Assassin's Creed: Origins - Test und Video-Review zum Release: Open-World-Epos aus Ägypten für PC, PS4 und Xbox One

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Assassin's Creed: Origins - Test und Video-Review zum Release: Open-World-Epos aus Ägypten für PC, PS4 und Xbox One
Quelle: PC Games

Assassin's Creed Origins ist das beste AC seit Teil 2! Im Test mit Video-Review untersucht PC Games den mutigen Neuanfang durch Entwickler Ubisoft Montreal ganz genau. Legt Origins wirklich alle Altlasten der Serie ab? Vom Ägypten-Setting über das neue Kampfsystem bis hin zu den Rollenspiel-Einflüssen: Die Wertung gibt Aufschluss über die Qualität des Open-World-Epos!

Was für einen Unterschied so ein kleiner Balken macht! Im Assassin's Creed Origins-Test ertappten wir uns immer wieder dabei, stolz auf die schmale XP-Anzeige oben rechts zu schielen, die mit jeder erfüllten Quest, jedem besiegten Gegner und jedem erforschten Ort anwächst: Wieder hat unser Held einen Schritt auf dem Weg zum nächsten Level gemacht, es winken der Stufenaufstieg und ein neuer Skillpunkt für den Talentbaum.

In der Vergangenheit haben zwar bereits andere Assassin's Creed-Serienteile wie Unity mit derlei Aufstiegsmechaniken experimentiert. Aber nie war waren diese RPG-Mechaniken so zentral im Spielkonzept verortet wie bei ACO im Jahr 2017. Der Release von Assassin's Creed Origins stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der wichtigsten Ubisoft-Reihe dar: Nach Assassin's Creed 4: Black Flag ist Origins die zweite umwälzende Revolution innerhalb der Serie - und das beste AC seit Assassin's Creed 2.

Das liegt unter anderem an der Konsequenz, mit der Entwickler Ubisoft Montreal das einstige Action-Adventure-Gameplay in Richtung Rollenspiel umgebürstet hat. Assassin's Creed Origins ist, so zeigt unser Review, eines der besten Open-World-Abenteuer 2017 - und das ist im Jahr von Horizon: Zero Dawn und The Legend of Zelda: Breath of the Wild eine beachtliche Leistung!

Assassin's Creed Origins-Test mit Video-Review: Gelungenes Kampfsystem

Drei große spielmechanische Neuerungen bringt Origins mit in die AC-Serienhistorie. Da wäre zum einen das Kampfsystem. Vorbei sind die Zeiten der übermächtigen Kontermechanik und dem automatischen "Ranbeamen" an entfernte Gegner nach Betätigung der Angriffstaste. Die Hitboxen sind ausgefeilter als in den Vorgängern, Hiebe gehen bei falscher Positionierung auch schon mal ins Leere und eine optionale Fokusmechanik hält den Feind im Zentrum des Bildschirms, während Held Bayek ihn auf eure Tasteneingaben hin umkreist. Neben vier unterschiedlichen Varianten von Pfeil und Bogen für den Fernkampf stehen euch auf kurze Distanz Äxte, Schwerter (auch zwei gleichzeitig), Speere, Stäbe und Keulen zur Verfügung - alle mit eigenen Animationen, Geschwindigkeiten und einem sehr guten Treffer-Feedback.

Die Gegner setzen unterschiedliche Taktiken ein, so müssen wir etwa die Schildabwehr durchbrechen oder Nebelbomben ausweichen. Quelle: PC Games Die Gegner setzen unterschiedliche Taktiken ein, so müssen wir etwa die Schildabwehr durchbrechen oder Nebelbomben ausweichen. Das Kampfsystem kennt leichte und schwere Schläge, die sich beliebig kombinieren lassen. Schwere Angriffe durchbrechen die meisten Schilde; euer Protagonist führt selbst stets einen Schild mit sich. Im Gefecht kommt es darauf an, im richtigen Moment die Tasten für Blocken und Ausweichen zu drücken, ohne dass dies wie in Batman: Arkham Knight oder Mittelerde: Schatten des Krieges durch riesengroße Einblendungen deutlich gemacht wird - erst recht wenn ihr die Interface-Anzeigen teilweise oder komplett abschaltet.

