"Spieler, die Assassin's Creed Shadows ausprobieren, werden unsere beiden Charaktere zu schätzen wissen"

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"Spieler, die Assassin's Creed Shadows ausprobieren, werden unsere beiden Charaktere zu schätzen wissen"
Quelle: PC Games / Ubisoft

Matthias hat beim Studiobesuch zu Assassin's Creed Shadows auch mit Game Director Charles Benoit über verschiedene Aspekte des Spiels gesprochen.

Ich habe euch bereits von meinem Studiobesuch bei Ubisoft Quebec berichtet, wo ich erstmals Assassin's Creed Shadows selbst spielen und außerdem einen ersten Blick auf den Animus Hub, das ehemalige Assassin's Creed Infinity, werfen konnte. Während meiner Zeit vor Ort hatte ich auch die Gelegenheit, mit Game Director Charles Benoit über das neue Assassinen-Abenteuer zu sprechen.

Charles ist schon seit über 18 Jahren bei Ubisoft tätig und ein Veteran der Reihe. Er arbeitete in verschiedenen Rollen an Black Flag, Syndicate und Odyssey mit. Auch an Spielen wie Watch Dogs, Immortals: Fenyx Rising und For Honor war er beteiligt. Im Gespräch frage ich ihn über die Philosophie ihrer offenen Spielwelt, die Rolle von Wetter und Jahreszeiten sowie die Funktion des Verstecks aus.


Matthias Dammes: Seit Jahren werden die Spiele von Ubisoft immer wieder dafür kritisiert, dass sie einer immer wiederkehrenden Formel folgen, die als Ubisoft-Formel schon zum geflügelten Begriff geworden ist. Wie viel kreative Freiheit habt ihr bei der Entwicklung eines Spiels oder gibt es bestimmte Vorgaben, wie ein Open-World-Spiel oder ein Assassin's-Creed-Spiel zu sein hat?

Game Director Charles Benoit: Es gibt nicht viele Dinge, die wir unbedingt von anderen Spielen übernehmen müssen. Wenn wir ein AC-Spiel beginnen, fangen wir aber natürlich immer auch beim vorherigen Spiel an. Wir haben also eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Bei Assassin's Creed Shadows (jetzt kaufen 49,85 € ) wollten wir vorrangig den Erkundungs-Loop ändern. Zuvor hatten wir die Ansicht, dass [auf der Karte] bei Kriegsnebel Symbole angezeigt werden. Und dann hatten wir den Vogel, der auch Dinge wie Symbole in der Entfernung aufgedeckt hat. Eine der großen Änderungen, die wir vorgenommen haben, um die Karte übersichtlicher zu gestalten und den Blick des Spielers auf die Architektur und die Landschaft zu lenken, ist die neue Beobachtungsmechanik, die du gestern ausprobiert hast. Du kannst dann wählen, ob du selbst auf Erkundungstour gehst und versuchst, den POI zu finden, oder ob du den Späher benutzt. Es ist also immer eine Mischung. Die Informationen werden also eher als Belohnung behandelt. Sicherlich wird es immer Grundpfeiler der Marke geben, die geschätzt werden - wie die Aussichtspunkte. Bei denen hatten wir zunächst die ikonische Kamerafahrt nicht dabei, aber als einige Fans es gespielt haben, meinten sie, dass etwas fehlt. Also haben wir diesen Grundpfeiler des Franchise wieder hinzugefügt.

Matthias Dammes: In der Präsentation gestern ging es um drei Kernsäulen des Spiels: die offene Welt, die beiden Hauptfiguren und die Erkundung. Kannst du uns etwas mehr über diese Designphilosophie erzählen und wie diese Säulen das Spiel tragen werden?

Charles Benoit: Zuerst zur offenen Spielwelt: Da war es wichtig, dass man völlig in die feudale japanische Ära eintauchen kann. Grundlage sind zunächst Dinge, die man erwarten kann, wie Schreine, Tempel und große Burgen. Wir erschaffen also die Welt und schauen, was wir mit diesen Dingen machen können. Aus dieser Welt ergeben sich dann einige Aktivitäten. Man besucht Tempel, um die verlorenen Buchseiten zu finden, man kann Schreine besuchen, um zu beten, und solche Sachen. Wir haben uns also sehr von Japan inspirieren lassen. Was die beiden Protagonisten angeht, kam uns der Fakt entgegen, dass wir Stealth und Kampf ein wenig trennen wollten. Es war für uns also perfekt, um die beiden Spielstile unterzubringen. Das ist wirklich der Kern der Erfahrung, und man spürt es. Und die dritte Kernsäule war die Erkundung. Ich habe ja gerade schon ein wenig über die Philosophie der Erkundung gesprochen.

