aufgaben bei Bioware, Mass Effect rückt in weite Ferne.
        Jetzt - und das war eigentlich absehbar - hat es wieder einen Großen getroffen, bzw. müssen die Konsequenzen gezogen werden. Das letzte Dragon Age hat sich als furchtbares Debakel herausgestellt. Aber auch irgendwie mit Ansage.
        Natürlich stellt man sich dann hin und gibt sich überrascht. Wie konnte denn das passieren? Das Spiel hat doch so gute Wertungen. Ja, von denen, die es gekauft haben und da sind genügend dabei, die es nur deshalb gut finden, weil sie es gakauft haben und etwas anderes nicht zugeben wollen.
        Es gibt schon ein paar wenige Leute, die das wohl gut finden.
        Die haben es auch gekauft und die meisten davon haben das dann auch positiv bewertet, daher auch die überwiegend positiven Bewertungen bei Steam.
        Nur sind sie eben sehr, sehr viel weniger, als gewisse Kräfte die Menschen glauben machen wollen.
        Zitat von LaserFocus
        Gleiches bescheinige ich Star Wars Outlaws.

        Zu viele Entwickler und Publisher, vor allem im Triple A Bereich, entwickeln schon zu lange an ihrer eigentlichen Zielgruppe vorbei und verlieren sie dadurch. Teilweise kann ich nicht einmal mehr - wie im Falle von Veilguard - überhaupt noch eine Zielgruppe erkennen.
        Die Zielgruppe wird oft bezeichnet als "das moderne Publikum".
        Offenbar existiert selbiges jedoch nur als Randerscheinung, wenn überhaupt.
        Zitat von LaserFocus
        Aber es hat doch auch bei der Fachpresse so gut abgeschnitten, wieso wills trotzdem kaum jemand haben?
        Die Meinung der Fachpresse ist weitgehend deckungsgleich mit der Meinung bestimmter radikaler Aktivisten, aus deren Reihen eine besorgniserregend grosse Anzahl von Presseleuten rekrutiert zu werden den Anschein hat.
        Zitat von LaserFocus
        Auch hier stelle ich eine zunehmende Entkopplung zum „Kunden“ fest.
        Zu viele Spiele wollen die Spieler belehren und nicht mehr unterhalten.
        Ohne Verbreitung "der Message" gibt es heutzutage eben keine Finanzierung mehr durch BlackRock, Vanguard etc.
        "We have to force behaviours" - BlackRock CEO Larry Fink, 2017
        Hat deine Firma einen schlechten DEI Score? -> Kein Geld für euch.
        Zitat von LaserFocus
        Und sicher bilden sowohl die Spiele als auch die dazugehörige Presse einen Teil der Spielerschaft ab. Nur ist es eben längst nicht mehr die Mehrheit.
        Das erkennen die aber nicht mal dann, wenn man sie mit der Nase darauf stösst.
        Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
        Zitat von LaserFocus
        Na klar gibts wohlwollende Berichte und sensationelle Testwertungen. Man will ja vielleicht auch weiterhin schicke Flüge ins Hauptquartier nach Quebèc bekommen. Wer weiß?
        Das ist schon seit langem ein Problem in der Branche.
        EA hat, soweit ich weiss, als erstes damit angefangen, Medienhäuser, die unliebsame Bewertungen vergeben haben, für zukünftige Releases zu übergehen.
        Das war, glaube ich, in den 90ern.
        Zitat von LaserFocus
        Zurück zu Bioware und dem Debakel.
        Was hat man sich nicht lustig gemacht über die Kritiker im Vorfeld, ihnen Sack und Seil vorgeworfen und alles mögliche unterstellt.
        Die Krönung sind dann unter anderem unfassbar arrogante Aussagen wie:
        „If you don‘t like it don‘t buy it“.
        Ja, genau dieses Rat haben die Leute dann auch befolgt.
        Aber ratlose Fassungslosigkeit bei Bioware, wie konnte das nur passieren?

        Völlig unverständlich.
        Der radikale Mob ist auf sich selbst hereingefallen.
        Es handelt sich dabei einfach um eine extrem laute Minderheit.
        Sie sind sogar so laut, dass sie selbst es weder sich noch anderen mehr erklären können, warum sie bei Mehrheitsentscheidungen so schwach abschneiden. Bei dem ganzen Lärm, den die Truppe macht, müssten das dem Eindruck nach doch nahezu 90% der Weltbevölkerung sein.
        Das scheitert dann aber regelmässig an jedem einzelnen Reality Check.
        Deswegen wird so grossspurig erklärt "If you don't like it, don't buy it" und man wundert sich hinterher, warum so wenige Leute das dann kaufen.
        Alle haben es ihnen vorher gesagt, aber sie wollten nicht hören.
        Ich habe dem nur zu entgegnen:
        "If you don't believe us, then f*ck around and find out!
        Es ist EUER Bankrott. Nicht meiner!
        Wenn ihr noch mal irgendwann ein Spiel herausbringt, das mir gefällt (falls ihr noch wisst, was das ist, und falls ihr dazu überhaupt noch fähig seid), werde ich es vielleicht wieder kaufen."
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Zitat von No_Mans_Brei
        Ich verstehe den Vergleich schon, nur ist er halt absoluter Blödsinn. Den Verkauf eines Lebensmittels mit dem Support von Minderheiten zu vergleichen macht keinen Sinn, egal wie sehr Du versuchst es schön zu reden.

        Doch, das habe ich hier auch schon erwähnt.

        Ich habe auch nichts anderes behauptet, von daher: Was willst Du mir jetzt mit dem wiederholen meiner Argumente genau sagen? Letztendlich bestätigst du mich in den meisten Punkten.
        Du gestehst nicht nur ein, dass Transferdenken für dich zu anspruchsvoll ist sondern redest dir ernsthaft ein, dass ich dich bestätige? Da muss man trauriger Weise feststellen, dass die Diskussion mit dir keinen Sinn hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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