Lesenswert: Die Editionen von Assassin's Creed Origins im Überlick - was steckt drin?

Trotz Verzichts auf ein Ausdauer-System konnten wir im Test aber nicht unendlich oft ausweichen: Nach drei Hechtsprüngen muss Bayek kurz verschnaufen. Die dabei zum Einsatz kommende Animation wirkt im ersten Moment sehr hektisch, der Protagonist gleitet scheinbar wie auf Schlittschuhen über den Boden. Aber nach kurzer Zeit hat man sich an diese Merkwürdigkeit gewöhnt und genießt die Dynamik und Spannung der Kämpfe. Viel Abwechslung in Sachen Gegnerdesign und Bewaffnung halten die Auseinandersetzungen langfristig frisch. Einige Widersacher weichen selbst flink Bayeks Angriffen aus oder nutzen hohe Turmschilde, die nicht so einfach zu überwinden sind. Spezialangriffe helfen.
Spektakulär: Sandstürme können jederzeit entstehen und nehmen euch für einige Minuten die Sicht. Quelle: PC Games Spektakulär: Sandstürme können jederzeit entstehen und nehmen euch für einige Minuten die Sicht.

Mit jeder Aktion im Kampf lädt sich eine Adrenalinleiste auf. Ist sie voll, aktiviert ihr einen von zwei Special Moves, abhängig von der verwendeten Waffe. Entweder lasst ihr im Zeitlupenmodus einen Schlaghagel auf eure Feinde niedergehen oder aber Bayek setzt zu einem Sturmangriff an, der fast immer tödlich endet. Eure eigene Gesundheit regeneriert sich im Kampfverlauf, die Geschwindigkeit hängt vom Schwierigkeitsgrad ab.

Ja, richtig gelesen, es gibt drei Schwierigkeitsgrade, ein Novum für die Serie. Im Optionsmenü lässt sich jederzeit zwischen Leicht, Normal und Schwer wählen; während der Review-Phase fühlten wir uns auf der mittleren Stufe gut unterhalten und gefordert.

Bildergalerie

Richtig knifflig werden die Kämpfe jedoch, wenn ihr gegen Gegner antretet, deren Level deutlich über Bayeks eigener Charakterstufe liegt. Denn das ist die zweite Neuerung von Assassin's Creed Origins: Wie in einem typischen Rollenspiel bestimmten hinter den Kulissen Zahlenwerte über Sieg oder Niederlage.

ACO-Review: Jetzt als Rollenspiel!

Das Inventar bietet eine Vergleichsfunktion für Ausrüstungsgegenstände wie Schilde, Bögen oder Schwerter. Quelle: PC Games Das Inventar bietet eine Vergleichsfunktion für Ausrüstungsgegenstände wie Schilde, Bögen oder Schwerter. Der kleine XP-Balken in Assassin's Creed Origins (siehe Anfang des Tests) steht stellvertretend für die tiefgehenden Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger AC: Syndicate. RPG-Mechaniken wie Loot und Skill-Ausbau wurden konsequent fortgeführt: In Schatztruhen und bei besiegten Gegnern findet ihr nun haufenweise Ausrüstungsgegenstände mit Schadens- und Verteidigungswerten. Je seltener ein Item ist (symbolisiert durch verschiedene Farben von Blau über Lila bis Gelb), desto höher die Chance für Spezialboni wie Giftschaden. Ein einzigartiger Schild bewirkte sogar, dass Gegner bei einem perfekten Block schlafen geschickt wurden!

Die Loot-Spirale dreht sich in Assassin's Creed Origins fleißig; im Test kehrten wir immer wieder gerne ins Inventar zurück, um Gegenstände auszutauschen.

Toll: Wenn eure Lieblingswaffe nicht mehr eurem Charakterlevel entspricht und somit eigentlich nutzlos geworden ist, könnt ihr sie beim Schmied an Bayeks Stufe anpassen - das kostet Gold, verbessert die Schadenswerte und erhöht somit die Lebensdauer der Items. Reparieren müsst ihr übrigens nichts, Schilde & Co. bleiben stets in perfekter Verfassung.

