Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit

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Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit
Quelle: PC Games

Gibt es Lootboxen in Assassin's Creed Origins? Die Antwort auf Seite 3, zusammen mit Infos zur PC-Technik sowie der Konsolen-Performance und natürlich verraten wir euch die Wertung!

Mikrotransaktionen in Assassin's Creed Origins: Der Shop im Test

Ja, auch das neue AC bleibt 2017 nicht verschont von Ingame-Käufen. Auf einem der Ladebildschirme des neuen Ubisoft-Abenteuers wird dezent auf den optionalen Shop hingewiesen. Dort gibt es wie in den Vorgängern Unity und Syndicate Helix-Credits in unterschiedlichen Paketen zu kaufen: 500 Stück kosten 4,99 €, für 49,99 € bekommt ihr schon 7.400 Credits. Mit diesen erwerbt ihr dann auf Wunsch so ziemlich alles, was es im Spiel gibt plus einige exklusive Kosmetik-Items. Wer in Assassin's Creed Origins einen kostenpflichtigen Cheat für die Standorte versteckter Gräber & Co. benötigt, kann sich diese Zeitersparnis für 200 Credits besorgen. Gold, die Ingame-Währung, gibt's in unterschiedlichen Mengen für bis zu 2.000 Credits.

Kommerz pur: Im Ingame-Shop könnt ihr gegen echtes Geld Helix-Credits kaufen und damit allerlei nützliche Items erstehen. Unser Rat: Finger weg, die Sachen braucht man sowieso nicht! Quelle: PC Games Kommerz pur: Im Ingame-Shop könnt ihr gegen echtes Geld Helix-Credits kaufen und damit allerlei nützliche Items erstehen. Unser Rat: Finger weg, die Sachen braucht man sowieso nicht! Auch für Crafting-Materialien und sogar Fähigkeitspunkte (!) können Spieler das Portemonnaie zücken. Weniger problematisch sind Spezial-Outfits ohne Gameplay-Auswirkungen (darunter ein Einhorn-Skin für euer Pferd). Allerdings gibt's auch einzigartige Ausrüstungsgegenstände zu kaufen, deren Qualität sich automatisch an euer Charakterlevel anpasst. Mit Stufe 1 bekommt ihr also keine High-End-Items, blöd ist der ganze Kommerz dennoch. Allerdings ist die Balance von Assassin's Creed Origins nicht darauf ausgelegt, dass der Spieler im Shop einkaufen muss. Während der Review-Phase fanden wir jede Menge Gold und zahllose wertvolle Gegenstände, ohne einen Cent auszugeben.

Anders als in Mittelerde: Schatten des Krieges und seinem berüchtigten Schlussakt Shadow Wars konnten wir bei Ubisofts Action-Rollenspiel keine unterschwellige Beeinflussung des Spielers durch Gameplay-Mechaniken feststellen. Die unter Glücksspielverdacht stehenden Lootboxen glänzen in Assassin's Creed Origins zudem mit Abwesenheit. Zwar könnt ihr bei einem Händler eine Truhe mit einem zufälligen Gegenstand gegen Ingame-Gold kaufen. Aber das war schon damals in Hack & Slays wie Torchlight möglich und erfüllt in unseren Augen nicht die übliche Definition einer Lootbox.

Assassin's Creed: Origins - PC- und Konsolentechnik im Vergleich

Die Testversion des neuen AC-Sequels durften wir exklusiv auf der Xbox One X spielen - ein Devkit der am 7. November veröffentlichten Microsoft-Konsole stand dazu zur Verfügung. Allerdings waren Spiel und/oder Konsole in dieser Kombination noch reichlich instabil. Drei Tage lang lief das Spiel ohne zu Murren, dann gab es nach einem Patch mehrere Abstürze in Folge und zwei Mal fror das Geschehen auf dem Bildschirm für mehrere Sekunden ein. Dazu kamen leichte Ruckler. Angesichts der Hardware-Specs der Xbox One X überraschten uns diese Performance-Einbrüche - wir tippen darauf, dass das fertig gepatchte Betriebssystem und der Day-One-Patch für Assassin's Creed Origins mit solchen Ärgernissen aufräumen. Bis wir das bestätigen können, ziehen wir aber vorerst zwei Punkte von der Xbox-One-Wertung ab.

