Lost Horizon: Eindrücke vom neuen Adventure der Geheimakte 2-Macher
Redakteur und Adventure-Experte Felix Schütz schaute sich für Sie auf der gamescom das kommende Adventure Lost Horizon an. Was er dazu sagt, lesen Sie in den folgenden Zeilen.
Seit Geheimakte Tunguska zählt das deutsche Studio Animation Arts zur Elite der Adventure-Entwickler. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Lost Horizon, ihr neues Projekt. Die Story lehnt sich bewusst an Abenteuer-Streifen wie Indiana Jones an: 1936 unternehmen die Nazis eine Expedition in Tibet, um das mythologische Königreich Shambala zu erobern - nicht einfach nur simple Erfindung der Entwickler, denn angeblich hat diese Expedition tatsächlich stattgefunden. Dass die Nazis nichts Gutes im Sinn haben, darf man als gegeben betrachten, daher braucht es einen Helden, der sie aufhalten kann - und das ist ein Mann namens Fenton. Soldaten und Auftragskiller, Artefakte und Mythen - daran hätte sicher auch ein gewisser Herr mit Schlapphut und Peitsche seinen Spaß. Ursprünglich sollte übrigens eine andere Heldin namens Kim die Hauptrolle in Lost Horizon spielen, doch von dieser Idee kam Animation Arts mittlerweile ab. Sie ist nun eine Nebenfigur.
Obwohl die gleiche Engine wie in Geheimakte 2 zum Einsatz kommt, setzt Lost Horizon auf einen etwas anderen Look: Die zweidimensionalen Hintergründe wurden nicht vorgerendert, sondern sind von Hand gemalt. Trotzdem ist der Grafikstil - passend zur ernsten, erwachsenen Geschichte - alles andere als comichaft, sondern realistisch und glaubhaft. Auch die Zoom-Effekte aus Geheimakte 2 sind wieder mit an Bord - dank der hohen Auflösung der 2D-Hintergründe (2.048 Pixel breit) bleibt das Bild dabei stets gestochen scharf. In Dialogen wagen sich die Entwickler an etwas Neues: Erstmals sind die Figuren in Nahaufnahmen zu sehen, dabei wird häufig zwischen den Gesprächspartnern hin und her geschnitten. Das erzeugt deutlich mehr Tempo und macht die Dialoge etwas filmhafter. Allerdings sind die Gesichter der 3D-Figuren bislang noch etwas detailarm - hoffentlich wird da noch etwas nachgebessert. Dafür zeigen die Umgebungen bereits viele schöne Details, etwa Regentropfen, die auf den Boden prasseln, oder schön animiertes Wasser an einem Hafen.
An der Steuerung ändert sich nichts. Kein Wunder - die war bereits in Geheimakte Tunguska nahezu perfekt. Allerdings haben die Entwickler diesmal auf ein Tagebuch, das die Aufgaben festhält, verzichtet. "Das war zwar ein schönes Feature, aber benutzt hat's eben keiner." erklären sie schlicht diesen Schritt. Stattdessen enthält Lost Horizon eine Aufgabenhilfe, die man direkt und ohne Umwege im Spiel anklicken kann. Und weil sich das Ganze wie ein Abenteuerfilm anfühlen soll, erlebt man auch einige rasante Spielsituationen. Beispielsweise hängt Fenton während einer flotten Verfolgungsjagd an einem Lastwagen - das ist dann keine Zwischensequenz, sondern eine komplett spielbare Szene mit eigenen Rätseln.
Lost Horizon ist zwar zu etwa zwei Dritteln fertiggestellt, die Entwickler geben bislang aber keinen genaueren Releasetermin als 2010 an.

Super Spiel! Habe es an einem Wochenende durchgespielt. Sehr gut gemacht. Riesen danke schön an Deepsilver.
Ach, Paint hat doch seinen ganz eigenen Charme ;) Aber stimmt schon, die LH Szenenbilder sind schon große Kunst und ich möchte diese moderne "alte" Grafik dann doch eigentlich nicht mehr missen.
Ich hab Geheimakte 2 leider nicht gespielt, aber klingt gut, dass die Entwickler auf das Spielerfeedback eingehen.
Jo, sowas gibt's heutzutage kaum noch. Ich vermisse die guten alten Tage, in denen die Spiele noch mit "Paint" gezeichnet worden sind, dafür aber umso liebevoller gestaltet wurden.
neee also auf paint kann ich verzichten, muss WIRKLICH nicht sein -.- aber die grafiken sind wirklich hübsch anzuschauen. kanns nur empfehlen mal anzutesten. demo gibts ja auf der webseite des spiels als download.
Das ist soooooo unfair, jetzt kam ich das ganze Wochenende nicht zum Spielen, da ich mit grippalem Effekt krank im Bett liege. Waaaaaaaaaaaah. Ich will endlich Lost Horizon spielen, was man hier so liest, macht einem ja den Mund ganz wässerig.
Ich hab Geheimakte 2 leider nicht gespielt, aber klingt gut, dass die Entwickler auf das Spielerfeedback eingehen.
Jo, sowas gibt's heutzutage kaum noch. Ich vermisse die guten alten Tage, in denen die Spiele noch mit "Paint" gezeichnet worden sind, dafür aber umso liebevoller gestaltet wurden.