Auch Outfits und Reittiere lassen sich jederzeit wechseln, allerdings beschränken sich die Auswirkungen einer solchen Veränderung lediglich auf die Optik. Um die Lebenspunkte oder den Fernkampfschaden zu erhöhen, könnt ihr in Assassin's Creed Origins zusätzlich Gebrauch vom Crafting machen. Das Handwerkssystem ist simpel und drängt sich nicht auf. Während ihr in der Far Cry-Serie selbst noch euer Portemonnaie mit Tierfellen ausbauen musstet, gibt's in ACO lediglich sechs Gegenstände, die ihr mit Leder, Erzen und Holz verbessert. Dazu begebt ihr euch auf die Jagd - in der Spielwelt tollen überall Krokodile, Hyänen und andere Tiere herum.

Alle Gegner in AC: Origins besitzen ein Level. Auch die Tiere, die ihr zwecks Crafting jagt! Quelle: PC Games Alle Gegner in AC: Origins besitzen ein Level. Auch die Tiere, die ihr zwecks Crafting jagt! Deren Ableben bringt euch nicht nur die benötigten Materialien, durch den Tod von Tieren wie menschlichen Widersachern gelangt ihr auch an die Ressource XP. Die verdient ihr allerdings hauptsächlich durch Missionen und das Abklapppern von weißen Fragezeichen auf der Weltkarte; purem Grinding wird so ein Riegel vorgeschoben. Assassin's Creed Origins kennt keine Charakterklassen, die Maximalstufe eures Helden beträgt Level 40. Allerdings könnt ihr nach dem Story-Ende einfach weiterspielen und unendlich Erfahrungspunkte sammeln: Eure Stufe verändert sich dann nicht mehr, ihr bekommt aber weiterhin Skillpunkte und könnt so den kompletten Talentbaum ausfüllen.

AC: Origins kennt viele nützliche Fähigkeiten, die wir mit Freude freigeschaltet haben, etwa ein Doppelattentat, den sehr nützlichen Rammangriff oder im Flug steuerbare Pfeile. Allerdings sind manch andere Skills dagegen nutzlos.

Apropos nutzlos: Aufgrund der Level-Mechanik und der empfohlenen Mindeststufen für Quests und den Besuch bestimmter Regionen kommt es schon mal vor, dass ihr vor einem Gegner steht, den ihr einfach nicht besiegen könnt - nicht einmal mit der in den Vorgängern immer tödlichen versteckten Klinge. In solch einem Fall heißt es aufleveln und später zurückkommen, denn die Widersacher leveln nicht automatisch mit, sondern bewegen sich stets in einem bestimmten, für die Region spezifischen Stufensegment.

Das motiviert auf der einen Seite, die Stufenleiter immer weiter zu erklimmen, schränkt euch aber zu Beginn natürlich beim Erkunden der Welt ein. Tipp: Es lohnt sich, ohne viele Umwege der Hauptstory zu folgen, denn die führt euch nach und nach durchs virtuelle Ägypten. Und nebenbei ist sie auch noch richtig unterhaltsam!

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  1. Seite 1 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Die Neuerungen
  2. Seite 2 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Story und Quests
  3. Seite 3 Assasssin's Creed Origins im Test/Review: Shop, Technik und Wertung+Fazit
    • Kommentare (157)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Henge0815 NPC
        Ich habe JEDEN Assassins Creed Teil gespielt. Von Assassins Creed 1 bis Origins.
        Von allen Teilen muss ich sagen, dass mir 3 Teile ganz und gar nicht gefallen haben:
        Libertation, Unity und leider auch Origins.
        Ich für meinen Teil finde das das neue Kampfsystem totaler Ranz ist. Das ganze Spiel lässt sich überhaupt nicht smooth spielen. Verstehe immer nicht warum so viele Spieleentwickler grundlegende Dinge an Spielereihen ändern die 1. gut funktioniert haben und 2. das Spiel ausgemacht haben. Habe das Spiel nach 1,5 Stunden deinstalliert und bereut das ich so viel Geld für den Müll ausgegeben habe. Ganz klarer Daumen nach unten!
      • Von Henge0815 NPC
        Ich habe JEDEN Assassins Creed Teil gespielt. Von Assassins Creed 1 bis Origins.
        Von allen Teilen muss ich sagen, dass mir 3 Teile ganz und gar nicht gefallen haben:
        Libertation, Unity und leider auch Origins.
        Ich für meinen Teil finde das das neue Kampfsystem totaler Ranz ist. Das ganze Spiel lässt sich überhaupt nicht smooth spielen. Verstehe immer nicht warum so viele Spieleentwickler grundlegende Dinge an Spielereihen ändern die 1. gut funktioniert haben und 2. das Spiel ausgemacht haben. Habe das Spiel nach 1,5 Stunden deinstalliert und bereut das ich so viel Geld für den Müll ausgegeben habe. Ganz klarer Daumen nach unten!
      • Von Hurshi Hobby-Spieler/in
        Tach