Yasuke und Oda Nobunaga sitzen auf Pferden und beobachten eine Schlacht. Quelle: Ubisoft Matthias Dammes: Was die Erkundung angeht, habe ich gestern nach einer Option gesucht. Kann ich die Fragezeichen deaktivieren? Damit ich auf eigene Faust erkunden kann und nicht, weil etwas auf der Karte angezeigt wird?

Charles Benoit: Erkundung ist bei Shadows sehr Spieler-orientiert und viele damit verbundene Elemente werden basierend auf den Aktionen der Spieler auftauchen, wie die Synchronisierung von Viewpoints und die Nutzung verschiedener Systeme, wie das Späher- oder Beobachtungssystem. Spielstil und Spielerfokus werden zu starken Hebeln, wenn es darum geht, mehr oder weniger Informationen auf der Karte, aber auch im Kompass und in der Welt, sichtbar zu machen.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Svenc
        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
        Ich habe auch nicht gemeint, dass Maurice Weber bei der PCG anfangen soll. Sondern dass eine so kritische Haltung und offene Kritik in den Videeos gegenüber den Publishern/Entwicklern hier auch wünschenswert wäre.
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Svenc
        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
        Ich habe auch nicht gemeint, dass Maurice Weber bei der PCG anfangen soll. Sondern dass eine so kritische Haltung und offene Kritik in den Videeos gegenüber den Publishern/Entwicklern hier auch wünschenswert wäre.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von No_Mans_Brei
        Maurice Weber hat bei der Gamestar mal eine zeit lang kritische Videos gemacht, bis man dann getrennte Wege gegangen ist ... Videos wie diese hier würde ich auch mal von der PC-Games erwarten:

        Ich glaube, der wäre hier mit seinen Ansichten nicht bei allen gerade Anwenden immer gut gelitten -- und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ;)
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Bast3l
        Du gestehst nicht nur ein, dass Transferdenken für dich zu anspruchsvoll ist sondern redest dir ernsthaft ein, dass ich dich bestätige? Da muss man trauriger Weise feststellen, dass die Diskussion mit dir keinen Sinn hat.
        Ich habe jetzt noch mal bei Bratmaxe, Rügenwalder und dem Europäschen Gerichtshof für Menschrenrechte nachgefragt und Du hast natürlich vollkommen Recht: Menschenrechte und Wurstverkauf sind ein und dasselbe. Wie kann man das nicht sehen? Mein Fehler.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Gibt es noch eine Antwort auf meine Frage das Rassismus-Thema betreffend oder ist das nicht so wichtig?
      • Von denksde Anwärter/in
        Zitat von LaserFocus
        Aktuell zum Thema ganz allgemein:
        Entlassungen und Neuverteilung von Aufgaben bei Bioware, Mass Effect rückt in weite Ferne.
        Jetzt - und das war eigentlich absehbar - hat es wieder einen Großen getroffen, bzw. müssen die Konsequenzen gezogen werden. Das letzte Dragon Age hat sich als furchtbares Debakel herausgestellt. Aber auch irgendwie mit Ansage.
        Natürlich stellt man sich dann hin und gibt sich überrascht. Wie konnte denn das passieren? Das Spiel hat doch so gute Wertungen. Ja, von denen, die es gekauft haben und da sind genügend dabei, die es nur deshalb gut finden, weil sie es gakauft haben und etwas anderes nicht zugeben wollen.
        Es gibt schon ein paar wenige Leute, die das wohl gut finden.
        Die haben es auch gekauft und die meisten davon haben das dann auch positiv bewertet, daher auch die überwiegend positiven Bewertungen bei Steam.
        Nur sind sie eben sehr, sehr viel weniger, als gewisse Kräfte die Menschen glauben machen wollen.
        Zitat von LaserFocus
        Gleiches bescheinige ich Star Wars Outlaws.