Klettern ist auch in Assassin's Creed Origins ein wichtiger Bestandteil des Spiels, vor allem wenn ihr Aussichtspunkte freischalten wollt. Quelle: PC Games Klettern ist auch in Assassin's Creed Origins ein wichtiger Bestandteil des Spiels, vor allem wenn ihr Aussichtspunkte freischalten wollt. Nur einen Minuspunkt gibt es für die PS4-Version. Besitzern einer Sony-Konsole empfehlen wir dringend den Umstieg auf die stärkere Pro-Variante - erst auf der schnurrt Assassin's Creed Origins so richtig. Die normale Playstation 4 regelt die detaillierte Grafik doch merklich runter und hat trotzdem noch mit leichtem Tearing beim schnellen Drehen der Kamera zu kämpfen. Auch hier macht uns die Framerate Sorgen, gerade wenn wir viele berittene Gegner in einen Kampf vom Rücken unseres Pferdes aus verwickeln oder durch eine der mit NPCs gefüllten Prachtstraßen von Memphis oder Alexandria rennen. Assassin's Creed Origins profitiert hier stark vom Leistungsgewinn durch die PS4 Pro.

So schön wie im Trailer: Am besten gefallen hat uns die PC-Version. Mit einem starken Rechner, der die empfohlenen Systemanforderungen von Assassin's Creed Origins packt, läuft das Action-Rollenspiel butterweich. Bei aktiviertem V-Sync in einer Full-HD-Auflösung von 1080p bekamen wir mit einer Geforce GTX 980 und allen Details auf der höchsten Ultra-Einstellung konstante 60 Fps hin - die Skala ist nach oben offen! Detaillierte AC: Origins-Benchmarks samt 4K-Performance gibt's wie immer bei PC Games Hardware.Kleines Manko an der ansonsten exzellenten Optik: In Assassin's Creed Origins macht mal wieder das Level of Detail (LoD) Ärger. Das äußert sich in plötzlich auftauchenden Objekten in der Entfernung (Pop-ups), was besonders beim schnellen Reiten auffällt, auch in der PC-Version und mit viel Video-RAM. Dann ploppen am Horizont immer unschön niedrige Gräser und andere Bestandteile der Vegetation ins Bild - das ist der Preis für die Streaming-Technologie, die es Ubisoft erlaubt, die komplette Spielwelt am Stück in den Speicher zu schaufeln. Richtig gelesen: Es gibt während des Spielens keinerlei Ladezeiten, außer beim Verlassen von Animus und Ägypten-Setting sowie bei der Schnellreise und nach dem Bildschirmtod. Und selbst diese Ladezeiten sind angenehm kurz, gerade im Vergleich mit dem PS4-exklusiven Horizon: Zero Dawn.

Adler Senu scoutet für euch das Terrain, der Vogel verhält sich im Grunde wie die Drohne aus Ghost Recon: Wildlands. Quelle: PC Games Adler Senu scoutet für euch das Terrain, der Vogel verhält sich im Grunde wie die Drohne aus Ghost Recon: Wildlands. Jenseits der Engine überzeugt Assassin's Creed Origin in Sachen Steuerung. Die Gamepad-Bedienung ist funktional, lediglich die Third-Person-Kamera nimmt einem auf den Konsolen zeitweise die Übersicht. Am PC könnt ihr das Sichtfeld (Field of View, FoV) vergrößern. Überhaupt fallen die PC-Funktionen sehr umfangreich aus: Neben zahllosen Grafikeinstellungen dürft ihr auch die Tasten frei belegen und munter Sprachausgabe, Bildschirmtexte und Untertitel in verschiedenen Sprachen mischen.

Letzteres geht auf allen Plattformen, genau wie die Möglichkeit, die standardmäßig aufsteigenden Schadenszahlen im Kampf auszuschalten. Sehr komfortabel: Euer Reittier wechselt auf Knopfdruck in eine Art Autopilot und folgt dem Straßenverlauf - auf Wunsch sogar bis zu einer selbst erstellten Kartenmarkierung. Ideal, wenn man lange Strecken ohne (verfügbare) Schnellreise-Funktion zurücklegen und dabei die Hände frei haben möchte.

