Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Das Ratssystem - Wert einer Siedlung
Anno 1404 Venedig bringt eine Reihe Neuerungen gegenüber Anno 1404. Mit den Tipps und Tricks aus unserer Lösung sind Sie auch ohne Cheats erfolgreich im Siedeln.
Kaufen oder nicht kaufen?
Der Kauf von Ratssitzen dient also zum einen dazu, es der Konkurrenz schwerer zu machen, Ihre Inseln aufzukaufen. Zum anderen bietet Ihnen das System eine alternative Methode der Expansion durch die feindliche Übernahme der Siedlungen anderer Spieler. Grundsätzlich sei gesagt, dass dieses Feature erst sehr spät im Verlauf einer Partie an Bedeutung gewinnt, da für den Kauf von drei Ratssitzen und den Schlüsseln der Stadt ohne Probleme weit über 100.000 Goldstücke fällig werden können. Ein teures Unterfangen, das aber vor allem im Mehrspielermodus für zusätzliche Dynamik und taktische Möglichkeiten sorgt.
Aufgrund der enormen Summen, die Sie für die Übernahme eines fremden Eilands benötigen, sollten Sie sich sehr genau überlegen, ob und wann Sie so außergewöhnliche Methoden anwenden wollen. Oft kann es nämlich sogar billiger sein, mithilfe eines Bergfriedes Soldaten zu rekrutieren, eine Armee aufzustellen und den Gegner damit in die Knie zu zwingen, als eine friedliche Lösung durch den Erwerb von Ratssitzen zu suchen. Andererseits ist dies die einzige Möglichkeit, anderen Spielern deren Inseln ohne Krieg abzunehmen.
Als Opfer für Ihren Expansionshunger eignen sich wegen der geringeren Kaufpreise vor allem Eilande, die ausschließlich auf die Produktion von in der Hauptsiedlung benötigten Gütern ausgerichtet sind. Solche Inseln beherbergen meist keine Wohnhäuser oder besondere, für den Zivilisationsaufstieg erforderliche Gebäude wie Kirche, Schenke oder Schuldturm, deren Bau besonders teuer war. Der Wert dieser Gemeinden ist daher deutlich geringer als der gegnerischer Hauptinseln, weshalb auch der Preis für einen Sitz in der Ratsversammlung entsprechend niedriger ausfällt - die ideale Voraussetzung für ein Übernahmeangebot von Ihrer Seite. Wenn Sie eine solche Insel übernehmen, schneiden Sie noch dazu den Widersacher von den dort produzierten Waren ab, die er womöglich dringend benötigt, um die Bedürfnisse seiner Untertanen zu befriedigen. Tritt bei Produkten wie Leinenkleidung, Gewürzen oder Bier ein Engpass auf, kann es zu Aufständen in der Bevölkerung kommen, was wiederum den Wert der Hauptstadt senkt und die Insel damit anfälliger für Ratssitz-Offerten macht. Sie können bei Ihrer friedlichen Expansion also taktisch vorgehen und den Gegner dadurch in die Knie zwingen, dass Sie ihm erst die kleinen Inseln abnehmen, bevor Sie sich den besonders wertvollen Gemeinden widmen und die Existenz des Konkurrenten im Szenario ausradieren.
Quelle: PC Games
Auch eine hohe Anzahl von Produktionsbetrieben erhöht den Wert einer Gemeinde.
Wert einer Siedlung
Der Preis der zum Kauf stehenden Ratssitze einer Stadt ist nicht fest vorgegeben, sondern ändert sich stetig entsprechend dem derzeitigen Wert der Insel. Je weiter die Stadt wächst, je mehr Bürger, Patrizier und Adelige in den von Ihnen errichteten Heimstätten leben und je prächtiger die gebauten Inselverschönerungen sind, umso weiter steigt die Summe an Goldmünzen, die Sie oder ein anderer Spieler aufbringen müssen, um eine Mehrheit im Stadtrat zu erwerben. Mit fortschreitender Spieldauer wird es also immer teurer, anderer Leute Inseln zu übernehmen oder die eigene Position in der Versammlung zu festigen. Ergo sollten Sie möglichst früh damit beginnen, Ratssitze zu kaufen, besonders wenn Sie Ihre Hauptsiedlung vor feindlichen Übernahmen absichern wollen. Das funktioniert, sobald die ersten Patrizier in Ihrer Stadt weilen. Zu Anfang der Partie können Sie noch relativ billig eine Art Sperrminorität erwerben, indem Sie zusätzlich zu dem sowieso von Anfang an Ihnen zugeschriebenen Ratssitz eine weitere Stimme kaufen. Wenn sich jetzt ein Kontrahent in Ihre Stadt einkaufen will, muss er drei Sitze in seinen Besitz bringen. Da Sie selbst bereits zwei Stimmen besitzen, haben Sie genügend Zeit, um auf den Übernahmeversuch mit dem Erwerb des dritten Sitzes zu reagieren. Besonders hinterhältige Spieler warten sogar damit, bis der Angreifer bereits selbst zwei Sitze besitzt - wenn Sie dann die Mehrheit erlangen, schmerzt es Ihren Gegner wegen der vielen bis zu diesem Zeitpunkt investierten Goldmünzen umso mehr.