        Das Spiel ist ja echt gut aber wieso muss man in einem Singleplayerspiel gegen Gegner kämpfen die einige Level unter einem selbst sind .
        Ich habe normal Story gespielt und in Siwa direkt alle Nebenquest gemacht etc bin nach Alexandria usw , bin lvl 25 und die Gebiete die da kommen , Memphis etc sind Level 18- 22 oder so . Selbst auf schwer zu spielen bringt ja nichts da der Level der Gegner sich nicht ändert und auch auf schwer die meisten mit 1-2 Schlägen umkippen. Wieso kann man in einem Singleplayerspiel nicht einfach den Lvl der Gegner anpassen . Das Spiel ist dadurch so öde das bis auf halt das gequeste was echt gut ist keine Herausforderung ist und dadurch einfach nur langweilig wird . Würde gern mal irgendwo nen Aussenposten infiltrieren oder sonstwas wo man wirklich vorsichtig sein muss aber dadurch das einfach alle Gegner so low sind macht das keinen Spass . Und "geh doch dahin wo höherer Level ist" bringt ja auch nichts da wenn man alles machen will die ja noch niedriger werden . Also ka da sollten die echt mal was machen was ja eh nun zu spät ist aber durch sowas wird der ganze Spielspass verdorben.

        MFG
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ... d.h. ich hab nichts abgebrochen? Verpasst? Übersprungen?

        Hab nämlich echt überlegt nochmal neu anzufangen und zu schauen, ob es dann mehr Sinn macht! :-D

        Mal schauen wann ich wieder Zeit finde hier weiterzuspielen, außerdem, wenn man schon die ACO Spieler hat: welche Sprachausgabe ist besser? Die Deutsche oder Englisch? Installiert hab ich beide.
        Du hast nichts verpasst. Ich war am Anfang auch erstmal etwas irritiert, da vieles in der Story in Rückblenden erzählt wird. Man wird quasi als Spieler ins kalte Wasser gestoßen. Fand ich aber nicht schlimm. Es hat die Story interessant gemacht. :)
        Ich spiele mit der englischen Synchro. Die gefällt mir ausgesprochen gut, aber wie die deutsche ist, kann ich nicht sagen.

        @Topic
        Ich hab jetzt gut 60 Stunden auf meinem Savegame und laut UPlay "erst" 86% des Spiels geschafft. Hauptstory ist durch. Denke mal, noch 10-20h Spielzeit sind noch drin. Hab noch etliche Nebenquests zu erledigen, Tempel zu erkunden usw. Dennoch schonmal mein Fazit:

        Technik/Optik:
        - Die Grafik ist, trotz LoD-Probleme, top. Die Charaktere sehen toll aus, die Umgebung ebenso. Und die Architektur ist einfach genial. Auch wenn das Spiel an dem LoD-Problem krankt, ist AC Origins mit sehr viel Liebe zum Detail entwickelt worden und wirkt auf mich deutlich authentischer als in den Vorgängern. Egal ob Wüste, Nil-Delta oder Städte...alles wirkt wunderbar abwechslungsreich und glaubwürdig.
        - Die Lebhaftigkeit in dem Spiel ist super. Oft sehe ich auch mal Tiere, die gegeneinander kämpfen, Patrouillen angreifen oder Banditen gegen Soldaten kämpfen. Auf den Gewässern schippern Boote und Schiffe herum, man sieht immer mal wieder Vögel oder Kleintiere rum lungern. Das in der Spielebranche eh bisher stiefmütterlich behandelte, aber sehr interessante ägyptische Setting wurde hervorragend umgesetzt.
        - Obwohl das Spiel so gut aussieht (mMn besser als andere Open WOrld-Titel der letzten Jahre), läuft es ziemlich gut und selbst auf 4K komme ich noch auf spielbare 45fps (max. Details). Die einzigen Orte, in denen die Framerate gelegentlich mal einkracht, sind die größeren Städte. Meist um die 5-10fps.
        - Das einzige, was ich hier zu bemängeln habe, ist (neben den Pop Ups) die vergleichsweise geringe Bodentexturauflösung. Im Vergleich zum Rest ist das schon etwas auffällig.