Aber mal ehrlich: Bei so einem durch und durch gelungenen Open-World-Epos will man das Gamepad oder die Maus doch gar nicht mehr aus der Hand geben! Wir konnten uns jedenfalls nur schwer loseisen. Und jedem, der auch nur das Geringste mit Szenario und RPG-Mechaniken anfangen kann, wird es garantiert genauso gehen!

Assassin's Creed Origins erscheint am 27. Oktober 2017 für PC, Playstation 4 (Pro) und Xbox One X. Der Release erfolgt zum Preis von 55 bis 70 Euro, je nach Plattform. Am PC kommt Uplay als DRM und Kopierschutz zum Einsatz. Ein AC: Origins-Season Pass für 49,99 € gibt euch Zugriff auf zwei große Story-DLCs und kleinere Zusatzpakete.

Metacritic bewertet das Spiel mit 84%.

Assassin's Creed Origins-Test: Wertung und Fazit

Meinungen

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (PS4)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Assassin's Creed: Origins (XBO)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Lebendige Spielwelt mit irrsinnigem DetailgradGelungenes Kampfsystem mit taktischer NoteSehr motivierende Item- und Skill-MechanikenGroßer Umfang: 40 bis 60 Stunden für 100%Nebenmissionen erzählen oft interessante GeschichtenUnterschiedliche Gegnertypen und Waffen sorgen für AbweechslungImposante Atmosphäre, grandios umgesetztes SzenarioGenialer Setting-Mix aus Wüsten, Städten, Küsten; jede Region mit eigener NoteDrei mitreißende SeeschlachtenFokussierte Hauptstory, souverän erzähltHervorragende Inszenierung (Grafik, Musik, Sprecher)Wertige Nebenaktivitäten statt stupider SammelgegenständeHoher Komfort (Pferd, Menüs)Drei Schwierigkeitsgrade, jederzeit wechselbarToll umgesetzte GrabanlagenBeeindruckende Kletterpassagen auf Leuchtturm und PyramidenStarke PC-Grafik mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und Top-PerformanceCrafting stört nichtViele Endgame-Inhalte für Level-40-CharaktereKeine aufgesetzten Multiplayer-Features, keine Quick-Time-Events, keine Lootboxen
Gegner-KI beim Schleichen mit DefizitenMissionstypen wiederholen sich auf DauerKeine EntscheidungenSchwache Charakterzeichnung für Held Bayek und die BösewichterIngame-Shop bietet käufliche VorteileGegenwarts-Story ohne AuflösungMerkliche Pop-up-Effekte bei der VegetationLeichte Ruckler und Tearing auf der normalen PS4 und Xbox OneVereinzelte Abstürze und Freezes auf der Xbox One XUngenutztes Potenzial bei den Rätselgräbern
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  1. Seite 1 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Die Neuerungen
  2. Seite 2 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Story und Quests
  3. Seite 3 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit
    • Kommentare (157)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Henge0815 NPC
        Ich habe JEDEN Assassins Creed Teil gespielt. Von Assassins Creed 1 bis Origins.
        Von allen Teilen muss ich sagen, dass mir 3 Teile ganz und gar nicht gefallen haben:
        Libertation, Unity und leider auch Origins.
        Ich für meinen Teil finde das das neue Kampfsystem totaler Ranz ist. Das ganze Spiel lässt sich überhaupt nicht smooth spielen. Verstehe immer nicht warum so viele Spieleentwickler grundlegende Dinge an Spielereihen ändern die 1. gut funktioniert haben und 2. das Spiel ausgemacht haben. Habe das Spiel nach 1,5 Stunden deinstalliert und bereut das ich so viel Geld für den Müll ausgegeben habe. Ganz klarer Daumen nach unten!
      • Von Henge0815 NPC
        Ich habe JEDEN Assassins Creed Teil gespielt. Von Assassins Creed 1 bis Origins.
        Von allen Teilen muss ich sagen, dass mir 3 Teile ganz und gar nicht gefallen haben:
        Libertation, Unity und leider auch Origins.
        Ich für meinen Teil finde das das neue Kampfsystem totaler Ranz ist. Das ganze Spiel lässt sich überhaupt nicht smooth spielen. Verstehe immer nicht warum so viele Spieleentwickler grundlegende Dinge an Spielereihen ändern die 1. gut funktioniert haben und 2. das Spiel ausgemacht haben. Habe das Spiel nach 1,5 Stunden deinstalliert und bereut das ich so viel Geld für den Müll ausgegeben habe. Ganz klarer Daumen nach unten!
      • Von Hurshi Hobby-Spieler/in
        Tach