        Zu viele Entwickler und Publisher, vor allem im Triple A Bereich, entwickeln schon zu lange an ihrer eigentlichen Zielgruppe vorbei und verlieren sie dadurch. Teilweise kann ich nicht einmal mehr - wie im Falle von Veilguard - überhaupt noch eine Zielgruppe erkennen.
        Die Zielgruppe wird oft bezeichnet als "das moderne Publikum".
        Offenbar existiert selbiges jedoch nur als Randerscheinung, wenn überhaupt.
        Zitat von LaserFocus
        Aber es hat doch auch bei der Fachpresse so gut abgeschnitten, wieso wills trotzdem kaum jemand haben?
        Die Meinung der Fachpresse ist weitgehend deckungsgleich mit der Meinung bestimmter radikaler Aktivisten, aus deren Reihen eine besorgniserregend grosse Anzahl von Presseleuten rekrutiert zu werden den Anschein hat.
        Zitat von LaserFocus
        Auch hier stelle ich eine zunehmende Entkopplung zum „Kunden“ fest.
        Zu viele Spiele wollen die Spieler belehren und nicht mehr unterhalten.
        Ohne Verbreitung "der Message" gibt es heutzutage eben keine Finanzierung mehr durch BlackRock, Vanguard etc.
        "We have to force behaviours" - BlackRock CEO Larry Fink, 2017
        Hat deine Firma einen schlechten DEI Score? -> Kein Geld für euch.
        Zitat von LaserFocus
        Und sicher bilden sowohl die Spiele als auch die dazugehörige Presse einen Teil der Spielerschaft ab. Nur ist es eben längst nicht mehr die Mehrheit.
        Das erkennen die aber nicht mal dann, wenn man sie mit der Nase darauf stösst.
        Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
        Zitat von LaserFocus
        Na klar gibts wohlwollende Berichte und sensationelle Testwertungen. Man will ja vielleicht auch weiterhin schicke Flüge ins Hauptquartier nach Quebèc bekommen. Wer weiß?
        Das ist schon seit langem ein Problem in der Branche.
        EA hat, soweit ich weiss, als erstes damit angefangen, Medienhäuser, die unliebsame Bewertungen vergeben haben, für zukünftige Releases zu übergehen.
        Das war, glaube ich, in den 90ern.
        Zitat von LaserFocus
        Zurück zu Bioware und dem Debakel.
        Was hat man sich nicht lustig gemacht über die Kritiker im Vorfeld, ihnen Sack und Seil vorgeworfen und alles mögliche unterstellt.
        Die Krönung sind dann unter anderem unfassbar arrogante Aussagen wie:
        „If you don‘t like it don‘t buy it“.
        Ja, genau dieses Rat haben die Leute dann auch befolgt.
        Aber ratlose Fassungslosigkeit bei Bioware, wie konnte das nur passieren?

        Völlig unverständlich.
        Der radikale Mob ist auf sich selbst hereingefallen.
        Es handelt sich dabei einfach um eine extrem laute Minderheit.
        Sie sind sogar so laut, dass sie selbst es weder sich noch anderen mehr erklären können, warum sie bei Mehrheitsentscheidungen so schwach abschneiden. Bei dem ganzen Lärm, den die Truppe macht, müssten das dem Eindruck nach doch nahezu 90% der Weltbevölkerung sein.
        Das scheitert dann aber regelmässig an jedem einzelnen Reality Check.
        Deswegen wird so grossspurig erklärt "If you don't like it, don't buy it" und man wundert sich hinterher, warum so wenige Leute das dann kaufen.
        Alle haben es ihnen vorher gesagt, aber sie wollten nicht hören.
        Ich habe dem nur zu entgegnen:
        "If you don't believe us, then f*ck around and find out!
        Es ist EUER Bankrott. Nicht meiner!
        Wenn ihr noch mal irgendwann ein Spiel herausbringt, das mir gefällt (falls ihr noch wisst, was das ist, und falls ihr dazu überhaupt noch fähig seid), werde ich es vielleicht wieder kaufen."
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Zitat von No_Mans_Brei
        Ich verstehe den Vergleich schon, nur ist er halt absoluter Blödsinn. Den Verkauf eines Lebensmittels mit dem Support von Minderheiten zu vergleichen macht keinen Sinn, egal wie sehr Du versuchst es schön zu reden.

        Doch, das habe ich hier auch schon erwähnt.

        Ich habe auch nichts anderes behauptet, von daher: Was willst Du mir jetzt mit dem wiederholen meiner Argumente genau sagen? Letztendlich bestätigst du mich in den meisten Punkten.
        Du gestehst nicht nur ein, dass Transferdenken für dich zu anspruchsvoll ist sondern redest dir ernsthaft ein, dass ich dich bestätige? Da muss man trauriger Weise feststellen, dass die Diskussion mit dir keinen Sinn hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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