        Story/Figuren:
        - Hab schon in anderen Threads öfter erwähnt, dass ich Bayek echt sympathisch und auch glaubwürdig finde. Verständlicherweise flippt der Kerl in manchen Situationen völlig aus (meistens während der Hauptstory) und killt ohne Gewissensbisse, aber trotzdem ist er kein finsterer Einzelgänger. Im Gegenteil, er hilft und nimmt auch gern Hilfe seiner Umgebung an. Trinkt auch gern mal ein Bier und macht seine Witze. Ich empfinde ihn als zielstrebigen, manchmal etwas mürrischen, aber authentischen und glaubwürdigen Charakter.
        - Aya hat mir zu wenig Screentime. Eigentlich schade, weil die genauso interessant ist, wie einige andere Figuren innerhalb der Story...
        - einige der Antagonisten waren auch echt interessant, hatten viel Potential, aber leider wurden ihre Parts zu flott abgearbeitet. Auch wenn einige Szenen in der Hauptstory schon derb waren.

        z.B. der Mord von diesem Mädchen, Shadya, was man kurze Zeit später angebunden an einen Stein im Wasser findet.

        - Alles in allem war die Story trotzdem völlig in Ordnung. Der Anfang bissl wirr, zwischendurch etwas lang gezogen und eher "episodenhaft", mit sehr guten Szenen und Parts, und gegen Mitte/Ende hin nochmal richtig derb am auffahren...
        - ...wobei ich aber sagen muss, der mythische Aspekt der Story, der in den früheren Vorgängern noch n großen Stellenwert einnahm (Edenapfel usw.), gern hätte weiter ausgebaut werden können. Diesen Aspekt genießt man eher, wenn man die ganzen Gräber erforscht...wobei aber nie wirklich aufgeklärt wird, was das eigentlich alles ist und von Bayek kommentarlos hingenommen wird. Da hätte man mehr draus machen können.
        - zum Gegenwartspart sag ich mal besser nix...der war seit AC3 schon nicht mehr gut. Hat sich auch hier nicht gebessert. Und da bleibt auch echt viel ungeklärt.

        Gameplay:
        - echt riesige Open World, wovon vieles aber "nur" Wüste ist...aber trotzdem alles echt interessant aussieht.
        - die Nebenquests wiederholen sich tatsächlich irgendwann etwas zu oft. Attentate, Eskortieren, etwas holen...da bleibt wenig Variation.
        - Aber das "Wie" steht dem Spieler frei und das macht die ganze Sache auch wieder gut. Welchen Weg man nun nimmt, wie man vorgeht, ob man kämpft oder schleicht...ja sogar die Umgebung kann man wunderbar nutzen (Ölkrüge in Brand stecken, gefangene Tiere befreien usw.)...all das bleibt dem Spieler überlassen. Streng vorgegebene Wege, wie man eine Mission zu erledigen hat, gibt es nicht mehr. Daher nutzt sich der ganze Kram abseits der Hauptstory auch nie ab und hält immer bei Laune.
        - Das Kampfsystem ist mMn am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber echt Laune. Besonders aufgrund der Waffenvielfalt und der Wucht in den Kämpfen macht das echt Laune. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Hilfsmittel, mit denen man fiese Streiche spielen kann.

        Zu guter letzt: AC Origins geht viel mehr in Richtung Rollenspiel, würde es aber keinesfalls als solches bezeichnen. Dafür fehlt noch einiges. Man hat Skilltrees, Erfahrungspunkte, Crafting, verschiedene Waffen...aber all das eher rudimentär. Diese Elemente sind eher (sehr, sehr) bereichendes Beiwerk für ein Action Adventure, machen das Spiel aber längst nicht zu einem RPG. Nichtsdestotrotz merke ich immer wieder, dass die Entwickler sich einiges von The Witcher 3 abgeguckt haben. Was ja erstmal nicht schlecht ist. Die Nebenquests erzählen ja trotzdem immer wieder gute kleine Geschichten, auch wenn sie nicht ganz an die Klasse eines The Witcher 3 heran reichen. Für den nächsten Teil doch bitte noch etwas mehr Abwechslung in den Nebenquests, Multiple Choice-Dialoge und die Möglichkeit, innerhalb dieser Quests auch mal aktiv über den Verlauf (und das Schicksal von Personen) zu entscheiden. Kann mir gut vorstellen, dass sowas in einem AC funktionieren würde.

