Amnesia The Bunker im Test: Der Horror des Ersten Weltkriegs
In Amnesia: The Bunker kämpfen wir in einem desolaten Bunker im Ersten Weltkrieg gegen einen erbarmungslosen Jäger um unser Überleben. Unser Test!
Die eben angesprochenen Fallen im Bunker können auch euch schnell den Garaus machen, also haltet die Augen offen nach Stolperfallen auf dem Boden oder roten X-Markierungen, die euch vor Gefahren warnen sollen. Selbst, wenn ihr rechtzeitig aus dem Sprengbereich einer drapierten Handgranate hechtet, seid ihr aber nicht sicher, denn Lärm lockt den Dämon an. Und neben Rennen, Springen, Türen einschlagen und eure Taschenlampe aufziehen, machen vor allem Explosionen jede Menge davon. Oft lassen sich leisere Lösungen finden: Achtet auf eure Umgebung, vielleicht gibt es Lüftungsschächte, vielleicht lassen sich Schlösser oder marode Türen mit auf sie geschleuderten Steinen aufbrechen, vielleicht könnt ihr sogar den Dämon selbst verwenden, um Hindernisse in eurem Weg einzuschlagen.
Die zweitgrößte Gefahr im Spiel sind die zuvor genannten Ratten, die sich an den Körpern eurer gefallenen Kameraden im Bunker gütlich tun. Die Viecher greifen euch zwar nicht direkt an, aber wenn ihr sie beim Fressen stört, werden sie bissig. Dadurch werdet ihr blutig. Dadurch wird die Nase des Dämons auf euch aufmerksam, und das Verstecken unter Betten, Tischen und in Schränken deutlich schwieriger.
Die Ratten zu umgehen, ist nicht ganz einfach - oft versperren sie wichtige Gänge oder machen die Navigation gerade dann schwieriger, wenn es stressig wird.
Merkt euch immer den Weg zurück ins Verwaltungsbüro: Flucht ist euer Freund und eine Minimap gibt es nicht - das soll so sein und so passt das hervorragend zum realistischen Spielgefühl, hier ist nichts Arcade-artig.
Gut zum drin Verbeißen
Die Ratten und der Dämon harmonieren zu eurem Unglück ziemlich gut miteinander, also lasst euch effiziente Strategien einfallen, wie ihr mit den Viechern umspringen wollt. Klar könnt ihr das Feuer auf sie eröffnen, wenn ihr eure extrem wertvolle Munition verschwenden wollt. Eine Granate ist auch eine Option, aber ihr wisst ja: Lärm.
Und selbst, wenn ihr die Ratten erlegt, kommen später neue. Möchtet ihr sie dauerhaft loswerden, müsst ihr deren "Futter" verbrennen. Oder ihr lockt die Viecher mit saftigerem Fleisch weg.
Dadurch könnt ihr auch die ID-Marken der umgekommenen Soldaten an euch nehmen, an denen die Aasfresser zuvor genagt hatten. Auf der Rückseite einiger dieser ID-Marken befinden sich weitere Schlüsselcodes, mit denen ihr im Spindraum die persönlichen Schränke eurer einstigen Kameraden öffnen könnt.
In den Schränken finden sich dringend benötigte Gegenstände. Und auf welchen Marken welche Codes stehen, ändert sich mit jedem neuen Durchlauf. Dadurch erhöht sich der Wiederspielwert von The Bunker.
Ich musste mich am Ende echt vom Bildschirm losreißen, um für diesen Test in die Tasten zu hauen. Und während ich ihn geschrieben habe, wollte ich eigentlich die ganze Zeit zurück in den Bunker und weiterspielen, verdammt!
Angesichts der Tatsache, dass ich in meinem Leben schon 392 Horrorspiele durchgerödelt habe, ist das ein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, ob ich den jüngsten Teil der Amnesia-Serie mehr als ein- oder zweimal spielen müsste. Aber diese ein- oder zweimal auf jeden Fall. Und das ist dann angesichts des schmalen Talers, den Frictional Games für das gute Stück haben möchte, auch echt in Ordnung.
Amnesia: The Bunker ist seit dem 6. Juni 2023 erhältlich. Verfügbar ist das Horrorabenteuer für den PC, Playstation 5 und Xbox Series X und S, außerdem für die Last-Gen-Konsolen Playstation 4 und Xbox One. Außen vor bleiben - zumindest vorerst - Besitzer der Nintendo Switch. Für unseren Test spielten wir die PC-Umsetzung.

Aber persönlich hoffe ich, dass sie diese Richtung eher ausbauen als das linearere, storygetriebene SOMA. Ich vermute ich aber, dass The Bunker ihre Fanbasis gespaltet haben könnte. Einige Mags hatten wohl noch nicht mal einen Test, erstmals. WTF?
Aber ich finde die Struktur des Spiels grandios. Semi-offen, mit bei Spielstart sogar einigen randomisierten Elementen (Türcodes, Fallen, Gegenstände). Und dann der ganze Loop: Umherstreifen, Ressourcen sammeln, erforschen. Und schnell zurück in den Saferoom, ins Licht. Und an der Map die nächsten Schritte planen. Was nehme ich mit? Was bastle ich mit meinen Ressourcen? Versuche ich meinen nächsten Move vielleicht gar, ohne den Generator zu betanken und dafür Sprit zu verwenden?
Erste Begegnung mit dem Stalker genau das gemacht, der Weg war halt nicht weit:
In den Lockerroom gegangen, um was auszuchecken, zu holen. Kurz davor höre ich das Vieh schon. Im Raum ziehe ich noch mal an meiner Dynamo-Taschenlampe, macht Krach. Da höre ich das Vieh. Schnell die Türen zugesperrt. Nur sind die Leider aus Holz. Das Viech hämmert dagegen, bricht eine ein und kommt mir entgegen. Ich schnell geflüchtet und gerade noch in den Saferoom geschafft.
Könnte auch was für Isolation-Fans sein, denen das Alien zu sehr auf der Nase tanzte. Denn bislang ist der Gegner hier gefühlt zwar immer präsent. Aber sucht nicht ständig um einen rum. Als INTERAKTIVES ERLEBNIS finde ich das klar besser als SOMA. Und Story wird über Dokumente samt Kopfkino genug transportiert. Genau wie über die Umgebung. Was ein trostloses Scheißloch diese 1.Weltkrieg-Betonfalle ist. The 0451-Einfluss ist ebenfalls offensichtlich in this one. Tür mit Granate "aufschließen"? Gegner anlocken und durchbrechen lassen (Risiko)? Flasche mit Benzin füllen, werfen und anzünden (Feuer?)
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zb. spiel ich gerade das eigentlich tolle Sniper Ghost Warrior 3; man kann zwar die Tastenbelegung ändern, doch einige bleiben "locked". Verwendet man also das erweiterte EADF-Layout, merkt man schnell, dass das so nicht funktioniert.
Lösung bei all diesen Games ist ein "Software Keyboard", mit dem man die Tasten "verschiebt".
So habe ich "F" (also nach rechts bewegen ingame auf "K" gemapped und via Software F auf eine andere Taste und K auf F gemapped).
"ATNsoft Key Remapper" ist der Freund eines jeden Gamers^^