Doc. Story erzählt: Die Geschichte von Das Schwarze Auge: Drakensang
In unserem neuen Format "Doc. Story erzählt" berichten wir ab sofort detailliert über die Hintergrundgeschichte verschiedener Spiele, mit besonderem Fokus auf all jene Produkte, die in absehbarer Zeit einen Nachfolger bekommen. Damit bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihren Kenntnissstand über den Vorgänger aufzufrischen und mit einem Wissens-Round-Up in die Fortsetzung zu starten.
Drakensang beginnt, als der Held einen Brief von seinem alten Freund Ardo vom Eberstamm erhält. Dieser ruft ihn darin in die Stadt Ferdok, in der er bei der Aufklärung einiger mysteriöser Vorkommnisse helfen soll. Als er auf dem Weg jedoch durch die kleine Ortschaft Avestreu kommt, stellt sich heraus, dass er die Vollmacht zweier prominenter Bürger der Stadt braucht, um sie betreten zu dürfen. Nachdem der Spieler deren Vertrauen erlangt, gelangt er schließlich in die Stadt, wo er den Grund der Einreisebeschränkungen erfährt: In Ferdok hat sich eine Mordserie ereignet und unter den Opfern ist auch Ardo.
Während der Spieler sich daran macht, den Mord an seinem Freund aufzuklären, wird er immer mehr in die epischen Ereignisse um die geheimnisvolle Drachenqueste verwickelt. Um aus dieser siegreich hervor zu gehen, muss der Held, der, inzwischen einige Freunde um sich scharen konnte, mehrere Aufgaben bestehen. So soll die Gruppe etwa den Erzmagier Rakorium in Moorbrück bei der Verteidigung gegen die Untoten unterstützen. Im Anschluss daran muss das Buch der Schlange aus der Ruine Blutberge geholt werden. Das Problem: Über der Ruine liegt ein Schutzzauber, der es zunächst unmöglich macht, das Gemäuer zu betreten. Mit Hilfe der Hexen des Dunkelwaldes schafft es die Gruppe schließlich doch - und findet das Buch tief unter der Ruine im Gefängnis des Drachen Japhgur. Die dritte Aufgabe der Drachenqueste ist das Auffinden des Auge des Drachen, ein mächtiges Artefakt, das in der Feste Grimmzahn verborgen ist. Diese wird jedoch gerade von Orks angegriffen - so müssen die Helden via Geheimgang in die Burg gelangen um dort das Auge an sich zu nehmen.
Während der Erfüllung der bisherigen Aufgaben konnte die Gruppe mehrere Teile einer mächtigen Rüstung finden. Um diese zu vervollständigen und Sieger der Drachenqueste zu werden, muss das Adamantene Herz gefunden werden - auf der Suche danach verschlägt es die Gruppe in die Zwergenstadt Murolosh. Um dort das Vertrauen des Zwergenprinzen Arom zu gewinnen, müssen die Helden die Stadt vor den Orks retten und zu allem Überfluss auch noch einen jungen Feuerdrachen bezwingen. Tief unter der Stadt entdeckt die Gruppe schließlich das Adamantene Herz - allerdings nur um mitzuerleben, wie es von einer bösen Magierin namens Malgorra vor ihren Augen gestohlen wird. Mit Hilfe des Artefakts möchte sie nichts als Unheil über die Welt bringen. Um dies zu verhindern, müssen die Helden schließlich den schneebefallenen Gipfel des Berges Drakensang bezwingen um dort Malgorra selbst zu bekämpfen, die sich in einen dreiköpfigen Drachen verwandelt. Mit dem Sieg der Gruppe über das Böse endet das Spiel.
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(Markus Grundmann)

damals noch ziemlich anders.
Au contraire!
DSA war niemals düster, sondern hat sich schon immer durch -teilweise sogar sehr kindischen- Humor ausgezeichnet. Auch die Schicksalsklinge, Sternenschweif und sogar (das für DSA-Verhältnisse) relativ finstere "Schatten über Riva" waren vollgespickt mit teilweise sehr albernen Gags - ich sage nur "Esst mehr Käsetoast!"
Natürlich gibt es im Universum des Schwarzen Auges auch jede Menge dunkler Geschichten und finsterer Ereignisse. Aber generell sind die Geschichten samt und sonders immer mit einem Augenzwinkern versehen.
DSA hat sich noch nie wirklich bierernst genommen, und will das bis heute nicht...
Das mit der Popcorn-Story stimmt leider. Die düstere Stimmung von DSA fängt es leider garnicht mehr ein. Wenn ich mir da die alten Teile, also Schicksalsklinge, Sternenschweif und Schatten über Riva anschaue, lief dass damals noch ziemlich anders.
Vermutlich geht's den Devs hier vor allem um internationalen Erfolg. Die Spielqualität erhöht das natürlich kaum. Ein Produkt zu machen, dass die ganze Welt liebt, führt zwangläufig zu Konturlosigkeiten und dem andauernd mitschwingenden Gefühl Massenware zu konsumieren.
Spätestens seit der Jahr des Feuers Kampagne hat sich aber auch die Pen&Paper Vorlage stark von der ursprünglichen "LowFantasy"-Ausrichtung entfernt.
Da kann man Radon Labs kaum einen Vorwurf machen - im Gegenteil, ich persönlich fand jetzt Drakensang gar nicht sooo "High Fantasy", es hielt sich in Grenzen imho, wenn man, wie gesagt, die Jahr des Feuers Kampagne als Maßstab nimmt.
Nana, da stimmt aber was nicht, die Gruppe verschlägt es nach Tallon (die übrigens von Goblins bedroht wird, nicht von Orks!), wo die Gruppe dann mit Hilfe von Prinz Arom den Purpurwyrm Japhgur bezwingt, erst dann gehts ab nach Murolosh...
edit: Oh, da war wohl jemand ein paar Sekunden schneller als ich^^