        Nichtsdestotrotz...meiner Meinung nach ist AC Origins das beste AC-Spiel überhaupt und auch eines der besten Spiele der letzten Jahre. Mit AC bin ich seit Relevations kaum noch richtig warm geworden, aber bei Origins überlege ich sogar ernsthaft, mir auch den Season Pass zu holen. Vorausgesetzt, die enthaltenen DLCs sind ihr Geld wert (weswegen ich auch erstmal abwarte).

        PS: Im Kern ist es aber immernoch ein Assassins Creed. Mit den gleichen Macken beim Klettern und den gleichen Animationen. :ugly:
      • Von Spassbremse Spiele-Professor/in
        Zitat von Rabowke
        ... d.h. ich hab nichts abgebrochen? Verpasst? Übersprungen?

        Hab nämlich echt überlegt nochmal neu anzufangen und zu schauen, ob es dann mehr Sinn macht! :-D

        Wie bei allen AC-Teilen eigentlich ist die Story auch bei Origins relativ "wirr" und teilweise schwer verständlich; das mag auch dem open world design geschuldet sein. Man bekommt die Infos nicht serviert, sondern muss das "Puzzle" mehr oder weniger mühsam zusammen setzen. Wer wirklich zu 100% alles verstehen möchte, der kommt wohl auch nicht um die unsäglichen Romane herum. Kann ich persönlich nicht empfehlen, da nicht besonders gut geschrieben, trotzdem gibt's 'ne Menge interessanter Hintergrundinfos, die in den Spielen nur als Randnotiz Beachtung finden.

        Speziell aber zu AC:O:

        (milde Spoiler!)
        Ausgangslage ist der sich schwelende Konflikt zwischen Kleopatra und ihrem Bruder. Obwohl ihr Vater, König Ptolemaios XII., in seinem Testament verfügt hatte, dass sich beide Geschwister den Thron teilen sollten, entschied sich Ptolemaios XIII.(namenstechnisch waren sie sehr unkreativ), die Macht nicht teilen zu wollen. Dahinter steckten vermutlich ehrgeizige Berater des sehr jungen Königs (gerade einmal 13 Jahre jung), in der Lore des Spiels sind's natürlich die Templer bzw. deren Vorgänger-Organisation, "Der Orden der Ältesten" dahinter. Kleopatra flieht also aus Alexandria und schart Getreue um sich, um den Thron wieder zurück zu erobern.

        Die Spaltung des Landes geht allerdings noch viel tiefer. Zwischen Griechen und Ägyptern herrschen tiefe gesellschaftliche Gräben, letztere werden von den Hellenen als Bürger zweiter Klasse behandelt; die Dynastie der Ptolemäer ist bei den einfachen Ägyptern verhasst.

        Zu Beginn des Spiels besucht nun der junge Pharao Siwa, ein scheinbar völlig unbedeutendes Wüstenkaff, vorgeblich, um seinen Untertanen durch seine Präsenz "Gunst" zu erweisen und sie dadurch "auf Linie zu bringen". In seinem Gefolge: seltsame Typen mit Masken (logisch, der Orden): sie sind in Wahrheit auf der Suche nach einem uralten Geheimnis, das in Siwa verborgen ist.
        In dem Glauben, der Medjay (so eine Art "Sheriff") des Dorfes wüsste über sämtliche Geheimnisse Bescheid, entführen sie Bayek und seinen Sohn, der dabei ums Leben kommt. Natürlich schwört Bayek Blutrache.

        Zu dem Zeitpunkt, als der Spieler die Steuerung übernimmt, hat Bayek bereits den ersten der seltsamen Masken-Typen ausfindig gemacht und getötet.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Wenn es dich tröstet, ich wusste sofort was gemeint war^^
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