Air Combat im Retro-Special: Der Beginn einer grandiosen Flugkampf-Marke
Vor 28 Jahren erscheint mit dem Playstation-Titel Air Combat ein tolles Flugkampfspiel. Wir haben den ersten Teil in unserem Retro-Special erneut gespielt.
Eine flotte Flotte
Mit dem verdienten Schotter sollten wir uns allerdings in erster Linie neue Flugzeuge kaufen. Zwischen den Aufträgen können wir einen kurzen Abstecher in den Shop machen und Jets erwerben oder verkaufen. Acht Stück können wir gleichzeitig besitzen. Die Auswahl reicht von bekannten russischen Kampfjets der MIG-Reihe über amerikanische Flugzeuge wie der A-10 oder dem F-22 bis hin zum Eurofighter. Nach jeder Mission kommen neue Modelle in den Shop.
Alle unterscheiden sich in Sachen Offensive, Defensive, Power, Mobilität und Stabilität. Die Auswirkungen sind deutlich zu spüren und sind daher auch wichtig für uns, welchen Jet wir für welchen Auftrag einsetzen. Da die A-10 wenig Power besitzt, dafür aber sehr manövrierfähig ist, benutzen wir sie, um die engen Canyons zu durchfliegen. Bei Missionen, in denen wir auf viele feindliche Flugzeuge treffen, braucht's dagegen eher die Stärke einer SU-27 oder einer F-15. Sobald wir im Kampf abstürzen, schlägt nicht nur die Mission fehl, sondern wir verlieren auch unseren Jet. Erst im weiteren Verlauf der Story kommen die meisten Flugzeuge wieder zurück in den Shop.
Quelle: PC Games
Um die Fluggefährte während der Aufträge von außen bewundern zu können, gibt's auch eine externe Third-Person-Perspektive, in der sich Air Combat spielen lässt. Ohne die Cockpit-Instrumente fehlt uns in der allerdings deutlich die Übersicht.
Für zwischendurch besitzt das Spiel sogar einen lokalen Zweispielermodus. Die Story können wir zwar leider nicht im Koop zocken, aber in einer 1-gegen-1-Arena lässt sich im klassischen Dogfight gegen eine Freundin oder einen Freund herausfinden, wer der bessere Pilot ist.
Fantastischer Soundtrack
Begleitet werden die Missionen von einem extrem gelungenen Soundtrack. Der passt sich der coolen Luftkampfaction perfekt an. Durch die tollen Klänge fühlen wir uns in der Luft wie Tom Cruise in Top Gun. Der Soundtrack könnte tatsächlich dem Fliegerfilm aus dem Jahr 1986 entnommen sein, ist aber die Eigenkreation einiger japanischer Musiker. Da wurde wirklich tolle Arbeit geleistet.
Die Umgebungen sind grafisch gesehen sehr abwechslungsreich. Da fliegen wir einmal über urbanes Gebiet, verfolgen Öl-Pipelines in der Wüste oder düsen über Inselgebiete. Hin und wieder gibt's natürlich die PS1-üblichen Clipping-Fehler, aber die sind absolut verschmerzbar.
Nach dem gelungenen ersten Teil ist die Reihe nach wie vor erfolgreich. Auch in den neueren Spielen bleiben die Entwickler dem arcadigen Gameplay treu. Von Flugsimulationen unterscheidet sich die Marke Ace Combat immer noch und bedient damit ein breiteres Publikum.
Wir sind gespannt, wie es mit dem Franchise weitergeht. Der letzte Teil, Ace Combat 7: Skies Unknown, konnte die Fans zwar nicht komplett überzeugen, aber ein schlechtes Spiel sieht ebenfalls anders aus. In zwei Jahren feiert die Reihe bereits ihr 30-jähriges Jubiläum. Das können nicht viele Unternehmen über ihre Marken in den Lebenslauf kritzeln.