Um den Wert eines Eilands zu erhöhen und damit die Preise der Ratssitze in die Höhe zu treiben, brauchen Sie üblicherweise gar nicht von Ihrem normalen Spielstil abzuweichen: Wer fleißig Häuser baut und möglichst hochstufige Einwohner in seine Stadt lockt sowie jede Menge Produktionsgebäude aus dem Boden stampft, sorgt automatisch dafür, dass der Preis für die begehrten Ratssitze in die Höhe schnellt. Achtung: Diese Wertsteigerung wirkt sich natürlich auch auf Ihre eigenen Kaufgebote aus. Sie sollten sich daher am besten bereits zu Beginn entscheiden, ob Sie lieber den Wert der Gemeinde hochtreiben oder eigene Ratssitze kaufen. Mit beiden Methoden können Sie sich vor den Expansionsgelüsten Ihrer Mitspieler effektiv schützen.
Sie können natürlich auch aktiv den Wert Ihrer Insel mit besonderen Bauten steigern. Als beste Methode dafür hat sich die Konstruktion von möglichst vielen und kostspieligen Siedlungsverschönerungen erwiesen. Diese reichen von Blumenbeeten über einen Dorfbrunnen bis hin zu Löwenstatuen, Palmen und Wasserbassins. Für den größten Wertzuwachs sorgt allerdings der herrschaftliche Palast. Der Bau dieses massigen Gebäudes erfordert nicht nur 20 Tonnen Werkzeuge sowie jeweils 30 Tonnen Stein und Glas, sondern kostet auch satte 10.000 Goldstücke. Trotzdem lohnt sich die Ausgabe, denn dadurch erhöht sich der Preis für Ratssitze auf dieser Insel gewaltig. Den vollen Bonus erhalten Sie übrigens nur, wenn Sie auch die Zusatzgebäude des Palastes wie Wohnflügel und Torhaus errichten, die nach und nach freigeschaltet werden. Der Bau kostet zwar Unmengen von Talern, macht die Siedlung aber sehr viel wertvoller und damit auch deutlich teurer.
Auch gewöhnliche Produktionsbetriebe wie Holzfällerhütten, Hanfplantagen oder Gerbereien helfen dabei, eine feindliche Übernahme zu verhindern, indem sie den Preis der Ratssitze in die Höhe treiben. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie eine ganze Batterie von Farmen und Minen auf einer Insel ansiedeln und diese auch nicht deaktivieren, um bei den laufenden Kosten zu sparen. Generell sind solche Inseln, die Sie nur zur Herstellung bestimmter Waren benutzen, aber anfälliger für gegnerische Offerten als Ihre Hauptsiedlung. Das liegt unter anderem daran, dass auf den Produktionsinseln die Häuser der Einwohner fehlen. Deren Steuerabgaben sind einer der Hauptmotoren für ein Wachstum des Stadtwertes, ebenso wie der durch Kirchen, Tavernen und ähnliche Bauten erzeugte Profit. Sie können die Ratssitze übrigens auch durch besonders aufwendige Bauten wie Schuldtürme, eine Vogtei, die Speicherstadt oder den Kaiserdom verteuern. Allerdings sollten Sie stets abwägen, ob Sie die Investition in solche Gebäude am Ende nicht teurer zu stehen kommt, als wenn Sie einfach die Mehrheit der Ratsversammlung durch entsprechende Goldabgaben in Ihren Besitz bringen. Allein die Speicherstadt und der Kaiserdom erfordern nicht nur etliche Tonnen Holz, Werkzeuge, Stein und Glas. Zusätzlich ist für die Konstruktion jedes der beiden Gebäude auch eine beachtliche Geldsumme vonnöten.
In diesem Artikel
- Seite 1 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Planung
- Seite 2 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Diplomatie
- Seite 3 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Aufstieg Ihrer Bürger
- Seite 4 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Handel
- Seite 5 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Ruhm und Ruhmpunkte
- Seite 6 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Bonuspunkte und Extras
- Seite 7 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Kampf und Handel auf See
- Seite 8 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Das Ratssystem - Die Grundprinzipien
- Seite 9 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Das Ratssystem - Wert einer Siedlung
- Seite 10 Anno 1404 Venedig: Komplettlösung - Das Ratssystem - Sabotage und Konflikt
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hallo leute ich habe eine frage an euch wie bekomme ich das goldene schiff bei anno 1404 venedig,bitte um hilfe
"Lediglich bei Verwendung der niedrigsten Steuerstufe ziehen weitere Untertanen in Ihre Stadt"
Definitiv falsch. Auch in der zweitniedrigsten Steuerstufe ziehen die Leute in die Häuser ein. Die niedrigste wird nur für den Aufstieg benötigt.
"Die meisten Aufträge sollten Ihnen keine Schwierigkeiten bereiten,
da nur selten ein Zeitlimit für die Erfüllung existiert."
Wie bitte? Es existiert fast immer ein Zeitlimit, nur ist dieses meistens sehr großzügig bemessen.
Also, ich bau auch immer erstmal nur 3 Holzfäller Ich versuche lieber, zuerst wenig Einwohner zu versorgen und schnell aufzusteigen, zudem eine überschaubare Siedlung zu haben, die ich gut planen kann, als dass ich 100 Bauernhäuser habe ^^ Wenn es dann in der Phase ist, wo an genug Bürger zum Bau von einer Eisenmine hat, baue ich noch ne 4. Hütte.
Ich möchte nur anmerken, dass die im Artikel geforderten 3 Holzfällerhütten zu Beginn eindeutig zu wenig sind. Mindestens 4, besser 5 sollten es schon sein, um schon zu Beginn möglichst viele Wohnhäuser errichten zu können, die einem einen positiven Haushalt garantieren. Die KI baut sogar noch mehr.
Der Artikel ist jetzt wieder komplett lesbar!