        Das Spiel ist ja echt gut aber wieso muss man in einem Singleplayerspiel gegen Gegner kämpfen die einige Level unter einem selbst sind .
        Ich habe normal Story gespielt und in Siwa direkt alle Nebenquest gemacht etc bin nach Alexandria usw , bin lvl 25 und die Gebiete die da kommen , Memphis etc sind Level 18- 22 oder so . Selbst auf schwer zu spielen bringt ja nichts da der Level der Gegner sich nicht ändert und auch auf schwer die meisten mit 1-2 Schlägen umkippen. Wieso kann man in einem Singleplayerspiel nicht einfach den Lvl der Gegner anpassen . Das Spiel ist dadurch so öde das bis auf halt das gequeste was echt gut ist keine Herausforderung ist und dadurch einfach nur langweilig wird . Würde gern mal irgendwo nen Aussenposten infiltrieren oder sonstwas wo man wirklich vorsichtig sein muss aber dadurch das einfach alle Gegner so low sind macht das keinen Spass . Und "geh doch dahin wo höherer Level ist" bringt ja auch nichts da wenn man alles machen will die ja noch niedriger werden . Also ka da sollten die echt mal was machen was ja eh nun zu spät ist aber durch sowas wird der ganze Spielspass verdorben.

        MFG
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ... d.h. ich hab nichts abgebrochen? Verpasst? Übersprungen?

        Hab nämlich echt überlegt nochmal neu anzufangen und zu schauen, ob es dann mehr Sinn macht! :-D

        Mal schauen wann ich wieder Zeit finde hier weiterzuspielen, außerdem, wenn man schon die ACO Spieler hat: welche Sprachausgabe ist besser? Die Deutsche oder Englisch? Installiert hab ich beide.
        Du hast nichts verpasst. Ich war am Anfang auch erstmal etwas irritiert, da vieles in der Story in Rückblenden erzählt wird. Man wird quasi als Spieler ins kalte Wasser gestoßen. Fand ich aber nicht schlimm. Es hat die Story interessant gemacht. :)
        Ich spiele mit der englischen Synchro. Die gefällt mir ausgesprochen gut, aber wie die deutsche ist, kann ich nicht sagen.

        @Topic
        Ich hab jetzt gut 60 Stunden auf meinem Savegame und laut UPlay "erst" 86% des Spiels geschafft. Hauptstory ist durch. Denke mal, noch 10-20h Spielzeit sind noch drin. Hab noch etliche Nebenquests zu erledigen, Tempel zu erkunden usw. Dennoch schonmal mein Fazit:

        Technik/Optik:
        - Die Grafik ist, trotz LoD-Probleme, top. Die Charaktere sehen toll aus, die Umgebung ebenso. Und die Architektur ist einfach genial. Auch wenn das Spiel an dem LoD-Problem krankt, ist AC Origins mit sehr viel Liebe zum Detail entwickelt worden und wirkt auf mich deutlich authentischer als in den Vorgängern. Egal ob Wüste, Nil-Delta oder Städte...alles wirkt wunderbar abwechslungsreich und glaubwürdig.
        - Die Lebhaftigkeit in dem Spiel ist super. Oft sehe ich auch mal Tiere, die gegeneinander kämpfen, Patrouillen angreifen oder Banditen gegen Soldaten kämpfen. Auf den Gewässern schippern Boote und Schiffe herum, man sieht immer mal wieder Vögel oder Kleintiere rum lungern. Das in der Spielebranche eh bisher stiefmütterlich behandelte, aber sehr interessante ägyptische Setting wurde hervorragend umgesetzt.
        - Obwohl das Spiel so gut aussieht (mMn besser als andere Open WOrld-Titel der letzten Jahre), läuft es ziemlich gut und selbst auf 4K komme ich noch auf spielbare 45fps (max. Details). Die einzigen Orte, in denen die Framerate gelegentlich mal einkracht, sind die größeren Städte. Meist um die 5-10fps.
        - Das einzige, was ich hier zu bemängeln habe, ist (neben den Pop Ups) die vergleichsweise geringe Bodentexturauflösung. Im Vergleich zum Rest ist das schon etwas auffällig.

        Story/Figuren:
        - Hab schon in anderen Threads öfter erwähnt, dass ich Bayek echt sympathisch und auch glaubwürdig finde. Verständlicherweise flippt der Kerl in manchen Situationen völlig aus (meistens während der Hauptstory) und killt ohne Gewissensbisse, aber trotzdem ist er kein finsterer Einzelgänger. Im Gegenteil, er hilft und nimmt auch gern Hilfe seiner Umgebung an. Trinkt auch gern mal ein Bier und macht seine Witze. Ich empfinde ihn als zielstrebigen, manchmal etwas mürrischen, aber authentischen und glaubwürdigen Charakter.
        - Aya hat mir zu wenig Screentime. Eigentlich schade, weil die genauso interessant ist, wie einige andere Figuren innerhalb der Story...
        - einige der Antagonisten waren auch echt interessant, hatten viel Potential, aber leider wurden ihre Parts zu flott abgearbeitet. Auch wenn einige Szenen in der Hauptstory schon derb waren.

        z.B. der Mord von diesem Mädchen, Shadya, was man kurze Zeit später angebunden an einen Stein im Wasser findet.

        - Alles in allem war die Story trotzdem völlig in Ordnung. Der Anfang bissl wirr, zwischendurch etwas lang gezogen und eher "episodenhaft", mit sehr guten Szenen und Parts, und gegen Mitte/Ende hin nochmal richtig derb am auffahren...
        - ...wobei ich aber sagen muss, der mythische Aspekt der Story, der in den früheren Vorgängern noch n großen Stellenwert einnahm (Edenapfel usw.), gern hätte weiter ausgebaut werden können. Diesen Aspekt genießt man eher, wenn man die ganzen Gräber erforscht...wobei aber nie wirklich aufgeklärt wird, was das eigentlich alles ist und von Bayek kommentarlos hingenommen wird. Da hätte man mehr draus machen können.
        - zum Gegenwartspart sag ich mal besser nix...der war seit AC3 schon nicht mehr gut. Hat sich auch hier nicht gebessert. Und da bleibt auch echt viel ungeklärt.

        Gameplay:
        - echt riesige Open World, wovon vieles aber "nur" Wüste ist...aber trotzdem alles echt interessant aussieht.
        - die Nebenquests wiederholen sich tatsächlich irgendwann etwas zu oft. Attentate, Eskortieren, etwas holen...da bleibt wenig Variation.
        - Aber das "Wie" steht dem Spieler frei und das macht die ganze Sache auch wieder gut. Welchen Weg man nun nimmt, wie man vorgeht, ob man kämpft oder schleicht...ja sogar die Umgebung kann man wunderbar nutzen (Ölkrüge in Brand stecken, gefangene Tiere befreien usw.)...all das bleibt dem Spieler überlassen. Streng vorgegebene Wege, wie man eine Mission zu erledigen hat, gibt es nicht mehr. Daher nutzt sich der ganze Kram abseits der Hauptstory auch nie ab und hält immer bei Laune.
        - Das Kampfsystem ist mMn am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber echt Laune. Besonders aufgrund der Waffenvielfalt und der Wucht in den Kämpfen macht das echt Laune. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Hilfsmittel, mit denen man fiese Streiche spielen kann.

        Zu guter letzt: AC Origins geht viel mehr in Richtung Rollenspiel, würde es aber keinesfalls als solches bezeichnen. Dafür fehlt noch einiges. Man hat Skilltrees, Erfahrungspunkte, Crafting, verschiedene Waffen...aber all das eher rudimentär. Diese Elemente sind eher (sehr, sehr) bereichendes Beiwerk für ein Action Adventure, machen das Spiel aber längst nicht zu einem RPG. Nichtsdestotrotz merke ich immer wieder, dass die Entwickler sich einiges von The Witcher 3 abgeguckt haben. Was ja erstmal nicht schlecht ist. Die Nebenquests erzählen ja trotzdem immer wieder gute kleine Geschichten, auch wenn sie nicht ganz an die Klasse eines The Witcher 3 heran reichen. Für den nächsten Teil doch bitte noch etwas mehr Abwechslung in den Nebenquests, Multiple Choice-Dialoge und die Möglichkeit, innerhalb dieser Quests auch mal aktiv über den Verlauf (und das Schicksal von Personen) zu entscheiden. Kann mir gut vorstellen, dass sowas in einem AC funktionieren würde.

        Nichtsdestotrotz...meiner Meinung nach ist AC Origins das beste AC-Spiel überhaupt und auch eines der besten Spiele der letzten Jahre. Mit AC bin ich seit Relevations kaum noch richtig warm geworden, aber bei Origins überlege ich sogar ernsthaft, mir auch den Season Pass zu holen. Vorausgesetzt, die enthaltenen DLCs sind ihr Geld wert (weswegen ich auch erstmal abwarte).

        PS: Im Kern ist es aber immernoch ein Assassins Creed. Mit den gleichen Macken beim Klettern und den gleichen Animationen. :ugly:
      • Von Spassbremse Spiele-Professor/in
        Zitat von Rabowke
        ... d.h. ich hab nichts abgebrochen? Verpasst? Übersprungen?

        Hab nämlich echt überlegt nochmal neu anzufangen und zu schauen, ob es dann mehr Sinn macht! :-D

        Wie bei allen AC-Teilen eigentlich ist die Story auch bei Origins relativ "wirr" und teilweise schwer verständlich; das mag auch dem open world design geschuldet sein. Man bekommt die Infos nicht serviert, sondern muss das "Puzzle" mehr oder weniger mühsam zusammen setzen. Wer wirklich zu 100% alles verstehen möchte, der kommt wohl auch nicht um die unsäglichen Romane herum. Kann ich persönlich nicht empfehlen, da nicht besonders gut geschrieben, trotzdem gibt's 'ne Menge interessanter Hintergrundinfos, die in den Spielen nur als Randnotiz Beachtung finden.

        Speziell aber zu AC:O:

        (milde Spoiler!)
        Ausgangslage ist der sich schwelende Konflikt zwischen Kleopatra und ihrem Bruder. Obwohl ihr Vater, König Ptolemaios XII., in seinem Testament verfügt hatte, dass sich beide Geschwister den Thron teilen sollten, entschied sich Ptolemaios XIII.(namenstechnisch waren sie sehr unkreativ), die Macht nicht teilen zu wollen. Dahinter steckten vermutlich ehrgeizige Berater des sehr jungen Königs (gerade einmal 13 Jahre jung), in der Lore des Spiels sind's natürlich die Templer bzw. deren Vorgänger-Organisation, "Der Orden der Ältesten" dahinter. Kleopatra flieht also aus Alexandria und schart Getreue um sich, um den Thron wieder zurück zu erobern.

        Die Spaltung des Landes geht allerdings noch viel tiefer. Zwischen Griechen und Ägyptern herrschen tiefe gesellschaftliche Gräben, letztere werden von den Hellenen als Bürger zweiter Klasse behandelt; die Dynastie der Ptolemäer ist bei den einfachen Ägyptern verhasst.

        Zu Beginn des Spiels besucht nun der junge Pharao Siwa, ein scheinbar völlig unbedeutendes Wüstenkaff, vorgeblich, um seinen Untertanen durch seine Präsenz "Gunst" zu erweisen und sie dadurch "auf Linie zu bringen". In seinem Gefolge: seltsame Typen mit Masken (logisch, der Orden): sie sind in Wahrheit auf der Suche nach einem uralten Geheimnis, das in Siwa verborgen ist.
        In dem Glauben, der Medjay (so eine Art "Sheriff") des Dorfes wüsste über sämtliche Geheimnisse Bescheid, entführen sie Bayek und seinen Sohn, der dabei ums Leben kommt. Natürlich schwört Bayek Blutrache.

        Zu dem Zeitpunkt, als der Spieler die Steuerung übernimmt, hat Bayek bereits den ersten der seltsamen Masken-Typen ausfindig gemacht und getötet.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Wenn es dich tröstet, ich wusste sofort was gemeint war^^
      Direkt zum Diskussionsende
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